Das Lesen der folgenden Geschichte ist Jugendlichen unter 18 Jahren untersagt. Bitte sorg dafür, dass sie Jugendlichen nicht zugänglich gemacht wird. Jegliche Weiterverbreitung ist, wenn nicht ausdrücklich anders angegeben, untersagt! -=Umzug mit Ausziehen (1)=- AutorIn: BenjaminBi E-Mailadresse: Der Autor kann nur via Web-Formular auf sevac.com kontaktiert werden! Datum: 10.2007 Quelle: Autor ---------------------------------------------------- - --- - Umzug mit Ausziehen (1) Wie viele Umzüge ich schon hinter mich gebracht habe, kann ich an zwei Händen längst nicht mehr abzählen – das mag erstaunen, zähle ich doch erst bescheidene zweiundzwanzig Lenze, und meinen Wohnsitz hatte ich zudem nie woanders als in unserer hessischen Kleinstadt. Aha, mögen jetzt die ganz Schlauen mutmaßen, du arbeitest bei einer Spedition. Falsch – ich bin ganz schlecht im Erfinden von Ausreden! Mein Kumpel Tobias, der mich ziemlich gut kennt, hat mir kürzlich einmal mit einem mitleidigen Grinsen auf den Kopf zugesagt: „Wenn Du selbst beim Bund das Verpissen nicht gelernt hast, hast Du’s halt einfach nicht drauf!“ So ganz falsch ist das nicht. In meinem Grundwehrdienst habe ich durchaus die Wichtigkeit jenes Gespürs dafür erkannt, immer der Erste zu sein, wenn es etwas umsonst gibt, und sich stets außer Reichweite zu befinden, wenn Aufgaben verteilt werden. Zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, das passiert jedem einmal, aber andere haben ein viel größeres Talent, sich auch dann noch irgendwie herauszureden, während es mich zum Schluss einfach immer trifft. Und irgendwie bin ich nun einmal vor allem auf Umzüge abonniert. Ich habe vier ältere Geschwister, die meisten mit Familie und zum Teil bereits zum zweiten Mal verheiratet, dazu kommen natürlich allerlei Schulkameraden und sonstige gleichaltrige Bekannte, die zumeist nach ihrem Schulabschluss aus unserer Kleinstadt irgendwohin zogen, um zu studieren oder sich auf andere Weise weiterzuentwickeln. Da kann man sich vorstellen, dass es für mich genug Gelegenheit gab, Kisten und Möbel zu schleppen! Ich selbst bin ja bislang hier hängengeblieben und dementsprechend verfügbar, und wenn man sich dann ein paar Male bewährt hat, wird man gerne weiterempfohlen – vielleicht sollte ich wirklich einfach mal einen großen Vitrinenschrank die Treppe runterschmeißen, dann wäre mein Ruf ruiniert und ich hätte eine Weile Ruhe! Obwohl, die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Umzug, von welchem hier die Rede sein soll, zeigen ja, dass sich Hilfsbereitschaft auf lange Sicht dann doch manchmal auszahlt… Kurzum, in den letzten Jahren habe ich bestimmt Hunderte überladener Umzugskartons geschleppt, bin im Schweiße meines Angesichts Tausende Stufen hinauf- und hinuntergeklettert und habe mich mit schmieriger Brühe aus noch nicht entleerten Waschmaschinen bekleckert, ich habe mir Gelassenheit beim Parken mit Kleinlastern in zweiter Position angeeignet und bin zum echten Profi geworden, was das Platz sparende Verstauen von Hausrat in allen Typen von Transportfahrzeugen betrifft. Als ich an einem Donnerstagabend Ende September dieses Jahres nach einem relativ unerfreulichen Arbeitstag beschloss, nach Dusche, Selbstbefriedigung und einer kleinen Mahlzeit noch einmal ein wenig unter Menschen zu sein, ahnte ich noch nicht, dass mir ein erneutes Engagement als Möbelpacker unmittelbar bevorstand. Ich dachte daran, meine Busenfreundin Sandra kurz anzusmsen, ob sie sich mit mir treffen wolle, aber dann war mir doch danach, erst einmal alleine loszuziehen und zu schauen, wohin mich meine Nase führen würde. Viele Möglichkeiten gab es da allerdings nicht, bei uns landet man je nach Tagesverfassung sowieso immer in einer der zwei, drei bei jüngeren Leuten als Treffpunkt beliebten Kneipen, wenn man nicht vorher schon im sehr überschaubaren Stadtzentrum einer oder mehreren bekannten Personen begegnet und sich ihnen anschließt. Um es kurz zu machen: Als ich schließlich gegen zehn Uhr alleine den recht schummrigen Gastraum einer jener Kneipen betrat, in welcher man sich bei uns so zu treffen pflegt, war dieser recht gut besucht und die Luft nicht gerade die frischeste. Ich begegnete zahlreichen Blicken, die den Neuankömmling kurz musterten, und schlurfte, hier und da einen flüchtigen Gruß oder ein Nicken erwidernd, am Tresen vorbei in den rückwärtigen Teil des Lokals, wo sich in mehreren Sitzecken und an kleinen Vierertischen die eine oder andere Gesprächsrunde gebildet hatte. Als ich mich an einem der breiten Pfeiler vorbeischlängeln wollte, packte mich eine kleine, kräftige Hand zielstrebig am Hosenbund und hielt mich zurück. Ich drehte mich um und begegnete sogleich Sandras kompromisslos offenem Blick, während sie mich auch schon neben sich auf einen der Stühle zog. „Hallo, Ben, mein Schatz!