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17.10.07, 13:00 - Betreff: Wie schreibe ich gute Geschichten?
-Serenity-
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Serenity
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Da ich heute nach einer Alternative zum Kauf von verschiedenen Büchern über das Schreiben gesucht hatte, fand ich diesen interessanten Link. Wer den Artikel liest, wird erkennen, dass er bis in die kleinsten Details führt und somit eine gute Hilfe für (potentielle) Autoren sein kann.
Kreatives Schreiben

Viel Spaß beim Schreiben
Serenity
*der hofft, danach nicht mehr so viel Unausgegorenes im Pool zu finden
17.10.07, 15:27 Uhr
hg1
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Vielen Dankwaving

Ich kenne zwar schon einiges von diesen Dingen, aber bin für mehr immer zu haben! Theorie ist halt doch wichtig!
17.10.07, 18:19 Uhr
-Serenity-
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Serenity
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Hierzu noch eine Rezension des von mir favorisierten Buches über das Schreiben:

Dramatisch Schreiben - analytisch Denken - Lajos Egri lehrt Dramatisches Schreiben
17.10.07, 18:50 Uhr
XXX-Zine
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-Serenity-:
Hierzu noch eine Rezension des von mir favorisierten Buches über das Schreiben:

Dramatisch Schreiben - analytisch Denken - Lajos Egri lehrt Dramatisches Schreiben


Ich für meinen Teil favorisiere Sol Steins 'Über das Schreiben'. Gibt es nur exklusiv bei zweitausendundeins, ist aber ein sehr lehrreiches, verständliches und nicht trockenes Buch. Lohnt sich wirklich.
17.10.07, 22:27 Uhr
-Faith-
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Faith
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-Serenity-:
(...) fand ich diesen interessanten Link.
Kreatives Schreiben

Viel Spaß beim Schreiben
Serenity
*der hofft, danach nicht mehr so viel Unausgegorenes im Pool zu finden


Hallo,

in diesem "Link" heißt es:
„Deutsche“ An- und Abführungszeichen, keine »französischen« oder "englischen".

Aber ich schreibe meine Geschichten seit einigen Monaten mit den französischen Sonderzeichen, weil ich die vieeel besser finde.
Warum darf man das nicht?
Hää - warum ist das so?
Viele, deutsche, Bücher verwenden diese Doppelpfeile - sind die alle Falsch?

Was haltet ihr von solchen "Regeln" ?

lg
Fwaving
PS: man kann hier in dem Forum nur "englische" An- und Abführzeichen machen, na wenn das mal keine Konsequenzen hat ...lookaround

... wink
18.10.07, 22:29 Uhr
mondstern70
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Mondstern
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-Faith-:
Was haltet ihr von solchen "Regeln" ?


Beim Schreiben soll es ja kein Nachteil sein, wenn man gewisse Grammatikregeln beherrscht.

Allerdings (finde ich) ist das Schreiben auch ein kreatives Hobby, und jeder entwickelt seinen persönlichen Stil. Ich nehme solche "Regeln" nicht als "muss"

LG Mondstern
18.10.07, 23:40 Uhr
-Serenity-
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Serenity
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Der Begriff "Regeln" missfällt mir in diesem Zusammenhang. Grammatik und Rechtschreibung unterliegen Regeln, alles Andere sind Empfehlungen, bzw. ein Konsens mit breiter Zustimmung.

Die formalen Regeln sind ein Muss. Wer sie missachtet, ist nicht kreativ, sondern pisageschädigt. Die Ratschläge, wie man eine Geschichte aufbaut, damit sie einen Leser in Bann zieht, basieren auf analytischen Beobachtungen.
Lajos_Egri:
schreibt zur Bedeutung der Charakterkunde für den schriftstellerischen Erfolg, das "Geheimnis großer und zeitloser Listeratur" seien "lebendige, schillernde Menschen." Was unvergängliche Klassiker über die Jahrhunderte lebendig erhält, seien nicht Stilexperimente, sondern ihre außergewöhnlich eindringlichen Charakterportaits.

Wer würde dem widersprechen, wenn er sich die Klassiker von Shakespeare anschaut, oder Ibsens "Nora" liest. Die Inhalte haben heute noch Gültigkeit und beeinflussen Schriftsteller und Theaterregisseure. Ihre Thematik faszinierte die Zuschauer und Leser aus allen Generationen.

Es spricht nichts gegen Kreativität, aber wer die Erkenntnisse aus der Vergangenheit ignoriert, der darf sich nicht wundern, wenn seine Kunst keinen Bestand hat, bzw. sich in der Bedeutungslosigkeit verliert.

-Ser-
19.10.07, 11:08 Uhr
tyami
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-Faith-: Was haltet ihr von solchen "Regeln" ?

Naja. Man könnte natürlich auch noch die Umlaute rauswerfen und das "ß" konsequent durch "ss" oder noch besser das uralte "sz" ersetzen sowie die gemäßigte Kleinschreibung einführen. Oder eine Art Telegrammstil (heute eher: SMS-Stil) schreiben, ebenfalls sehr kreativ. Mir gefallen auch Formatierungen, in denen jedem Satz ein eigener Absatz gewidmet wird, denn wer denkt nicht gern an seine Grundschulzeit zurück?

