Der Gitarrenspieler
von Michael
Zweiundvierzig. Gut, noch einen Tag einundvierzig, aber dann zweiundvierzig. Aber dieser eine Tag tröstet kaum, wenn man alles tut, um wie zwanzig auszusehen. Oder wenigstens nicht wie zweiundvierzig.
Das Badezimmer gab sich perfekte Mühe, Römisch zu wirken. Weiße Säulen stützen die hohe Decke, umrahmten dabei die hell gekachelten Wände und ließen keinen Zweifel daran, dass der Erbauer ein von seinen schieren Ausmaßen her feudales Badezimmer noch feudaler aussehen lassen wollte. Neben der Wanne, die bequem drei Personen Platz bot und dies auch gelegentlich tat, gleich an den Schminktisch anschließend, vergrößerte ein deckenhoher Spiegel den Raum um das Doppelte.
Die Doktorin blickte in das Spiegelbild und dachte: "Zweiundvierzig", wobei sie die Zahl langsam dachte, so wie man eben Zahlen wiederholt, die Unbehagen hervorrufen.
Sie besah lange ihr Abbild gegenüber, und je länger sie das tat umso unzufriedener wurde ihr Gesichtsausdruck, wo erst kleine Wellen über dir Stirn glitten entstanden bald Berge und Täler aus Gram.
Ein neutraler Beobachter, so er denn bei ihrem Anblick hätte neutral bleiben können, hätte Gram sicher als unpassende Regung empfunden. Ein fast manischer Körperkult, das ständige Ertüchtigen in allerlei Sportarten und schlicht wohlmeinende Gene hatten die Doktorin zu einer Weiblichkeit verholfen, die wahrscheinlich jedem Mann den Kopf verdrehen ließen. Zumindest den Männern, die solche Frauen mochten. Ein Chirurg perfektionierte einst das Kunstwerk Doktorin und vergrößerte, straffte, prallte das, was ohnehin schon groß, straff und prall gewesen war.
Hätte die Doktorin zugelassen an all die Männer zu denken, die ihr offen verfallen waren, wäre ihr Gram wohl in einem zufriedenen Schmunzeln zerfallen. Aber die Doktorin sah nur Details. Da ein Ansatz von kleinen Dellen, dort eine Hüftlinie die idealer sein könnte.
Während die Doktorin sich dem hingab was jeder Frau in die Wiege gelegt wurde, nämlich der immerwährenden Unzufriedenheit, bleibt uns Zeit uns etwas umzusehen.
Jeder der anderen Räume stand dem Bad in Bezug auf Feudalität nicht wirklich nach, Raum zu schaffen wurde in den Zeiten der Erbauung des Hauses noch wörtlich genommen. Gehen wir durch die Hallen so umfängt uns ein Gefühl von fast fürstlicher Größe und Reichtum, so wie es eben solche Räume zu tun pflegen. Auf dem Kaminsims im Salon stehen stumme, fotografische Zeugen dessen, wie es zur Erschaffung der Doktorin kam.
Links der erste und letzte Ehemann. Glückseligkeit und Drama. Reicher, sehr reicher Arzt heiratet schöne, sehr schöne Studentin. Die große Liebe. Zwei Kinder werden geboren. Die Aussicht auf ein Leben in Sicherheit und abgeschirmt von den Unwettern des normalen Lebens. Erste Zweifel die sich aber gegen die Bequemlichkeit nicht durchsetzen können. Dann der katastrophale Einbruch der Realität, der Arzt vergnügt sich mit der Arzthelferin, dann geht er nach Südafrika. Immerhin, das Haus konnte er nicht mitnehmen, sowohl rein physikalisch, als auch scheidungsrechtlich.
Daneben Tochter und Sohn, der ganze Stolz. Aber beide nur als Foto anwesend, neue Adresse Kapstadt. Dafür oft E-Mails mit Grüßen.
Dann Bettina, Doris und Katja, fröhlich strahlend. Die Ersatzfamilie. Seit Jahren an ihrer Seite, gute, gute Freundinnen.
Drehen wir uns, sehen wir die Couch vor dem Kamin, daneben ein Tischchen, darauf eine Flasche Rotwein und ein Glas.
Die Doktorin schwebte herein, gehüllt in einem zarten, sehr zarten Nachtkleidchen, schwebte weiter ohne Umwege zur Couch und streckte sich bequem darauf. Ihre Hände richteten ihr verführerisches Gewand, als ob sie fotografiert werden sollte. Sie mochte eben Details.
Mit einer fließenden Bewegung goss sie Wein in das Glas, nahm das Telefon zur Hand und verharrte. "Jürgen", dachte sie, "Jürgen ist ein guter Zuhörer. Ein ganz Netter. The Soul Doctor." Sie drückte die Tasten, nur um den Versuch gleich zu beenden. Jürgen würde ihr Selbstwertgefühl nicht aufbauen. Sie würde mit all den schlechten Gedanken zu Bett gehen. Nein. Nicht Jürgen.
Sie tippte. Sie hörte. Sie lächelte. Sie säuselte ins Telefon und spielte dabei mit ihren Locken. Sie fühlte sich sexy. Sie legte zufrieden auf. Sie freute sich, sich für Alan entschieden zu haben. Alan war nicht eloquent, bis auf eine bemerkenswerte Ausnahme im Bereich Komplimente, aber er war wie dazu gemacht, ihr das Gefühl zu geben eine einzigartige Göttin zu sein. Und das würde ihre Laune heben. Und Alan war ein Mann für das Eine. Groß gewachsen, athletisch, weiß blitzende Zähne umrahmt von dunkler Haut.
Sie sprang fröhlich auf und wartete auf das Klingeln der Tür.
Am anderen Ende der Stadt, in einer kleinen Mansardenwohnung, ging der Gitarrenspieler mit wankendem Schritt in sein kleines, wirklich kleines Bad und trat unter die Dusche. Er war zufrieden. Er war sich sicher gewesen, schon seit Wochen, dass er diese Blume einmal pflücken würde, und heute hat er es getan. Die Blume war seine Schülerin, schmal, dünn, elfenhaft, jung und schön. Kurz dachte er darüber nach, ob er wieder eine Rüge der Mieter unter ihm bekommen würde, die Blume war laut gewesen. Er schmunzelte als er feststellte, dass eine solche Rüge doch eher einer Auszeichnung gleich kam.
