Céline - Aphrodite
von EviAngel
Alles begann mit dem unsäglich langweiligen BwL-Studium. Um das Studium überhaupt finanzieren zu können und mir ein einigermaßen erträgliches Auskommen zu verschaffen, musste ich arbeiten. Kellnern liegt mir nicht, das bekam ich nach wenigen Stunden in einem Restaurant heraus. Ich habe einiges ausprobiert, zum Schluss habe ich das Richtige für mich gefunden, ich habe neben dem Studium als Escort gearbeitet. Zuerst hatte ich etwas Angst in dem Job, aber bald machte sich die Erkenntnis breit, dass man in dem Job die Bedürfnisse und Vorlieben der Männer endlich erkennen konnte. Denn wenn sie bezahlen müssen, dann sagen sie, was sie wollen und was sie sich vorstellen, ansonsten sagen sie nichts.
In der Rückschau betrachtet war es eine geile Zeit. Ich hatte fünf bis acht Termine pro Woche und kam damit prima über die Runden, inklusive schicker Wohnung, Designer-Kleidung und Partys. Das Studium aufgegeben habe ich allerdings erst, als ich meinen jetzigen Mann kennen lernte.
Und das kam so:
Als Escort hast du auch immer die Wahl, welchen Kunden du annimmst und wie weit du mit ihm gehst. Ein neuer Kunde, ein richtig, richtig alter Mann, Albert, wollte mir zusehen, wie ich es mir selbst mache. Ich werde gerne angeschaut, auch oft beobachtet, aber es mir selbst zu machen, während jemand zusieht? Dass ich gezögert habe, dürfte klar sein, aber er hat mir dann so viel Geld geboten, dass ich nicht mehr widerstehen konnte. Trotzdem war es zu Beginn sehr schwierig. Ich bin komplett angezogen geblieben und habe mich erst nur unter dem Rock gestreichelt, erst später im Höschen, es ging nicht anders.
Bis dahin schaute er mir nur ins Gesicht. Seine Bedingung war, dass ich es mir richtig besorgen musste, mit Höhepunkt und allem. Er würde sich nicht damit zufrieden geben, wenn ich ihm etwas vorspiele. Er meinte, er würde das erkennen.
Es fiel mir schwer, überhaupt Gefühle zuzulassen, während er mich so intensiv beobachtete. Es ging erst etwas, als ich die Augen schloss und mir den durchtrainierten Traumprinzen vorstellte, den ich entwickelt hatte, um auch mit unsympathischen oder hässlichen Kunden einigermaßen auf meine Kosten zu kommen. Als sich dann die ersten Gefühle einstellten, konnte ich ihn auch anschauen, den alten Mann namens Albert. Ich wehrte mich auch nicht, als er meinen Rock anhob und sich anschaute, wie ich darunter aussehe und was ich darunter herum hantierte. Mir wurde sogar heißer dadurch, denn die Gier in seinen Augen brachte mir den extra-Kick, den ich brauchte. Er hat mir dann den Rock und den Slip ausgezogen, ohne dass ich mich dagegen wehren wollte. Mir war es sogar recht, dass er mich ganz sehen konnte und sich alles angeschaut hat.
Beobachtet zu werden war total krass. Erst mal ist es geil, wenn ich von jemandem angeschaut werde und man sieht, wie er sich an meinem Anblick aufgeilt, einerseits. Andererseits machte ich es mir normalerweise selbst, geheim, für mich selbst, wie jeder andere Mensch. Jemanden dabei zu haben und ihm alles genau zu zeigen, war extrem peinlich und das war irgendwie geil. Ich fühlte mich emotional derartig übersteuert, dass ich nicht genau wusste, wie mir geschah. Das Streicheln musste weiter gehen, dafür hatte er bezahlt. All diese ungewohnten Umstände haben mir extrem intensive Gefühle gebracht. Peinlich und krass geil, nackt und bloß vor seinen Augen. Nach kurzer Zeit bereits wurden die Gefühle sehr heftig, noch heftiger, bis zu einem unwahrscheinlich starken und extrem peinlichen Höhepunkt vor seinen Augen. Mir ist es so heftig gekommen, wie ich es bis dahin alleine niemals hinbekommen habe und niemals hinbekommen hätte, ohne die Erfahrung jetzt.
Das Bewusstsein, es hier vor ihm selbst zu machen, seine Augen, sein Gesicht zu sehen während es mir kommt, hatte den Höhepunkt in unfassbare Höhen getrieben, so hoch, dass mir davon schwindelig und sogar schlecht geworden ist. Es hat mich so weit in die Lust getrieben, dass ich danach komplett außer mir war. Nach der allmählichen Landung im Hier und Jetzt rang ich noch lange nach Atem. Total erhitzt irrte ich durch die Emotionen, ohne Orientierung, ohne einen Ausgang zu finden. Es dauerte echt lange, bis ich wieder Herrin meiner Sinne war.
Albert beobachtete mich weiterhin mit brennendem Blick, er beobachtete gierig, wie ich so langsam wieder zu mir fand. Ohne Vorwarnung nutzte der alte Mann meine Hilflosigkeit aus, noch bevor ich wieder festen Boden unter den Füßen verspürte. Er näherte sich mir, schaute sich genau an, was ich gerade noch gestreichelt hatte, streckte die zittrige Zunge heraus und – leckte mich!
Es passiert schon mal, dass ein Kunde meint, er wäre ein besonders guter Liebhaber, der auch an die Frau denkt. So einer nimmt dann eine oder mehrere Geschmacksproben vom Saft einer heißen Frau und erwartet, dass sie sofort einen Orgasmus bekommt. Es gibt Kunden, die schlecken so ein wenig, dann andere, die rubbeln so schnell wie möglich mit der Zungenspitze über den Glückspunkt und stoßen ihre Finger hastig und fest ins Löchlein, um die Partnerin schnell zu einem Höhepunkt zu bringen. Weder der eine noch der andere hat die Ausdauer und bringt das notwendige Gefühl dafür auf, es einer Frau so richtig zu besorgen, so gut, dass sie wegen der Lustüberflutung die Orientierung verliert.
Man als Frau tut gut daran, bei einem Versuch, sie zu lecken, gleich abzugehen und ihm zu sagen und zu zeigen, wie wunderbar geil er es macht und wie schön es ist und sowas hätte die Welt noch nie erlebt. Man macht es ihm anhand der Geräusche klar, dass man kurz vor dem Exodus steht. Wenn es sogar mal schmerzhaft wird, weil er zu feste herangeht, oder mit langen Fingernägeln kratzt, dann hält man seinen Kopf fest und sagt:
„Stop! Willst du mich umbringen? Ich kann nicht mehr, komm zu mir!“
Dann geht es ins ganz Normale über, damit hat man ihn als Frau besser im Griff. Sobald er seine Glückswurzel in dir versenkt hat, kann er kaum noch denken, dann kannst du ihn lenken.
Bei Albert, diesem wirklich alten Kunden, kam es anders. Denn, ich befand mich immer noch in der abklingenden Lustschleife und registrierte erst langsam wieder die Umgebung, da kam dieses Gefühl an, das entsteht, wenn dich jemand gut leckt. So ganz zart, nicht fordernd, nicht mit einem unbedingten Ziel, sondern mit Genuss, viel Zeit und großer Geduld.
Dagegen wollte ich mich nicht wehren, außerdem hatte der Mann eine Menge Geld bezahlt für sein Vergnügen. Daher gab es von mir nur eine geringe Gegenwehr, die er einfach ignorierte.
Nun, ich ließ geschehen, was er geschehen lassen wollte. Er konnte das, er leckte und schleckte auf sehr gefühlvolle Art. Solche Männer gibt es angeblich auch, die kannte ich aber nur vom Hörensagen, kennen gelernt hatte ich bis dahin noch keinen. Albert verfügte über die notwendige Geduld, war zärtlich, und er war ausdauernd. Außerdem zitterten anscheinend seine Lippen und wohl auch die altersschwache Zunge. Das brachte einen betörenden Extrareiz, auch wenn sich das blöd anhört.
Es stellt sich nach einiger Zeit dieses besondere Gefühl ein, dem man nicht widerstehen kann, ich jedenfalls konnte es nicht. Wenn es so gut gemacht wird ist es viel, viel zarter, als alles andere von dem, was die Kerls sonst mit einer Frau anstellen. Er machte es viel gefühlvoller als ich es bis dahin erlebt hatte, intensiv allein durch die Ausdauer. Er schleckte und leckte ohne Hast, sanft ohne Eile, nur zart, nur weich, nur schön mit großer Geduld.
Nach einiger Zeit dieses wonnevollen Gefühls kam vom Unterleib herauf die Spannung, die ganz wunderbare, vielversprechende Spannung. Es handelte sich dabei um eine ansteigende erotische Spannung, von der man sich wünscht, sie möge nicht aufhören. In dieses Gefühl hinein ließ ich mich fallen, es wurde von Sekunde zu Sekunde stärker, es steigert sich immer weiter. Durch die steigende Erregung entstand Hitze, die den ganzen Körper wärmte, weiter zunahm, bis sie mich zu verbrennen drohte. Sie steuerte auf ein Finale zu, das eine verheerende Explosion werden würde. Die mich wie eine Sternschnuppe verglühen lassen oder bestenfalls zu einem Höhepunkt der Extraklasse verhelfen würde. Das Gesamtereignis steuerte auf eine Entladung hin, gegen die man sich nicht wehren kann und auch nicht will. Obwohl ich mich vor der Größe der Emotion genau so fürchtete wie beim aller-allerersten Sex, konnte ich den Endpunkt der Erregung kaum erwarten.
Ich lag völlig wehrlos passiv dort, alle Viere weit ausgebreitet auf der Matratze. Auf das Geschehen an meinem Körper zwischen den Schenkeln Einfluss zu nehmen, war mir in dem Augenblick unmöglich. So zappelte ich hilf- und ziellos mit den Armen, wischte hin und her, strich ihm über den Kopf, jammerte laut die immer mehr ansteigende Anspannung heraus. Aktiv etwas zu unternehmen war ich außerstande, ich konnte nur nehmen und gebannt auf das warten, was mir beschert werden würde.
Meine Atmung hatte ich schon lange nicht mehr unter Kontrolle. Ob ich etwas gesagt oder gerufen, ob ich gestöhnt oder einfach nur laut geatmet habe, kann ich nicht sagen. Vor lauter Spannung und Konzentration auf den drohenden Endpunkt habe ich meine Reaktionen auf die überbordenden Emotionen nicht miterlebt. Ich verlor das Bewusste vollständig aus den Augen, war nur noch in der Lust, vom Reiz ohnmächtig gemacht, dem unfassbaren, sehr persönlichen, alles beherrschenden Reiz.
