Happy Halloween
von Mondstern
„Du hattest echt keine Ahnung?“ Marco fragte mich jetzt das dritte Mal.
Leichter Nieselregen hatte eingesetzt. Die Scheibenwischer hinterließen Schlieren auf der Scheibe. Ein kurzer Druck auf den richtigen Schalter, und sauberes Wasser mit etwas Zitronenreiniger beseitigte das Malheur.
„Ich sollte vielleicht mal genauer zuhören“, gab ich zu.
„Nicht unbedingt deine Schuld. Die Weiber überhäufen uns mit belanglosen Informationen, und irgendwo dazwischen verstecken sie dann die Kernaussage.“
„Was machen wir?“, fragte meine Frau von der Rückbank.
Marco schaute in den Rückspiegel, ich drehte mich zu den Mädels um.
„Nichts, Schatz. Alles gut.“
Überraschenderweise gab sich Melanie damit zufrieden und vertiefte sich wieder in die Unterhaltung mit ihrer Schwester und Marcos Frau Jasmin.
Die Idee kam ganz spontan beim Besuch unserer Freunde auf. Während die Kinder durchs Haus tobten, schwärmte Marco bei Kaffee und Kuchen vom letztjährigen Besuch einer Halloween-Party. Seine Frau Jasmin bestätigte es und Mel wurde hellhörig. Das war vor etwa zwei Wochen.
Jetzt war die Nacht vor Allerheiligen, der 31. Oktober und wir auf dem Weg zu solch einer Party. Halloween stammte ursprünglich von der Grünen Insel. Die irischen Einwanderer in den USA pflegten ihren Brauch in Erinnerung an die Heimat und bauten ihn aus. Und von da verbreitete sich das Spektakel ab den 1990er Jahren auch bei uns.
Normalerweise würde ich, allein bei dem Gedanken auf so eine Veranstaltung zu gehen, schon kreidebleich werden. Wenn ich mir dann auch noch eine Flasche Ketchup übergieße, hätte ich gute Chancen auf das beste Kostüm des Abends.
Dabei hatte ich einen gemütlichen Star-Wars-Marathon geplant und wollte ihn mit Paprikachips und Weizenbier krönen. Anderseits, die DVDs liefen nicht weg …, auch wusste ich noch nichts von einigen Details.
Den ersten dezenten Hinweis lieferte mir meine Frau, als sie nach dem Duschen in einem Hauch aus Nichts vor mir posierte. Ein schwarzes Kleidchen, das kaum noch diese Bezeichnung verdiente.
Am Saum waren asymmetrische Zacken, die zwar noch die strategischen Stellen verdeckten, aber einen netten Einblick an den Seiten zuließen.
Nach einer gefühlten Minute, und der Überlegung, ob bei dem Outfit nicht zwingend Unterwäsche notwendig war, kamen mir dann doch die ersten Zweifel.
„Die Party ist nicht wirklich in einer Disco, stimmt’s?“
„Nein, im Altersheim. Hast du wieder nicht richtig zugehört?“
„Doch, natürlich, Schatz. Aber …“
Mel grinste nur. Meine Ausreden waren ja jetzt nicht wirklich originell, und ein paar Jahre waren wir ja auch schon verheiratet.
Marco überholte einen Tanklaster. „Nächste Ausfahrt müssen wir runter. Dann sind es noch zehn Kilometer.“
Ich nickte. „Wie muss ich mir das denn vorstellen? Party in der Sauna zählt jetzt noch nicht zu meinen Erfahrungen.“
Marco schmunzelte. „So wie eine Beachparty würde ich sagen, nur halt alles verdunkelt, alles verkleidet und …“ Er schaute kurz in den Rückspiegel, aber die Mädels waren in ihre Unterhaltung vertieft. „Vor allem was fürs Auge“, flüsterte er und zwinkerte dabei. „Da haben sie im Schwimmbad noch viel an.“
„Dann lass ich mich mal überraschen. Das Auge isst ja bekanntlich mit, und Appetit holen ist erlaubt.“
Auch wenn ich es niemals offen zugeben würde, der Gedanke machte mich schon ein wenig an. Marcos Frau war auch eine Hübsche. Schlank, lange Haare, die sie schwarz gefärbt und zu dünnen Rastazöpfchen geflochten hatte. Und soweit ich das beurteilen konnte, mindestens Körbchengröße C. Was meine Schwägerin anging, so war das noch unbekanntes Terrain. Andrea hatte kurzfristig zugesagt, weil ihr Mann – mal wieder – geschäftlich auf einer Tagung festhing und es nicht rechtzeitig nach Hause schaffen würde.