Nee, Spaß beiseite. Derlei Formatierungsfirlefanz ist letztlich nur ein Zeichen, dass man auf inhaltlicher oder stilistischer Ebene kapituliert hat und lieber mit optischem Aufputz rumblödelt, weil das - hedonism rulez ! - viel lustiger (aka "kreativer") ist als Plotentwicklung oder Korrekturlesen. Damit spielt man aber letztlich in der selben Liga mit denjenigen, bei denen in Sexszenen plötzlich auffällige Fehlerhäufungen zu bemerken sind. Und auch das sollte man sich dann der Ehrlichkeit halber eingestehen. lookaround
-Serenity-: Die Ratschläge, wie man eine Geschichte aufbaut, damit sie einen Leser in Bann zieht, basieren auf analytischen Beobachtungen.

Stimmt grundsätzlich, aber ein Charakter von Ibsen oder Shakespeare (der noch eher) wäre in einer Sevacstory ziemlich verloren. Was mir bei den Ratgebern fehlt, ist einer, der sich auf "Erotikgeschichten" spezialisiert. Elizabeth Benedict kenne ich, aber die hat außer ihren zehn Regeln auch nicht allzuviel Weiterführendes beizusteuern. Natürlich finden sich in anderen Schreibanleitungen genug allgemeine "basics", wie auch im Wikilink, aber die muss man erst mühsam im Selbststudium auf "Erotik" ummodeln.

Ein Hauptproblem besteht darin, dass es vor allem im Deutschen nur sehr wenige bekannte Vorlagen für ernstzunehmende Erotikgeschichten gibt, und so sehen die Sevacstorys auch irgendwie aus. Die "literarischeren" orientieren sich an der "Bravo"-Lovestory oder Ärzteromanen, die "eindeutigeren" am Bildtext vom "Color Climax" oder der "Praline", und das ist jetzt wirklich nur ein ganz klein wenig polemisch formuliert. Beiden ist - mehr noch als das Fehlen von Charaktertiefe - gemein, dass sie keine oder bestenfalls sehr banale Aussagen aufweisen. Die Frage nach literarischen Motiven oder ausgefeilten, verschachtelten Plots stell ich erst gar nicht, und das wäre sowieso nur der erste Schritt in "richtige" Unterhaltungsliteratur.

bye, tyami
19.10.07, 14:50 Uhr
XXX-Zine
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tyami:
Naja. Man könnte natürlich auch noch die Umlaute rauswerfen und das "ß" konsequent durch "ss" oder noch besser das uralte "sz" ersetzen ...


Naja, dann lieber sz, sonst kann man nur noch in Massen statt in Maßen essen und trinken wink

Dabei ist die ß/ss-Regel doch schon wesentlich einfacher geworden. SS wenns kurz gesprochen ist, ß wenns lang gesprochen wird. Achtung: Bei Großschriebung gibt es grundsätzlich nur SS (weil es gibt ja kein großes ß).
19.10.07, 17:40 Uhr
mondstern70
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Mondstern
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tyami:
Ein Hauptproblem besteht darin, dass es vor allem im Deutschen nur sehr wenige bekannte Vorlagen für ernstzunehmende Erotikgeschichten gibt, und so sehen die Sevacstorys auch irgendwie aus. Die "literarischeren" orientieren sich an der "Bravo"-Lovestory oder Ärzteromanen, die "eindeutigeren" am Bildtext vom "Color Climax" oder der "Praline", und das ist jetzt wirklich nur ein ganz klein wenig polemisch formuliert. Beiden ist - mehr noch als das Fehlen von Charaktertiefe - gemein, dass sie keine oder bestenfalls sehr banale Aussagen aufweisen. Die Frage nach literarischen Motiven oder ausgefeilten, verschachtelten Plots stell ich erst gar nicht, und das wäre sowieso nur der erste Schritt in "richtige" Unterhaltungsliteratur.


Ein weiteres Hauptproblem ist die Erwartungshaltung! Der "Wedler" (habe den begriff eben im Forum aufgeschnappt) will ... was wohl?
Wer professionelle Plots erwartet, sollte sich nicht in einem Board wie Sevac herumtreiben, und dann enttäuscht sein, das die Hobbyautoren seinen Ansprüchen nicht genügen .confused

Dazu der verschiedene Geschmack. Jemand plaudert z.B. gern "aus dem Leben" und gleich in eine Schublade gesteckt. Langweilig, wenn interessiert’s, kein Spannungsbogen - weil halt keine mutierten Killerzombis überraschen auftauchen ... Aussagen, wie: "Nur Schrott im Pool", fördern auch nicht gerade die Hoffnungen der Autoren die selber welche noch dort "schwimmen" haben no

Und die "Superprofis", was erzählen die? Viele Teile aus jeglichen Quellen werden verrührt und neu gemischt. Das Rad ist schon erfunden, geschrieben auch alles, ...

Erotik ist unglaublich leicht zu beschreiben und wahnsinnig schwer! Sich so auszudrücken, damit es mit den Gedanken, den eigenen Bildern, im Einklang ist - ist eine sehr große Herausforderung

LG Mondstern waving
19.10.07, 19:23 Uhr
-Serenity-
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Serenity
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xxx-zine:
Ich für meinen Teil favorisiere Sol Steins 'Über das Schreiben'. ... ist aber ein sehr lehrreiches, verständliches und nicht trockenes Buch. Lohnt sich wirklich.

Dem ist so. Sol Stein hat die Erkenntnisse von Egri greifbarer für den Anwender gemacht, was nicht heißen soll, dass er abgeschrieben hat. Egri bedient mehr den theoretischen Ansatz. Er verwendet zwar auch viele Beispiele, überwiegend aus der klassischen Literatur, aber das Lesen bleibt "hartes Brot."
tyami:
aber ein Charakter von Ibsen oder Shakespeare (der noch eher) wäre in einer Sevacstory ziemlich verloren.