Abgetrocknet ging er in die kleine Küche, öffnete ein weiteres Bier und zündete sich eine Zigarette an, zog den Rauch tief ein. Die Blume stand im Rahmen der Küchentür, in ein Laken gehüllt, mit zerzausten Haaren und mit diesem Gesichtsausdruck gerade erlebter Befriedigung. Sie zündete sich ebenfalls eine Zigarette an, zog ebenfalls tief, strich sich durch die Haare, setzte sich dann verkehrt herum auf den weißen Küchenstuhl, stützte ihre Arme auf der Lehne, von der der Lack abblätterte, ab und besah ihren Lehrer.
Der lehnte sich, noch immer nackt, an die kleine Küchenzeile, beobachtete den Blick seiner Blume. Sie sah nachdenklich auf den herabhängenden Lehrerpenis. Sie fühlte Verwunderung, das dieser Penis da in ihr gewesen ist, und das aus zweierlei Gründen: erstens war es der Penis ihres Lehrers und Lehrerpenisse sind irgendwie tabuisiert; zweitens war sie sich bis vor kurzem nicht bewusst welches Fassungsvermögen ihr Unterleib zu haben schien. Nun, sie hatte zu Letzterem mäßig viele Erfahrungen gemacht, so dass ihr ein Vergleich nicht unmöglich war, allerdings war das einzige Lebewesen mit größerer Ausstattung, dass ihr einfiel, das Pferd dass sie gelegentlich pflegte.
Die nächste Stunde verging mit etlichen Bekundungen ihrer Verwirrtheit und endete mit ihrem panischen Verschwinden, um den Bus noch zu erwischen. Noch auf der Heimfahrt würde sie Manu erzählen, was sie erlebt hatte, wie sie es erlebt hatte und wie groß er war. Manu würde zuhören, kichern und den Plan aushecken, Gitarre zu lernen.
Der Gitarrenspieler wusste das, lächelte zufrieden und ging durch die sommerliche Nacht zu seinem zweiten Wohnzimmer, namentlich die kleine Kneipe unten am Fluss. Er fühlte sich ausgezeichnet, er hatte gejagt und Beute gerissen, und er mochte die Jagd und das Reißen von Beute. Und nur das. Die Beute selbst wollte er nicht behalten, das war eindeutig das Metier von Anderen. Im Laufe der Jahre hatte er seinen Instinkt verfeinert. Er konnte nicht jede Frau haben. Niemand kann das, wusste er, und wer es behauptet hat es einfach nicht verstanden. Aber er wusste welche Frauen er haben konnte und hatte er eine von diesen ausgemacht, so musste er sie jagen.
In der Villa hallten die Schreie der Doktorin durch die edlen Räumlichkeiten. In das Laken gekrallt, kniend, den Hintern herausstreckend ließ sich die Doktorin von ihrem Schönen nehmen. Sie ließ sich nehmen ist hier der richtige Ausdruck, denn sie gab sich gerne hin, genoss es, einen aktiven Mann zu haben.
Das Bett, auf dem sich die Doktorin in den siebten Himmel stoßen lies, war stummer Zeuge vieler solcher Eskapaden. Es hat mehrere Männer gesehen, die einer betrunkenen, frisch geschiedenen Doktorin reihum ihr bestes gaben und damit für den endgültigen Abschied seines Besitzers von der Vergangenheit sorgten. Es sah die beste Freundin der Doktorin und sie selbst im Rausch der Lust. Es sah seinen Besitzer weinen, lachen und schreien.
Als die Doktorin erwachte, war es vier Uhr morgens. Ihr Beglücker war verschwunden, was sehr gut war und sie versicherte sich durch einen Blick ins Halbdunkel, dass er es auch ganz sicher war. Dann stand sie auf, griff nach den Zigaretten und zündete eine davon an. Sie nahm dazu ein Streichholz, da ein gewöhnliches Gasfeuerzeug bei weitem nicht so intensiv brannte. Sie mochte eben Details.
Sie lief nackt durch den Salon, hinaus auf die Terrasse, wo sie von einem warmen Wind begrüßt wurde. Sie war wieder versöhnt mit sich und ihrem Alter. "Danke Alan", dachte sie und fühlte sich als begehrte Königin.
Der Gitarrenspieler ging am nächsten Tag seiner Arbeit nach, ganz so, wie er es immer tat. Er erledigte seine Aufgaben wie immer, flirtete wie immer, fluchte und lachte wie immer. Dann machte er Feierabend wie immer. Die Nachrichten, die ihm sein Handy auf der Heimfahrt mitteilte, waren viel versprechend.
Irina. Sie war Russin. Sie war drall. Sehr drall! Sehr leidenschaftlich. Und immer etwas vom Wodka beseelt. Sie begrüßte den Gitarrenspieler mit einem Kuss auf die eine Wange, dann einem Kuss auf die andere Wange und einem abschließenden, versichernden Griff in seinen Schritt. Als sie sicher war, dass dort alles zur Zufriedenheit beschaffen war, bat sie ihn herein, lief vorneweg zum Balkon. Der Gitarrenspieler folgte ihr, breit lächelnd. Die Wohnung war schlicht überladen mit kleinen Tischchen, bunten Tüchern, seltsamen Bildern, hohen Teppichen. Hätte man jedoch auch nur eines dieser Accessoires entnommen, so wäre das ganze Ensemble zusammengebrochen.
Ihre Wodkaküsse waren so russisch wie ihr Akzent, den sie fast absichtlich zu nutzen schien. Zumindest war sie seiner Wirkung bewusst. Sie machte keinen Hehl aus dem, was sie wollte. Sie wollte einen Schwanz und wenn möglich einen großen. Der Gitarrenspieler ließ sie gewähren, als sie ihr Objekt der Begierde freilegte, und sie tat es unter ständigen Bekundungen ihrer Lust. Der Gitarrenspieler beobachtete ihre Hände gern, denn sie waren klein, mit kurzen Fingern und der Anblick dieser kleinen Hände um sein Gemächt gefiel ihm sehr. Er mochte Details.
Irina mochte den Schwanz des Gitarrenspielers. Ganz einfach. So wie es Hasen, Löwen und Stiere unter den Männern gibt, so teilen sich die Frauen eben auf in Häsinnen, Löwinnen und Kühe. Hasen und Tiger konnten Irina keine Lust bereiten, sie brauchte einen Stier. Und diesen versenkte sie gerade mit wohligem Grunzen in sich.
Der Gitarrenspieler schloss die Augen und dachte kurz an den Abend zuvor, wo er auf eine Häsin getroffen war, erinnerte sich kurz an das viel Zeit erfordernde erste Eindringen, an das schmerzliche Wimmern der Hasenschülerin. Er lächelte, öffnete dann die Augen und sah der Russin zu, wie sie sich seiner bediente. Noch nie hatte er eine Frau getroffen die so intensiv roch. Nicht ihr Parfum oder ihre Zigaretten oder ihr Alkohol. Ihre Säfte rochen. Rochen nach Weib. Und er mochte eben Details.