Andrea war meiner Frau wie aus dem Gesicht geschnitten, und auch ihre Figur ließ sich sehen. Ich kannte sie als verschlossen und distanziert. Allerdings erlebte ich sie auch noch nie auf einer solchen Party. Da war ich gespannt was der Abend, oder besser gesagt, die Nacht bringen wird.
„Vor 22 Uhr brauchen wir gar nicht rein gehen“, kam’s von der Rückbank. „Da ist tote Hose.“
Wie eigentlich auf allen Partys. Ob diese doch plötzlich geäußerte Erkenntnis vielleicht etwas mit dem Burgerladen zu tun hatte, den wir kurz vor unserem Ziel passierten? Ich wette – eindeutig ja.
Wir beschlossen, spontan einen kurzen Abstecher ins Fast-Food-Restaurant einzulegen. Die Angestellten an der Kasse schauten nicht schlecht, als Melanie die Bestellung vorbrachte. „Trick or treat.“
„Apfeltaschen haben wir auch“, rief ein Typ lachend, der gerade Hamburger brutzelte, und wohl mit den amerikanischen Bräuchen vertraut war.
Sicherlich dauert es auch nicht mehr lange, bis Scharen von Kindern vor unserem Haus aufmarschieren und Süßes oder Saures fordern.
„Hier haben sie sogar ein Flyer.“ Mel schnappte sich eins der Werbeprospekte und las vor. „Leichte Bekleidung, Badehose und Bikini … es wird heiß, Leute.“Jasmin steckte ihre Nase ebenso in den Hochglanzzettel. „Kostümzwang … Ideen für Verkleidungen: Feen, Fledermäuse, Geister, Hexen, Kürbisse, Skelette, Zombies, Tote, Vampire und Ähnliches.“
„Meine Nachbarin braucht nur ein orangefarbenes T-Shirt anzuziehen und geht problemlos als Kürbis durch“, sagte Andrea trocken. „Und ihr blutleerer, bleicher Mann könnte als Vampir gehen.“
Wir lästerten noch eine Weile über alle möglichen und unmöglichen Leute, fuhren dann gemütlich die restlichen Kilometer und waren kurz nach zehn am Ort der Begierde.
Das Aquaworld. Eins der ersten Erlebnisbäder in unserer Gegend. Damals wusste auch noch keiner so richtig, was, zum Henker, überhaupt ein Erlebnisbad sein soll?
Irgendwelche Probleme mit der Filteranlage haben für eine kurzzeitige Schließung des Bads geführt. Der regional bekannte Disc Jockey FiX, der für seine Schaumpartys bekannt war, nutzte den Umstand, um es für den Halloween-Event anzumieten.
Die Party war ab 18 und deshalb kontrollierte Security-Personal am Eingang. Meine Frau wurde aufgefordert, ihren Ausweis vorzulegen. Mich nervte das gleich, Melanie lachte aber nur: „Cool, wenn man als 2-fach-Mami noch unter 18 geschätzt wird.“ Der Türsteher machte dem Klischee alle Ehre und verbiss sich ins Geburtsdatum und der Berechnung der Jahreszahlen.