Ganz zart ging es weiter und weiter, geduldig in einem fort. Er streichelte mit der zitternden, weichen Zunge immer gleich sanft über das Löchlein, durch das wunderbare Tal, auf den heißen Punkt, erneut über das Löchlein, den vorderen Teil hinauf auf den heißen Punkt. Immer wieder, immer gleich zart, immer gleich schön. Dieser wunderbar liebevolle Reiz konnte so weiter gehen bis in alle Ewigkeit, dieses geduldige Lecken, das Gefühl, das immer wieder kehrte, unentwegt, immer wieder. Es ging immer weiter und weiter. Die Spannung nahm in einem Maße zu, das mich überwältigen und wahrscheinlich töten würde. Sie steuerte auf etwas zu, dem ich mich nicht gewachsen fühlte, das ich jedoch mit allen Fasern des Körpers und der Seele herbei sehnte.
Es war wie bei einer Drogensüchtigen, der es egal ist, ob sie sich den endgültigen Schuss setzt, wichtig war nur das Hier und Jetzt, der unfassbar große Reiz, der nicht enden sondern sich immer weiter steigern sollte. Ich schleuderte jenseits allen Bewussten unkontrolliert auf einen Schluss zu, der mich wahrscheinlich für immer erlösen würde.
Unvermittelt war der Endpunkt erreicht. Ich entfernte mich von der realen Umgebung, befand mich urplötzlich innerhalb einer Explosion, starb, verabschiedete mich ins Nichts. Alles Beschwerliche flog davon, um mich war nur Schweben, Leichtigkeit, Glück, es war der Himmel. Das Empfinden war gewaltig, alles beherrschend, trotzdem zart und berauschend schön. Ein Erlebnis, das mich aus der normalen Welt hinaus katapultierte und mich in ein anderes Universum versetzte, in eine Welt, in der es nur Wärme, Schönheit, Sanftmut und Liebe gab. Zu dem Zeitpunkt, der nur Bruchteile von Sekunden gedauert haben mochte, war ich weg, ganz weg, vollständig mit Haut und Haar im Glück, im Warmen, im Traumland. So fühlt sich nur Orgasmus an, der kleine Tod, und den hatte mir die sachkundige, zitternde Zunge von Albert geschenkt.
Erst langsam kam ich nach diesem sinnraubenden Höhepunkt zu mir. Weitergehenden Reiz wollte ich in dem Moment nicht ertragen. Um ihn zu stoppen, musste ich Alberts Kopf festhalten. Nachdem ich das Bewusstsein wieder erlangt hatte, bekam ich mehr oder weniger unterbewusst mit, wie er mir zu dem vereinbarten Salär noch einen großzügigen Bonus zwischen die Zehen steckte. Er verabschiedete sich aus dem Hotelzimmer, ich blieb noch einen Augenblick liegen, um mich wieder auf den Alltag besinnen zu können.
Dieser gewaltige Orgasmus war ein Erlebnis, das ich als Erweiterung meines Erfahrungsschatzes an geilen Ereignissen abspeicherte. Dazu war ich allerdings erst in der Lage, nachdem sich mein Bewusstsein taumelnd wieder auf dem Boden der Tatsachen und im Hotelbett eingefunden hatte. Und das dauerte. Ein Teil dieses Schwebens hielt mehrere Stunden an und ließ mich glücklich grinsen wie eine Betrunkene.
Nach diesem Erlebnis stand für mich fest, dass Albert mich gerne wieder buchen durfte, dagegen hatte ich nichts einzuwenden. Im Gegenteil, von mir aus könnte er mich jeden Tag haben. Ihm schien es ebenfalls gefallen zu haben, denn er buchte mich zwei Wochen später erneut und es wurde wieder so extrem heiß, dass ich danach erst einmal wieder richtig zur Besinnung kommen musste. Er buchte mich wieder, immer nach Ablauf der gleichen Zeit. Es stellte sich nach etlichen Buchungen eine gewisse Routine ein, etwa alle zwei Wochen vereinbarte er mit mir einen Termin.
Als wir uns zum wiederholten Male getroffen hatten, verlangte er noch mehr von mir. Erst musste ich es mir selbst machen. Ich hatte keinerlei Hemmung mehr, es mir vor ihm selbst zu besorgen, da ich wusste, wie intensiv es mir in seiner Gegenwart kommen und wie er mich danach weiter verwöhnen würde. Sehnsüchtig erwartet erfüllte er bei jedem Zusammentreffen meinen Wunsch, er leckte mich wieder bis zur absoluten Seligkeit. Danach kam es dann, er verlangte zum ersten Mal, dass ich ihn blase. Und zwar so lange und so intensiv, bis die Sahne kommt, wie er es formulierte. Blasen gehörte damals zu dem Repertoire der angebotenen Dienstleistungen, gegen Aufpreis, versteht sich. Für das Geld, das er mir für das komplette Ereignis bot: vor seinen Augen masturbieren, mich bis zum Orgasmus lecken lassen, und ihn zu blasen, würde ich in der folgenden Woche nicht mehr arbeiten müssen, so viel war es, was er mir bot. Also, warum nicht.
Es war wieder so wunderbar für mich, sowohl der selbst gemachte Orgasmus und erst recht dieses Großereignis, was er durch sein ausdauerndes und sachkundiges Lecken erzeugte. Albert mit dem Mund zu bearbeiten hat nicht gerade Spaß gemacht, weil sein Ding nicht fest wurde. Da er es ausdrücklich angeordnet hatte, musste ich so lange arbeiten, bis ihm nach einiger Zeit tatsächlich die Sahne gekommen ist. Er machte komische Geräusche dabei, aber es schien mir nichts Lebensbedrohliches zu sein, trotz seines weit fortgeschrittenen Alters. Nach einer kurzen Dusche habe ich mich leichten Herzens davon gemacht. Er lag auf dem Bett als ich ging, strahlte wie ein Honigkuchenpferd und winkte mir zu. Von dem Geld dieses Tages kaufte ich mir einen echt schicken Ledermantel, der mich schon eine ganze Zeit lang aus dem Schaufenster angeblinzelt hatte.
Ich war Albert noch zweimal auf die gleiche Art zu Diensten, als er mir, völlig unverhofft, einen Antrag machte. Darüber brauchte ich mir eigentlich nicht lange Gedanken zu machen, weil es für mich nur von Vorteil sein konnte, einen wohl situierten Mann zu heiraten. Nicht zuletzt für die Chance, einen vermögenden Mann kennen zu lernen und zu bezirzen, geht ein Mädchen in den Escort oder widmet sich einem oder mehreren Sugardaddys. Obwohl ich im Prinzip am Ziel meiner Wünsche angelangt war, konnte ich mich trotz der extrem positiven Aussicht nicht sofort entscheiden. Außerdem durfte er gern schon konkreter werden, eine Frau kann doch nicht beim ersten halbherzig vorgebrachten Antrag gleich ja sagen.
Er hat sich bei unserem nächsten Termin nicht mehr dazu geäußert. Ich dachte noch: „Céline!“, dachte ich. „Céline, du hattest eine Chance und hast sie nicht ergriffen. Was ist, wenn er jetzt ein anderes Mädchen fragt? Dann schaust du dumm aus der Wäsche!“
Aber nach weiteren zwei Wochen hat er mich nochmal gefragt und dieses Mal richtig. Vorher rechnete er mir vor, dass er eine knappe Milliarde Euro besäße, genau neunhundertsechzig Millionen. Er erklärte, er verfüge über Aktienpakete und eine Minderheitsbeteiligung einer sehr bekannten Lebensmittelkette, führte er aus, sowie über Beteiligungen an einigen kleineren Betrieben und Startups. Er berichtete mir von seinem Gold-Depot und seinen zahlreichen Festgeldern, seinem Aktienfond und was weiß ich noch alles. Er hätte darüber hinaus eine Villa hier, eine Wohnung in München und ein Haus in der Toskana. Außerdem würde er mich lieben und auf Händen tragen.
Er erklärte, er hätte keine Verwandten, denn um eine Familie zu gründen, hätte ihm immer die Zeit gefehlt. Geschwister und andere Verwandte wären längst vor ihm gegangen. Demzufolge würde ich alles erben, wenn ich mit der Eheschließung zu seinen Bedingungen einverstanden wäre. Denn dann bekäme diese stete Anhäufung von Geld, der er sein Leben geopfert hatte, wenigstens nach seinem Tod einen Sinn. Er verbeugte sich vor mir, knien konnte er schlecht. Er reichte mir in einer geöffneten Schatulle einen Ring mit einem echten, dicken, klaren Klunker. Einer, von dem man als Verlobungsring nur träumen kann.
Musste ich noch weiter darüber nachdenken? Sicher, er war vierundsechzig Jahre älter als ich, fünfundachtzig. Das hatte mir bei dem Job nichts ausgemacht, warum sollte es mir als Ehefrau etwas ausmachen? Logisch gedacht, meine ich. Aber eine Ehe nur auf logischen Entscheidungen aufbauen? Bis mir dann wieder einfiel, was sein Alter für mich zu bedeuten hatte. Niemand lebt ewig, die meisten sterben irgendwo zwischen achtzig und neunzig. Logisch weiter gedacht, würde mir das Erbe in überschaubarer Zeit zur Verfügung stehen.
Außerdem muss man sich das vorstellen, eine Wohnung in München! Sobald ich daran dachte und mir neunhundertsechzig Millionen vor Augen führte, stellte ich mir intensives Extremshoppen in den exklusiven Geschäften auf der Maximilianstraße und ihrer Umgebung vor. Von München nach Mailand war es nicht weit, Rom und Paris lagen innerhalb einer Flugstunde, alle Modeschwerpunkte Europas befanden sich in der Nähe. Das konnte nur geil werden. Wenn ich ihn heiratete, stand mir die Welt offen, heiratete ich ihn nicht, müsste ich weiter mit ungewaschenen Kunden ins Bett. Ich sagte mir: Was ist los mit dir, Céline? Sei schlau, sag ‚Ja!‘
Also habe ich ja gesagt und wir haben geheiratet. Es gab natürlich den besprochenen Ehevertrag. Darin wurde festgelegt, dass, wenn ich ihn verlassen oder ihn betrügen würde, ich nichts bekäme. Wenn er mich satt hätte und sich von mir scheiden lassen würde, gäbe es eine kleine monatliche Zuwendung so lange er lebt, danach dann nicht mehr. Im Falle, dass wir bis zu seinem Tod verheiratet blieben, bekäme ich alles, neunhundertsechzig Millionen, Haus hier, Haus in der Toskana und Wohnung in München. Krass!