Die Doktorin nahm sich zwei Straßen weiter ihren letzten Patienten vor. Sportmedizin war eine glückliche Fügung des Schicksals für sie. Als Chirurg hätte sie nach ein paar Tagen das Handtuch geworfen, für einen niedergelassenen Arzt wären ihre Kenntnisse nicht ausreichend gewesen. Also Sportmedizin. Eigentlich, dachte sie, behandelt man dabei nur Gesunde. Kein Leid, keine fatalen Krankheiten, kein Erbrechen.
Der Patient war eine Patientin und jung. Sie hätte sich lieber einen vor Muskeln strotzenden Sportler, vielleicht einen Schwimmer, gewünscht, einen mit strammen, knackigen Po und kräftigen Beinen. Manchmal, wenn ein solcher Mann zur Behandlung kam, nutzte sie ihre Position natürlich aus. Sie legte dann ihre Hand zur Abstützung lange auf solche hinreißenden Pos oder Schenkel oder Rücken. An besonderen Tagen auch auf einladend ausladend gefüllte Slips. Aber heute war es Frau Mescher, 23, schlank, Modelfigur.
Die Doktorin empfand sich auch dem gleichen Geschlecht hingezogen. Sie hatte noch nie den Mut, diese Laune auszuleben, aber sie wusste dass es einmal passieren könnte. Aber eben nur könnte. Frau Meschers kleine Zerrung der Wade war schnell behandelt. Die Doktorin bemerkte dabei neidvoll Frau Meschers jugendliche Haut und ebenso neidvoll ihre kleinen, festen Brüste, die so sehr Ausdruck der Jugend waren. Zeitgleich beneidete Frau Mescher die beiden Brüste der Doktorin, die sich deutlich durch den Stoff ihres Kittels drückten; die Nippel deutlich abzeichnend. Frau Mescher litt unter ihrer ach so kleinen Oberweite. Nehmen wir wieder den Standpunkt des neutralen Beobachters ein, so bliebe uns nur die einfache Erkenntnis, dass uns immer nur das, was wir nicht haben, als schön und gut erscheint.
Der Gitarrenspieler verlies das alte Mietshaus in Richtung Fluss, während Irina in einen tiefen Schlaf viel, müde vom Alkohol und erschöpft von der Liebe. Nach der Brücke lief er hinunter zu den Wiesen, immer am Fluss entlang. Er mochte diesen Teil der Stadt, da hier keine Stadt war, die Illusion des Spazierens in unberührter Natur war hier perfekt. Er wurde sich seiner Sucht bewusst. Das wurde er oft. Irina trank Alkohol, er trank seine Triebe.
Er war sich bewusst, dass er von all dem viel hatte, was diese Sucht so leicht machte. Charme, Witz, Selbstbewusstsein. Und natürlich die Kunst der Rede. Und die Unfähigkeit, all das nicht einzusetzen. Beziehungen, wirkliche Beziehungen hatte er natürlich auch gehabt, nur wurden diese stets durch diese Unfähigkeit jäh beendet. Er überschlug kurz das Verhältnis: zwei mal Liebe, vielleicht hundertmal Eroberung. Er zündete sich eine Zigarette an und zog tief.
Die Kneipe empfing ihn mit der immergleichen Mischung aus Zigarettengeruch, schummrigen Licht und Jazz. Er grüßte den Wirt, so wie immer, ging zur Ecke des Raumes, nahm die Gitarre und spielte. Er spielte Stunden. Das Publikum bestand aus dem Wirt und dessen Hund. Irgendwann war er zu betrunken um noch sauber zu greifen, irgendwie kam er nach Hause und schlief bis zum Mittag des nächsten Tages.
Die Doktorin besah sich den Oberschenkel. Nicht nur, dass die Schürfwunde gut verheilt war, nein auch der Oberschenkel an sich war eine Freude. Marco war wettkämpfender Bodybuilder, seine Haut sah aus wie dünnes, trockenes Butterbrotpapier welches über Adern und Muskeln gespannt wurde. Sie forderte ihn spaßend auf, ihr einige Posen zu zeigen, Marco, dumm und eitel, machte es sofort. Er drehte sich, zitterte, blähte den einen Muskel auf, dann den anderen. Kokettierte wie ein Gockel. Die Doktorin betrachtete den Beau amüsiert und kritisch. Warum der Zuwachs an Muskeln so oft zu schrumpfenden Anhängseln führen musste, beklagte sie nur im Geiste. Marco hatte sichtlich einen Kümmerling, einen schlicht enttäuschenden kleinen Mann da unten. Bei so viel Muskeln, einem so breiten Kreuz, so kräftigen Schenkeln, einem so groß gewachsenen Mann passte ein Kümmerling einfach nicht ins Bild. Sie flirtete noch etwas mit Marco, und als er ging, ging er mit dem festen Wissen, dass sie seinen Reizen fast erlegen war und er würde damit bei nächster Gelegenheit in platten Worten seinen platten Freunden imponieren.
Am Abend ließ sie sich auf dem uns bekannten Sofa nieder, sah lustlos fern, telefonierte mit allen drei Freundinnen, ließ den Abend vorbei gleiten. Nichts, was ihr in den Sinn kam hatte lange Bestand vor ihrer Unmotiviertheit. Sie dachte an ihre Kinder, fragte sich, ob sie je eine gute Mutter war, beschied sich dann selbst dass sie keine war. Eine halbe Flasche Rotwein später war der Gram darüber einer benebelten Lethargie gewichen, die langsam in einen unerholsamen Schlaf mündete.
Das Leben besteht aus der zusammenhangslosen Aneinanderreihung von Zufällen. Dies empfinden wir entweder als Schicksal oder als eine zusammenhanglose Aneinanderreihung von Zufällen. Ein Gitarrenspieler stürzt beim morgendlichen Laufen und verstaucht sich sein Knie. Sein Hausarzt befindet sich zeitgleich in Thailand und lebt seinen Frust in der Ehe aus. Der per Papierzettel am Praxiseingang ausgewiesene Ersatz zeigt sich zwar willig, aber überbelegt. Auf der Suche zum Ersatz des Ersatzes ein Irren in Strassen und Wegen. Ein durch Schmerzen beschleunigtes Umentscheiden für den nächstbesten Mediziner.
"Das Knie?"
"Ja."