„27, Mann“, platzte mir der Kragen. „Meine Frau ist 27 und damit darf sie rein.“
Ein Typ, mit Irokesenfrisur und grimmigem Blick, erschien aus dem Off. „Alles gut, Alter“, meinte er zu seinem leicht überforderten Kollegen, nahm ihm den Ausweis aus der Hand und gab ihn Melanie zurück. Er entschuldigte sich höflich und ließ es sich nicht nehmen, den Mädels allen ein Kompliment über ihr junges Aussehen zu machen. Für mich war das eindeutig zu dick aufgetragen, den Ladys gefiel‘s aber. Also gut, von mir aus. Der Security-Mann verwies auf den Kostümzwang. Außerdem sei das Mitbringen von Glasflaschen und Tragen von Straßenschuhen in der Partyzone absolut verboten. Beides würde kontrolliert werden, und führe bei Nichtbeachtung zum sofortigen Rauswurf. Auf eine Leibesvisitation verzichteten sie dann und wünschten uns einen schönen Abend.
Nach dem Umziehen trafen wir uns alle im Foyer. Marco und ich trugen schwarze Shorts und T-Shirts. Seins mit einem grimmigen Skelett, das einen Würfelbecher schwang, meins mit dem guten alten Eddie, dem kultigen Maskottchen von Iron Maiden. Mit dieser “Verkleidung“ schafften wir gerade so die Minimalbedingung. Ganz anders die Frauen. Jasmins Outfit war ähnlich dem meiner Frau. Ein schwarzer, knapper Stofffetzen, der beinah aus jeder Position den Blick auf den darunter sitzenden Bikini zuließ. Meine Schwägerin musste improvisieren. Ihr ebenfalls schwarzes Sommerkleid sah aus, als wäre es unter einen Mähdrescher geraten. Es war über und über mit waagerechten Rissen durchzogen und zeigte mehr Haut, als es verbarg. Außerdem trug sie keinen BH darunter. Ich musste mich beherrschen, da nicht hinzustarren. Aber wenn der Abend schon so anfing …
„Umschauen können wir uns später noch“, meinte Melanie. „Holen wir uns erst mal was zum Trinken.“ Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.
Links ging‘s in den Wellnessbereich, dort hingen Schilder mit durchgestrichenem "Essen". Also rechts herum zu den Schwimmbecken. Die Halle war verdunkelt, das Wasser abgelassen und das große Becken diente als Tanzfläche. Aus einer riesigen Musikanlage röhrte fetzige Musik. Lampen an der Decke lieferten rotierende Disco-Lichteffekte. 300, 400 Leute tanzten, lachten, alberten herum.
Ich war überrascht. Einige Feierwillige hatten mächtig in ihr Outfit investiert. Viele Frauen trugen stilgerechte Kleider, Röcke und Accessoires. Sehr viele Hexen, aber überwiegend sexy Hexen, und Feen. Die meisten Männer hingegen hatten Badeshorts und dunkle T-Shirts an. Da waren Marco und ich also doch keine Exoten.
Etwa die Hälfte der Gäste war geschminkt. Schwarz und orange dominierte, aber auch grau, weiß, gelb und rot war vertreten. Die typischen Halloweenfarben, wie ich später erfuhr. Wie hochwertig die Schminke war, zeigte sich unmissverständlich.
Bei den Frauen waren die Konturen meist noch zu erkennen, bei den Männern – und der wohl überwiegend billigen Karnevalsschminke, die sie verwendeten - waren die ursprünglichen “Kunstwerke“ durch Schweiß und der hochsommerlichen Temperatur hier drinnen, weitgehend verwischt.
An der Längsseite des Beckens waren zahlreiche Tische und Stühle aufgestellt, an denen sich die Leute unterhielten - soweit es die laute Musik zuließ. Im hinteren Bereich, wo sonst Ruheliegen standen, gab’s Getränke. Zwei große Bottiche machten ihn zum kulinarischen Mittelpunkt der Party. Fast wie am berühmt-berüchtigten Ballermann. Die rote Flüssigkeit wurde mit einer Kelle in orangefarbene Plastikbecher gefüllt. Zur Auswahl standen Feurige Lava und Fledermausblut - Sangria und Erdbeerbowle. Beides war nicht mein Fall. Aber immer noch besser als das alternativ zur Verfügung stehende lauwarme Bier. Die Mädels waren begeistert, und da eh alles im Eintrittspreis enthalten war … Ein Prosit der Gemütlichkeit!“, oder wie Werner sagen würde: Hau wech die Scheiße!