Nach Möglichkeit möchte ich noch siebzig Jahre leben. Um festzustellen, wie lange neunhundertsechzig Millionen reichen, teilte ich neunhundertsechzig durch siebzig. Ab dem Tag, an dem ich das Erbe antreten würde, hätte ich jedes Jahr rund vierzehn Millionen zum Shoppen. So viel Geld pro Jahr auszugeben ist garantiert schwierig, aber ich würde mich der Schwierigkeit stellen. Herausforderungen machen das Leben ereignisreicher.
Das Schicksal meinte es echt gut mit mir.
Die Hochzeit fand im kleinen Kreis im Standesamt statt, die Trauzeugen waren sein Notar und seine Sekretärin, die uns hinterher zu einem ausgedehnten Champagner-Brunch begleiteten. Wie mich die Sekretärin angeschaut hat, kann man sich sicher vorstellen. Die war aber schon über vierzig, sah zwar noch ganz gut aus, aber alt ist alt und mein Mann steht auf junges Gemüse.
In der Hochzeitsnacht machten wir unser gewohntes Ding, erst machte ich es mir selber, dann leckte er mich, bis ich richtig kam, dann musste ich ihn blasen, bis die Sahne heraus rann. Als seine Frau musste ich sie auch schlucken. Ich mag Pimmel und ich mag auch, sie zu lutschen, nach und nach gewöhnte ich mich auch an den Geschmack von Sperma. Wenig später war ich sogar geil darauf, den Saft zu bekommen.
Neben unserem intimen Eheleben pflegte er noch einer weiteren Leidenschaft, er gab bei jeder Gelegenheit mit mir an. Er hat mich seinen Freunden gezeigt, hat mich zu Vorstandssitzungen seiner Unternehmen und zu den Aktionärsversammlungen mitgenommen. Entweder musste ich mich hinter ihn setzen oder musste neben ihm Platz nehmen. Immer hat er mich aber als ‚meine Frau‘ vorgestellt. In den Momenten war er stolz auf mich wie Bolle.
Meine Freundinnen waren neidisch auf mich, das ist klar und Teil der Natur unserer Clique. Die Sprüche hätte ich ebenso hervorgebracht, wenn eine von denen einen Millionär geheiratet hätte und ich hätte im Gegensatz dazu keinen an der Angel. Eine kleine Auswahl der Sprüche war dieses: „Wie kannst du dich an so einen alten Sack wegschmeißen?“ „Du machst dich und deine Eltern unglücklich!“ „Wie willst du denn da Kinder kriegen? Die hätten ja keinen Vater, oder doch nur sehr kurz! Ein Kind braucht seinen Vater!“
Die haben sich Sorgen gemacht, nur weil sie sich vorgestellt haben, wie es sich für sie anfühlen würde, wenn sie an meiner Stelle wären. Dabei will ich niemanden glücklich machen, außer mich selbst natürlich, und ich will auch keine Kinder haben, jedenfalls nicht bevor ich vierzig bin. Bei Anita kam der Neid aber so richtig durch, sie verstieg sich darin zu sagen:
„Du hast ihn nur geheiratet, weil er Milliardär ist!“
Dabei stimmte das nicht, zumindest nicht zu dem Zeitpunkt. Neunhundertsechzig Millionen sind eben noch keine Milliarde. Man muss gerade in Geldangelegenheiten genau sein.
Meinen Champagner haben sie natürlich trotzdem genossen und das Ambiente im Wintergarten unserer Villa ebenfalls. Auch die Dienstboten fanden sie praktisch.
Mein Mann verlangte nach der Hochzeit nichts von mir, nur, dass ich ihm zur Verfügung stehe, wenn ihm danach ist und wenn er mich präsentieren wollte. Ich bekam ein eigenes Taschengeld-Konto, das sich immer wieder auffüllte, wenn es unter eine gewisse Grenze kam. Es war ein Leben wie im Paradies.
Bis, ja, bis ich merkte, dass mir etwas fehlte. Erst wusste ich nicht so recht, was es sein könnte. Erst als mich einer meiner Lieblingskunden anrief und fragte, ob ich Zeit für ihn hätte, kam die Erkenntnis. Schlagartig fiel mir ein, wie ich bei dem abgegangen war.
Es gibt in meinem Job mehr passive Kunden als aktive. Die meisten wollen ihr Ding angeblasen bekommen, sich dann passiv verhalten und mir die Arbeit überlassen. Das fördert natürlich meine Kondition und ist insgesamt sehr gut für die Figur, besonders Beine, Bauch und Po profitieren davon. Aber sexuell kommst du dabei nicht so leicht auf die Kosten, es fehlt immer etwas.
Aber wenn einen Mann die Leidenschaft packt und er auf dich einwirkt, als wäre er ein Hammer und du das Material, in das der Hammer hämmert, dann fühlst du dich als Mädchen begehrt, von der Riesenkraft und dem großen, kantigen Körper vereinnahmt, herrlich genommen und gut benutzt. Von so einer Hammer-und-Amboss-Nummer wirst du auch richtig fertig, oft sogar bis zum Orgasmus.
Dieser Kunde war einer von der Sorte, der mich feste in die Matratze nageln konnte und das auch über eine verhältnismäßig lange Zeit. Der konnte es wirklich gut, außerdem war der enorm leistungsfähig. Mehr als einmal habe ich es bei dem sogar geschafft, ihn für eine zweite Runde bereit zu machen. Wie oft es mir bei dem schon gekommen war, konnte ich nicht sagen, aber, dass ich bei dem glücklich werden würde, das stand fest.
Für den Kunden hätte ich gern Zeit gehabt, aber das ging schlecht, schließlich war ich verheiratet. Wobei, früher hatte ich mindestens fünf, nun, es ist wie es ist, sexuelle Ereignisse pro Woche, es waren nicht oder selten alle gut, aber trotzdem hatte ich eben diese Begegnungen. Jetzt wurde ich alle vierzehn Tage gefordert und das auch nicht richtig. Das machte sich natürlich in meiner Stimmung bemerkbar. Mein Mann war sowohl Kunde als auch Ehemann. Als solcher hatte er Rechte, keine Frage, von mir aus auch doppelt, aber ich habe ebenfalls Rechte, als Ehefrau. Und? Wo blieben die?
Ich weiß selbst, dass ich manchmal zickig bin. Das kommt einfach, also, es hängt meiner Meinung nach unter anderem auch mit der sexuellen Befriedigung zusammen. Als ich noch im Escort-Job war und körperlich in der Balance, da war ich lustig, gut drauf und zu Späßen aufgelegt. Und jetzt? Jetzt war ich die zickige Gattin eines Multimillionärs, die zwar gut aussah, aber mit der man nicht gern zusammen an einem Tisch saß. Meinem Mann war das nicht wichtig, für ihn war es wichtig, eine junge und gut aussehende Frau zu haben. Wie ich mich benahm, war ihm gleichgültig, im Zweifel bekam er es nicht mit. Er hörte mir selten zu, außerdem konnte er seine Hörgeräte an einer Fernbedienung in der Tasche verstellen. Man bekam es als Gesprächspartnerin nicht mit, wenn er sie ausschaltete.
Was ich vermisste, war das Leichte, das Fröhliche, das, wie ich früher war. Wenn ich mich von diesem einen Kunden so richtig durchwalken lassen würde, wäre ich wahrscheinlich zufriedener als ohne, und ich wäre wahrscheinlich im Umgang angenehmer und für meinen Mann leichter zu handhaben. Ich wäre mit Sicherheit unkomplizierter und würde positiver auf meine gesamte Umgebung wirken, als wenn ich es mir versagen würde.
Ich nahm das Angebot des Kunden an, für den häuslichen Frieden und für mein leibliches Wohl.
Danach ging es mir wirklich sehr, sehr gut. Selbstverständlich habe ich meinen normalen Verrechnungssatz genommen, er hatte sich einen Escort bestellt und musste dafür bezahlen. Mein Taschengeldkonto hatte damit nichts zu tun, es war Geld, das ich mir ehrlich verdient hatte, das ging niemanden etwas an.
Mein Ehemann merkte natürlich nichts davon, das brauchte er auch nicht. Er bekam alle vierzehn Tage seinen eigenen Höhepunkt und hatte eine schöne, junge Frau an seiner Seite, etwas anderes hatte ihn eigentlich nicht zu interessieren.
Dann geschah etwas, um das verständlich zu erzählen, muss ich etwas erklären. Für die Pflege des Grundstücks und des Hauses gab es einen Hausmeister, der mit einem Gärtner gemeinsam Haus und Garten in Ordnung hielt. Sie, wie auch die Hausangestellten, wohnten auf dem Grundstück in separaten, unabhängigen Wohnungen über den Stallungen. Die Ställe waren sehr weitläufig, denn früher standen zwanzig oder mehr eigene Pferde hier und etliche in Pension. Das war zu der Zeit, als mein Mann Turnier geritten und nebenher eine Pferdezucht betrieben hatte. Mittlerweile standen nur noch zwei altersschwache Pferde in dem riesigen Stall, ansonsten standen die Pferdeboxen leer. Entsprechend der Größe der Stallungen und der Anzahl der Bediensteten war das Obergeschoss großzügig ausgelegt. Es hatten dort erheblich mehr Angestellte Platz als jetzt für uns arbeiteten.
Der Hausmeister war älter, mit Sicherheit über sechzig. Der Gärtner hingegen war ein Mann Anfang dreißig, gut trainiert, wie man in der sommerlichen Arbeitskleidung gut erkennen konnte. Sobald ich in seine Nähe kam, pflegte er mich mit Blicken auszuziehen. Es interessierte ihn dabei nicht, ob ich seine Blicke bemerkte oder nicht. Wie schon einmal erwähnt, habe ich nichts dagegen, wenn man mich ansieht und ich find’s geil, wenn man mich begehrt. Dafür kleide ich mich, dafür pflege ich mich und dafür schminke ich mich. Mir gefielen seine Blicke und ich fand seine Gedanken geil. Denn ich meinte, ich hätte sehen können, was er sich bei meinem Anblick vorstellte.
Einige Zeit nach dem Vorfall mit dem Kunden fiel mir auf, dass ich mich dem Gärtner stärker präsentierte. Ich ging öfter in den Garten wenn er dort arbeitete, und hielt mich in seiner Nähe auf. Es war wohl so, dass mich dieser junge, durchtrainierte Körper reizte. Von dem Mann in diesem verführerischen Leib wollte ich beachtet werden, ich wollte, dass er mich anschaut, und ja, ich war mir sicher, dass ich begehrt und eventuell sogar von ihm genommen werden wollte. Wenn er Manns genug ist, sich zu nehmen, was er begehrte, würde er seine Chance bekommen, natürlich gegen meinen Widerstand, das ist klar.