Dem kann ich uneingeschränkt zustimmen, denn sie wurden für ihre Geschichten maßgeschneidert und passen nicht in andere Rahmen. Meine Intention war eher "the making of ..." Einen Charakter so stark aufbauen, dass er in einer Geschichte mit seinem Wesen und seinen Aktionen eine Handlung tragen kann. Wenn Autor es gut macht, entwickelt der von ihm entwickelte Charakter sogar ein Eigenleben. Das ist das Beste, was einem passieren kann. Stimmen dann noch die anderen Rahmenbedingungen, kann es großartige Unterhaltung sein. Ich habe den Einwand gelesen, dass Sevac am "unteren Ende" der literarischen Welt steht. Das impliziert doch, dass man zu dem, was "bessere" Unterhaltung ist, aufschauen kann. Stattdessen in Demut zu verfallen, seinen Blick auf den Boden zu richten und darüber zu klagen, dass es sowieso zwecklos ist, den Pessimismus teile ich nicht.

Ich kenne gute Autoren, die sich ihre Sporen in der Erotikliteratur verdient haben. Einige schrieben sogar für Pornomagazine und haben sich weiter entwickelt. Natürlich wird diese Tatsache, wenn diese Menschen einen gewissen Erfolgslevel erreicht haben, verdrängt. Aber das ist deren persönliches Problem.
tyami:
Elizabeth Benedict kenne ich

Ich auch und ich teile Deine Meinung. Wenn Du bei e.g.-net liest, hast Du aber sicher auch schon von Irena Böttcher gehört. Die halte ich für kompetenter, was das Erotikgenre angeht, obwohl sie aus dem Lager von "Leder und Peitsche" kommt.

Ich habe heute eine Story** gelesen, die in einem Rahmen veröffentlicht wurde, den man ebenfalls dem sogenannten literarischen "ground floor" zuordnen würde. Ohne die dazu gehörigen Kommentare vorab gelesen zu haben, hielt ich sie für eine der besten Geschichten dieses Boards und wurde im Nachhinein von den "eingeborenen" Kommentatoren bestätigt. Trotz meiner bescheidenen Englischkenntnisse.

Viele high scores und qualifizierte (lange) Kommentare (bis auf wenige Nörgler und Trollmeinungen) 5 Kommentarseiten für diese Geschichte, die nur wenig expliziten Sex beinhaltete und das in einem Erotikgeschichtenboard. Und die Geschichte ist kein Einzelfall.
Mein Wunsch, so etwas auch hier erleben zu dürfen, wird wohl vorerst ein Wunsch bleiben müssen, aber die Hoffnung ... als letztes.

Serenity
*ist jedes Mal beeindruckt über die 6-stelligen Leserzahlen dieser Geschichten ... manche sogar 7-stellig

**ach ja ... ich vergaß, zu erwähnen: "Fifth place" von rpsuch
19.10.07, 19:38 Uhr
catsoul
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catsoul
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-Serenity-:
Ich habe heute eine Story** gelesen, die in einem Rahmen veröffentlicht wurde, den man ebenfalls dem sogenannten literarischen "ground floor" zuordnen würde. Ohne die dazu gehörigen Kommentare vorab gelesen zu haben, hielt ich sie für eine der besten Geschichten dieses Boards und wurde im Nachhinein von den "eingeborenen" Kommentatoren bestätigt. Trotz meiner bescheidenen Englischkenntnisse.

Viele high scores und qualifizierte (lange) Kommentare (bis auf wenige Nörgler und Trollmeinungen) 5 Kommentarseiten für diese Geschichte, die nur wenig expliziten Sex beinhaltete und das in einem Erotikgeschichtenboard. Und die Geschichte ist kein Einzelfall.
Mein Wunsch, so etwas auch hier erleben zu dürfen, wird wohl vorerst ein Wunsch bleiben müssen, aber die Hoffnung ... als letztes.

Serenity

Das führt uns zu der Frage: Woran liegt es? Wieso bekommt diese Geschichte so viele Kommentare?

Ich glaube, die meisten Geschichten, die wenig Sex und (mehr?) Erotik enthalten, landen hier unter 'Sonstiges' und sind somit eh schon weniger beachtet, obwohl da durchaus Perlen zu finden sind.
Als nächstes ist zu beachten ob der/die Autor/in sich schon einen gewissen Namen gemacht hat, denn, wenn ich z.B. Geschichten vom Schlaflosen mag, schaue ich nach Geschichten vom Schlaflosen und nicht nach der Kategorie ...


liebe Grüße

cat
19.10.07, 19:46 Uhr
-Serenity-
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Serenity
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Ich denke, wir haben hier auch noch mit einem anderen Problem zu tun, was die Leserzahlen angeht. Der Jugendschutz (übrigens heute erging ein höchstrichterliches Urteil über Jugendschutzsysteme bei Pornoseiten)

Der ist für einen Kernbereich dieses Boards zwingend, aber auf meinen Vorschlag, die sogenannten Softstories in einen frei zugänglichen Bereich zu stellen, ist noch keine Antwort gegeben. Es wäre eine Möglichkeit, interessierte Leser anzuziehen. Wenn man sie dann überzeugen kann, den minimalen Aufwand in Kauf zu nehmen, der für eine Registrierung hier im Board notwendig ist, hat man viel gewonnen. Das nur nebenbei "offtopic."
19.10.07, 19:50 Uhr
whuupi
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Whuupi
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-Serenity-:
*ist jedes Mal beeindruckt über die 6-stelligen Leserzahlen dieser Geschichten ... manche sogar 7-stellig


Hallo Serenity

Wobei dann noch anzumerken wäre, dass die TOP 10 dieses Boards alle aus dem Bereich Inzest stammen ...