“ lachte sie und drückte mir einen kurzen, aber offenen Kuss auf die Lippen. „Sei mir gegrüßt!“ „Hallo, meine Süße!“ gab ich mit ehrlicher Freude zurück und streichelte nachdrücklich über ihren Rücken. Die blonde Mähne floss ihr ungebändigt über die Schultern, und da auch ihr gut sitzendes, kurzärmeliges Oberteil in heller Farbe leuchtete, bemerkte ich erst relativ spät die junge Frau, die neben ihr auf der Bank saß. Diese hatte ihre brünetten Haare teilweise hochgesteckt und trug schwarze oder zumindest dunkle Kleidung, weswegen ihr gepflegtes Gebiss nun geradezu erstrahlte, als sie mir zur Begrüßung zulächelte. „Das ist Annika“, kam Sandra meiner Frage zuvor. „Ihr kennt euch wahrscheinlich noch nicht.“ „Ben“, stellte ich mich vor, lupfte andeutungsweise meinen Hintern von der Sitzfläche und drückte kurz ihre Hand, die sie mir mit einem irgendwie amüsierten Lächeln entgegenstreckte. Machte sie sich etwa über meine Umgangsformen lustig? Jedenfalls erinnere ich mich genau, dass ich bereits in diesen ersten Sekunden unseres Kennenlernens einen gewissen Unwillen in mir aufsteigen spürte. Dabei handelte es sich hier durchaus um eine schöne Frau! Annika war etwas älter als Sandra – ihr genaues Alter weiß ich heute, da ich dies schreibe, immer noch nicht, aber der späteren Aufzählung ihrer Lebensstationen nach sollte es doch schon mindestens fünfundzwanzig Jahre betragen – und offensichtlich auch einen halben Kopf größer. Die Farbe ihrer Augen konnte ich nicht nur der spärlichen Beleuchtung wegen nicht bestimmen, vielmehr verengte sie diese vor allem beim Lächeln zu anmutigen, leicht schräg gestellten Schlitzen, die nichts Asiatisches hatten, jedoch mit der geschwungenen Form ihres breiten Mundes bezaubernd harmonisierten. Die perfekte Symmetrie ihrer Brauen, die im leicht rötlichen Licht der Wandlampen matt schimmernde Haut, alles an ihr machte einen sehr gepflegten Eindruck. Schminke, eventuell auch Make-up waren in genau dem richtigen Maße und mit großem Geschick aufgetragen, und man hatte den Eindruck, dass diese Frau sicherlich einiges an Zeit und Geld für Kosmetik und Körperpflege aufwandte – mit großem Erfolg, das muss ich zugeben, aber ich selbst habe es in dieser Hinsicht eben gerne auch mal etwas weniger perfekt. Ich will Annika hier keineswegs als austauschbares Modepüppchen diffamieren, dazu strahlte sie dann doch zuviel Persönlichkeit aus. Auch hätte es keinen Sinn, sie mit Sandra zu vergleichen, denn deren frauliches Äußeres in Verbindung mit ihrer eher burschikosen Körpersprache bildete mit gewissen anderen Eigenheiten eine so einzigartige Mischung, dass jeder Nachahmungsversuch von vornherein geradezu lächerlich erscheinen musste. Ich denke, wenn ich ganz ehrlich mit mir bin, dann verursachte die Schönheit dieser Frau in mir deshalb ein so unbehagliches Gefühl, weil sie mir spontan unsympathisch war und ich ihr die Perfektion schlichtweg nicht gönnen wollte. Weshalb war sie mir denn so unsympathisch? Vor ihr auf dem Tisch lagen ein Päckchen Marlboro und die Zündschlüssel eines BMW, und die Art und Weise, wie ihre gepflegten Hände mit den recht langen, einwandfrei manikürten Fingernägeln diese Gegenstände immer wieder herumschoben, aufeinanderlegten und daran herumnestelten, hatte etwas herausfordernd Weibliches. Auch sonst wirkte sie besonders neben der ihr lässig zur Seite sitzenden Sandra geradezu damenhaft – aber ich spürte gleich auch etwas Anderes, und womöglich war es das, was mich gegen sie einnahm: Arroganz. Zunächst erschien diese mir als die Hochnäsigkeit einer schönen Frau, die sich der auf ihr ruhenden, bewundernden Blicke der Männerwelt bewusst ist, aber im weiteren Verlauf unserer Unterhaltung war bald zu erkennen, dass Annika aus einem weiteren Grund auf uns und die anderen Gäste des Lokals herabzuschauen schien: Sie war die weit gereiste Frau von Welt, und wir die naiven Kinder aus der Provinz. Das folgende, recht einseitig verlaufende Gespräch offenbarte mir nach und nach folgende Tatsachen: Sandra und Annika waren auf dieselbe Schule gegangen, freilich mit einigen Jahren Abstand. Näher kennengelernt hatten sie sich auf einer schuleigenen Skifreizeit, und was die nach meinem Eindruck so verschiedenen, jungen Frauen dann dazu bewogen hatte, fortan trotz eines für Teenager doch deutlichen Altersunterschiedes dies oder das miteinander zu unternehmen, wurde mir nicht weiter erläutert. Annika jedenfalls ging sofort nach ihrem Schulabschluss zur Lufthansa, und nun hatte sie bereits einige Jahre als Stewardess – Pardon, Flugbegleiterin – hinter sich, darüber hinaus aber auch noch irgendeine ganz, ganz supertolle