Schmerzverzerrtes Zeigen.
"Tut das weh?"
"Ja!"
"Und das?"
"Ja!"
"Gut. Klarer Fall. Ich lege das Gelenk still."
"Prima."
"Vorher noch röntgen."
"Auch prima."
"Bitte die Hose hochkrempeln oder ausziehen."
"Gut."
"Den Fuß da drauf!"
"Aua!"
"Ist ja gleich vorbei."
"Hoffentlich."
"Stillhalten!"
"So, nichts wirklich kaputt. Der Verband bleibt erst mal ein paar Tage dran. Am Donnerstag um vier wieder hier."
"Gut, danke, wiedersehn."
"Wiedersehn."
Die Doktorin lehnte sich zurück, drehte ihren Drehstuhl so, dass sie aus dem Fenster sah. Sie lächelte zufrieden. Sie liebte in diesem Augenblick ihren Beruf. Ein neuer Patient, dazu noch äußerst sympathisch, flink und clever. Was aber am intensivsten wirkte, gab sie sich selbst schmunzelnd zu, war sein Schwanz. Nicht, dass sie ihn gesehen hätte, jedenfalls nicht direkt. Aber er lag unter dem Stoff einer schönen, engen, weißen Short und bildete einen dicken und langen Schlauch. Selbst die Verdünnung zwischen Eichel und Schaft trat deutlich hervor, ein Detail, dass sich in ihr Erinnern eingeprägt hat. Sie dachte noch immer schmunzelnd an Big John. Big John lag in ihrem Nachttischchen. Big John war aus Naturkautschuk, schwarz wie die Nacht und den Maßen eines ebenso schwarzen Pornodarstellers nachempfunden. Big John wusste gar nicht, wie ihm geschah, als er am Abend gleich mehrfach seiner ureigensten Verwendung nachkam.
Der Gitarrenspieler saß in der Kneipe, das Bein ausgestreckt und lächelte. Was für eine angenehme Überraschung das Leben doch heute für ihn bereitgehalten hatte. Diese Frau Doktor war schlicht umwerfend. Nur schade, dass er wirklich nur angestrengt locker sein konnte, seine Schmerzen hatten ihn doch zu sehr abgelenkt. Diese Brüste! Und natürlich, sie reagierte auf seine Ausstattung. Er mochte Frauen, die auf seine Ausstattung reagierten. Er glaubte sich erinnern zu können, dass ihre Nippel sich aufgerichtet hatten. Ja, ganz sicher.
Conni, die Aushilfsbedienung, kam herein, stoppte dabei kurz die Herzen der männlichen Gäste, begann dann ihrer Arbeit nachzugehen. Als sie den Gitarrenspieler in der Ecke bemerkte lachte sie ihm zu, begrüßte ihn herzlich mit einem Kuss auf seine Wange. Er umarmte sie um die Hüfte, drückte sie zweimal an sich. Was er denn mit seinem Bein gemacht habe, fragte sie ihn und er gab umfassend Auskunft. Sie sah sich dabei in der Kneipe um, mit einem Blick der zu einem Teil aus Laszivität, zum anderen aus Abneigung gegenüber ihrem Job bestand. Da sie sich dabei vom Gitarrenspieler abwendete, kannte dieser die Zeit nutzen und ihre Haare zu bewundern. Pechschwarz, seine Spitzen reichten bis zu ihren Oberschenkeln, glatt und seidig. Der Gitarrenspieler mochte den Kontrast den sie zu ihrer fast hellweißen Haut bildeten. Ein schönes Detail.
Ihre Haut war nicht das Einzige. Schmale, dünne Lippen markierten einen zarten Mund innerhalb eines engelhaften Gesichtes. Braune Augen, die Wärme ausstrahlten. Ein langer, perfekter Hals. Darunter zwei apfelsinengroße Brüste, gekrönt von hellrosa Nippeln, klein und erregbar. Dann ein flacher, heller Bauch, gefolgt von einem schmalen, schmalen Strich von Schamhaar, der die nachfolgende hellrote Linie ihrer Schamlippen aufs Wundervollste verlängerte. Dann zwei Beine, die die längsten der Stadt waren. Ganz sicher. Das bauchfreie Shirt und die enge Jeans die sie trug, waren minimalistisch und perfekt zugleich.
Die Kneipe füllte sich, es kamen allerlei Propheten, Gigolos, Verbrecher und Lebenskünstler herein, um hier zu trinken. Die Gespräche wurden lauter, philosophischer und immer schöner. Conni, bediente, verdrehte Köpfe erfreute sich insgeheim ihres Aussehens. Wenn gerade kein Kranz aus Biergläsern herumgetragen werden musste, stellte sie sich schutzsuchend zu ihrem Gitarrenspieler, berührte ihn dabei immer ein wenig, und er berührte natürlich sie. Sie mochten sich.
In einer Villa am anderen Ende der Stadt lag die Doktorin in ihrer Badewanne und träumte. Fast zusammenhangslos glitten Phantasien in ihren Kopf, verschwanden unaufhaltsam, um von neuen, anderen Bildern ersetzt zu werden. Männer, schöne Männer in einer Sauna, sie lächeln sie an, verschwinden, zwei Frauenkörper tauchen auf, ineinander verschlungen, sich liebend, werden zu Nebel, aus dem Nebel bilden sich zwei Kugeln, werden zu Brüsten, zu ihren Brüsten, sie präsentiert sie vor einem Publikum mit unkenntlichen Gesichtern, das Licht geht langsam aus, ein Strand, nur sie am Strand, dann sie in einem Bett, neben ihr ein schwarzer, großer Mann, sein Penis gigantisch, sie greift hin, dabei verschwindet das Bild, wird ersetzt durch die gefühlte Illusion sich berührender Haut, detaillierte Bilder von Männern, Frauen, von ihr selbst.
Mit einem tiefen Seufzen kam sie, sich aufbäumend, fiel dann sofort in einen Zustand der herrlicher Entspannung, spürte nur noch das warme, weiche Wasser und schlief ein.
Annäherung
"Wo hast du so gut tanzen gelernt?" fragte sie und legte sich geradezu in die drehende Bewegung.
"Eine Freundin meiner Mutter hat mir das mal beigebracht," erwiderte er und führte seine Tanzpartnerin weiter in die Mitte des Raumes.
"Das hat sie gut gemacht!" sagte sie mit einem charmanten Lächeln. Sie spürte seine Hand auf ihren Poansatz, sah dann in seine braunen, tiefen Augen und genoss das Funkeln darin. Die Art, wie er sie führte, ließ ihr ohnehin starkes Verlangen noch mehr wachsen. Sie mochte Männer die führen konnten.