Liebe Grüße
Whuupi waving
19.10.07, 20:06 Uhr
-Serenity-
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whuupi:
Wobei dann noch anzumerken wäre, dass die TOP 10 dieses Boards alle aus dem Bereich Inzest stammen ...

Stimmt teilweise ... Betrachtet man nur die Geschichten, die vom Leser hoch bewertet wurden, stehen aber Novellen und SciFi in der Top Ten.
"Most read" ist kein Qualitätsmerkmal. Die Leserzahlen für I/T-Geschichten, wären sie in Deutschland erlaubt, würden auch Leserzahlen zu Hauf akkumulieren. Bei den von mir genannten Geschichten ist die hohe Leserzahl eine positive Begleiterscheinung. (Nebenbei: Wer gerne Wild-West-Geschichten in Verbindung mit Erotik liest, dem würde ich "El Paso" von Jake Rivers empfehlen.)

Serenity
ist schon froh, wenn er 5-stelligen Leserzahlen erreicht
19.10.07, 21:25 Uhr
S-Single
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tyami:
Ein Hauptproblem besteht darin, dass es vor allem im Deutschen nur sehr wenige bekannte Vorlagen für ernstzunehmende Erotikgeschichten gibt, und so sehen die Sevacstorys auch irgendwie aus.


Na, das ist doch Spitze. Dann können wir hier doch eine Schneise für all jene schlagen, die nach uns kommen. Vielleicht schafft es ja einer von uns, einmal ernst genommen zu werden. Wir müssen nur einen Verlag finden, aber dafür gibt es ja auch schon einen Fred mit Vorschlägen. Wer suchet der findet.


tyami:
Die "literarischeren" orientieren sich an der "Bravo"-Lovestory oder Ärzteromanen, die "eindeutigeren" am Bildtext vom "Color Climax" oder der "Praline", und das ist jetzt wirklich nur ein ganz klein wenig polemisch formuliert. Beiden ist - mehr noch als das Fehlen von Charaktertiefe - gemein, dass sie keine oder bestenfalls sehr banale Aussagen aufweisen.


Hm, interessante Anregungen, muss ich mir mal zu Gemüte führen. Bisher waren meine Inspirationen eher Comics, Liedtexte und ScFi- & Fantasygeschichten á la Das schwarze Auge, Vergessene Welten, Battletech oder Klassiker wie Die ???, John Sinclair und so weiter. Meist fehlt mir an den Geschichten das kleine Bisschen Sex oder Erotik, dass dem Ganzen noch so ein Sahnehäubchen aufsetzen würde. Also schreib ich (mir) eine entsprechende Story.

tyami:
Die Frage nach literarischen Motiven oder ausgefeilten, verschachtelten Plots stell ich erst gar nicht, und das wäre sowieso nur der erste Schritt in "richtige" Unterhaltungsliteratur.


Oh, Schade! Ich dachte, das hätte ich geschafft. Ich gebe zu, ich schreibe die Geschichten, wenn ich eine Zielidee habe, einfach so runter, wie es mir gerade in den Sinn kommt. Meist kommt mir dann noch ein anderes Ziel in den Sinn und ich muss vieles korrigieren. Im Grunde schreiben sich meine Geschichte selber. Ich mache mir keine Gedanken um Gliederung, Plot und Setting. Ich bekomme ein Küsschen von derMuse und dann ruft die Tastatur nach mir.



mondstern70:
Ein weiteres Hauptproblem ist die Erwartungshaltung! Der "Wedler" (habe den begriff eben im Forum aufgeschnappt) will ... was wohl?
Wer professionelle Plots erwartet, sollte sich nicht in einem Board wie Sevac herumtreiben, und dann enttäuscht sein, das die Hobbyautoren seinen Ansprüchen nicht genügen .confused


Was ist ein professioneller Plot? Wenn S.King eines seiner Fließbandwerke erstellt? Oder Konsalik die zehnte Kopie/Variation seiner Idee herausgebracht hat? Oder Barbara Cartland? Oder Jason Dark? Oder oder oder ...
Was bedeutet Professionell? Hundert Veröffentlichungen? 1 Mio Leser? Die Bestsellerliste anführen?
Ich versuche mich an "Regeln" zu halten, die ich einmal gelernt habe, zu halten. Natürlich lerne ich langsam dazu, weil ich mich (noch) wehre, mir ein Buch zu nehmen, das mir erklärt, wie man "vernünftig" schreibt. Natürlich könnte es mir helfen, besser zu werden, aber ich stelle (noch) nicht fest, dass ich auf der Stelle trete.

mondstern70:
Dazu der verschiedene Geschmack. Jemand plaudert z.B. gern "aus dem Leben" und gleich in eine Schublade gesteckt. Langweilig, wenn interessiert’s, kein Spannungsbogen - weil halt keine mutierten Killerzombis überraschen auftauchen ...


