Eine verändernde Zugfahrt - Teil 1
von Gerd
Seit 10 Jahren bin ich glücklich verheiratet. Wir sind stolze Eltern einer 6jährigen Tochter. Seitdem sie auf der Welt ist, findet der Sex etwa im 2monatlichen Rhythmus statt und dann auch nur Missionar und gut ist. Es ist schön und ich geniesse diese seltenen Momente mit meiner Frau sehr und doch fehlt mir in diesem Bereich etwas. Fantasien habe ich schon, aber immer, wenn ich versuche, das Thema auf meine Wünsche zu lenken, gehen bei meiner Frau die “Rollläden runter”. “Du weisst, was ich davon halte!” Ist die knappe Antwort. Und ich muss wieder warten, bis ich mal allein zu Hause bin, mir beim Anschauen von Videos einen runterhole. Für mich es Betrug und ich habe jedes Mal ein schlechtes Gewissen, als ob ich meine Frau betrügen würde. Und doch überkommt es mich leider regelmässig: Ich suche mir Videos mit dominanten Inhalten, in denen Maskierte Sklaven gedemütigt und gezüchtigt werden. In meiner Fantasie bin ich dann der dreckige Sklave, der unter der Maske steckt und den Bedürfnissen der in schwarzem Leder gekleideten Herrin gerecht zu werden hat und dessen eigene Befriedigung entweder auf der Strecke bleibt, oder unter Schmerzen erfüllt wird. Seit geraumer Zeit versuche ich, auf diese Weise, meinen Druck hin und wieder abzubauen. Wenn meine Frau, die ich über alles liebe, auch nur etwas ahnen würde, weiss ich, dass ich sie zutiefst verletzen würde. Das will ich absolut nicht und doch... So geht es nun schon ein paar Jahre.
In meinem Beruf bin ich hin und wieder mit dem Zug in der Schweiz unterwegs. Da ich mit Menschen zu tun habe, beobachte ich gerne und mir begegnen die verschiedensten Männer und Frauen auf meinen Reisen. Aber die folgende Begegnung sollte mein Leben nachhaltig verändern. Es war ein kalter Wintermorgen in Basel und ich war auf dem Weg nach Hause. Es war Sonntag und ich freute mich nach diesem Wochenend-Kongress auf mein Zuhause mit einem kurzen Moment der Ruhe, bevor ich morgen wieder im Büro bin. Die deutsche Bahn hatte es ausnahmsweise mal pünktlich bis Basel geschafft und ich hatte einen ICE bis Chur. Hin und wieder gönne ich mir nach anstrengenden Tagen den Luxus einer 1.Klasse-Fahrt, so auch heute. Da ich müde war, hoffte ich auf eines dieser 4er Abteile (älterer ICE) für mich allein und hatte Glück: Gut 2 Stunden Fahrtzeit, in der ich meine Ruhe hatte und meinen Gedanken nachhängen konnte. Bis Zürich sass ich allein im Abteil. Als wir in Zürich einfuhren, schaute auf das Perron, um zu schauen, ob die Chance bestand, dass ich auch den Rest der Fahrt allein war. Ich freute mich, als ich sah, dass nicht viele Gäste mitfahren wollten. Ich hob meine Augen kurz auf: Eine Frau fiel mir auf: Sie war vielleicht 40jährig, blond. Sie lief am Zug vorbei lief, um dann einzusteigen. Es schienen wohl alle 4er Abteile besetzt zu sein, auf jeden Fall fragte sie, ob hier noch was frei sei und setzte sich, ohne meine Antwort abzuwarten schräg gegenüber. Ich musterte sie kurz. Eine attraktive Erscheinung. Blonde, lange Haare, die sie zu einem Zopf geflochten hatte, der vorne über den Mantel hing und bis zur Brust reichte. Sie trug – entsprechend der Witterung einen langen dunklen Wollmantel, der ihre Taille sehr betonte. Er sah jedenfalls edel und teuer aus. Oben war er mit einem Knopf verschlossen und unten erblickte ich schwarze Schnürstiefel mit leichtem Plateau und Pfennigabsätzen, die sicher 10 oder 12 cm hoch waren. Sie verschwanden mitsamt der Schnürung unter dem besagten Mantel, den sie geschlossen behielt. An ihren Händen schien sie Handschuhe zu tragen.