Zusatzausbildung. Ihren Schilderungen nach hätte alles gar nicht besser laufen können, sie hatte mittlerweile die ganze Welt gesehen, wunderbare Menschen kennengelernt und wohl auch eine ganze Stange Geld angehäuft, und nun nutzte sie eine günstige Gelegenheit, um wieder mal eine Weile festen Boden unter den Füßen zu haben: Wegen ihrer guten Ausbildung, ihrer Erfahrung und Fremdsprachenkenntnisse und weil sie ohnehin ach so toll war, hatte man ihr eine „echt fantastische Stelle“ in leitender Position eines Reisebüros angeboten – ausgerechnet in ihrer Geburtsstadt! Annika sparte nicht an belustigter Koketterie beim Sinnieren über ihre scheinbare Dummheit, als weltgewandte Frau in das Provinznest ihrer Kindheit zurückzukehren, aber sie stellte es als liebenswert-sentimentale Verrücktheit hin und malte ein schillerndes Bild von den finanziellen Verlockungen des neuen Jobs sowie manch netter Erinnerung an Wanderungen oder Fahrradtouren durch Taunus und Wetterau. Immer wieder ließ sie zwischendurch exotische Ortsnamen wie Rio de Janeiro, Dakar oder Dubai einfließen (in letzterem Falle mit Hinweis auf das unvergessliche Sieben-Sterne-Hotel, in welchem sie sich natürlich schon die eine oder andere Übernachtung gegönnt hatte), und mit sehnsüchtigem Blick über unsere Köpfe hinweg bekannte sie, dass ihr all diese herrlichen Orte sicherlich bald sehr fehlen würden, und auch ihre vielen, guten Freunde in aller Welt würden sie bestimmt schmerzlich vermissen. Sie hoffte aber und hatte sich wohl auch das Recht ausbedungen, hin und wieder die eine oder andere Reiseleitung zu übernehmen. Annikas Stimme brachte jenen gewissen Hochmut zwar unüberhörbar zum Ausdruck, war im Klang aber nicht unangenehm (ich kam zu dem Schluss, dass sie nur Gelegenheitsraucherin sein konnte, denn das Päckchen vor ihr auf dem Tisch blieb die ganze Zeit über geschlossen) und ermüdete auch nicht – was nicht selbstverständlich war, denn diese recht spärlichen Informationen kamen über mich in einem stattlichen Monolog von bestimmt zehn Minuten, in welchen ich nur nicken und hin und wieder in höflicher Bewunderung die Brauen heben konnte! Sandra, für welche Annikas Karriere sicher keine Überraschungen mehr bereithielt, saß schweigsam zwischen uns, ließ ihre Blicke über die Besucher des Lokals schweifen und tätschelte hin und wieder mein Knie, so als wollte sie mich um Geduld bitten angesichts der Selbstbeweihräucherungen ihrer Freundin. Als ich in einer unvermittelt entstehenden Pause dann den Mund zum ersten Mal seit langer Zeit aufmachte, nur um etwas zu sagen, beging ich sogleich einen folgenschweren Fehler – wenigstens hatte es zunächst den Anschein. „Und Du wohnst jetzt schon wieder hier?“ fragte ich unschuldig. Das Aufleuchten in Annikas Augen auf diese beiläufige Frage hin konnte ich mir nicht gleich erklären, und dann ergriff zu meiner Überraschung Sandra das Wort: „Nein, noch nicht, aber Annika hat mir gerade ihre Traumwohnung gezeigt – am Wochenende steigt der Umzug“, sagte sie, und dann nickte sie ihrer Freundin vielsagend zu, während sie mir einen Arm um die Schultern legte. „Ben ist ein erstklassiger Mann für den Job, jetzt kannst du ihn fragen!“ Ehe ich reagieren konnte, traf mich ein tiefgründig forschender Blick aus Sandras plötzlich beunruhigend großen Augen. „Na, wie sieht’s aus – hast du am Samstag schon was vor?“ Das durfte doch nicht wahr sein! Noch ehe ich es richtig fassen konnte, dass meine beste Freundin mich auf diese Weise in die Enge trieb, strahlte Annika mich mit ihren leuchtend weißen Zahnreihen begeistert an. „Hey, ist ja super!“ rief sie aus. Was, verdammt, war super? Dass sie mich fragen konnte? Gerade das tat sie nicht, sie schien vielmehr vorauszusetzen, dass ich glücklich über die Ehre war, einer so tollen Frau ihre bestimmt hundert Paar Schuhe und dazu noch einiges an teuren, schweren Möbeln durch die Gegend schleppen zu dürfen! Genau jetzt hätte ich Klartext sprechen müssen – später am Abend ging ich in Gedanken durch, was die richtige Antwort gewesen wäre. Freundlich, aber bestimmt, hätte ich sagen müssen: „Langsam, langsam! Ich habe noch nicht ja gesagt, und leider geht das auch nicht! An diesem Wochenende…“ Tja, und dann hätte ich mir eben so etwas wie eine Notlüge aus den Fingern saugen müssen. Den Geburtstag eines meiner Neffen zum Beispiel – halt, das war schlecht, Sandra hätte womöglich nachgefragt, um welchen es sich handelte, und mit ihrem guten Gedächtnis…aber wer bin ich denn, dass ich auch noch Rechenschaft ablegen muss, wenn ich einem mir bislang völlig fremden Menschen einen Wunsch ausschlage! Was soll’s, bis ich diese Überlegungen in meinem Kopf halbwegs geordnet hatte, war es ohnehin längst zu spät. Nicht mehr als ein schiefes Grinsen und ein schwaches „Moment, nicht so schnell“ brachte ich nicht zustande, ehe Sandra zufrieden nickte und feststellte: „Also, du hast Zeit. Super!