Mutierte Killerzombies? Hm, nette Idee, darf ich die aufgreifen? Ich glaube, ich habe da eine passende Geschichte, in die ich die einbauen könnte, um etwas Pepp in das langweilige Leben eines Protagonisten, wie zum Beispiel Eva oder Imke, zu bringen. wink

mondstern70:
Aussagen, wie: "Nur Schrott im Pool", fördern auch nicht gerade die Hoffnungen der Autoren die selber welche noch dort "schwimmen" haben no


Äh, wer sagt denn so etwas? Wer hat denn Zugriff zum Pool?

mondstern70:
Und die "Superprofis", was erzählen die? Viele Teile aus jeglichen Quellen werden verrührt und neu gemischt. Das Rad ist schon erfunden, geschrieben auch alles, ...


Bin ich jetzt ein "Superprofi", weil ich mir genau nach dem Schema Geschichten ausdenke? Ist "Superprofi" ein Lob oder abwertend gemeint?
Mein erotisches Privatleben (oder Sexleben) werde ich ganz sicher nicht ausbreiten. Erstens ist das nicht sonderlich aufregend, da ich keine Swingerclubs besuche, lieber im Bett als auf einer Streckbank liege und One-Nightstands nicht hatte und es mir auch nicht vorstellen kann. Und zum anderen müsste ich über Personen schreiben, die ich liebe oder geliebt habe und die es bestimmt nicht toll finden, wenn ich ihr Leben vor aller Welt ausbreite, abgesehen davon, dass der Anteil meiner eigenen Leistung in einer solchen Geschichte auch nicht gerade toll wäre. Mein literarischer Exhibitionismus geht nicht so weit, tut mir leid.
Natürlich ist das Rad schon erfunden. Seit Tolkien seine Welt ausgebreitet hat, sind die Charaktereigenschaften der Fantasyprotagonisten festgelegt. Nur selten wird das aufgebrochen, die Perspektive verändert und neu definiert. Was soll im Sexbereich neues entstehen? Es gibt nur eine begrenzte Anzahl Möglichkeiten, was und wie Menschen es miteinander treiben können. Und durch die durchaus sinnvollen Sevacregeln, ist dieses Treiben eingeschränkt, sodass Geschwister, Kinder und Tiere geschützt bleiben. Als Autor muss ich, wenn ich mich vom wirklichen/möglichen Sexleben distanzieren will, auf schon Bekanntes stützen. Das tue ich seit der Raumpilotin und führe ich über die verwunschene Welt bis zu den S.L.U.T.s fort. Das wandern in den Grenzbereichen der Sevacregeln macht mir Spaß und fordert mich heraus, das gebe ich zu, kommt aber nicht unbedingt gut bei der Leserschaft an, wie ich mir anhand der Kommentare, Reaktionen und Klicks erklären lassen muss. Egal, ich werde trotzdem meine Stories weiterführen. Einige Leser behaupten, meine Fanzasygeschichten sind besser als meine "realen" Sories, die Klicks sprechen eine andere Sprache, was dann wohl die "Wedler" sein müssen, die mehr auf den "normalen" Sex stehen.

mondstern70: Erotik ist unglaublich leicht zu beschreiben und wahnsinnig schwer! Sich so auszudrücken, damit es mit den Gedanken, den eigenen Bildern, im Einklang ist - ist eine sehr große Herausforderung


Und genau dieser Herausforderung stellen wir Autoren uns doch. Es ist doch genau das, was wir versuchen. Mal gelingt es gut, mal besser. Bei Piri und Matt, Bikerfreuden und Die verwunschene Welt ist es mir gelungen, genau das in die Tasten zu drücken, was ich gewollt habe. Bei anderen Stories habe ich das nicht geschafft, z.B. Stiefmutter, Mireille und ein Lover, Aufgewacht oder Alicia und Nick - Am Waldsee. Und dennoch sind einige Geschichten der zweiten Kategorie der Renner, wenn ich nach den Klicks gehe. Das ist eben der Unterschied zwischen dem, was ich als erotisch empfinde und was der Leser/ die Leserin als erotisch empfindet. Persönlich brauche ich mehr als "Poppen", um eine Geschichte als "besser" zu bewerten. Aber ich gehöre als Konsument vielleicht auch nicht in die Kategorie Wedler/Einhandleser (wenn ich denn mal was lese).

So, das ist viel zu viel Text, deshalb jetzt
wavingwaving von Schlafloser Single
19.10.07, 22:57 Uhr
tyami
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tyami takez
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S-Single: Bisher waren meine Inspirationen eher (...)

Das widerspricht sich nicht. Settings gibt es hier viele, meine Feststellung bezieht eher auf das literarische Niveau bzw. die Handlungslogik. Und ja, es kann hier durchaus ein paar Storys geben, die darüber hinauswachsen, aber die Anzahl bewegt sich eher im Promille-, bestenfalls im niedrigen Prozentbereich. Es geht darum, wer mit wem rammelt, der Rest ist mehr oder weniger interessantes Beiwerk.
S-Single: Dann können wir hier doch eine Schneise für all jene schlagen, die nach uns kommen.

Wir könnten, wenn wir wollten. Einstweilen läuft es immer noch andersrum, wie man sieht:
mondstern70: Wer professionelle Plots erwartet, sollte sich nicht in einem Board wie Sevac herumtreiben, und dann enttäuscht sein, das die Hobbyautoren seinen Ansprüchen nicht genügen .confused

Es gibt keine "professionellen" Plots. Es gibt einfache, lineare (also mit einem einzigen Handlungsfaden) und komplizierte, und abseits davon gibt es gute, weil spannende und schlechte, weil langweilige. Es gibt auch keine "professionelle" Grammatik, Rechtschreibung oder Stilistik. Das einzige "Professionelle" neben den Rahmenbedingungen kann der literarische Selbstanspruch sein. Aber solange man sich noch nach unten orientieren kann, ist das hier sichtlich alles kein Thema.