Um seine Aufmerksamkeit und eventuell mehr auf mich zu ziehen, unternahm ich allerhand: Ich setzte mich beispielsweise für ihn gut sichtbar auf die Terrasse oder ging in seiner Nähe auf dem Grundstück spazieren. Ich präsentierte mich dem Gärtner, anfangs ohne mir dessen bewusst zu sein und ohne mir dabei großartig Gedanken zu machen, ich bin eben so. Als ich bemerkte, dass er mich beobachtete und er mir im Gegenzug seine starken Arme, seine kräftigen Beine, seinen schlanken Körper und seinen knackigen Po immer wieder vor Augen führte, wurde mir natürlich bewusst, warum ich mich so ausführlich präsentierte. Dagegen wehren wollte ich mich nicht, im Gegenteil.
Meine Kleidung richtete ich so ein, dass ich die Punkte, die er gern an mir betrachtete und die ich auch gern von ihm betrachten ließ, besonders betonte und ihm an den Stellen auch ganz gerne etwas mehr Haut zeigte. Nach und nach kam ich ihm näher, vielmehr, er mir. Eines Tages fragte ich ihn nach eine speziellen Blume, die ich in den Garten gepflanzt haben wollte. Hinter dem Haus, neben dem ausgedehnten Stall und der Koppel gab es ein Gewächshaus, darin eingebunden eine größere Werkstatt, in der Reparaturen an Arbeitsgeräten erledigt wurden und wo die Gartengeräte und alle in Haus und Garten benötigten Werkzeuge untergebracht waren. Im Raum stand ein größerer Tisch, auf dem Pflanzen umgetopft oder sonst wie bearbeitet wurden, auf dem Gartengeräte gereinigt, repariert oder gewartet wurden.
Der Gärtner, dieser kräftige junge Mann, stand an diesem Arbeitstisch und klopfte mit einem größeren Hammer auf irgendetwas ein. Ich fragte ihn wegen der Pflanzen und präsentierte mich so, wie ich dachte, dass es ihm gefällt.
Anstatt zu antworten, legte er das Werkzeug aus der Hand, bekam den irren Blick, den ein Mann so drauf hat, wenn er sich dazu entschlossen hat, sich das Weibchen zu nehmen, das sich ihm gerade anbietet. Er drückte mich gegen den nicht unbedingt sauberen Tisch der Werkstatt, fetzte mir den kleinen Pulli vom Körper und vergrub sein Gesicht zwischen meine Brüste.
„Also, das ist doch ….“, wandte ich ein, ohne etwas unternehmen zu können. Es ist ja klar, dass ich mich wehrte, pro forma, denn entgegen aller Vernunft rannte er bei mir offene Türen ein.
„Ich will ….“
Er riss mir den Rock vom Leib, der Slip verschwand, mit drei, vier entschlossenen Handgriffen war ich völlig nackt, in der Werkstatt innerhalb des Treibhauses. Ich wehrte mich nicht wirklich. Als er mich grob und verlangend küsste, konnte ich nicht anders, ich umklammerte seinen Nacken, erwiderte den Kuss und gab mich vollständig hin. Er drückte seinen harten Gärtnerpimmel in meine sowieso schon heiße Kleine, rammte ihn hinein und legte mit aller Gärtnerkraft los. Er nagelte mich schnell, fest und ausdauernd auf dem Tisch in der Gärtnerwerkstatt.
Es war so wunderbar, es war so befreiend, es war so intensiv, wie man sich das nur wünschen konnte. Ganz kurz nach seinem Einschub kam ich schon. Davon ließ er sich nicht aufhalten, sondern fuhr fort, mir seinen Harten hinein zu hämmern. Der Reiz ging hinauf in die Wärme, steigerte sich in die Hitze der Lust.
Es war ein ganz wunderbares Nümmerchen, ganz und gar einfach wunderbar. Ich ließ mich völlig fallen, war rettungslos im Geschehen, jenseits allen Bewussten. Seine Kraft, seine Ausdauer, seine Leidenschaft waren ganz großartig. Er tat mir atemraubend gut. Die Wärme, die Hitze nahm zu und zu, bis sie in einem ganz wundervollen Orgasmus mündete. Erst nach überraschend langer Zeit und diesem wirklich brillanten und außergewöhnlich erfüllenden Orgasmus schoss er mir seinen Segen hinein.
„Du lieber Himmel!“, sagte ich, völlig außer Atem, als er von mir abließ. Ich kleidete mich notdürftig, er war bereits verschwunden. Ich wankte hinaus aus der Werkstatt hinein ins Haus, rauf in mein Badezimmer. Der Blick in den Spiegel zeigte mir eine derangierte Frau, die Haare wie ein Mopp, Wimperntusche und Lippenstift verschmiert, der Pulli eingerissen, ein Träger des Hemdchens zerrissen, dem Rock fehlte der Knopf und der Haken war verbogen, das Höschen war weg.
Es ging mir so richtig gut. Ich stellte mich unter die Dusche, wusch mich gründlich, ließ mir ein Bad ein und legte mich in das wunderbar warme Wasser, um mich zu entspannen. Ich geriet ins Träumen. Diese heiße Gärtnernummer war seit langer Zeit mal wieder etwas, was mich so richtig durchgeschüttelt und wachgerüttelt hatte. Während der Gedanken an das gerade Erlebte machte ich es mir mit dem Kopf der Brause mit dem weichen Wasserstrahl in dem warmen, wunderbar duftenden Bad noch einmal selbst. Was für ein Erlebnis!
Dabei war das, was ich mit Begeisterung zugelassen hatte, total gefährlich, denn die Werkstatt war im Prinzip Teil des Gewächshauses, ringsum nur durchsichtiges Glas. Sie war vom Haus aus einzusehen, auch wenn die Scheiben anscheinend längere Zeit nicht geputzt worden waren und beinahe wie Milchglas wirkten. Trotz allem waren sie durchsichtig. Mein Mann war zwar nicht da, aber der Diener, eines der Hausmädchen und/oder eine der Reinigungsfrauen könnten mich gesehen haben.
Mit den Gedanken hielt ich mich nicht lange auf, was geschehen war, war geschehen. Wer hätte gedacht, dass unser Gärtner ein so guter Liebhaber war! Seine Technik war prima, seine Ausdauer außergewöhnlich und seine Kraft und Entschlossenheit einfach wunderbar.
Ein toller Liebhaber.
Ein paar Tage später hatte ich wieder eine Frage an ihn, mit dem gleichen Ergebnis. Ich bekam keine Antwort aber einen ganz wundervollen Orgasmus, einen, den man lange Zeit im Gedächtnis behält.
Alle paar Tage begab ich mich in die Werkstatt, bekam keine Antwort aber ganz wunderbare Befriedigung. Wir wechselten kein Wort, sondern tauschten nur heftige Emotionen und letztendlich Körpersäfte aus. Das Arrangement machte mich sehr zufrieden.
Meinem Mann konnte die Zufriedenheit nur auffallen, weil ich ihn öfter verführte, als er selbst auf mich zukam. Ich fand es einfach himmlisch, wenn ich, zufrieden durch das Zusammensein mit unserem Gärtner, von meinem Mann so großartig geleckt wurde.
Um etwas Spannung in den Alltag zu bringen, verführte ich ihn auf eine Art, dass er glauben musste, er hätte mich erwischt. Ich brachte ihn dazu, indem ich es mir morgens heimlich unter der Bettdecke selbst machte. Immer so, dass er es sehen musste, obwohl ich es so aussehen ließ, als wenn ich es vor ihm verstecken wollte.
Punkt sieben Uhr morgens stand er auf und ging ins Bad. Sobald er daraus zurück kam, zog ich die Show für ihn ab. Sobald er es bemerkte, bekam er den brennenden Blick, nahm die Decke weg, zog mir die Schlafanzughose aus und sah mir zu, wie ich es mir selbst machte. Während der ganzen Zeit schaute ich ihn an, nahm seine Gier, seine aufkommende Geilheit wahr, nahm sie als Kick für den handgemachten Orgasmus. Er musste mich danach immer lecken, darauf legte ich es an. Ob er anschließend von mir oral befriedigt werden wollte, richtete sich nach seiner Lust. Er meinte, sein Körper würde nur alle vierzehn Tage genügend Spermien produziert haben, dass es für einen Erguss reichte.
Alle paar Tage der Gärtner und ab und zu von meinem Mann beobachtet und geleckt zu werden, das war gut und befriedigend. So könnte es weiter gehen bis in alle Ewigkeit.-
Eines Tages kam ich vom Gärtner, sehr zufrieden, ausgeglichen und wirklich gut gelaunt. Mein Mann kam mir in der Eingangshalle entgegen.
„Schatz“, meinte er. Er nannte mich eigentlich immer Schatz. Ich weiß nicht, ob ihm mein Name nicht immer gleich einfiel, wenn er mich ansprechen wollte. Mir war das nicht wichtig, unsere Kommunikation funktionierte, das war die Hauptsache.
„Schatz!“, meinte er. „Ich will zugucken!“
Ich war so ruhig und ausgeglichen und der festen Überzeugung, dass er keine Kenntnisse von meinem Techtelmechtel mit dem Gärtner haben konnte, dass ich nicht zu spielen brauchte, als ich ihn fragte:
„Hi, Süßer, wie geht’s dir denn?“ Das fragte ich immer, bevor ich ihn zum Sex überreden wollte. Ich sah ihn an und streichelte die faltige Wange. Auch wenn es sich seltsam anhört, ich machte nirgendwo ein Geheimnis daraus, dass ich ihn wirklich mochte.
„Lass mich zugucken!“, wiederholte er. Was er genau meinte war mir nicht klar, die normale Anbahnung zum Sex lief anders. So fragte ich:
„Wobei willst du zugucken? Soll ich es dir eben zeigen?“
Wir könnten es im Kaminzimmer machen, es könnte ein Hausmädchen dazwischen kommen, das war mir aber egal. Von mir aus könnte das Mädchen zuschauen, wenn es ihr denn Spaß macht.
„Nein, ich will zusehen, wenn du es mit dem Gärtner machst.“
Es ist klar, dass ich bei den Worten aus allen Wolken fiel. Es entstand urplötzlich da ein schwarzes Loch, wo mein Magen normalerweise saß. Dort hinein sackte mein gesamtes Blut, mir wurden vor Schreck die Knie weich. Er durfte von dem Techtelmechtel mit dem Gärtner nichts ahnen, das war für mich lebenswichtig. Denn wenn er es wüsste, dann wäre die Affäre mit dem Gärtner gleichzusetzen mit einem böswilligen Verlassen der Ehegemeinschaft. Ich würde nach den Regeln des Ehevertrages sofort aus dem Haus geworfen, stünde auf der Straße ohne etwas, würde komplett leer ausgehen und hätte meine Zukunft verspielt. Mir wurden die Knie so weich, das ich mich unbedingt setzen musste.
