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Kommentar: 1 | Lesungen: 5763 | Bewertung: 6.70 | Kategorie: BDSM | veröffentlicht: 14.08.2006

Eine kleine Geschichte aus meiner Praxis

von

"Nicht der Alltag ist es, der dich zu einem Sklaven macht, sondern die Tatsache es nicht ändern zu wollen."


(Ich selbst, August 2006)

© 2006 Obsession Queen

Vor nicht allzu langer Zeit betrat ein Patient meine Praxis mit der Bitte, ich möge ihm doch schnellstmöglich helfen. Er sei eigentlich auf der Durchreise, habe schon in wenigen Stunden einen geschäftlichen Termin in einer mehr als 300 km entfernt liegenden Stadt... und, ach ja, ich sei ihm empfohlen worden...


Seine Schmerzen an diesem einen Zahn da unten seien seit gestern Abend unerträglich und überhaupt und sowieso...

Meine großen ???? auf der Stirn müssen unübersehbar gewesen sein; meine Augenbrauen zogen sich garantiert bis zum Stirnansatz meiner Haare und meine Augen schienen bestimmt mehr als tellergroß.


NICHT, weil ich diese Situationen nicht schon tausendfach erlebt hätte, NEIN, das Outfit meines zukünftigen Patienten ließ mich staunen!

WER, bitte, trägt zu einem mausgrauen Anzug schon eine Latex-Krawatte sowie das dazu farblich passend abgestimmte Hemd???


Und zu allem Überfluss, ich sah es, als der Patient auf dem Behandlungsstuhl Platz nahm, schwarze Latex-Strümpfe an einem der heißesten Sommertage, die uns der liebe Herrgott in diesem Jahr bescherte???

Nach einer kurzen Inspektion seines Mundinnenraumes stand schnell fest, dass dieser Zahn das Zeitliche gesegnet hatte und ich meiner Pflicht nachkommen müsste, um den Zahn zu entfernen.

"Ach bitte, ich möchte, wenn es sich eben vermeiden lässt, keine Spritze. Wissen sie, ich HASSE dieses betäubende und lahme Gefühl, das sich über Stunden dort in diesem Gebiet hält. Außerdem, sie wissen ja, ich habe noch einen wichtigen Geschäftstermin, ich werde viel reden müssen. Mit einer tauben Gesichtsmuskulatur doch etwas schwierig... Finden sie nicht auch???" Dabei schaute mein Patient mich mit leicht zugekniffenen Augen aus dem Stuhl von unten nach oben an, und das Lächeln um seine Mundwinkel war unübersehbar.

"Nun gut, sie entscheiden über die Behandlung und die Duldung der Schmerzen. Nur noch eins vorweg: ICH bestimme von nun an! Es wird mir Folge geleistet, nicht gezuckt, geschrieen oder dergleichen, sonst werde ich die Behandlung abbrechen und sie mit dem schmerzenden Zahn zu ihrem ach so überaus wichtigen geschäftlichen Termin schicken, ist das klar?"


"Jawohl Frau Doktor! Sonnenklar, ich werde gehorsam sein."

Meine Mitarbeiterin, man wird es sich denken können, war in diesem Moment mehr als irritiert. Kopfschüttelnd verließ sie den Raum um die Instrumente zur Extraktion vorzubereiten und in mein Behandlungszimmer zu bringen.


Währenddessen ging ich in mein Büro, ließ meinem Patienten die nötige Ruhe, um sich auf die vorstehende Behandlung einzustimmen und zog mich um.

Ein paar Minuten später waren es die Augen meiner Mitarbeiterin, die tellergroß zu werden schienen, auch die Augenbrauen näherten sich der Haaransatz-Grenze verdächtig.


Sie hatte mich noch nie zuvor in diesem Dress gesehen: meine schwarze Latex-Hose, hauteng, glänzte im Licht des Raumes, die Absätze meiner spitzen, mit Metall besetzten Stiefel machten bei jedem Schritt ein sattes klackendes Geräusch auf dem Steinboden der Praxis.