Der Zug setzte sich in Bewegung und ich begann, auf meinem Smartphone mir die Zeit bis Chur zu vertreiben. Ich versuchte, diese Erscheinung, die mir da schräg gegenüber sass, zu ignorieren, was mir aber nicht gelang. Ich hob meine Augen kurz auf und sah auf ihr dezent geschminktes Gesicht. Sie schien ihre geschlossen zu haben. Ich musterte sie erneut. Sie hatte die Beine übereinandergelegt. Wie weit mag die Schnürung dieser Stiefel wohl gehen? Bis übers Knie? Weiter? In meinem Kopf spielten Die Gedanken Bingo und in meiner Jeans bildete sich eine Beule. “Was soll das?” machte ich mir in Gedanken Vorwürfe. “ich habe meiner Frau Treue versprochen und werde wegen dieser wildfremden Person vor mir geil?”. So oder ähnlich ging es mir durch den Kopf. Ich schloss die Augen. Dann vernahm ich das Knarren ihrer Stiefel. Sie schien die Beine anders übereinander geschlagen zu haben. Ich malte mir aus, dass die Stiefel bis weit nach oben gehen, wie sich der Mantel öffnet und den Blick kurz zwischen ihre langen Beine freigab und sofort wieder verschloss. Ich konnte ein leises Stöhnen nicht unterdrücken. Augenblicklich spürte ich einen leichten, unangenehmen, aber noch nicht schmerzhaften Druck zwischen meinen Beinen. Sie hat einen ihrer Stiefelabsätze genau auf meinem Schritt platziert und übte einen Druck auf meine Eier aus. Der Druck wurde nun stärker und fing an, weh zu tun. “Das scheint Dir zu gefallen.” stellte mein Gegenüber fest. Ihre Stimme war warm und hatte doch etwas, was ich nicht einordnen konnte. Ich öffnete meine Augen und senkte den Blick, wohl wissend, dass sie mich ertappt hat. “Ich habe Dich etwas gefragt?!” vernahm ich die nun strenger wirkende Stimme. Der Druck auf meine Eier tat nun richtig weh. Aber irgendwie wollte ich nicht, dass er nachliess. Ich lief hochrot an, machte die Augen auf und sah in ihre grünen, mich fixierenden geradezu fesselnden Augen. Sie nahm ihren Absatz, stellte ihn neben den anderen auf den Boden und beugte sich leicht nach vorne: “Muss ich nochmals fragen?!” fuhr sie mich jetzt bedrohlich leise an. Sie erhob ihre in feinem Nappaleder gearbeiteten Handschuhe leicht an, hielt mir einen unter das Kinn und sah mich streng an. Mit dem anderen rieb sie mir über meine Beule zwischen den Beinen. Sie brauchte nur wenige Reibungen, die zusammen mit dem Geruch des Leders vor meinem Gesicht dafür sorgten, dass es mir kam. Eine schallende Ohrfeige verbunden mit einem “Was fällt Dir ein?” brachte mich auf den Boden der Tatsachen zurück.
“Bitte verzeihen Sie mir” war alles, was ich in dem Moment herausbrachte. Sie zog ihre Hände zurück. Nun war sie es, die mich musterte. Mir wurde flau im Magen und ich senkte meinen Blick. Der Zug hatte seinen ersten Halt. In unserem Wagen stiegen leider keine weiteren Passagiere ein, die mich in dieser Situation hätten retten können - oder war ich insgeheim sogar froh darüber? Ich weiss es nicht, ich war verwirrt. “Nun? Ich warte nicht gerne!” zischte sie mich nochmals an. Ich rang um Worte, dachte an meine wunderbare Frau. So etwas würde ich mir von ihr erträumen, weiss aber, dass sie das niemals tun würde. Zu fremd ist ihr das Thema Dominanz. “Bitte verzeihen Sie mir, Madame” wiederholte ich mich. „Wissen Sie,” ich atmete tief ein. Ich ahnte, dass diese Erscheinung auf der anderen Seite keinen Widerspruch gewohnt war und vermutlich auch nicht dulden würde. Wenn ich ledig wäre, hätte sie wohl ein leichtes Spiel mit mir. Madame, es ist so,…“ versuchte ich einen sinnvollen Satz auf die Reihe zu bekommen. Nach einer kurzen Pause nahm ich den Rest meiner Würde und meines Mutes zusammen, sah ihr ins Gesicht und sofort wieder auf den Boden, genauer gesagt auf ihre Stiefelspitzen. „Madame“, ich hatte Angst und rang um Worte, „Ja, es gefällt