“ Ich konnte es wieder mal nicht fassen, als ich mich sagen hörte: „Wann geht’s los?“ Mein diese resignierende Frage deutlich begleitendes Seufzen überhörten die Frauen geflissentlich. Mit großem Eifer unterbreitete Annika mir nun den Tagesplan, Diskussion ausgeschlossen: Um acht Uhr morgens würde sie Sandra mit dem Auto abholen, gleich darauf kämen die beiden bei mir vorbei, um dann zu ihrer alten Wohnung nach Frankfurt-Sachsenhausen zu fahren, wo wir uns mit den anderen Helfern treffen würden. Die wiederum sollten bereits den geliehenen Umzugswagen geholt und vor der Tür abgestellt haben. Wie viele Leute das noch wären? Ein früherer Kollege von der Lufthansa sowie ihr „Ex“ und dessen bester Kumpel. Na, dachte ich, wenn sie zwei Tage vor ihrem Umzug erst vier Helfer zusammen hatte und dann noch wildfremde Leute verpflichten musste, schien diese Frau entweder schlecht organisiert zu sein – allerdings war das weniger mein Eindruck –, oder ihre Beliebtheit bei Kollegen und Bekannten hielt sich in engeren Grenzen. Abgesehen davon – wenn sie angeblich so gut Geld verdiente und dieses für einen BMW, eine „Traumwohnung“ und teure Kosmetika reichte, dann dürfte ein zudem steuerlich absetzbarer Umzug durch eine Fachfirma doch allemal noch drin sein. Geizig sind wir also auch noch! Während ich mich äußerlich wieder einmal meinem Schicksal ergeben hatte, im Geiste aber dieser unverschämten Ziege die Gurgel umdrehte, legte sie eine Pause in ihrer Befehlsausgabe ein und machte Anstalten, sich zu erheben. „Bin gleich wieder da“, drohte sie. Es wird ja immer behauptet, Männer schauten bei Frauen zuallererst auf den Busen, als Nächstes – soweit sichtbar – auf die Beine und erst dann ins Gesicht. Ich will mich da nicht rausreden, es mag sein, dass ich mich bei Beobachtungen auf der Straße oder aus sicherer Entfernung ebenfalls an diese Reihenfolge halte. Annikas Beine waren allerdings unter der Tischplatte verborgen gewesen, vor allem aber hatte sie mir so, wie sie mich von Anfang an mit Beschlag belegt und fixiert hatte, keine Gelegenheit gegeben, an ihr herunterzuschauen. Ihre schwarze Bluse wirkte in der spärlichen Beleuchtung zudem wie Tarnkleidung und saß nicht gerade hauteng, sodass ich auch nicht in unmittelbare Versuchung kam, ihrem unbarmherzigen Blick auszuweichen und sie einer eingehenden Betrachtung zu unterziehen. Jetzt aber, da sie sich erhob und an mir vorbeischlängelte, wehte mir nicht nur eine Wolke ihres etwas zu süßlichen, aber eindeutig teuren Parfums in die Nase, ich bekam auch einen ersten Gesamteindruck von den erstaunlichen Proportionen ihrer Figur: Da ihre ebenfalls schwarze Hose wesentlich enger saß als die Bluse, konnte man sie sofort als sportlich-schlank klassifizieren. Schenkel und Hintern hatten geradezu Idealmaße, wie ich etwas widerwillig zugeben musste, und die langen Beine schienen gerade gewachsen. Ihre Oberweite konnte ich nur für eine oder zwei Sekunden genauer in Augenschein nehmen, bevor Annika mir den Rücken zudrehte und entschwand, aber das hatte gereicht, um mich nach Luft schnappen zu lassen. Ihre Brüste wirkten, als sie beim Aufstützen auf die Lehne beide Arme nach hinten reckte und der Stoff ihrer Bluse sich für einen Moment aufreizend über ihnen spannte, außerordentlich groß, rund und prall, aber trotz der deutlichen Erschütterung beim Aufstehen wippten sie nicht ganz so unkontrolliert auf und ab, wie man das von vollbusigen Frauen zu kennen glaubte. Hieß das nun, dass es sich hier lediglich um einen gepolsterten Push-Up handelte, der die Dimensionen schamlos übertrieb? Dass ihr Büstenhalter einfach nur ordentlich seine Arbeit tat? Oder bedeutete es schlicht und ergreifend, dass man hier den eher seltenen Fall eines Busens vor sich hatte, der überdurchschnittlich groß und dennoch straff und fest war? Der deutliche Anflug von Erregung ärgerte mich, ich war so voll von Aggressionen gegen diese Frau, dass ich ihr den womöglich exorbitanten Körper in jenem Moment nicht recht gönnte. Ich blickte ihr grollend nach, während sie mit wiegendem Hintern und leicht geneigtem Kopf in Richtung auf die Toiletten verschwand – und ich bin sicher, ohne dass ich es bewusst beobachtet hätte: Das ganze Lokal schaute ihr hinterher! Die heterosexuellen Männer mit begehrlichen Blicken, der Rest mit dem verzweifelten Vorwurf an welch höhere Macht auch immer im Kopf: „So etwas ist doch nicht gerecht!“ „Na, nette Ansicht, was?“ Sandra stupste mich in die Seite. Als ich mich ihr zuwandte, glühten meine Wangen mit Sicherheit purpurrot, zum kleineren Teil, weil ich mich ertappt fühlte, zum größeren aber aus purem Zorn. „Kann sein“, zischte ich zurück. „Das ist aber auch schon alles! Blöde Kuh!