„Wie jetzt, was für einen Gärtner?“
„Schatz, komm mal bitte mit“, sagte er. Er nahm mich bei der Hand, stützte mich dabei und leitete mich in sein Büro neben der Bibliothek. Mir zitterten die Knie vor Panik, ich schwebte unsicher und blindlings an seiner Seite. Wir setzten uns nebeneinander auf die Besuchercouch. Zu meiner Beruhigung setzte er sich nah neben mich und hielt meine Hand in seiner. Dann kam eine Rede, die mich erst einmal schockierte.
„Schatz, mir ist klar, dass du mit dem, was ich dir bieten kann, nicht zufrieden sein kannst. Keine Sorge, ich bin nicht sauer. Der Gärtner ist ein attraktiver Bursche, dass du mit dem etwas machst, ist naheliegend. Ich habe nichts dagegen, gar nicht, wirklich nicht. Das könnt ihr weiter so handhaben, nur, ich möchte dabei zusehen.“
Ich fiel aus allen Wolken und so richtig verstanden, um was es gerade ging, hatte ich noch nicht. Ich musste ihn wohl ziemlich entgeistert angeschaut haben, er präzisierte:
„Es würde mir sehr gefallen, wenn du es mit ihm vor meinen Augen treiben würdest.“
So richtig realisiert hatte ich sein Ansinnen immer noch nicht. Er schloss unser Gespräch ab, indem er sagte:
„Überleg’s dir, du kannst gern darüber nachdenken.“
„Äh, ich, äh ….“
„Sag nichts, Schatz, ich warte auf dein Okay.“
Damit war ich entlassen, stand auf und ging mit immer noch weichen Knien aus dem Büro hinaus. Mir war schwummrig geworden. Bei etwas Verbotenem erwischt worden zu sein ist ein äußerst unangenehmes Gefühl.
Durch eine so gravierende Sache, wie es ein Betrug des eigenen Ehemannes ist, könnte mein ganzes Leben in Scherben zerspringen. Erst jetzt ging mir auf, dass dieser Vorfall ein schwerwiegendes Ereignis war, das alles bisher Erreichte zunichte zu machen drohte.
Ich war vorher noch nie verheiratet, das Techtelmechtel mit dem Gärtner hatte ich nicht richtig eingeordnet. In meinem bisherigen Leben habe ich Gelegenheiten ergriffen, wenn sie sich geboten haben und mir danach war. Als verheiratete Frau ging das nicht mehr so ohne Weiteres. Nach dem Vertrag und was wir uns beim Standesamt unter Zeugen versprochen hatten, war ich nicht mehr frei in meinen Entscheidungen. Es war wichtig in meiner Situation als Ehefrau, alle Handlungen zu überdenken, denn einfach aus dem Bauch heraus mein Vergnügen zu leben ging nicht mehr. Dessen wurde ich mir innerhalb dieser Sekunden bewusst.
Mein Mann war im Recht und ich diejenige, die eindeutig im Unrecht war. Er hatte durch meine Abenteuerlust und den Verstoß gegen den Ehevertrag alles Recht auf seiner Seite. Nicht nur juristisch, aus dem Vertrag heraus, sondern auch moralisch.
Wobei ich dem moralischen Aspekt wenig Beachtung schenkte, denn Moral war mir im bisherigen Leben nicht besonders wichtig. Aus dem Grund nicht, weil es immer die Moral der Anderen ist, mit der geurteilt wird, nie meine eigene. Meine Moralvorstellung war mit der allgemein üblichen nicht kompatibel, wie ich bisher immer wieder feststellen musste. Die Differenz der Ansichten fing nicht erst bei meiner Escort-Vergangenheit an und wird auch nicht bei einem oder mehreren Entlastungs-Nümmerchen mit dem Gärtner enden.
Nur, wie stellte sich mir die jetzige Lage dar? Mein Ehemann könnte mich mit ein paar Worten ganz einfach verstoßen. Ein Anruf bei seinem Notar, er würde sofort sein Recht wahrnehmen können und ich stünde von einem Moment auf den anderen auf der Straße. Was für ein entsetzlicher Gedanke! Ich müsste all das hier aufgeben, kein Haus mehr, kein Personal, kein Taschengeldkonto, kein rotes Cabrio, nichts mehr. Und keine Aussicht auf ein Erbe von neunhundertsechzig Millonen. Wieder als Escort in Hotelzimmern den diversen Herren zu Diensten sein, die ungewaschenen Körper befriedigen, mir die entwürdigenden Sprüche und die erniedrigende Behandlung anhören und erdulden müssen, all das.
Was ist denn, wenn ich ihn tatsächlich dabei zugucken lassen würde? Wenn er wirklich das meinte, was er gesagt hatte, würde ich damit leben können? Ich saß auf der Terrasse und schaute in unseren Park. Wenn er es wirklich ernst meinte, dann könnte ich sehr wohl damit leben, und ob! Ich war mir sicher, dass es mich eventuell sogar besonders reizen würde, wenn er uns dabei zusähe. Ihn dauernd zu sehen und im Bewusstsein, mich in seiner vertrauten Gegenwart von dem Gärtner besteigen zu lassen und ihn einen echten Abgang, eventuell sogar einen Orgasmus miterleben zu lassen, würde mich wahrscheinlich sogar noch heißer machen, als es mir in seiner Gegenwart selbst zu machen. Ich stellte es mir vor, ein Betrug an dem Ehemann auf seinen Wunsch hin und vor seinen Augen. Und danach wäre wieder alles gut!
Eine halbe Stunde später erklärte ich mich schließlich mit seinem Vorschlag einverstanden. Er erwartete, dass ich den Gärtner über unser Arrangement informiere, er wollte damit nichts zu tun haben.
Ohne zu zögern ging ich zum Gärtner, der irgendetwas am Rosenbeet arbeitete. Ich erklärte es ihm geradeaus. Er verstand sofort, was gemeint war. Mir wurde bewusst, dass es das erste Mal war, dass ich ihn einen ganzen Satz sprechen hörte. Er sprach mit einem östlichen Akzent und sehr tiefer Stimme, Polnisch oder Tschechisch oder was weiß ich. Ich gebe den Dialekt und die falsche Satzstellung und die fehlenden Vokabeln nicht wieder, das wäre nicht richtig. Er schaute überrascht und meinte dann abfällig:
„Der alte, geile Sack will mir beim Ficken zugucken?“
Die in seiner Bemerkung enthaltene Ablehnung konnte kaum deutlicher sein.
„Nein, er will mir zugucken, wie ich bei dir abgehe. Das interessiert ihn. Ich kann es ihm nicht abschlagen, schließlich bin ich seine Frau.“
„Aber ich kann es ihm abschlagen, ich bin doch nicht pervers!“
Bei einem solchen Macho wie dem Gärtner war davon auszugehen, dass er sich erst einmal zur Wehr setzen würde, daher überraschte mich sein Einwand nicht. Ich erklärte ihm:
„Mir macht es sogar mehr Spaß, wenn man mir zuguckt.“
Darauf gab er eine interessante Antwort:
„Du kannst von mir und drei Kumpels durchgezogen werden, da hast du dann immer mehrere, die dir zugucken.“
Allein die Vorstellung eines solchen Ereignisses drohte mich zu erhitzen. Ich glaube, er bemerkte, dass mich die Vorstellung, es mit vier Männern gleichzeitig zu treiben, interessierte. Wieso auch nicht? Im Grunde mit solch einem Abenteuer einverstanden erklärte ich:
„Ja, spannend, wieso nicht? Aber erst einmal muss ich meinen Mann zufrieden stellen. Wir machen’s ….“
„Er hat’s gemerkt!“, unterbrach er mich mit einem gewissen Triumph in der Stimme und zeigte mit dem Finger auf mich. Wir schlenderten in Richtung Treibhaus. „Er ist dir auf die Schliche gekommen!“
Er erfreute sich an seiner grandiosen Erkenntnis.
„Tja, da bist du natürlich sehr schön in der Bredouille!“, meinte er und lachte voller Schadenfreude.
Was sollte ich dazu sagen? Wir betraten das Gewächshaus.
Dem Geliebten aus dem Gartenhaus fielen eine ganze Reihe origineller Zusammenhänge und Möglichkeiten ein und er erzählte sie mir:
„Wenn er mich rausschmeißt, entsteht kein Problem für mich, denn ich finde ganz schnell einen anderen Job. Aber du, du findest nicht so schnell wieder einen reichen alten Knacker, der dir deine Shopping-Touren bezahlt und den du beerben kannst. Tja, da bist du natürlich gekniffen.“
Wir standen in der Werkstatt, in der wir schon einige ganz beachtliche Zusammenkünfte zelebriert hatten. Es sah mir aus, als ob er mit seinen Gerätschaften und viel Blumenerde auf dem großen Tisch Pflanzen umtopfte oder was immer er gerade anstellte. Um ihn zu überzeugen und ihm nicht allzuviel Gelegenheit zum Nachdenken zu geben, hatte ich mich entsprechend gemustert. Ein sehr kleines, weißes Oberteil umschmeichelte das, was ihn immer wieder interessierte und das er gern anfasste. Eine winzige, silberne Shorts betonte das, in das er sich so gern vertiefte. Die nackten Beine steckten in weißen Sneakers, wie ich sie auf unserem Grundstück gern trage.
Ich sah ihn an, ließ die Haare so ein wenig ins Gesicht fallen. Er sollte nachgeben und mir den Wunsch erfüllen. Normalerweise bekomme ich für den Blick durch die Haare mit ein wenig Schmollmund das was ich haben möchte. Nicht so bei diesem Kerl. Er packte mich am Nacken, drückte mich mit dem blütenweißen Oberteil auf die Blumenerde, die sich auf dem Tisch großflächig verteilt hatte, rupfte mir die winzige Shorts vom Leib, den Slip gleich mit und drückte mir seine heiße Gärtnerstange in meine empfangsbereite Kleine.
Die war solche Übergriffe gewohnt und deswegen umgehend glutflüssig. Es war sofort so geil, wie es mit ihm immer war. Er vögelte mich mit seiner riesigen Kraft auf diese herrlich dominante und harte Art und Weise, wie immer. Und das wunderbar lange bis zu einem berauschenden Abgang. Er hämmerte mich über den Abgrund der Glückseligkeit, in den hinein ich ihn mitriss. Wunderbar, alles war wunderbar.