Der aufmerksame Leser hat sicher bemerkt, dass Doktorin und Gitarrenspieler mittlerweile einen etwas anderen Umgang pflegen. Sie haben sich, geführt von einem auf beiden Seiten vorhandenen und geradezu brennenden Interesse am jeweils anderen, einander näher gebracht. Es war faszinierend zu sehen, wie scheinbar zwangsläufig die Dinge ihren Lauf nehmen, wenn nur zwei Protagonisten in etwa das Gleiche wollen. Wir sind in der Villa der Doktorin, es ist fast Mitternacht, die Nacht ist warm, der Rotwein hervorragend.
"Der Tanz ist Ausdruck der Freude, des Schmerzes", sagte sie lächelnd, sich dabei drehend "und der Leidenschaft.". Sie drückte sich gegen ihn, ließ ihn ihren Körper spüren, spürte dabei den seinen. Die Musik war perfekt für ihren Plan gewählt, Lateinamerikanische Musik, immer etwas schwüler werdend. Sie gab sich den Klängen hin, schloss dabei gelegentlich die Augen, um dieses wundervolle Gefühl intensiver zu genießen. Er drehte sie mit einer geschickten, fließenden Bewegung, nun tanzte sie vor ihm, und diese köstliche Situation ausnutzend drückte sie ihren runden Po gegen seinen Schoß. Sie spürte seine Männlichkeit zwischen ihren Pobacken, gerade so, als ob sie sich gegen eine Salatgurke drückte. Sie gab ein leises Gurren von sich.
Er tat, als ob er es nicht gehört hätte und bewegte seine Becken fast unmerklich, wohl wissend, dass sie diese Berührung genoss. Sie legte ihren Kopf nach hinten, legte ihn auf seine Schulter, schloss die Augen und begann ihrerseits, ihr Becken zu bewegen, lies es über die viel versprechende Ausbeulung seiner Hose gleiten. Er legte seine Hände auf ihren flachen Bauch und führte sie so im Takt der Musik hin und her.
"Du scheinst alles zu haben, was eine Frau sich wünscht", flüsterte sie kokett.
"Meinst Du?" gab er ebenso kokett zurück.
"Nun ja! Du tanzt hervorragend", schnurrte sie, dabei küsste er sie sanft auf ihren langen Hals, was sie ihm nur zu gerne gewährte, "du bist Kavalier, klug"
"Wenn Du meinst" sagte er, wobei er weiter diesen Hals genoss.
"Ganz bestimmt" gab sie leise zurück. Dann drückte sie ihren Po etwas fester gegen ihn und sagte kehlig: "und du scheinst einen riesigen Schwanz zu haben".
Er gab ein kurzes, leises Lachen von sich, ließ dann seine Hände über den dünnen Stoff ihres Kleides herab gleiten, bis sie genau über ihren Hüftknochen zum Liegen kamen. Dann drückte er sie fest an sich, sie stöhnte dabei auf. Den Moment der Innigkeit kurz genießend standen sie da, dann drehte er sie herum. Sie verlor sich in seinen Augen, er sich in ihren. Der folgende Kuss war wild, leidenschaftlich, ließ sie erzittern.
Gleichzeitig entledigten sie sich ihrer Kleider. Er hatte es leicht, musste er doch nur die Träger ihres Kleides über ihre Schultern ziehen, den Rest erledigte die Schwerkraft. Sie hatte die Knopfleiste seines Hemdes zu bezwingen, aber er half ihr zuvorkommend. Dann nestelte sie an seiner Hose herum, ihre Finger zitterten vor Lust.
Er hatte in seinem Kopf eine Sammlung. Er sammelte die Reaktionen von Frauen, die Reaktionen genau in dem Moment, an dem sie zum ersten Mal sein Gemächt sahen. Er liebte es.
"Meine Güte!" sagte sie und legte beide Hände vor ihren Mund. Sie blickte auf den vor ihr aufragenden Schwanz. Sie hatte schon viele gesehen. Aber solch ein Exemplar war ihr noch nicht begegnet. "Was für ein wundervoller großer Prügel", sagte sie lüstern, sah ihm dabei mit leuchtenden Augen an. Sie streckte ihre Hand aus, umfasste den Phallus in seiner Mitte. Mit Freude stellte sie fest, dass sie ihn nicht umfassen konnte. Dann ließ sie ihre Hand nach oben gleiten, umrundete die mit ihren Fingern die noch verhüllte Eichel, zog dann die Vorhaut zurück und blickte selig auf die zum Vorschein kommende, dicke Eichel. Während sie die Vorhaut langsam immer wieder über die Eichel rollte glitt sie näher, setzte sich dann mit gespreizten Beinen auf die Oberschenkel ihres Verehrers. Sie beugte sich nach vorn, noch immer diese köstliche Handbewegung ausführend, küsste nass und innig die Lippen ihres Opfers, zog dann lasziv ihr Becken nach, strich dabei mit ihrer feuchten Schamlippen genüsslich der Länge nach über den Phallus. Als sie weit genug geglitten war und sein Schwanz zwischen ihren Oberschenkeln hochschnellte, hielt sie ein und bewegte ihren Schoß wieder entgegengesetzt, hob sich dabei an, bis sie ihre Öffnung über der furchterregend dicken Eichel positioniert hatte. Sie griff mit beiden Händen zwischen ihre Beine, so dass sie den großen Spieß dirigieren und stützen konnte. Langsam ließ sie ihr Becken herab, bis die Eichel gegen ihren Schoß drückte. Das dumpfe Gefühl, das der Druck der Eichel auf sie ausübte, ließ ihre Geilheit noch mehr ansteigen. Sie begann mit ihrem Becken zu kreisen, erhöhte dabei immer mehr den Druck auf den heißen, dicken Pint. Langsam drückte der unförmige Besucher ihre Schamlippen auseinander, immer mehr dehnte sich ihr Eingang. Endlich glitt der faustgroße Eindringling in sie. Scharf zog sie Luft ein, hielt ihr Becken still. Sie öffnete die bis jetzt geschlossenen Augen, sah ihrem Liebhaber in die Augen.