mir, was ich sehe. Es gefällt mir sogar so sehr, dass ich geil werde, wie sie ja eben selbst bemerkt haben. Unter anderen Umständen würde ich nun vermutlich vor ihnen knien, um Sie zu bitten, mich für mein ungebührliches Verhalten, das Mustern und Anstarren Ihrer Person und den Ständer und dass es mir eben gekommen ist, hart zu strafen.” Vorsichtig hob ich meinen Kopf und sah sie wieder an. Sie schien neugierig auf die Fortsetzung zu sein. “Ich bin verheiratet.” “Das sind andere Schweine wie Du auch!” bekam ich zur Antwort. “Das mag sein”, fuhr ich fort. “Ich jedoch liebe meine Frau und niemals würde ich sie betrügen. Ich würde es niemals übers Herz bringen, ihr weh zu tun. Sie wissen gar nicht, was das eben in mir ausgelöst hat. Mir bedeutet das Eheversprechen, sehr viel, es ist mir heilig.“ “Ich verstehe”, ihre Stimme klang nun milder als bisher. “Schade, ich glaube, dass ich viel Spass mit dir haben könnte. Befriedigst Du Deine Frau auch richtig?” Ich wurde wieder rot. “Entschuldige. Geht mich nichts an. Denken wir an was anderes - sofern Dir das mit Deiner Hose noch möglich ist.” sie schmunzelte. Ich schämte mich. Ich war erleichtert und doch auch wieder nicht. War das hier nicht die Situation, von der ich mein Leben lang geträumt habe? “Wissen Sie, Madame,” fing ich an. “Ich würde alles dafür geben, wenn meine Frau sich ähnlich kleiden würde, wie Sie. Wenn sie mich ähnlich behandeln würde, wie Sie. Aber ich sagte es bereits, das ist ihr eine fremde Welt. Nie würde sie auch nur annähernd einen Stiefel tragen, wie Sie es tun.” Wir schwiegen uns für den Rest der Fahrt an. Ich schloss wieder meine Augen und malte mir aus, wie es wäre, wenn meine Frau diese Person gegenüber wäre. Wir schwiegen und doch blieb die Spannung im Zug greifbar. Hin und wieder schaute sie mich an und es blitzte in ihrem Blick ein Funken von Dominanz auf, der mich innerlich erzittern ließ. Ich dachte nach, fühlte mich gleichzeitig erleichtert und seltsam leer, als hätte ich soeben einen geheimen Pfad betreten, von dem ich nicht wusste, wohin er führen würde. Kurz vor Chur verabschiedete ich mich und wünschte mir insgeheim, dass wir uns wiedersehen würden.
In Chur wurde ich von meiner Frau erwartet. Sie stand am Perron, wir umarmten und küssten uns zur Begrüssung - wie immer. “Hallo Schatz, ist alles in Ordnung? Du wirkst angespannt“ “Hallo meine Schöne. Es ist schön Dich zu sehen, danke, dass Du mich abholst. Nein, es geht mir gut. Ich bin einfach nur müde. Dann waren die WC’s im Zug defekt und mir ist ein Unglück passiert.“ Ich zeigte auf den feuchten Fleck meiner Jeans. “Oh, dann schnell nach Hause.” meinte sie mitleidig und schaute an mir an mir vorbei. “Das gibt es ja nicht! Nicole??” “Myriam? Was machst Du denn hier? So cool Dich zu sehen” Ich schaute mich um. Mir entglitten sämtliche Gesichtszüge und das Blut gefror mir in den Adern. Die Fremde aus dem Zug und meine Frau kennen sich? “Ich bin hier, um meinen Mann abzuholen. Er war ein paar Tage unterwegs. Darf ich ihn Dir vorstellen?” worauf Nicole verneinte: “Das ist nicht nötig, wir kennen uns bereits. Nicht wahr?” “Woher?” Myriam schaute mich an. “Wir sind zusammen im Zug gesessen von Basel bis hierher.” Nicole (nun wusste ich ja ihren Namen) ergänzte: “Und wir haben uns gut unterhalten. Sag Wie geht es Dir? Die beiden Frauen hatten sich viel zu erzählen und ich stand ein wenig abseits mit meinem Fleck in der Jeans da und beobachtete die beiden. Meine Frau und diese weitestgehend unbekannte aus dem Zug. Nachdem die beiden ihre Nummern ausgetauscht hatten, umarmten sie sich und verabschiedeten sich mit “Wir schreiben oder Telefonieren, ja?” Ich nahm Myriam in den Arm, wir gingen zum Auto und fuhren heim.
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