Wir waren beide außer Atem, als wir wieder etwas Abstand gewannen. Ich schaute ihn an, er sollte mir aus der Unannehmlichkeit helfen und in das Vorhaben meines Mannes einwilligen. Er wusste, was ich meinte und was ich mir wünschte, verstaute sein bestes Stück und sagte:
„Nein!“
„Ach komm, du hast doch auch etwas davon.“
„Nein!“
„Ach bitte, ich bin dann auch weiter nett zu dir und wir können’s hier auf dem Tisch ….“
„Nein!“
Er fand sich toll dabei, mich in der Hand zu haben.
„Mann eh!“, ich stampfte mit dem Fuß auf. So ein gemeiner Kerl. Ich wollte die Shorts zurück. Er hielt sie sich an die Nase und schnupperte lautstark daran. Er dachte nicht im Traum daran, sie mir zurück zu geben.
„Nein!“, wiederholte er. Es war klar, dass er mir nicht nur meinen Wunsch nicht erfüllen würde, er würde mir auch weder die Shorts noch den Slip zurück geben.
„Gib mir die Hose zurück!“, verlangte ich.
Er griente nur und hielt sich die beiden kleinen Stoffteile unter die Nase. Er machte mir unmissverständlich klar, dass er sie mir nicht wiedergeben würde. Er ging, ohne sich noch einmal um mich zu kümmern. Was für ein Mensch, was für ein gemeiner Kerl!
Ich musste möglichst unbeobachtet, ohne Deckung, fast nackt, zurück aus der Gärtnerwerkstatt in meinen Bereich kommen. Ich sah mich um, ob ich irgendetwas entdeckte, mit dem ich mich bedecken könnte.
Um ins Haus zu kommen, musste ich über die Rasenfläche, ums Haus herum und über die Terrasse zurück ins Wohnzimmer.
Überall im Haus schwirrte Personal herum und würde mich sehen, nackt. Unser Liebessaft lief mir für jeden sichtbar das Bein hinunter. Eine schreckliche Situation, in die mich dieser, dieser, dieser elende Gärtner brachte!
Ich sah keine Möglichkeit, unbeobachtet zurück ins Haus zu kommen. All das Negative häufte sich in diesem Augenblick, es war zum verrückt werden. Es machte sich etwas wie Mutlosigkeit, wenn nicht gar ein Anflug von Verzweiflung bei mir breit und drohte, mich zu lähmen. Ich peilte am Rand der Werkstatttür zum Haus, eine Bewegung hinter den Fenstern war nicht zu erkennen.
Letzten Endes schnappte ich mir eine der Gießkannen, hielt sie mir vor und rannte zum Haus. Unterwegs fiel mir ein, dass ich auch durch die Küche flüchten könnte, mit etwas Glück war die Köchin nicht da.
Der gemeine Kerl stand neben der Garage und lachte hinter mir her.
Ich erreichte die Küche, ließ die Kanne draußen fallen. Natürlich war die Köchin da, sie besprach gerade mit dem Diener irgendetwas. Ich rannte durch die Küche, an den beiden vorbei und hinauf in meine Räume. Das schneeweiße Top war vorne schwarz von der Blumenerde, die Brüste zeichneten sich deutlich ab, der Saft lief weithin sichtbar das Bein hinab. Ich hätte schreien können.
Was für ein Mistkerl!
Unter der Dusche fragte ich mich, wie ich dem schuftigen Macho-Blödmann beikommen könnte. Das wollte wohlüberlegt sein.
Es war unwahrscheinlich, dass mein Mann von seiner Forderung abweichen würde. Wie könnte ich den Schuft, den gärtnerischen, dazu bringen, mir den kleinen Gefallen zu tun? Ich hatte noch das Geld vom letzten Escort unangetastet in der neuen Loewe Mini-Handtasche. Sollte ich ihm Geld bieten? Dass ich jemandem Geld geben sollte, damit er mit mir Sex macht, kam mir absurd vor, erniedrigend wäre das. Ich sollte dafür bezahlen, dass er sich mit und an meinem Körper vergnügt? Das wüsste ich aber.
Um meine Ehe und die sichere Zukunft zu bewahren, würde ich den Gärtner für das Nümmerchen bezahlen, sicher, aber nur im äußersten Notfall. Der Bursche sollte mich kennen lernen.
Mein Mann sprach mich nicht noch einmal auf das Arrangement an, auch am nächsten Tag nicht. Ich kannte ihn aber mittlerweile gut genug um zu wissen, dass er von seiner Forderung nicht abweichen würde.
Um den Gärtner aus der Reserve zu locken, führte ich ihm am nächsten Tag den Körper vor, den er begehrte. Den sollte er aber nicht mehr bekommen, bis er sich für einen Akt unter den Augen meines Mannes bereit erklärt hatte.
In einer Modenschau all meiner sexy-Kleidungsstücke führte ich mich ihm vor. Ich spazierte am Treibhaus vorbei, in einen kurzen Tennisrock und ein kleines Bikinioberteil gekleidet, zog mich um und führte ihm ein paar Minuten später meinen süßen kleinen Hintern in einer Mini-Shorts vor. Kurz gesagt, ich zog mich an dem Tag sicher mehr als zwanzig mal um. Alles, was ich an sexy Garderobe in meinem Kleiderschrank fand, führte ich ihm vor. Ich kombinierte verwegen kurze Röcke, Shorts und knackenge Hosen mit den verführerischsten Oberteilen. Damit trieb ich mich ständig in seiner Nähe herum. Ich traute mich sogar ins Gewächshaus und in die angeschlossene Werkstatt hinein, obwohl ich um seine körperliche Stärke und Entschlossenheit wusste. Wie erwartet und gewünscht fiel er darauf herein. Er wollte mir den kurzen Skaterrock vom Leib zupfen und drückte mich gegen seinen Arbeitstisch. Dieses Mal war ich ihm überlegen, ich wehrte mich nicht wirklich, ich drückte die offene Handfläche in sein Gesicht und schob ihn sanft weg.
„Nein!“, sagte ich laut und deutlich, schaute ihm dabei ernst in die Augen.
Er gab recht schnell nach, er sagte:
„Ach komm schon!“
Wunderbar, das war der Beginn einer Diskussion. Das gab mir Gelegenheit, ihn zu überreden. Ich schlug vor:
„Tu mir den kleinen Gefallen, dann kannst du wieder mit mir machen was du willst. Vorher nicht.“
Ich löste mich von ihm.
„Boh ey, jetzt werd nicht zickig!“ Er versuchte jetzt mit Kraft, mich in Besitz zu nehmen. Ich winkte ihm mit dem Zeigefinger.
„Nein, mein Lieber!“
Er sah, dass er nicht weiter kommen würde. Er überlegte nicht lange, die Hormone schienen das Kommando übernommen zu haben, er willigte ein, wenn auch nur mit Worten:
„Also gut, okay! Ich mach’s!“
Er wollte gleich wieder handgreiflich werden. Dagegen setzte ich mich zur Wehr. Wenn ich einmal die Oberhand habe, dann will ich sie auch behalten.
„Eins nach dem Anderen, mein Lieber. Ich frage meinen Mann wann es ihm passt, vorher wird das nichts.“
„Ach, komm, verdammt!“ Er ging mir ans Höschen, ich wich zurück. Lachen musste ich trotz der Gefahr. Ich freue mich immer, wenn ein Mann mich so sehr begehrt, dass er die Kontrolle zu verlieren droht. Das ist halt die Macht der Aphrodite, gegen die gibt es kein Mittel.
„Nichts da, mein Lieber!“
Ich löste mich so schnell wie möglich von ihm und verließ das Gewächshaus. Ich hörte noch, wie er einen Blumentopf auf den Boden warf. Es sah für mich so aus, als wenn ich mich durchgesetzt hätte, das stimmte mich fröhlich.
Mein Mann war damit einverstanden, unser Vorhaben am nächsten Tag in der Mittagszeit durchzuführen, er ließ dafür eine Aufsichtsratssitzung sausen.
Zur Sicherheit trug ich die lange Jeans, als ich mit meinem heißen Geliebten den Termin abstimmen wollte. Es war die alte enge Hose, meine 401, bei der ich den Knopf nur mit Mühe schließen kann und auch dann nur, wenn ich auf dem Rücken liege und die Luft anhalte. Natürlich versuchte der starke Mann gleich wieder bei mir zu landen. Ich lachte ihn aus, als er sich an dem Knopf versuchte und scheiterte. Ich machte ihn mit dem Zeitplan bekannt:
„Morgen Vormittag um elf. Du kommst eine Viertelstunde eher, dann kannst du vorher noch duschen.“
Er runzelte die Stirn, er war sauer, weil er den Knopf nicht öffnen konnte. Es gefiel ihm offensichtlich nicht, von mir herum kommandiert zu werden. Er verdreht die Worte so ein wenig, weil er sich in einer für ihn fremden Sprache ausdrücken muss, aber das gebe ich so nicht wieder, das würde sich lächerlich anhören. Lächerlich war aber nichts an ihm. Er wandte ein:
„Nun mach schon! Nicht dass das mit dir kompliziert wird! Darauf habe ich keinen Bock. Einen neuen Job finde ich überall.“
Er versuchte mit dieser lächerlichen Drohung seine alte Machtposition zurück zu bekommen. Dem wusste ich zu begegnen:
„Hast du Angst oder was ist los?“
„Ich und Angst! Wir sehen uns morgen um elf, duschen kann ich bei mir.“
Es sollte in einem der Gästezimmer stattfinden, so wünschte es sich mein Mann. Er besaß konkrete Vorstellungen davon, wie unser Event ablaufen sollte. Er schrieb mir sogar vor, wie meine Garderobe auszusehen hatte.
Für spezielle Escorts hatte ich mir damals ein blaues Kostüm zugelegt, in dem ich aussah, wie eine Knöllchen-Hostess oder wie eine Flugbegleiterin. Es war schlicht, auf Figur geschneidert, mit engem Rock bis übers Knie. Zusammen mit der strengen Frisur, die Haare zu einem strammen Wulst am Hinterkopf zusammen gedreht, und dem ernsten Gesichtsausdruck sah ich aus, wie die Aufsichtsratsvorsitzende persönlich. Dieses Outfit hatte sich Albert für dieses Event vorgestellt. Eine weiße Bluse gehörte ebenso zu meinem Dress wie die hochhackigen Schuhe.