Nach ein paar Drinks, und erfolgreichem akklimatisieren in die Partystimmung wollten die Mädels tanzen. Uns fragten sie erst gar nicht, obwohl wir schon an originellen Ausreden gearbeitet hatten. Kennen uns halt gut. Während sie in der umfunktionierten Tiefe des Schwimmbeckens verschwanden, scannte ich mit Marco zusammen jedes infrage kommende Zielobjekt ab. Während mein Kumpel sich als Busenfetischist outete, favorisierte ich schmale, knackige Ärsche.
Für manche der sehr knappen und freizügigen Kostüme benötigte man eigentlich einen Waffenschein. Ich wusste stellenweise gar nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte.
„Ey, guck mal! Marco tippte mir an die Schulter und zeigte zur Tanzfläche. „Unsere Süßen.“
Ich schaute in die Richtung. Die drei tanzten miteinander, waren aber auch von einer Schar Kürbisse umgeben. Junge Kerle in orangenen Klamotten, orange gefärbten Haaren und Gemüsekäppis. Könnte aber auch ein verschollener Fanklub der holländischen Nationalmannschaft sein … Auf jeden Fall waren sie recht frech. Während Jasmin und Mel ständig irgendwelche Finger zurückwiesen, provozierte Andrea geradezu.
„Deine Schwägerin will’s wissen“, sagte Marco, und grinste dabei über beide Ohren.
„Sieht so aus.“
Schweigend standen wir an einem Stehtisch und spielten den Voyeur. Es gefiel mir schon immer, wenn Frauen gut tanzen konnten. Das Rumgehopse auf der tief liegenden Tanzfläche würde ich jetzt nicht unbedingt als Tanzen bezeichnen, aber es waren zum Teil sehr sexy Bewegungen. Dass gerade ein weiterer Kürbismann seine Hände an Jasmins Taille hatte, und ziemlich ungeniert an den Seiten nach oben tätschelte, gefiel nicht nur ihr.
„Apropos will’s wissen, Marco. Deine Frau amüsiert sich auch recht gut.“
Er nickte und verpasste keinen Augenblick. Da wir uns schon aus Jugendzeiten kannten, wusste ich natürlich, dass ihn das anmachte.
Und wenn ich ehrlich war, dann fand ich das auch ziemlich antörnend.
Ähnlich ging’s auch der Kürbiskopftruppe. Ihre Hände wurden immer mutiger. Während Jasmin immer wieder ein paar Hände von ihrem Busen wegdrückte, machte Andrea keine Anstalten, das zu unterbinden. Und meine Frau … wo, zum Henker, war meine Frau?
Nachdem ich das halbe Becken abgescannt hatte, stand sie plötzlich, mit drei neu gefüllten Bechern versehen, neben mir.
„Für mich auch drei!“, witzelte Marco. „Hab ihr Spaß da unten?“
„Komm doch runter und guck selbst!“, sagte Mel.
„Vielleicht machen wir das ja.“
„Oh, wir? Brauchst du Verstärkung?“, fragte sie provokant nach.
„Ich brauch jetzt erst mal was zu trinken.“
Und weg war er. Ich schaute mit Melanie zu unserer restlichen Begleitung.
