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9.12.07, 21:14 Uhr
barkas
Beiträge: 3/38
dabei seit: Jun '06
barkas
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tyami:
Stimmt grundsätzlich, aber ein Charakter von Ibsen oder Shakespeare (der noch eher) wäre in einer Sevacstory ziemlich verloren.


Wieso denn das???? Personen, die charakterlich wie Macbeth, oder eher noch seine Frau, "gestrickt" sind, werden sich meiner Meinung nach, auch im sexuellen Bereich so intensiv, rücksichtslos und prall ausleben wie im Hauptstrang der Handlung. Und für seine zeit war Shakespeare teilweise recht offen. "The Queen was not amused" lol

tyami:
Ein Hauptproblem besteht darin, dass es vor allem im Deutschen nur sehr wenige bekannte Vorlagen für ernstzunehmende Erotikgeschichten gibt, und so sehen die Sevacstorys auch irgendwie aus. Die "literarischeren" orientieren sich an der "Bravo"-Lovestory oder Ärzteromanen, die "eindeutigeren" am Bildtext vom "Color Climax" oder der "Praline", und das ist jetzt wirklich nur ein ganz klein wenig polemisch formuliert. Beiden ist - mehr noch als das Fehlen von Charaktertiefe - gemein, dass sie keine oder bestenfalls sehr banale Aussagen aufweisen. Die Frage nach literarischen Motiven oder ausgefeilten, verschachtelten Plots stell ich erst gar nicht, und das wäre sowieso nur der erste Schritt in "richtige" Unterhaltungsliteratur. bye, tyami


Was ist Ernst zu nehmen? Ist immer eine sehr individuelle Entscheidung. Vielleicht auch abhängig von den persönlichen Vorlieben des Lesers!? Die dann ja auch noch je nach Gemütslage, variieren können?!

Jeder Autor muss wissen, welche Lesergruppe er ansprechen will.
Oder vielleicht schreibt er (der Autor) ja auch verschiedene Arten von Stories, die zum Zeitpunkt der Grundidee im Inhalt (Fetisch, BDSM, NS, Teen, Soft, Sex,Dirty Talk, usw.) ja auch verschiedenen Gefühslaunen und Neigungen nachgehen.

Ansonsten hier ein Tip an alle Interessenten: Gisbert Haefs schreibt seit Jahren Romane vor historischem Hintergrund (Karthago, Troja, Ägypten).
Dabei werden reale Personen mit erfundenen gemischt und auch miteinander verschachtelt. Ebenso malt der Autor jeweils auch ein üppiges Bild der damaligen Kultur und Lebens-Einstellungen, soweit sie historisch belegt sind.
Dadurch kommt auch der Bereich "Erotik" nicht unbedingt zu kurz. Nicht im Climax-Stil, versteht sich. Aber sprachlich und gefühlsmäßig eingebettet in die Haupthandlung. Find ich persönlich sehr gelungen.

Nur mal so.... Barkasyes
9.12.07, 23:23 Uhr
mondstern70
Beiträge: 41/589
dabei seit: Sep '04
Mondstern
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barkas:
mondstern70:
Okay, das war leicht gestupfelt wink


Liebe Mondstern, WAS bedeutet bitte: "... getupfelt.."? Ein in freudiger Erregung Deiner Antwort harrender bildungswilliger

Barkas clap


Hi Barkas,
was "getupfelt" heißt weiß ich auch nicht genau, würde es aber in den medizinischen Sektor Schere, Tupfer, Sterbeurkunde ... einordnen.

Das war übrigens jetzt wegen deines vergessenen "s" gestupfelt wink

LG Mondstern, die als Badnerin nicht wirklich Hochdeutsch "schwätze" kann. waving
10.12.07, 01:16 Uhr
tyami
Beiträge: 5/237
dabei seit: Dez '03
tyami takez
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barkas: Personen, die charakterlich wie Macbeth, oder eher noch seine Frau, "gestrickt" sind, werden sich meiner Meinung nach, auch im sexuellen Bereich so intensiv, rücksichtslos und prall ausleben wie im Hauptstrang der Handlung.

Damit hast du dir die Antwort praktisch selbst gegeben. Dieser Teil, den du richtigerweise "Hauptstrang" nennst, kommt hier in vielen Geschichten entweder nicht oder nur grob skizziert vor. Er dient übrigens nicht nur dazu, die Figuren "wachsen" zu lassen, sondern sorgt auch für die erotische Spannung. Sexuelles Verlangen baut sich ja auch nicht dadurch auf, indem man es befriedigt, oder? confused

Wer dann wen auf welche Weise vögelt, ist zwar im Einzelfall anregend (oder belustigend lookaround ) zu lesen, die genauen Details sind für den "Hauptstrang" aber eher von nebensächlicher Bedeutung.

bye, tyami

P.S.: "Tupfen" gibt es in Österreich als Verb ... und zwar in Verbindung mit "jemanden". wink
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