Selbst von der Unterwäsche hatte Albert klare Vorstellungen. Er suchte mir einen sehr schönen BH aus, einen, der mit allerhand Bändern kompliziert aussah, ich konnte ihn mir allerdings ganz einfach im Ganzen über den Kopf ausziehen. Auf einen Slip sollte ich verzichten, stattdessen drückte er mir einen Strumpfgürtel und Strümpfe in die Hand. Das Kostüm blau, Bluse und Unterwäsche in weiß, so hatte ich mich auszustatten. Ich war ja gespannt, was der Gärtner dazu sagen würde. Bei unseren bisherigen Begegnungen brauchte er nur zwei, maximal drei Kleidungsstücke zu entfernen, um an das heran zu kommen, was er begehrte. Mich aus dem jetzigen Outfit heraus zu schälen würde deutlich schwieriger sein. Mein Albert wollte offensichtlich etwas geboten bekommen und ich war gespannt, ob bei der Aktion alle Kleidungsstücke heil blieben. Schließlich war eines der Hauptmerkmale meines Lovers seine Körperkraft, auch war Geduld nicht seine Stärke. Wie die Kleidungsstücke später aussehen würden, interessierte mich jedoch wenig. Ich wollte die Bedrohung meiner Zukunft loswerden und möglicherweise sogar Vergnügen verspüren.
Er kam an, ich sah ihn von der oberen Balustrade. Er sah schick aus, trug ein richtiges Hemd, eine saubere Hose und anstatt der klobigen Arbeitsschuhe helle Sneakers. Der Diener brachte ihn in den Raum, in dem es stattfinden sollte, ein sehr schön ausgestattetes Gästezimmer.
Mir war schon ein wenig mulmig zumute, als ich den Raum betrat. Mein Gespiele nahm mich sofort ins Visier. Er staunte mich kurz an, denn in diesem Outfit hatte er mich noch nie gesehen. Es entstand für einige Sekunden so etwas wie Distanz zwischen uns. Die hatte nicht lange Bestand, denn der selbstbewusste Macho trat entschlossen auf mich zu, fasste mich am Ellbogen und schaute mir forschend ins Gesicht. Er war sich nicht sicher, ob unser Deal noch galt, würde sich allerdings auch nicht aufhalten lassen. Der Grund für seinen Zweifel wurde mir klar, als mein Mann hinter mir im Rollstuhl herein gerollt kam. Zweifel hatte ich jedoch keinen, obwohl mir das Herz ein wenig klopfte, weil ich nicht abschätzen konnte, was sich wie entwickeln würde. Da ich den Macho-Gärtner kannte, war ich mir im Klaren, was jetzt, in diesem Moment, passieren würde.
Wie würde mein Mann es aufnehmen, wenn er sehen würde, dass mich ein anderer Mann anfasst, wenn er sah, wie der Andere mich entkleiden würde? Er rollte jedoch an der Seite des Bettes still und unauffällig nahe an die Wand und schaute äußerlich entspannt auf das, was wir ihm bieten sollten. Etwa so, als wenn er einen Film anschauen würde, unbeteiligt und gespannt darauf, was wir ihm bieten würden. Allerdings konnte er mich nicht täuschen, seine Augen brannten in den Höhlen, seine Geilheit war von mir deutlich zu spüren. Mir war klar, dass er nicht wirklich entspannt war.
Für die weitere Betrachtung von außen fehlten mir die Möglichkeiten, denn mein Lieblingsgärtner kam zur Sache. Was ich an ihm so sehr schätzte, setzte er gleich um. Er beugte sein Gesicht zu mir hinunter, er würde mich küssen und sich durch Niemanden davon abhalten lassen. Hitze ergriff Besitz von mir, ich vergaß den Stress, ich war bei meinem Lieblingsgärtner. Er küsste mich mit dem ihm eigenen Feuer, ich ließ mich darauf ein, küsste zurück. Die Hitze nahm weiter zu, vernebelte die Gedanken, ließ mich weich und willig werden.
Mein Partner legte los: ohne Hemmung, vollkommen ohne Respekt, nahm er mich ohne Verzögerung in Besitz. Weder vor der Kostümjacke, noch vor dem Rock machte er halt, er fasste alles an, was ihn interessierte und legte gleich los, diese interessanten Stellen frei zu legen. Am Rock riss irgendetwas, das weder ihn noch mich interessierte. Das Kleidungsstück verlor den Halt, rutschte hinab und bildete einen Ring um meine Füße, es wurde nicht weiter beachtet.
Ich stand da in der Bluse, die ansatzweise den Strumpfgürtel und meine darunter liegende Nacktheit verdeckte, und gab mich in seine Küsse hinein, erwiderte sie intensiv. Ich vermittelte ihm meine Hitze und er mir seine. Wir spiegelten einander unsere Leidenschaft, die sich weiter und weiter aufschaukelte. Die abgerissenen Knöpfe kullerten lautstark über den Boden, als er mich mit einem kräftigen Ruck von der Hemdbluse befreite.
Meine Arme schlossen sich von allein in seinem Nacken, ich hielt ihn, er hielt mich.
Rasch befreite ich meine Haare aus dem festen Wulst an meinem Hinterkopf, schüttelte sie auf, um mich ihm in aller Pracht zu präsentieren.
Er nahm etwas Abstand, um mich zu betrachten.
Er sagte etwas in seiner Sprache, das sich so ähnlich anhörte wie: ‚Leck mich am Arsch, Marie!‘.
Na, jedenfalls hörte es sich so an, als meinte er das. Er sah den Strumpfgürtel, fokussierte sich auf das, was der nicht verbarg und bekam den irren Blick, den ich bereits kannte. Ab jetzt gab es kein Zurück, das kannte ich aus ähnlichen Gelegenheiten. Ich hatte mich ihm ausgeliefert, nun musste ich mit dem fertig werden, was er mir bot. Albert wurde von uns nicht weiter wahr genommen, wir vertieften uns in das, was uns die Leidenschaft befahl. Er fasste mich unterhalb des Strumpfgürtels an und fand dort alles bereit für seinen Zugriff.
„Aber sowas von!“, sagte er in seiner Sprache, jedenfalls interpretierte ich ihn so. Er massierte die für ihn wichtigen Stellen, die von der Natur so wunderbar geschaffen waren, dass auch mich eine solche Massage noch weiter reizte und auf den nächsten Übergriff unter höchster Anspannung warten ließ. Er befreite seinen wundervollen Gärtnerkörper von der lästigen Kleidung und war in Sekunden vollständig nackt. Ich trug den weißen Strumpfgürtel, die weißen Strümpfe und die weißen Hochhackigen, ansonsten nur meinen heißen Körper und die riesige Erwartung.
Er legte mich ungestüm aufs Bett, kam über mich. Sein Ding stieß gegen meine Schenkel, den Bauch, gegen die Süße. Er küsste mich, den Hals, die Brüste. Ich verlor meine Atmung aus der Kontrolle, er küsste sich hinunter, über den Bauch, schlängelte sich durch den Nabel und kam an die heiße Stelle. Was früher rasiert war, hatte ich auf Wunsch meines Mannes epiliert. Alles in der Gegend war danach weich und haarlos wie eine Babyhaut. Der widmete sich mein starker Lover, er wollte mich lecken. Das war nicht in meinem Sinne, er sollte mir seine Manneskraft widmen. Nach zwei-drei Proben von meinem Lustsaft, zog ich ihn am Kopf zu mir und raunte: „Komm zu mir, ich brauche dich!“
In meinem bisherigen Leben habe ich eine ganze Menge Stellungen durchprobiert und erlebt. Manche wollen es von hinten, andere wollen am Tisch stehen oder vor dem Bett knien. Immer liegst du da oder hockst auf allen Vieren und hast keinen weiteren Körperkontakt. Nur das Ding und rein und raus. Kann man so erledigen, wenn es gut läuft bekommt die Frau dabei einen Höhepunkt, wenn nicht, dann hatte man sexuellen Kontakt, mehr nicht. Es mag sich altmodisch anhören, aber für mich ist die angenehmste und lustvollste Möglichkeit die Missionarsstellung. Da hat man großflächigen Körperkontakt, den Duft, das Gewicht, den harten Körper. Außerdem ist man sich des Frauseins bewusst, denn befindet man sich erst einmal unter dem Mann, gibt es keinen Ausweg, man ist gefangen. Es hat den Riesenvorteil, dass es keine andere Möglichkeit gibt, als sich zu geben. Die Möglichkeit des Einspruchs, der Ablehnung sind stark eingegrenzt, wenn nicht sogar unmöglich. Sich in der Stellung gehen und sogar fallen zu lassen ist leichter, als in jeder anderen. Außerdem ist kein Raffinement nötig, keine Akrobatik, es ist die Stellung, in der ich es bestens genießen kann.
Mich dem Gärtner vor den Augen meines Mannes derartig dominieren zu lassen, war sogar noch unangenehmer, als es mir beim ersten Mal vorgekommen war, als ich vor ihm masturbieren sollte. Das hier war noch schwieriger. Ich sah zu ihm hinüber, sah die brennenden Augen, deren Blick mich nicht losließ. Es befiel mich ein Gefühl, als wenn ich wüsste, was er sich wünschte und wie er es empfand. Er wollte meine Hingabe erleben, er wollte meine Lust mitempfinden. In dem Moment empfand ich deutlicher als jemals zuvor, dass ich seine Frau war. Ich würde das tun, wonach es ihn verlangte.
Das Ding des Gärtners stieß mir gegen die Leiste. Ich lenkte es vor das Ziel seiner und meiner Träume. Als er eindrang, zeigte ich Albert mein Gesicht, in dem die Lust, die ich empfand, zum Ausdruck kam. Der erste Einschub ist etwas, was ich immer sehr genieße, aus dem Vergnügen machte ich kein Geheimnis, ich ließ mich gehen. Der Genuss sollte nicht enden, ich gab mich dem Gärtner gänzlich hin, immer im Bewusstsein, es für meinen Mann zu tun, ihn an meiner Erregung und meinem Vergnügen teilhaben zu lassen. Zum Zeichen meiner Unterwerfung umschlang ich den Nacken meines Partners mit den Armen, hakte meine Beine hinter seine, erwiderte den Druck den er auf mich ausübte und begegnete seinen wilden Stößen mit allem, was mir zur Verfügung stand.
Ein wundervolles Gefühl befiel mich, Wärme füllte den Körper. Er legte richtig los, verlor die Kontrolle über seine Leidenschaft. Ich erwiderte seine starken Stöße mit aller Kraft, verlor selbst jede Beherrschung. Ich schaute dem großartigen Lover in die Augen, zeigte ihm meine Lust. Dazu ließ ich Albert an diesem grandiosen Gefühl teilhaben, indem ich die Geräusche von mir gab, die mir die Lust vorschrieb.