"Du bist ein Riese!" sagte sie laut und eindringlich und ließ sich dann nach unten gleiten, ohne abzusetzen bis zum Anschlag. Sie schrie einen langen, kehligen Schrei in die Villa, und noch bevor er verhallt war, begann sie den dicken Pfahl zu reiten. Sie kostete dabei seine ganze Länge aus, genoss das Gefühl gedehnt und gefüllt zu sein. Langsam steigerte sie das Tempo, ohne Rücksicht auf ihren Geliebten trieb sie sich ihrem Orgasmus entgegen, der sich bereits in ihr ankündigte. In Trance gab sie sich ihrer Lust hin, immer mehr, nur noch erfüllt von geiler Lust. Sie schrie im Takt ihrer Bewegungen, wurde lauter, schneller, verkrampfte sich, rammte sich den Schwengel ein letztes mal kraftvoll in sich und erbebte dann in einem heftigen, tiefen und langen Orgasmus.
"Entschuldige. Das musste gerade sein", säuselte sie ihrem Hengst ins Ohr, natürlich nicht ohne ein Lächeln aufzusetzen, welches jedem Mann entwaffnet hätte. Sie setzte sich auf, seinen großen Kolben noch immer in sich, schloss die Augen.
"Was hat dir deine Mutter zu Essen gegeben, hm?" fragte sie, noch immer ohne die Augen zu öffnen, ohne eine Antwort zu erwarten fuhr sie fort: "was auch immer es war, es hat funktioniert." Sie öffnete die Augen, sah ihn mit funkelnden Augen an, hob ihr Becken an und ließ das Objekt ihrer Begierde aus sich gleiten, besah es im Halbdunkel, sah es feucht glänzen, prall und adrig.
"Komm mit, mein Liebster" hauchte sie und reichte ihm die Hand, er nahm sie und lies sich von ihr führen, die Treppe nach oben, den langen Flur entlang, hinein in das große Schlafzimmer. Er sah sich kurz um, war fasziniert von dem sich bietenden Ambiente, nahm dann aber sein Geschick wieder fester in die Hand. Sie stand vor ihm, schön und lasziv, ihre Schönheit wirken lassend. Ihre Brüste waren ein Meisterwerk. Er kam näher zu ihr, hob dann ihre Brüste mit den Händen an, strich dabei mit dem Daumen über die beiden großen, dunklen Nippel, sah zu, wie sie sich unter der Berührung noch mehr aufrichteten, sie erinnerten ihn an dunkle, rote Kirschen. Noch nie hatte er eine künstlich vergrößerte Brust berührt, und seine bis zu diesem Moment gehegte Skepsis schlug um in manische Begeisterung.
"Du hast wahnsinnig schöne Brüste", flüsterte er, um auch sofort einen der Nippel in seinen Mund zu saugen. Sie stöhnte leise, gab dann zurück: "schön, dass sie dir gefallen."
"Das tun sie" antwortete er, knetete dabei die beiden riesigen Berge vor sich, wobei er kurz überlegte, welche Körbchengröße sie wohl trug. Er vergrub sein Gesicht in diesem festen, straffen Gebirge, und sie strich ihm über sein Haar. Mit einer sanften aber bestimmten Bewegung drehte er seine Göttin herum, so dass sie mit dem Rücken zu ihm stand.
"Sieh dich an!" sagte er bestimmt, und wies kurz auf den Spiegel, der ihnen gegenüber stand. Sie tat es ohne Widerspruch, sah sich im Licht des Mondes. Sie sah seine Hände über ihren Bauch gleiten, dann über ihre beiden Brüste, dann wieder hinab in ihren Schoß. Er sah es ebenso, spürte dabei die Wärme ihrer Haut, die Nässe ihrer Scham, die Glattheit ihrer Oberschenkel. Dann strich er über ihren Rücken, hinab zu ihrem Hintern, knetete auch ihn, er war stramm, rund, weiblich. Instinktiv beugte sie sie sich etwas nach vorne, stützte sich dabei auf dem Tischchen vor dem Spiegel ab. Er sah nach unten, sah zwischen den Pobacken des Überweibes ihre Schamlippen hervortreten. Sie sah seinen geilen Blick im Spiegel. Als nächstes spürte sie seine Eichel an ihrem Eingang, spürte, wie er sie an ihr rieb. Es machte sie wahnsinnig. Er war sich dieser Wirkung bewusst, verlängerte dieses Spiel so lange er konnte. Dann, endlich, drückte er seine Schwanzspitze gegen ihren triefenden Eingang und erhöhte kontinuierlich den Druck, bis sich ihre Schamlippen weit spreizten und ihm Einlass gewährten. Er hielt genüsslich inne, das Gefühl der Umklammerung seiner Eichel auskostend.
"Dein Schwanz ist wunderbar. So dick!" schnurrte sie.
"Und meine Königin mag dicke Schwänze?" schnurrte er zurück, sich dabei kurz in ihr bewegend.
"Ja!" hauchte sie, "komm, gib mir deinen Prachtschwanz!"
Er fuhr tiefer in sie, versenkte sich zur Hälfte, hielt wieder inne. Sie wimmerte, seufzte.
"So?"
"Ja, so! Du bist ein Pferd! Von so einem Schwanz habe ich geträumt!"
Er fuhr weiter, tiefer in sie, erreichte den Anschlag, machte sich in ihr breit. Sie gab einen langen, unterdrückten Schrei von sich. Er nahm ihre linke Hand, legte sie auf ihren Bauch, spannte dann seinen Kolben an.
"Ich spüre dich! Unglaublich" brachte sie gepresst hervor.
Er lächelte fast selbstverliebt ob ihrer offen zur Schau gestellten Obsession, zog sich dann weit zurück und begann sie zu stoßen.
Er war sein Schwanz. Er war Mann. Er nahm sie. Kräftig. Maskulin. Er ergötzte sich am Anblick ihrer sich nach Außen stülpenden Schamlippen. Er genoss ihr lautes, ungehemmtes Schreien. Er bemerkte nicht, dass sie ein zweites Mal kam. Er fickte. Er genoss das Machtgefühl, dass ihm sein übergroßes Geschlechtsteil verlieh. Er genoss diese Frau, die ihm erlag. Er kam mit einem Schrei, pumpte seinen Saft in ihre Höhle, spürte wie sein Körper in diesen köstlichen Zustand völliger Entspannung glitt.