Die weiße Bluse, weit geöffnet, verbarg exakt das, was zu bedecken nötig war.

Mein geduldiger Patient saß derweil auf dem Stuhl, nichts ahnend... Oder vielleicht doch?


Als er mich so im Raum stehen sah blitzten seine Augen, ein Feuer zog durch seine Pupillen, ein Blitz begleitete das Feuerwerk. Aufrecht sitzend, mit leicht geöffnetem Mund krallte er seine Fingerspitzen in das Leder der Stuhllehnen.

Ich setzte mich neben ihn, zog meine schwarzen Latex-Handschuhe an, wies meinen Patienten an den Mund zu öffnen und NICHT mehr zu schließen, zog die stahlblitzende Zange aus der sterilen Kunststoffhülle, fühlte vorsichtig im Mundraum des Patienten.


Setzte das Instrument an und drehte langsam... Mein Patient stöhnte unmerklich, ich zog fester... Er wand sich etwas auf dem Stuhl, rutschte von links nach rechts und wieder zurück.


"NICHT bewegen und KEINEN Laut! Ich werde sonst recht ungemütlich!" Ein stummes Nicken und ein devoter Blick ließen mich wissen, dass ich weiter behandeln konnte. Seinen Kopf nahm ich dabei fester in meinen rechten Arm, um beherzt und zügiger arbeiten zu können.


Mein metallenes, stählernes Werkzeug näherte sich abermals seinem Mund, er stöhnte laut, Laute, einem Schreien ähnlich entrannen seinem Mund.

"Ok, dann eben anders." zischte ich kaum vernehmbar, griff hinter mich und zog aus dem Schrank mehrere Seile, die ich nun bedächtig und mit einer zeitlupenartigen Ruhe um seine Handgelenke und um die Lehnen herum führte und zum guten Schluss mit einem Ruck fixierte.

So gefesselt verfolgte ich abermals mein Ziel: den Zahn zu entfernen.


Dabei strich ich meinem Patienten, nun fixiert und ruhig gestellt, mit meinen schwarz behandschuhten Händen über seinen Kopf, über seine Wangen, sprach beruhigend, singend auf ihn ein und instruierte ihn wiederholt, keinen Laut von sich zu geben...

Unmerklich hatte meine Mitarbeiterin mir mein Werkzeug hinter dem Rücken des Patienten gereicht, leicht fragende Blicke begleiteten zwar ihr Tun, aber auch sie schien die Situation zu genießen.


Eh ich mich versah stand sie am Stuhl und während ich den Mund mit leichtem Zug öffnete redete meine Assistentin weiter auf unseren Patienten ein, während sie behutsam seine Handgelenke und seine Arme bis hinauf zur Schulter streichelte, mal mit mehr und dann wieder mit etwas weniger Druck.

Es war mir ein Leichtes den Zahn zu entfernen. Unser Patient lag mit geschlossenen Augen, einer Trance ähnlich, fixiert an Armen und Händen in unseren Armen, ließ sich mit Genuss streicheln und mit Hingabe den Schmerz des Zahnziehens ertragen.

Er verweilte auch nachdem ich schon längst die Wunde versorgt und den Mund für ihn geschlossen hatte, mitträumerischem Blick , in seine Position, kommentierte unsere Behandlung mit einem wohligen "hmmmm" und entspannte zusehends...

Während er dort lag nahm ich eine Pinzette und zog an der Haut auf den frei gelegten Oberarmen. Meine Assistentin öffnete die Schublade und reichte mir mehrere Klemmpinzetten, die ich in einer geraden Linie auf der Unterseite seiner Unterarme befestigte. Er schrie leicht auf; ich erteilte ihm sofort ein paar Schläge auf die ruhenden Oberschenkel und forderte ihn auf "NICHT sprechen, NICHT schreien, KEINEN Laut! Wir hatten diese Vereinbarung doch schon unlängst getroffen??". "Ja, Frau Doktor, entschuldigen sie..." Ein tiefes Atmen folgte und mein Patient war für die weitere Behandlung bereit.