“ „Wer, Annika oder ich?“ fragte Sandra belustigt und zog in gespielter Empörung die Augenbrauen hoch. „Na, du eigentlich auch“, gab ich vor einem tiefen Zug aus meinem Bierglas, das ich bislang noch nicht angerührt hatte, mürrisch zurück, zwinkerte ihr aber beim Trinken süßsäuerlich zu, um gleich klarzustellen, dass ich ihr nicht wirklich böse war. „Jetzt kann ich am Samstag in aller Herrgottsfrühe aufstehen und den ganzen Tag Kisten schleppen für diese arrogante Ziege! Vielen Dank auch!“ Sandra kicherte nachsichtig. Sie kannte mein Problem, in solchen Fällen um Ausreden verlegen zu sein, und wusste, dass meine Wut sich weniger gegen sie als gegen mich selbst richtete. Um meine Abkühlung zu beschleunigen, drückte sie mir einen zärtlichen Kuss auf die Wange. „Ach komm“, raunte sie mir zu, „Wer weiß, wofür es gut ist?“ Diesen Spruch konnte ich ja nun gar nicht leiden! „Wofür? Das kann ich dir sagen: Für die da!“ Ich nickte mit dem Kopf heftig in die Richtung, in welche Annika entschwebt war, und nahm erneut einen großen Schluck. Sandra streichelte mit den Fingerspitzen über meinen Handrücken, schaute mich mit nun etwas schmaleren Augen schief von der Seite an und schien zu überlegen. Dann lächelte sie geduldig. „Sie ist gar nicht so verkehrt, du wirst sehen. Sie erzählt halt gerne von sich.“ Als Antwort fiel mir nicht mehr als ein skeptisches Grunzen ein. Nach einer längeren Pause, in welcher ich trotzig in eine andere Richtung geschaut, Sandra meine Hand aber nicht entzogen hatte, wechselte diese plötzlich das Thema und stellte mir eine Frage, die sie besser nicht gestellt hätte: „Mal wieder was von Guido gehört?“ Guido. Ich fürchte, aus heutiger Sicht muss ich die für mein Wesen an sich recht untypische Unausgeglichenheit dieses Abends – mag sie auch angesichts jener Zwangsverpflichtung verständlich erscheinen – vor allem darauf zurückführen, dass ich in den letzten Wochen nicht recht wusste, wie ich mich einigen Problemen im Zusammenhang mit diesem unserem Freund stellen sollte. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich stünde kurz vorm Durchdrehen! Mit Guido hatte ich vor zwei Jahren eine recht wilde Zeit erlebt, bevor wir uns dann aus den Augen verloren hatten. Vor einigen Monaten waren wir uns nun zufällig wiederbegegnet, und das alte Begehren war nicht nur heftig wiederaufgeflammt, Sandra und er hatten sich zudem auf Anhieb so gut verstanden, dass wir zu Anfang des Sommers zu dritt in das Ferienhaus seiner Eltern nach Italien gefahren waren und dort eine atemberaubende Woche voll der puren Ekstase verbracht hatten – das Verlangen, mir diese unvergesslichen Tage so detailliert wie möglich zu bewahren, war schließlich die Ursache für meinen Entschluss gewesen, eigene Erlebnisse auf diese Weise niederzuschreiben. Wer meinen kleinen Reisebericht nicht gelesen hat, dem sei hier vorerst nur eines versichert: Es gibt sicher nicht viele Menschen, die mir widersprechen würden, wenn ich Guido schlichtweg als „Traummann“ bezeichne. Trotzdem war unser Verhältnis eher das einer erotischen Männerfreundschaft ohne jegliche Besitzansprüche oder andere problematische Begleiterscheinungen gewesen, weswegen es uns auch gar nicht schwergefallen war, unseren Kontakt nach recht langer Zeit völlig unvoreingenommen wiederaufzunehmen. Und als wir im Anschluss an unseren himmlischen Italienurlaub wieder heimgekehrt waren, war mir durchaus bewusst gewesen, dass man jetzt schlecht einschätzen konnte, wie es mit ihm weitergehen würde, denn in vielerlei Hinsicht war Guido als Mensch für mich immer ein wenig geheimnisvoll geblieben. In den ersten Wochen nach unserer Rückkehr hatten wir uns noch einige Male zu dritt getroffen, mehrmals dabei auch eine erwartungsgemäß heiße Nummer geschoben, und ich weiß auch, dass Sandra und er darüber hinaus noch mindestens zwei Mal ohne mein Beisein miteinander geschlafen hatten – ebenso wie auch uns noch manch nettes Stündchen zu zweit vergönnt gewesen war. Dann aber fing es an, dass er plötzlich keine Zeit hatte, dass man nur noch seinen Anrufbeantworter erreichte, er aber nie zurückrief, und da ich mir dann selbst irgendwann zu blöd war, ihm hinterherzutelefonieren, herrschte nun seit geraumer Zeit völlige Funkstille. Darüber mag man sich eine Zeit lang ärgern, was mich aber beunruhigte und aus dem Gleichgewicht brachte, war die Tatsache, wie sehr mir Guidos Abwesenheit zu schaffen machte – aber darüber will ich mich ein anderes Mal auslassen, für heute schiebe ich die fällige Analyse dieses Themas genauso beiseite wie an jenem Abend mit den beiden jungen Frauen. Ich halte lediglich fest, dass Sandras Frage nach Guido mir denkbar ungelegen kam und meinen inneren Groll nur noch verstärkte. „Guido!