Over and out.
19.10.07, 23:19 Uhr
-Faith-
Beiträge: 17/282
dabei seit: Okt '02
Faith
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hier kommt langsam eine richtige Arbeitsstimmung auf.yes

Durch das übliche "Watte-überall-Gefühl" kommen zwar keine übermäßigen Spannungen auf - alle Diskrepanzen werden weggelobt ...
... ja, warum gibt es eigentlich fast nur lobende Kommentare?

Als Autor weiß man ja gar nicht wo man steht, weil man immer nur "toll, toller, am tollsten" hört.
Gebt es mir doch mal so richtig dreckig!
Sagt mir wo ich Scheiße gebaut habe, aber begründet es.
Bewertet mein Kreativpotential und die Art wie ich es rüberbringe, sagt mir wo es hängt.
Sind meine Charaktere nur Marionetten?
(Aber bewahrt mich um himmelswillen vor Haarspaltereien ala „da hast du einen i – Punkt vergessen)

ICH weiß es nicht, ich bin gegenüber meinen Geschichten betriebsblind und scheinbar machen sich alle einen Spaß daraus, mich mit ihrem Lob noch weiter in die Irre zu führen!

Meine letzte Geschichte bekam 7 Punkte, aber im Einlesetext kommt das Wort „Genial“ vor ...
... ja was denn jetzt?

Hab ich jetzt gejammert?
Egal – ich will schlafende Hunde wecken – schlafendes Potential.
Wenn es hier Menschen gibt, die sich mit Literatur auskennen, warum sitzen sie dann auf ihrem hohen Ross und blubbern mich mit Theorie voll?
Geht doch mal raus in den Geschichtenbereich und zeigt mir direkt am „lebenden“ Objekt was schief gelaufen ist.

Ich habe auch schon bei Autoren oder Geschichten, die es mir wert erschienen, kritische Worte anklingen lassen.
Natürlich interessiert das nicht jeden, aber hier sind auch einige die sich weiterentwickeln wollen, es aber nicht können, weil sie in rosarote Wattebäusche gehüllt werden.

Vorschlag an alle Autoren:
Seit ehrlich miteinander, schreibt was euch gefallen hat, aber auch was euch nicht gefallen hat, zu den Geschichten eurer Kollegen und sie werden (sollten) sich revanchieren.

ABER: Sachlich bleiben!

lg
Fwaving
20.10.07, 11:34 Uhr
tyami
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tyami takez
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-Faith-: Natürlich interessiert das nicht jeden, aber hier sind auch einige die sich weiterentwickeln wollen, es aber nicht können, weil sie in rosarote Wattebäusche gehüllt werden.

Falsch. Die Weiterentwicklung scheitert nicht daran, dass irgendwer in irgendetwas gehüllt wird, sondern dass sich die vorgeblich Entwicklungswilligen selbst hinter Theoriefeindlichkeit verschanzen und nur mundgerecht Vorgekautes akzeptieren. Ich bin sicher nicht der große Literaturguru, aber was ich zu sagen habe, erfordert wenigstens theoretische Minimalkenntnisse (bzw. die Bereitschaft, damit zu argumentieren). Auf der Basis darf man dann nämlich auch diskutieren, warum "fehlende i-Punkte" manchmal doch den Ausschlag geben können.

So sachlich wie möglich angemerkt.

tyami lookaround
20.10.07, 17:52 Uhr
-Faith-
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Faith
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tyami:
-Faith-: Natürlich interessiert das nicht jeden, aber hier sind auch einige die sich weiterentwickeln wollen, es aber nicht können, weil sie in rosarote Wattebäusche gehüllt werden.

Falsch. Die Weiterentwicklung scheitert nicht daran, dass irgendwer in irgendetwas gehüllt wird, sondern dass sich die vorgeblich Entwicklungswilligen selbst hinter Theoriefeindlichkeit verschanzen und nur mundgerecht Vorgekautes akzeptieren. Ich bin sicher nicht der große Literaturguru, aber was ich zu sagen habe, erfordert wenigstens theoretische Minimalkenntnisse (bzw. die Bereitschaft, damit zu argumentieren). Auf der Basis darf man dann nämlich auch diskutieren, warum "fehlende i-Punkte" manchmal doch den Ausschlag geben können.

So sachlich wie möglich angemerkt.

tyami lookaround


Falsch. Es ist billig und pedantisch sich hinter objektiv messbarem zu verstecken. Kommas und i - Punkt kann man zählen. Groß/Kleinschreibung erfolg nach Regeln die jeder nachschlagen und mit beliebigem Aufwand umsetzten kann.
Macht das einen guten Autoren aus?
Nein. So was kann man „outsourcen“ – es hindert einen Autor nämlich bei den wirklich wichtigen Dingen.

Wortwahl und Satzbau gehören schon eher zu den Kompetenzen, aber selbst da kann einem geholfen werden.

Die wirklichen Kernkompetenzen eines Schreibers liegen doch im Kreativpotenzial und in der Fähigkeit dieses Potenzial bildlich, gefühlvoll und unterhaltsam rüber zu bringen. Den Leser in die Handlung hineinzuziehen und gefangen zu halten.

Wenn man das nicht schafft, schreibt man stilsichere Langeweile. Umgekehrt kann einem kreativen Kopf bei den „Sekundärtugenden“ geholfen werden.
So manche bahnbrechende Erfindung entstand als Bleistiftskizze auf einem Heftrand. Die exakte Konstruktion hat ein technischer Zeichner ausgeführt, der nicht mal ansatzweise ahnte um was es eigentlich geht.