Etwas klirrte in einem Glas, so hörte es sich jedenfalls für meine Ohren an: meine Mitarbeiterin hatte ohne mein Zutun Eis geholt, nahm es nun aus dem Glas in ihre ebenfalls schwarz behandschuhten Hände und strich unserem Patienten damit über den Nacken, hinab zur Schulter, die Arme hinunter und wieder hinauf.


Er stöhnte auf, wand sich im Stuhl, zucke etwas, rollte mit den Augen...

Einen Knebel zog ich aus der nächsten Schublade, einen Besonderen: aus Latex bestand der Ball, der mit Ketten an Latexschnallen befestigt war. Ich setzte ihm, nachdem ich befohlen hatte er möge den Mund öffnen, mit schnellen Bewegungen in den Mund und zog die Schnalle an seinem Hinterkopf fest.


Meine Mitarbeiterin war währenddessen damit beschäftigt unseren Patienten bis auf den Slip zu entkleiden. Schier willenlos ließ er alles über sich ergehen, sogar das Fixieren der Füße mit Manschetten an klirrenden Ketten schienen ihn nicht aus der Ruhe zu bringen.


Ganz im Gegenteil: Genuss sah ich in seinen Augen, die er mitunter für ein paar Sekunden öffnete um dem Schauspiel und unserem Tun zu folgen.

Fixiert auf dem Stuhl, geknebelt und gefesselt lag er nun dort; ich verband ihm noch die Augen: Fühlen ist häufig besser denn Sehen...

Aus den diversen Schubladen holte ich zügig Nadeln der verschiedensten Art: kurze schmale, längere, vom Durchmesser größere, einige rotierende Bohrer, Alkohol und Tücher.


Ein erstaunter Blick meiner Mitarbeiterin, die fasziniert und gehemmt zugleich, vielleicht ein wenig schockiert, dem Procedere zuschaute, drückte ich zehn der dünnen Nadeln in ihre Hände und ließ sie durch meinen Blick wissen, sie möge mir weiterhin assistieren.

Ich tastete mit meinen Fingerkuppen über den Hals meines Patienten, fuhr mit meinen Händen Richtung Brustbein, zog mit Druck über seinen Brustkorb und ließ die Hände auf seiner Brust ruhen. Als ich begann, seine Brustwarzen zu stimulieren, an ihnen zu ziehen, sie in meinen Fingern zu drehen bog sich sein Körper unter meinen Händen und ein leichtes Stöhnen war zu hören.

Meine Helferin reichte mir eine Nadel nach der anderen, erst die kleinen feineren, später die größeren, die ich mit gezieltem Stich sternförmig unter die Brustwarze tief durch die Unterhaut setzte.


Wäre der Knebel nicht in seinem Mund gewesen, unser Patient hätte wohl geschrieen. So jedoch ähnelten seine Laute eher einem Gurgeln, einem genießerischem Gurgeln wohlgemerkt.


So geziert, beide Brustwarzen behandelt und zudem noch mit ein paar kleinen Tropfen Blut versehen holte ich meine Kamera aus dem Schrank und hielt diesen Moment fest.

Die Kerze, die ich unmerklich ebenfalls aus dem Schrank gezogen hatte, erstaunte meine Mitarbeiterin etwas, aber die Augen, die anfänglich fragend schauten, zeigen nunmehr pure Neugierde. Sie reichte mir ein Feuerzeug, ich entzündete den Docht der Kerze, wartete einen Augenblick, bis sich genug flüssiges Wachs gebildet hatte und tröpfelte es dann vorsichtig kreisförmig um die Brustwarzen herum. Der Patient bäumte sich auf, hätte geschrieen, wenn der Knebel ihn nicht gehindert hätte, bäumte sich im Stuhl auf und fiel mit einem dumpfen Geräusch wieder zurück.