“ stieß ich beinahe verächtlich aus, „Hör mir auf mit dem!“ Sandra blickte für einen Moment ernst, fast traurig auf unsere übereinanderliegenden Hände. Auch sie dachte in diesem Moment sicher an die nicht nur sexuelle Harmonie innerhalb unseres Trios, die uns vor einigen Wochen noch so perfekt und für alle Zeiten unzerstörbar erschienen war. „Ja, bei mir hat er sich auch nicht mehr gemeldet“, murmelte sie vor sich hin, „Und ich lasse ihn jetzt auch in Ruhe. Schade.“ Jeder für sich hinbrütend, wenn auch sicherlich über dasselbe Thema, hatten wir unsere Umgebung etwas vernachlässigt und wurden somit durch Annikas Rückkehr überrascht. „So, jetzt sagt mir aber mal“, riss uns ihre klare Stimme jäh aus unseren traurigen Gedanken, während sie sich aufgeräumt auf ihren Platz fallen ließ, „Wo habt ihr beide euch eigentlich kennengelernt?“ Das „ihr“ betonte sie dabei auf eine Weise, die mich in meiner Gereiztheit schon wieder irgendeine Herablassung erkennen ließ – etwa mit dem Unterton: Ihr passt doch eigentlich überhaupt nicht zusammen! Nun, wahrscheinlich war ich wirklich zu empfindlich an diesem Abend. Jedenfalls schien Annika beim Pinkeln oder Näschenpudern zu Bewusstsein gekommen zu sein, dass sie zuvor die ganze Zeit nur über sich selbst geredet hatte. Sandra sah mich kurz an. „Wo?“ wiederholte sie vergnügt. „Na, eigentlich hier, nicht wahr?“ In der Tat, sie hatte Recht. Auf zwei Barhockern dort drüben am Tresen war es gewesen, dass wir miteinander ins Gespräch gekommen waren. Ein affektiert betontes „Okay“ war Annikas Kommentar dazu, und dabei sträubten sich mir gleich schon wieder die Nackenhaare. Natürlich verwende auch ich dieses Wort des Öfteren in der üblichen Bedeutung von „in Ordnung“ oder „Einverstanden“, aber es immer dann und mit diesem eigentümlichen Tonfall zu gebrauchen, wenn ein normaler Mensch etwa „Aha“ oder „Soso“ sagen würde – das gehört für mich irgendwie zu jenen Indizien, die mich besonders bei jungen Frauen vermuten lassen, dass sie zu viele amerikanische Daily Soaps konsumieren (ebenso wie der Ausruf „O mein Gooott“ mit gedehntem, offenen O – schrecklich!). Während ich meine Gereiztheit im Zaum zu halten versuchte und mich zudem mit leichtem Unbehagen fragte, wie viel meine Freundin ihr gegenüber nun über die Entwicklungsstufen und den aktuellen Charakter unseres Verhältnisses zueinander preisgeben würde, schien Annikas Interesse schon wieder nachzulassen, denn mit einem deutlichen Blick auf die Uhr, Sandras beginnende Erzählung unterbrechend, sagte sie plötzlich: „Leute, ich muss leider schon los! Ich muss heute Abend noch einiges organisieren!“ Ohne einen von uns anzusehen, schlang sie sich den Zündschlüssel um den kleinen Finger, verstaute die Zigaretten in ihrer schwarzen Handtasche und seufzte kopfschüttelnd: „Hach, ich wünschte, dieser ganze Umzug wäre schon über die Bühne!“ Dann wandte sie sich, schon halb im Aufstehen, mit ihrem breitesten Kukident-Lächeln Sandra zu, schlang ihr einem Arm um den Nacken und drückte ihr zwei Küsschen links und rechts auf die Wangen. „Mach’s gut, meine Süße“, flötete sie, „War schön, dich wiederzusehen. Und vielen Dank, ich ruf dich morgen noch mal an!“ Als sie an mir vorüberglitt, drückte sie mir für zwei Sekunden die Hand in einer Weise auf die Schulter, dass ich gar nicht erst in Verlegenheit kam, zu überlegen, ob nun etwa auch von mir ein herzlicherer Abschied erwartet wurde. „Und dir auch vielen, vielen Dank“, sagte sie, indem sie mich derart verabschiedete und gleichzeitig auf meinem Stuhl festhielt, „Find ich wirklich toll von dir! Bis Samstag!“ Sprach’s und war im Nu unter allgemeiner Zurschaustellung ihres perfekt modellierten Hinterteils in Richtung Ausgang verschwunden. „Na, das ging jetzt aber flott“, bemerkte Sandra mit der Andeutung eines Kopfschüttelns. Ich zuckte die Schultern. „Wenn du mich fragst: Sie macht sich vom Acker, ehe ich es mir anders überlege“, bewertete ich die Situation. „Raffiniertes Biest!“ Sandra grinste, lehnte sich wieder zu mir herüber und fuhr mir mit ihrer zarten Nasenspitze liebevoll über die Wange. „Hey, was ist los mit dir?“ raunte sie mir mit einem Augenzwinkern zu. „So erlebt man dich selten. Bist du echt so sauer?“ Ich blickte ihr aus einer Entfernung von nur wenigen Zentimetern in die großen, blauen Augen und tätschelte ihr den Oberschenkel. „Ich habe mich kaum hingesetzt und bin schon zwangsverpflichtet für den Umzug einer arroganten Tussi, die ich überhaupt nicht kenne – soll ich vielleicht vor Freude auf dem Tisch tanzen?“ Sandra legte den Kopf schief und schien in meinem Blick zu forschen. „Schlechten Tag gehabt, hm?