Willst du hier mit Lektoren theoretisch fachsimpeln oder mit Autoren arbeiten?

lg
Fwaving
*der mit sicherheit theoretische Minimalkenntnisse hat*
21.10.07, 14:33 Uhr
mondstern70
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Mondstern
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-Faith-:
hier kommt langsam eine richtige Arbeitsstimmung auf.yes


Ich kritisiere niemanden wegen des Inhalts. Natürlich ist dieser ausschlaggebend, ob ich überhaupt eine Geschichte anlese. Wenn ein neuer Autor um Anregungen oder Kritik bitte, okay – wieso nicht. Nehme ich mir halt mal zehn Minuten. Wenn ich sehe, dass besagter Autor nicht reagiert (z.B. für unnötig erachtet zu antworten) reagiere ich auch nicht mehr.

Quid pro quo ist mein Motto, wobei ich keine Goldwaage verwende, muss aber „etwas zurückkommen“ Dem Autor bleiben ja nur die Kommentare zu seinen Geschichte, wo er sieht ob es Leute gibt die das mögen was er schreibt. Ich würde mir wünschen, das die Rubrik „Kommentare zu Geschichten“ im Forum viel häufiger genutzt würde, aber mal ehrlich – man wird doch gleich in die Schublade „Wichtigtuer“ gesteckt, wenn man es wagt, dort etwas zu posten.

Als ich vor 3 Jahren hier herfand, war ich begeistert über die Möglichkeit mit Gleichgesinnten zu kommunizieren, heute überlege ich es mir dreimal ob ich einen Thread aufmache, oder mich irgendwo an einem bestehenden beteilige. Man könnte ja ein missverständlichen Satz äußern und jemandem vor den Kopf stoßen.

Das sehe ich dann auch selbst, wenn ich die „Einser“ Bewertungen meiner Geschichten ansehe.surprised

LG Mondstern waving
21.10.07, 19:46 Uhr
tyami
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tyami takez
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-Faith-: Willst du hier mit Lektoren theoretisch fachsimpeln oder mit Autoren arbeiten?

Oh, ich liebe diese Suggestivfragen. Nein, ich will nicht über irgendwelche Geschichten klönen und mir nebenher sagen lassen, dass in der Praxis sowieso alles anders und die Theorie angesichts des kreativen Genies des Künstlers einen Lercherlschaas wert ist. Ich will dir deine Kenntnisse auch sicher nicht absprechen, wohl aber jegliche Bereitschaft, sie zu erweitern.
-Serenity-: Wenn Du bei e.g.-net liest, hast Du aber sicher auch schon von Irena Böttcher gehört. Die halte ich für kompetenter, was das Erotikgenre angeht,

Hm. Hat mich ebenfalls nicht vom Hocker gerissen, obwohl ich beide für kompetent halte, was die Inhalte betrifft. Es scheitert eher an der "Fachdidaktik", wenn man es so nennen will, wie bei den meisten dieser Ratgeber. Sie beinhalten zwar einen Haufen gute und interessante Theorie, aber da bin ich doch wieder bei Faith: Mir fehlt der Konverter, um das gesammelte Wissen in Praxis umsetzen zu können.
Am ehesten konnte ich noch - im nichterotischen Bereich - mit Otto Kruse ("Kunst und Technik des Erzählens", erschienen bei Zweitausenduneins) etwas anfangen, weil der mit seiner "Erzählkunst" einen etwas anderen, weniger "literarischen" Ansatz verfolgt und das auch mit Übungen unterlegt.
-Serenity-: Stattdessen in Demut zu verfallen, seinen Blick auf den Boden zu richten und darüber zu klagen, dass es sowieso zwecklos ist, den Pessimismus teile ich nicht.

"Demut" ist hier ohnehin nicht sehr verbreitet, ganz im Gegenteil. Aber gegen Demut - man denke nur an das berühmte Wort von den 10% Inspiration und 90% Transpiration - ist nichts einzuwenden, solange sie nicht in Resignation mündet. Ob die "literarische Welt" wirklich eine Hühnerleiter ist, lasse ich mal dahingestellt, aber es wäre nicht das erste Weltbild, das die Menschheit radikal ändern müsste. lol3 Trotzdem habe ich alle Amateurgeschichten, die mir in Erinnerung geblieben sind, auf anderen Seiten als sevac gelesen, und das halte ich doch für eine Art von "Qualitätsindikator". Rein subjektiv, keine Frage.
Mondstern: Man könnte ja ein missverständlichen Satz äußern und jemandem vor den Kopf stoßen.

Man sollte sich in dem Fall allerdings eingestehen, dass man sich damit zum Sklaven der Bewertungs- und Anerkennungsmaschinerie macht. Und das halte ich dann wieder für Demut am falschen Platz.

bye, tyami
21.10.07, 20:37 Uhr
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mondstern70:
Das sehe ich dann auch selbst, wenn ich die „Einser“ Bewertungen meiner Geschichten ansehe.surprised

Die "Einser" als Ausreißer sehe ich eher in der Kategorie Neid und Mißgunst. Du solltest sie als Anerkennung verstehen. (Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich verdienen.)