Seine Atmung war beschleunigt, ich nahm Alkohohl auf meine Handinnenflächen und hielt sie ihm vor die Nase, während meine Assistentin gleichzeitig seinen Mund geschlossen hielt.


Er versuchte den Kopf zu drehen, jedoch hinderten wir ihn daran; stur hielt ich den Kopf meines Patienten fest in Arm während meine freie Hand vor seiner Nase weilte.


"Schschsch, leise." flüsterte ich ihm ins Ohr, ging dazu über seinen Kopf, seinen Hals und seinen Brustkorb zu massieren, wellenförmig auf und ab, um ihn zu beruhigen.

Als seine Atmung wieder regelmäßig war nahm ihn einen kleinen Bohrer, langsam drehend und glitt mit kreisförmigen Bewegungen um seine nadelbesetzten und wachsbeträufelten Nippel, zog immer größere Kreise bis hinauf zum Ansatz des Halses . Dort zog ich den Bogen zu den Armen und zog mit festerem Druck, mit leicht kreisenden Bewegungen zu den Händen, die Finger hinab, jeden einzelnen, legte mein Instrument beiseite und forderte meine Assistentin auf kaltes Wasser über alle Stellen, die wir behandelt hatten, zu gießen.


Abermals wand sich unser Patient unter der Behandlung, das Stöhnen war von Genuss und wohligem Gefühl geprägt.

Ich löste langsam und behutsam die Seile, löste die Manschetten, nahm ihm den Knebel aus dem Mund, entfernte die Augenbinde und ließ ihn, in eine Decke gehüllt, ein paar Minuten ruhen.

Als wir das Zimmer wieder betraten schauten mir zwei unendlich glückliche Augen entgegen! "DANKE! Frau Doktor! Es war eines der schönsten Erlebnisse, die ich bis jetzt in Erfahrung bringen durfte. Danke nochmals." "Bitte, gern geschehen." sagte ich während ich ihn in den Arm nahm.


Meine Assistentin trug auf einem Tablett Kaffee und Wasser und nachdem unser Patient wieder gekleidet war genoss er großen Zügen erst das Wasser und darauf den Kaffee. Seine Augen funkelten dabei und blitzten mich von der Seite an.

"Nun, dann wird es wohl jetzt Zeit meinen folgenden Termin wahr zu nehmen." Wir gingen in die Rezeption und mein Patient fragte mit strahlenden Augen: "Können wir diese Art der Behandlung bitte zu einem anderen Zeitpunkt wiederholen? Ohne Zahnziehen jedoch?"


"Aber natürlich, herzlich gern." gab ich mit einem Lächeln zurück.


"Ich will auch wieder dabei sein!" kam es intuitiv und wie aus der Pistole geschossen von Seiten meiner Assistentin.

"Alltag kann doch sooo schön sein, nicht wahr?"


Ein zweistimmiges "JAAAA" hörte ich noch, während ich mich schmunzelnd umdrehte, um in mein Büro zu gehen.

Wer, so überlege ich nun, behauptet eigentlich, dass SM nichts in einer Zahnarztpraxis zu suchen hat? Ich glaube, es ist untrennbar... Jedenfalls für mich!

Die Situation entscheidet... Und der "Alltag" auch!

Kommentare


Adlerswald
dabei seit: Feb '01
Kommentare: 166
Adlerswald
schrieb am 10.02.2009:
»Eine wunderbare Geschichte ! Obsession Queen herzlichen Dank ! Sie läuft einem SM-Freak wie Öl mit Schauern über den Rücken !

Ich schreibe diesen Kommentar, obwohl die Autorin vermutlich keinen Blick mehr auf die Kommentare zu dieser Geschichte werfen wird, weil sie der Zufallsgenerator wieder ans Licht gebracht hat.

Ich danke dem Zufallsgenerator von Sevac ! Mein Gott, wie bin ich erregt ! «


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