“ So ganz Unrecht hatte sie nicht. Von meiner durch die Geschichte mit Guido aus dem Gleichgewicht geratenen Gesamtdisposition abgesehen, hatte ich am Morgen erst mal verschlafen, und der anschließende Tag im Büro war alles andere als angenehm verlaufen. Eigentlich fiel mir außer meiner warmen Dusche am frühen Abend, zu deren Krönung ich mich keuchend und schnaufend gegen die Kacheln erleichtert hatte, keine Situation ein, in welcher ich mich uneingeschränkt wohl gefühlt hatte. Ich beschloss, mich zusammenzunehmen. War es nicht an mir, dafür zu sorgen, dass ich diesen Tag noch auf eine erfreulichere Weise ausklingen lassen konnte? An meiner Seite saß eine überaus attraktive Frau, die zudem etwas gutzumachen hatte bei mir – das musste sich doch irgendwie ausnutzen lassen! Eigentlich war schon der gegenwärtige Stand der Dinge nicht zu verachten – mein Blick wanderte von Sandras wohlwollenden Gesichtszügen hinunter auf ihr makelloses, vielversprechendes Dekolleté und kreiste unverfroren über die Rundungen ihrer zu einem guten Teil sichtbaren Brüste. Möglich, dass ein lüsternes Grinsen meine Lippen umspielte, aber es gehörte für Sandra in diesem Moment sicherlich ohnehin nicht viel dazu, meine Gedanken zu erraten. „Soll ich noch mit zu dir kommen?“ fragte sie versöhnlich und ließ ihre linke Hand über meinen Rücken heruntergleiten, sodass sie wie zufällig auf meinem Hintern zur Ruhe kam. Aus zusammengekniffenen Augen schaute ich ihr prüfend ins Gesicht, als müsse ich noch überlegen, ob ich ihr die Aktion mit dieser Annika überhaupt würde verzeihen können. Dann hob ich bedeutungsvoll die Brauen und antwortete: „Das ist ja wohl das Mindeste!“ Sandra kicherte und drückte mir einen überschwänglichen Kuss auf den Mund. Ihre Nähe, ihr Geruch und ihre offensichtliche Aufgeschlossenheit verfehlten ihre Wirkung nicht. Ich musste meine Sitzposition ändern, allzu schmerzhaft machte sich die Enge meiner Jeans bemerkbar. Ich leerte mein Bierglas und nickte meiner Freundin zu. „Dann lass uns gehen!“ Ich vermied es zu lächeln, sollte ihr schlechtes Gewissen ruhig noch eine Weile an ihr nagen. Kurz darauf liefen wir zügigen Schrittes die Straßen in Richtung meiner Wohnung entlang. Ich nahm nicht viel Rücksicht darauf, dass Sandras Beine ein Stückchen kürzer waren als meine, auch machte ich keine Anstalten, ihre Hand zu ergreifen, und seit Verlassen des Lokals hatte keiner von uns ein Wort geredet. „Was hast du mit mir vor?“ brach Sandra ein wenig atemlos und mit einer gespielt ängstlichen Färbung ihrer Stimme das Schweigen. Ich zuckte die Schultern, ohne sie anzusehen oder das Tempo zu reduzieren. „Ich fick dich“, antwortete ich betont lapidar. Was sonst, hätte ich hinzufügen können. Sandra fiel etwas zurück und quittierte meine Aussage zunächst nur mit verstärktem Schnaufen, aber ich konnte förmlich in meinem Rücken spüren, wie ihr das Herz bis zum Halse schlug. „Oh, Mann“, seufzte sie dann, „Du musst ja tierisch sauer auf mich sein…“ Ich grinste dreckig vor mich hin, wandte dann aber doch den Kopf und zwinkerte ihr kurz zu. „Schon gut“, beruhigte ich sie knapp. „Nix ist gut!“ insistierte sie, „Du hast allen Grund, böse auf mich zu sein!“ Ich begegnete ihrem Blick und stutzte, als ich ein schelmisches Aufleuchten darin sah, das ihren Worten irgendeine tiefere Bedeutung zu verleihen schien. Worauf wollte sie hinaus? „Du hast dich von einem anstrengenden Tag erholen wollen, und ich versau dir nicht nur den Abend, sondern auch noch das Wochenende…“ Das klang ja fast, als wollte sie mich gegen sich aufbringen! Ehe ich einen in mir aufkeimenden, warnenden Gedanken zu Ende spinnen konnte, der mit dem Wort „Wochenende“ zu tun hatte (bisher war ich davon ausgegangen, dass diese leidige Aktion auf den Samstag beschränkt bleiben sollte), begriff ich ungefähr, was Sandra mir klarmachen wollte. Ich blieb abrupt stehen, sodass sie mit einem leisen Aufschrei gegen meine Schulter prallte, und schaute ihr fest ins Gesicht. „Okay, du hast Recht!“ sagte ich und packte sie an beiden Oberarmen. „Du hast eine gehörige Bestrafung verdient! Ist es das, was du hören willst?“ Sie strahlte mich unverhohlen an, dann schlang sie einen Arm um meine Taille und zog mich weiter. „Exakt!“ bestätigte sie knapp. Ich fühlte deutlich, wie meine Erregung eine ganz bestimmte Richtung einschlug, und beschloss, Sandra mit einer letzten Warnung zu bedenken. „Ich hoffe, du weißt, worauf du dich da einlässt“, sagte ich finster. „Nach dem Tag heute wäre ich wahrscheinlich sowieso nicht der zärtlichsten Liebhaber einer gewesen, aber wenn du mich auch noch derart reizt…wenn ich all meine Aggressionen, die sich heute in mir aufgestaut haben – gegen meine neue Chefin, gegen diese Annika, gegen dich, gegen…“ Ich unterbrach mich. Gegen Guido, hatte ich sagen wollen, aber diesen Namen erwähnte ich heute Abend besser nicht mehr. „Gegen mich selbst“, fuhr ich stattdessen fort, „Wenn ich die alle jetzt an dir auslasse, dann hast du nichts zu lachen, Kleine!