Sie setzte sich auf das Bett, zündete sich eine Zigarette an, sah kurz dem Rauch nach, wie er sich tanzend auf die geöffnete Balkontüre zu bewegte, sich dort in Nichts auflöste. Dann sah sie hinüber zu ihrem Geliebten, der ihr heute Nacht so viel Lust bereitet hatte, besah ihn, wie er da lag, schlief. Sie betrachtete seinen Körper, die schönen Schultern, den leicht behaarten Brustkorb, seine trainierten Oberschenkel. Sie zog von der Zigarette, freute sich, dass ihr Plan so perfekt funktioniert hat. Natürlich wusste sie, dass dies nur deshalb so war, weil er sicherlich einen ähnlichen Plan hatte, aber jetzt wollte sie sich über das gelingen des ihren freuen. Sie stand auf, leerte die Roteinflasche in ihr Glas und nahm einen genussvollen Schluck. Sie ging am Bett entlang und betrachtete wieder ihren Fang, der sich mit leisem Brummen auf die andere Seite drehte. Sie lächelte still als bei diesem Manöver sein friedlich in die Vorhaut zurückgezogenes Gemächt sichtbar wurde. Selbst in diesem Zustand, so dachte sie, war er wesentlich länger und dicker als ihre bisherigen Liebhaber mit voller Erektion. Ein Vergleich mit Big John drängte sich auf, und ja, ihr Liebhaber hatte die Ausmaße von Big John schon im schlaffen Zustand. Sie lächelte zufrieden.
Er erwachte von Zwitschern der Vögel, sah sich benommen um und brauchte ein paar Augenblicke, um zu verstehen, wo er war. Die Erinnerungen an die vergangene Nacht tröpfelten immer schneller in sein Bewusstsein, und als sich ein komplettes Bild ergab seufzte er zufrieden. Er richtete sich auf, setzte sich auf die Bettkante und strich sich durch das zerzauste Haar. In dem Augenblick da er bemerkte, dass seine Königin nicht anwesend schien, genoss er dies auch schon. Er stand auf, ging in die Richtung in der er das Bad vermutete, fand es dort auch und duschte sich lang und heiß.
Als er in das Schlafzimmer zurückkam fand er einen weißen Bademantel, den er zuvor nicht wahrgenommen hatte und der für ihn bereit zu liegen schien. Er zog ihn an und ging hinaus auf den Balkon. Dort sah er, dass er in der Nacht gar nicht bemerkt hatte, dass sich hinter dem Haus ein stattliches Anwesen befand, mit einem Pool und einer großen, terracottafarbenen Terrasse. Er sah sich den feudalen Lustpark eine Weile lang an, dann wurde seine Aufmerksamkeit durch ein Geräusch abgelenkt. Es war das Geräusch von Wasser, in das gesprungen wurde. Und tatsächlich schwamm ein nackter Frauenkörper in sein Blickfeld. Seine Königin!
Er lief die breite Treppe hinunter, setzte sich dann an einen Tisch auf dem ein Frühstück angerichtet war. Dort sitzend betrachtete er seine Königin. Sie zog Bahnen, scheinbar ohne ihn zu bemerken. Er goss sich einen Kaffee ein, verfeinerte ihn mit Milch und Zucker und trank ihn in einer wunderbar verkaterten Stimmung.
Sie zog sich aus dem Wasser, warf sogleich ihre Haare nach vorne, wrang sie aus, schüttelte sie. Dann ging sie mit lasziven Schritten um den Pool. Er genoss diesen Anblick. Kim Basinger, Ornella Muti und etliche Playmates des Jahres schienen sich in diesem Körper aufs Beste vereinigt zu haben. Und ihre Ausstrahlung war ihrem Aussehen entsprechend, sie wusste, dass sie die Versuchung an sich war, trug es zur Schau, aber ohne je billig zu wirken.
"Guten Morgen!" sang sie fröhlich, er gab ein fröhliches Grunzen zurück.
"Gut, du hast den Kaffee gefunden. Da sind auch Brötchen und Wurst, Marmelade, na halt alles was man so braucht", sprudelte es aus ihrem schönen Gesicht. Dann gab sie ihm einen dicken Kuss auf seinen Mund.
"Ich hoffe, du hast gut geschlafen, mein Lieber", fragte sie, wobei sie sich ein Croissant aus dem Korb nahm.
"Oh ja, das habe ich. Kein Wunder, oder?" gab er lächelnd zurück.
Sie lachte kurz, gab dann zurück: "wenn Du eine Runde schwimmen möchtest: bitte!"
Er nahm einen Schluck Kaffee und stand auf, die Möglichkeit bei diesem Sonnenschein in einem Privatpool zu schwimmen musste nicht zweimal überlegt werden. Er ließ den Bademantel zurück, lächelte seiner Königin zu und sprang ins Wasser. Die Erfrischung war perfekt, zehn Bahnen schwamm er im gemütlichen Tempo, stieg dann aus dem Nass und ging langsam zurück zur Terrasse.
Er erschrak etwas, als er bemerkte, dass dort neben seiner Königin ein junges Mädchen stand, überwand den Schreck aber schnell und ging unbeirrt weiter. Das Mädchen entpuppte sich später als das Hausmädchen der Königin. Das Mädchen lief knallrot an, als sie ihn erblickte, stotterte etwas herum und versuchte, das Weite zu suchen, was aber von der Königin vereitelt wurde. Das Mädchen musste einige Anweisungen entgegen nehmen, nickte brav und schielte dabei merklich auf sein baumelndes Geschlecht. Endlich gab die Königin sie frei und das Mädchen verschwand mit schnellem Schritt irgendwo im Haus.
"Du solltest so junge Mädchen nicht so erschrecken", sagte die Doktorin mit diebischem Grinsen.
"Du bist eine Hexe! Das war doch geplant!" gab er mit gespielter Entrüstung zurück und legte eine empörte Miene auf.
"War doch nett, oder?" sagte sie, legte dabei ihr süßestes Unschuldslächeln auf. "Und jetzt, mein Lieber, muss ich los. Bleib, solange du möchtest. Wir sehen uns wieder?"
"Aber sicher!" gab er zurück und sah der königlichen Hexe nach, wie sie verschwand.
Er brauchte ein paar Stunden, um wirklich zu verstehen, was passiert war. Aber das Ergebnis seiner Überlegungen gefiel ihm sehr. Wenn es ein lohnendes Ziel seines Jagdtriebes gab, dann war es die hexenhafte, königliche Vera. Er musste nur an eines der vielen Details dieser Frau denken, und sein Schwanz stellte sich in Rekordzeit auf. Was für ein Weib! Ein perfekter Körper, ein perfektes Wesen, perfekte
"Micha?"
Das war der schlechteste Zeitpunkt, um unterbrochen zu werden. Er liebte seine Tagträume!
"Micha?" rief Frank wieder.
"Was denn?" gab er mürrisch zurück, sah Frank dabei vorwurfsvoll an.
"Sorry, aber du sollst mal beim Marketing vorbeischauen, die haben da irgendein Problem."
Er zuckte mit den Achseln.
"Was soll ich denn da helfen?"