@tyami:
Das (rumfreie) Rummaulen, es gäbe hier nur Schund bis maximal Bravo-Bilderstory-Niveau, finde ich unangebracht. Klar gibt es hier nicht nur Klasse, sondern auch Masse. Aber es gibt hier auch gut konstruierte Geschichten, bei denen die Handlung nicht nur den Übergang zwischen zwei X-Szenen darstellt. (Nein, ich meine jetzt nicht nur meine Geschichten. lol3) Und es gibt auch Leser, die solche (besseren) Geschichten mögen. Und für andere Geschmäcker ist ja auch reichlich Lesestoff vorhanden.

Ich hätte übrigens nichts dagegen, wenn Du mir beispielsweise hier oder im e-g.net erläutern würdest, warum "Die Erhabenen", "Der Wolkenkrieger" oder "Der Patrizier" dramaturgisch eher Bravo-Niveau sind.

@Serenity, all:
Um was zum eigentlichen Threadthema beizusteuern ... Ich hatte vor kurzem an einen richtig guten VHS-Kurs teilgenommen. (Ganz im Gegensatz zu einem früheren Kurs.) Thema war, wie man eine Geschichte dramaturgisch konstruieren (durch-plotten) kann. Der Kursleiter hatte dabei zwar eher Drehbücher im Sinn, aber die Vorgehensweisen lassen sich auch auf Romane/Geschichten anwenden. Er hat auch ein Buch zu diesem Thema geschrieben, welches ich nicht gelesen habe, da er meinte, es stände auch nur das drin, was er im Kurs erzählt. (Eine erfrischende Abwechslung zur Eigenwerbung des letzten Kursleiters.) Aber da ich den Kurs - wie gesagt - richtig gut fand, ist das Buch ja vielleicht etwas für die Nicht-Teilnehmer: "Ron Kellermann - Fiktionales Schreiben"

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21.10.07, 20:46 Uhr
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tyami:
Trotzdem habe ich alle Amateurgeschichten, die mir in Erinnerung geblieben sind, auf anderen Seiten als sevac gelesen, und das halte ich doch für eine Art von "Qualitätsindikator".

Das geht mir ähnlich. Natürlich ist die eine oder andere Geschichte, die in Erinnerung blieb, hier bei Sevac zu finden. EZN für die deutschsprachigen, Lit und SOL für die englischsprachigen Geschichten. Momentan bin ich an einer Geschichte, die eine lesbische Liebesbeziehung beinhaltet und bin beeindruckt von den Bildern die sie in meinem Gedächtnis zaubert. Um damit den Bogen zu den einschlägigen Schreibratgebern zu schlagen. Du hast sicher recht, dass sie kein Rezept bieten, das man einfach "nachkochen" kann. Böttcher und Benedict bleiben in ihren Aussagen immer nur vage. Ein einziges Rezept, wenn man es so nennen darf, habe ich bei Sol Stein gefunden. Es ist das Kapitel 18 aus seinem Buch "Über das Schreiben." Quintessenz: Erotik schreiben ist vergleichbar mit dem Liebesakt. Man zögert den Höhepunkt bis ins Unerträgliche hinaus. Wie das literarisch vonstatten geht, kann man sich bei der Gestaltung einer sich steigernden Konfliktszene abschauen. Es gibt hier durchaus Analogien. Tja, wie im richtigen Leben, man muss nur die richtigen Knöpfe in der richtigen Reihenfolge drücken.lol3
21.10.07, 20:50 Uhr
-Serenity-
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Why-Not:
Aber da ich den Kurs - wie gesagt - richtig gut fand, ist das Buch ja vielleicht etwas für die Nicht-Teilnehmer: "Ron Kellermann - Fiktionales Schreiben"

*Lach* und ich darf raten, von wem er seine Denkanstöße und Inspirationen für das Buch bekommen hat. Ich denke, ich liege mit meinem Tipp (den ich hier nicht verrate) ziemlich dicht an der Wahrheit.
21.10.07, 21:04 Uhr
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tyami:
-Faith-: Willst du hier mit Lektoren theoretisch fachsimpeln oder mit Autoren arbeiten?

Oh, ich liebe diese Suggestivfragen. Nein, ich will nicht über irgendwelche Geschichten klönen und mir nebenher sagen lassen, dass in der Praxis sowieso alles anders und die Theorie angesichts des kreativen Genies des Künstlers einen Lercherlschaas wert ist. Ich will dir deine Kenntnisse auch sicher nicht absprechen, wohl aber jegliche Bereitschaft, sie zu erweitern.


Wie müsste ich mich denn verhalten, um deinem Verständnis von Lernbereitschaft zu entsprechen?
(das ist eine ernst gemeinte Frage – frei von jeglichem Zynismus)

Es ist mir lediglich müßig über Haarspaltereien zu diskutieren, für alles andere stehe ich himmelweit offen.yes

So manche Geschichte von mir wurde schon in ihre atomaren Bestandteile zerlegt, ohne dass der Analyst mir auch nur eine klare Aussage geben konnte.
Es kam mir vor, als würde ein Kunstkritiker ein Bild durch das Mikroskop betrachtet, er wusste danach wie viele Haare die Pinsel hatten und wie viele unterschiedliche Farben zum Einsatz kamen, aber was das Bild eigentlich darstellte, erschloss sich ihm durch die 100fach Vergrößerung nicht.
(„Du musst XY genauer beschreiben“ ... ja klar bei der Vergrößerung wird das Bild leicht grobkörnig ...)
Bei solchen Analysen reagiere ich dann leicht gereizt und mir fällt es sehr schwer etwaige Verbesserungsvorschläge an zu nehmen.

Oder bin ich auf dem Holzweg?confused

lg
Fwaving
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