Mein Verlangen nach dem heißen Körper des Gärtners, nach seiner und meiner Befriedigung gab mir die Bewegungen und die Geräusche vor. Ich brauchte nur zu fühlen und mich hinzugeben, den Rest besorgten sein und mein Körper allein. Der Reiz, es mit ihm vor Albert zu treiben war ungeheuerlich. Wir taten etwas zu Dritt, was auf jeden Fall unter uns bleiben musste, was niemand wissen durfte, was nicht wirklich erlaubt war. Etwas Verbotenes heimlich zu tun, gibt unglaublichen Reiz, zu dritt dieses Geheime zu erleben war fantastisch. Unartig zu sein, es hier zu dritt zu erleben, machte mich völlig frei. Durch den hämmernden Reiz jenseits allen Bewusstseins bekam ich ein Gefühl, als könnte ich fliegen, als würde ich abheben, als wäre ich in einen Taifun voller weißer Glut und unendlicher Leidenschaft geraten.
Die Hitze nahm mehr und mehr zu, ein ganz besonderes Großereignis kündigte sich an, ich rastete vollkommen aus, kreischte, schrie, verkrallte mich im Rücken meines Liebhabers, weil es anders nicht auszuhalten war, so schön war es. Es kam etwas an, auf mich zu, unaufhaltsam, das mich an den Weltuntergang erinnerte, den ich zum ersten Mal mit meinem Mann erlebt hatte. Es kam extrem schnell auf mich zu, überwältigte mich, vereinnahmte mich, riss mich in die weißglühende, heiße Wolke hinein, raubte mir das Bewusstsein, riss mich in den kleinen Tod.
Nach den entrückenden Sekunden, die sich anfühlten wie ein ganzes Leben, kam ich ausgebreitet auf dem Bett zu mir.
Mein Partner hatte sich anscheinend gleichzeitig mit mir verströmt. Wie es seine Art war, entfernte er sich rasch, ohne sich um mich zu kümmern. Ich nahm es nicht wirklich wahr, zu sehr nahmen mich die Nachklänge der Lust in Beschlag.
Was nach diesem Lusterlebnis der dritten Art folgte, wollte ich nicht so recht glauben, es geschah trotzdem, denn mein Mann kam zwischen meine Schenkel, schaute sich genauestens an, wie es dort aussah, blickte mir von dort aus in die Augen, erwiderte meinen Blick – und leckte mich.
Eine seiner Bedingungen bei diesem Event war, dass wir pur beieinander sein sollten, ohne Schutz. Es war natürlich ein Risiko dabei, aber der Gärtner hatte mir versichert, er wäre gesund, gleich nach dem ersten Mal, und bisher hatte sich das auch als richtig erwiesen.
All meine sonstigen Dates fanden selbstverständlich ausschließlich mit Schutz statt, ohne Ausnahme, daher wusste ich mit Sicherheit, dass ich ebenfalls gesund war. Warum mein Mann auf ungeschützten Sex bestanden hatte, wurde mir jetzt klar. Er schleckte mit Genuss das auf, was mein Lover und ich an Flüssigkeiten produziert hatten und was nun zwischen meinen Schenkel aus mir heraus sickerte.
Mir war das, was er da unternahm, natürlich peinlich. Jedoch war er mein Mann und der Herr dieses Events, er durfte machen, was er wollte, ich wehrte mich nicht. Peinlich war es trotzdem. Bis dann das Lustvolle in mir aufstieg.
Ich nahm wahr, was er beabsichtigte und offensichtlich empfand. Er nahm durch seinen Genuss der Körperflüssigkeiten Teil an unserer Lust, er schmeckte sie, wie ich nicht nur seinen Wonnegeräuschen entnahm. Der zarte Reiz seiner schleckenden, zittrigen Zunge arbeitete sich sehr langsam durch meine Erinnerung an die harten Stöße des Liebeserlebnisses gerade eben. Befand ich mich vorhin in einem Wirbelsturm aus leidenschaftlicher Hitze und Kraft, so stieg ich durch die sachkundige, zitternde Zunge hinauf in rosa Wolken.
Sanft und rosa und zart und wunderbar.
Die Gefühle für meinen Mann kann ich nicht in Worte fassen. Ich mochte ihn so sehr, wie noch nie jemanden vor ihm. Ich weiß nicht, ob es Liebe war oder irgendetwas Chemisches oder sonst etwas. Was es genau war, interessierte mich auch nicht weiter, fest steht, dass er alles mit mir unternehmen konnte, was er wollte, er konnte sich nehmen, wonach ihm der Sinn stand, er durfte von mir verlangen, was er wollte, ich würde alles mit Begeisterung für ihn akzeptieren.
Ich schwebte über den Wolken, der zarte Reiz ging weiter und weiter, wie ich es schon etliche Male erlebt hatte. Obwohl es unserer Routine entsprach, dass er mich bis zum Höhepunkt leckte, erschien mir unser Zusammensein jetzt sehr viel intensiver, sehr viel inhaltsreicher, als bei irgendeinem der vorherigen Male. Der Gipfel, auf den er mich brachte, schien mir höher als jemals zuvor, die Gefühle deutlich konturierter, erheblich inhaltsvoller als sonst. Er teilte mir seine Lust über die Zunge mit, meine nahm er durch meinen Lustsaft auf.
Der Höhepunkt wollte sich noch lange nicht einstellen. Die Steigerung wollte ich lange erleben, lange und noch viel länger. Die Empfindungen wurden stärker und noch stärker, so stark, dass ich befürchtete, sie würden mich umbringen. Mein Herz raste, es fühlte sich an, als werde es Schaden nehmen. Mir war das egal, ich wollte nur mehr von der Lust und mehr von seinen Gefühlen und mehr und noch mehr.
Es zerriss mich fast, als sich urplötzlich der Gipfel einstellte. Ich verlor das Bewusstsein und jegliche Verbindung zur gewöhnlichen Welt. In diesem reizdurchfluteten Rausch, der stärker war, als ihn jemals ein Rauschgift auslösen könnte, verlor ich mein Leben. Der Rausch dauerte länger als ich ihn jemals ertragen könnte. Ich verlor das Bewusstsein für diese rasenden, alles Bewusste raubenden Sekunden.
Völlig außer Atem, mit heftigem Herzrasen, fand ich mich in der gewöhnlichen Umwelt auf dem Bett in unserem besten Gästezimmer wieder. Mein Albert schaute mich mit saftverschmiertem Gesicht aus der Warte zwischen meinen Schenkeln an. Seine Lippen zitterten, als er mir mit seltsam wirkendem, spitzbübischem Lächeln mitteilte:
„Das war toll, Süße, danke dir dafür.“
Er dankte mir, obwohl ihm mein Dank gebührt hätte. Aber okay, von mir aus, sagen hätte ich sowieso nichts können.-
Über das Ereignis verloren wir keine Worte. Es war unser Erlebnis, Albert und meins. Der Gärtner war nur eine Randfigur, der zählte nicht. So intim, wie wir jetzt heute, am Vormittag nach diesem Ereignis, miteinander waren, waren wir noch nie. Aber es fühlte ich einfach wunderbar an. Die Verbindung zueinander, zwischen meinem Man und mir, seiner Frau, war wirklich schön, intensiv und schön. Das Zusammengehörigkeitsgefühl war so intensiv intim, wie ich es nicht beschreiben kann.
Wir befanden uns, wie fast jeden Morgen, in dem Raum, den er Bibliothek nannte. An den Wänden befanden sich einige Bücherschränke mit kostbar aussehenden Büchern als Ausstellungs- und Repräsentations-Gegenstände. Dazwischen etliche Regale voller Taschenbücher und gebundenen Büchern für den alltäglichen Gebrauch. Albert hockte, wie jeden Vormittag, an seinem Schreibtisch, der bestückt war mit zwei Monitoren und einem starken Computer, über den er seine Finanzen, Aktiendepots und seine Immobilien verwaltete. Ich hatte es mir auf der Recamiére gemütlich gemacht und huschte durch die Messenger-Dienste auf meinem Handy, um zu schauen, was es aus meiner Umgebung für Neuigkeiten gab.
Der Gärtner meldete sich. Er wiederholte das Angebot, es mit ihm und drei seiner Kumpels zu treiben. Allein die Vorstellung, was alles passieren würde, wenn sich vier kräftige Kerle an mir vergehen würden, machte mich unruhig. Man stelle es sich vor, vier ausgewachsene, kräftige Männer, die sich um meinen Leib bemühten und ihn in allen Variationen gebrauchen würden.
„Schatz!“, meinte Albert. Ich war in meine Überlegungen vertieft, wie sich das wohl anfühlen würde. Hilflos wäre ich auf jeden Fall, eine Kontrolle war gegen vier Männer, bei denen die Hormone die Handlungen vorschrieben, nicht mehr möglich. Was wird dann wohl passieren?
„Mit wem schreibst du dich?“, fragte mein Mann.
„Äh!“, was sollte ich sagen? Er wusste auf jeden Fall vom Gärtner und mir, warum sollte ich ihm nicht sagen, was der von mir wollte?
„Ich chatte mit dem Gärtner, er will …“
„Von mir aus kann er jetzt gleich kommen und loslegen!“, meinte Albert spontan. Schau dir das an! Was für ein Lustgreis!
„Der ist für eine oder zwei Wochen auf Mallorca. Er versucht mich zu überreden, es mit ihm und dreien seiner Freunde, äh, du weißt schon.“
Albert schaute von dem Bildschirm auf. Sein Blick brannte schon wieder, er stellte es sich vor! Die braunen Augen wirkten wie glühende Kohlen, die mir aus tiefen Höhlen entgegen leuchteten.
„Vier Mann? Kräftige junge Männer? Alle auf einmal? Traust du dir das zu?“
Als ich es mir vorstellte, zitterten mir die Hände. Vier Männer, die ähnlich gebaut waren, wie unser Gärtner, und alle vier bemühen sich um mich und nehmen mich vor und ich bin ganz ohne Kleidung und wehrlos und völlig ausgeliefert. Erst einmal bekam ich bei dem Gedanken weiche Knie. Ich wäre völlig machtlos, festgehalten, genommen, benutzt, ohne die Möglichkeit der Einflussnahme. Fest gepackt von harten Händen ohne die Aussicht auf erfolgreiche Gegenwehr! Krass!
Nee, das war zu gefährlich. Was weiß ich, was in Männern vorgeht, wenn sie sich in einem Wettbewerb wähnen und sich alle möglichst intensiv beweisen müssten.
Der Gärtner schickte einen Nachsatz, der mich noch mehr verunsicherte aber auch neue Hitze hervorbrachte:
„In alle Löcher!“
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Kommentare
Kommentare: 29
LG Valentino«
Kommentare: 1
Bitte, Bitte noch viele mehr.
Und das ist mein 1. Kommentar hier, aber das war mir wirklich ein Anliegen!!!
GLG Eichi«