Nun zuckte Frank mit den Achseln.
Mit unterstrichener Behäbigkeit stand er auf, ging aus dem Raum, gelangweilt den Flur hinunter. Kurz flackerte vor ihm Vera auf, mit gespreizten Beinen. Er lächelte in sich, räusperte sich und trat in das Marketingbüro ein. Er mochte die Leute vom Marketing nicht. Sie waren für ihn ahnungslose Wichtigtuer. Er ließ ihre Fragen auf sich einrieseln, beantwortete sie wie automatisch, während er in seinem Kopf ganz andere Antworten formulierte, die ihm die Stellung gekostet hätten, hätte er sie ausgesprochen. Eine Stunde später nahm das Marketing an, sie hätten ihn auf den Messeauftritt vorbereitet. Zeitgleich dachte er darüber nach, ob man Marketing lernen kann, oder ob es einfach ein Gen-Defekt sei, den man dazu bräuchte.
"Miami, was?" fragte Frank ohne seinen Blick von seinem Monitor zu heben.
"Genau. Messebriefing!" sagte er und setzte sich hinter seinem Monitor.
Er wusste, dass Frank ihn nicht wirklich mochte. Er flog nach Miami, Frank fuhr nirgendwo hin. Das ärgert.
Es war nach Acht, als er durch die dunklen Korridore des Bürogebäudes schritt. Er stieg in den Aufzug, fuhr hinunter, ging durch das Foyer, grüßte den Mann am Empfang. Auf dem Weg zum Auto wurde ihm klar, dass er von Vera keinerlei Telefonnummern hatte. Kurz sah er ihre Brüste vor sich, wie sie sich um seinen Schwanz schlossen. Dann kam die Realität zurück, er stieg ins Auto und fuhr los. Während der Fahrt überlegte er sich ein Ziel. Wie immer in diesen Momenten entschied er sich für seine Kneipe.
Gedämpfter Jazz, kalter Rauch, Biergeruch in der Luft. Wunderbar! Er setzte sich auf "seinen" Platz, der Wirt brachte ihn ohne gefragt zu haben sein Bier. Er zündete sich eine Zigarette an und hing seinen Gedanken nach. Kurz blitzte in seinem Kopf Veras teuflischer Hintern auf, er leckte durch seinen Spalt und schon war das Bild wieder verschwunden. Er nahm sich die Magazine vor, die immer auf dem Tresen zu finden waren, und las ohne wirkliches Interesse.
Es musste wohl zehn gewesen sein. Sie stand ihm plötzlich gegenüber. Er wartete einen Moment um sicher zu gehen, dass sie es wirklich war und nicht wieder ein Gespinst seiner Phantasie.
"Guten Abend!" sagte sie mit sanfter, dunkler Stimme.
"Vera! Hallo! Was, was machst du denn hier?" gab er zurück, ohne seine Verwunderung verstecken zu können.
"Du hast mir so viel von dieser Kneipe erzählt, da dachte ich, wir gehen da mal hin. Apropos, das ist Alan."
"Hallo Alan" sagte er, gab dem schönen Mann an ihrer Seite die Hand, nannte ihm seinen Namen.
"Tja, nun sind wir hier", säuselte Vera, setzte sich frech auf den Barhocker neben ihm. Alan, der Schöne, nahm auf ihrer anderen Seite Platz.
"Nun, ich hoffe, es gefällt euch", sagte er und sah amüsiert, wie Alan Veras Rücken streichelte. Er fragte sich, was für ein Spiel sie wohl gerade spielte. Und er fragte sich, welche Rolle dieser Alan wohl innehatte. Vielleicht lag es an seiner etwas verschrobenen Persönlichkeit, aber er fand das Spiel jetzt schon äußerst amüsant, was sich noch steigerte, als Vera jeden Moment, an dem Alan abgelenkt war, nutzte, um ihn über die Schenkel zu streichen. Alan war eloquent, so ergab sich bald eine angeregte Unterhaltung, die sich mühelos über vielerlei Themen erstreckte. Vera knetete derweil seinen Schwanz unter dem Tisch und er fragte sich, ob sie es auch mit Alans tat. Es wäre ein pikantes Detail mehr in dieser Komödie gewesen.
"Da hinten, ist das eine Ausstellung?" fragte Alan neugierig und beugte sich nach hinten, um besser zu erkennen.
"Ja, von einem Fotografen, ist nett gemacht", gab er freudig Auskunft, hoffend, das der Schöne sich etwas Zeit nahm, diese auch anzusehen.
Tatsächlich ging der Beau in den großen Ausstellungsraum, wohl um sein kulturelles Interesse zu bekunden.
"Komm mit", hauchte Vera.
Er tat es, folgte ihr. Sie sah sich in dem kleinen Flur zu den Toiletten um, etwas hilflos. Er öffnete eine Tür zu Lager. Sie öffnete seine Hose. Sein Schwanz sprang ihr entgegen. Sie kniete sich, sah zu ihm hoch, gab ein langes "hmmm" von sich und sog seine Eichel ein, besser gesagt sie versuchte es nur, da diese schlicht zu dick für ihren kleinen Mund war. Er lehnte sich zurück, sie saugte wild seine Eichel. Minutenlang war sie ihrer oralen Obsession verfallen, vergaß den schäbigen Raum um sich herum, bearbeitete nur den großen Schwanz vor sich, sah lüstern nach oben, wo sie seinen verkniffenen Blick traf, saugte weiter, saugte fest. Er umfasste ihren Kopf als er in ihren Mund kam, sie saugte gierig jeden Tropfen seines Saftes auf, liebte den salzigen Geschmack. Sie behielt seinen Schwanz noch etwas länger im Mund, während dieser erschlaffte, leckte ihn sauber, stand auf, küsste ihrem Liebhaber auf den Mund und verschwand lächelnd.
Er kam Minuten später zurück in die Kneipe, fand Vera im Arm ihres Begleiters und über Kunst sprechend. Sie lächelte ihm zu, ganz so, wie wenn nichts gewesen wäre. Diese Frau, so dachte er, konnte mit ihm spielen. Sie schien seine sexuellen Fantasien an seiner Stirn ablesen zu können, und das mit dem Ziel, sie wahr werden zu lassen.
Als Vera und der Schöne schon verschwunden waren, saß er noch im Zwielicht und dachte darüber nach, ob sich Vera wohl gerade den Schönen vornahm.
Kommentare
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Aber der Charme der Geschichte und der Schreibstil gefallen mir sehr gut! Wirds denn wohl eine Fortsetzung geben? Wäre wünschenswert!«