“ Sandra drängte sich im Laufen an mich und packte übermütig eine meiner Hinterbacken. „Ja! Ja! Ich lache gern mit dir, aber es gefällt mir doch auch, wenn du so richtig böse bist, mein…mein…“ Sie suchte erfolglos nach einer passenden Titulierung. „Na, ich bin nicht sicher, ob du mich schon mal so richtig böse erlebt hast“, bemerkte ich drohend. Natürlich wusste ich, dass Sandra sich gerne auch mal härter anfassen ließ, aber erstens wollte ich doch noch ein wenig austesten, was ich mir sogleich würde erlauben dürfen, außerdem hatte ich meinen Spaß an diesem erregenden Geplänkel. „Na, ich denke schon“, erwiderte sie keck und kniff mich fester in meinen Allerwertesten, während ich ihr meinen Arm um die Schultern legte und sie im Laufen an mich presste. „Damals, in Italien…als wir vom Strand zurückkamen und ich mit Guido gleich nach oben verschwunden bin, da warst du ziemlich böse, glaub ich…“ Jetzt kam sie doch wieder auf ihn zu sprechen! Und auch noch auf eine Situation, in welcher ich tatsächlich selbst ein wenig über die Macht meiner aggressiven Emotionen erschrocken war, über die hinterher aber nie wieder ein Wort verloren wurde. „Jedenfalls hast du mich da so hart rangenommen, wie ich es noch nie erlebt hatte von dir“, ergänzte sie atemlos. „Und das war so was von geil…!“ Die Erwähnung dieser in der Tat sehr heftigen Nummer brachte meine Erregung nur noch weiter zum Kochen, und die gewalttätige Komponente verstärkte sich schon allein durch die abermalige Erwähnung des betreffenden Namens. Gefährlich! „Halt’s Maul jetzt!“ fuhr ich sie ungeduldig an und spielte das Spiel endgültig mit, „Wir sind gleich da, dann kriegst du, was du verdienst!“ Nicht nur, weil sich mittlerweile auch der halbe Liter Bier drängend bemerkbar machte, beschleunigte ich abermals meine Schritte, sodass Sandra immer wieder ein paar Meter hinterherrennen musste – ich konnte es schlichtweg nicht mehr abwarten, von ihrem schönen Körper Besitz zu nehmen! Nach ein paar Minuten erreichten wir meine Haustür, ich hatte den Schlüsselbund schon in der Hand – im Nu waren wir die Treppen hinaufgeeilt, zwei Stufen auf einmal nehmend, und betraten meine bescheidene Wohnung. Obwohl Sandra sich ganz gut bei mir auskannte, drückte sie den falschen Schalter, sodass im Badezimmer das Licht anging und der kleine Flur nur durch den Türspalt beleuchtet wurde. Aber ich sah genug. Sowie die Tür zum Treppenhaus ins Schloss gefallen war, zog ich meine Begleiterin unsanft an mich und zerrte am Saum ihres Oberteils. „He, Moment“, japste sie überrascht und wand sich in meinen Armen, „Lass mich wenigstens erst die Schuhe ausziehen!“ Gar nichts ließ ich sie machen! Ungeduldig, rücksichtslos zog ich ihr den elastischen Stoff über den Kopf, und ohne mich um komplizierte Verschlüsse zu kümmern, riss ich den Büstenhalter zur Seite, befreite eine ihrer festen, runden Brüste und packte gnadenlos zu. Sandra stemmte sich stöhnend gegen mich, Kleidungsstücke fielen zu Boden, sie drehte sich, ihre Schulterblätter pressten sich gegen meine Brust, und während sie die Arme hochreckte und mit beiden Händen meinen Nacken umfasste, kneteten die meinen gierig ihre in dieser Haltung aufreizend gestrafften Möpse. Für einen Moment musste ich im Beckenbereich von ihr abrücken, da der Druck auf meine Blase mich plötzlich in Gefahr brachte, mir in die Hose zu machen. Gleichzeitig aber glitt eine meiner Hände über ihren flachen Bauch nach unten zu ihrem Hosenbund und öffnete mit ungeduldigen Fingern Knopf und Reißverschluss. Sandra ließ meinen Hals los, beugte sich vor und streifte sich selbst Hose und Schuhe ab. Als sie sich hinunterbeugte, präsentierte sich mir ihr fester, runder Arsch in vollkommener Wohlgestalt, umrahmt lediglich von den Schnüren eines schwarzen Stringtangas. Ich packte sie mit einem Unterarm um die Taille, holte mit der anderen Hand aus und landete einen festen Schlag auf einer ihrer Backen. Sie schrie in einer Mischung aus Schmerz, Überraschung und Lust auf, dann sank sie vorn über, verharrte auf allen Vieren auf dem Teppich und reckte mir ihr Hinterteil noch provozierender entgegen. Sehr schön, aber heute ging es ausschließlich nach meinem Willen! „Hoch!“ zischte ich knapp, während ich mir hastig die Jeans aufriss, den Stoff meines Slips nach unten zog und meinen schmerzhaft pochenden Schwanz herausspringen ließ. ---------------------------------------------------- - --- - http://www.sevac.com/ - erotische Geschichten im Netz!