„Andrea geht ziemlich ab.“
Mel zuckte nur mit der Schulter. „Lass sie doch, Schatz. Sie hockt doch sonst nur Zuhause rum.“
Stimmt schon, dachte ich. Ich verglich ihr trautes Heim immer gern mit einem goldenen Käfig. Groß, schön, nobel. Dafür aber auch am Arsch der Welt. Ihre gesellschaftlichen Kontakte waren neben den üblichen Familientreffen meist irgendwelche Geschäftsessen, bei denen sie ihren Mann als schickes Accessoire begleitete. Also schon irgendwie verständlich, dass sie da mal ausbrechen will. Einer der Orangenen tanzte direkt hinter Andrea, rieb seinen Unterleib an ihrem Arsch und massierte genüsslich ihre Titten. Ich grinste nur. Nun ja, wenn sie doch sonst immer brav zu Hause sitzt …
Mel überlegte, wie sie das alles einordnen sollte, zuckte dann aber wieder mit der Schulter. „Sei nicht so spießig, einmal ist keinmal.“
„Du meinst, was in Aquaworld passiert, bleibt in Aquaworld?“
Sie schaute mich kurz an. „Natürlich.“
„Also gleiches Recht für alle?“, fragte ich grinsend nach.
„Natürlich nicht. Du darfst nur gucken.“
Und weg war sie. Aber Dankeschön. Immerhin.
„Eisgekühlte Lava.“ Marco reichte mir einen Becher und wir stießen an.
„Eisgekühlte Lava?“, fragte ich sicherheitshalber nach.
„Die neueste Kreation. Die haben einen Sack Eiswürfel in den Bottich geschüttet.“
„Du weißt schon, dass du heute fährst?“
„Deshalb darfst du die Lava genießen, und ich trink Icewater, gibt’s übrigens nur ohne Eiswürfel. Schmeckt wie direkt aus der Leitung.“
Mittlerweile war Melanie wieder bei Jasmin und Andrea. Und denen schien‘s auch zu schmecken.
„Gehen wir runter?“, fragte Marco.
„Ja klar, weil wir John Travolta sind.“
„Das ist nicht Saturday Night Fever. Schunkel mit dem Oberkörper und wackle mit dem Arsch.“
„Mit dem Arsch wackeln?“
„Okay, jetzt wo du es sagst, vergiss es. Mach das, was die anderen machen.“
„Dann dank ich mal für die hilfreichen Tipps.“
Das Verlangen, da unten ein wenig mitzumischen, war doch größer als meine Abneigung zum Dreivierteltakt. Außerdem wirkte die Lava schon ein bisschen stimmungsfördernd.
„Wir werden uns zum Affen machen, Marco.“
„Ich weiß, aber du kannst später immer noch sagen, die blutrote Plörre hat dich benebelt. Wenn, dann werde ich der Oberaffe sein.“
„Gutes Argument, dann los.“
Hier unten im Becken alias Tanzfläche war es deutlich lauter. Und ein Gedränge, dass jegliche Besoffenen keine Chance zum Umfallen hatten. Hatte schon etwas von Zombieland.
Unsere Mädels waren sichtlich verwundert, uns hier unten zu sehen, allerdings auch erfreut.
„Genug an meiner Frau rumgefummelt, Kürbiskopf.“
Der Alkohol hatte nicht nur seine Hemmungen beseitigt, sondern auch seine Auffassungsgabe extrem verlangsamt. Ich schob ihn galant zur Seite und gab ihm einen freundschaftlichen Rat mit auf den Weg. „Verpiss dich!“
Ich übernahm seinen Platz, stellte mich direkt hinter Mel und schaffte es – wenn auch langsam und zaghaft – ein wenig Rhythmus in mein Blut zu schaukeln.
Marco schien Konkurrenz weniger auszumachen, im Gegenteil sogar. Er tänzelte rechts neben Jasmin, während ein Orangener die linke Seite belagerte.
Aber noch mehr überraschte mich meine Schwägerin. Ich hätte gewettet, dass sie bei unserem Erscheinen die Bremse ziehen würde. Aber weit gefehlt. Sie war von immer wechselnden Typen umstellt, und deren Hände – durch die zahlreichen Risse in ihrem kurzen Schwarzen – direkt auf ihrer Haut.
„Einmal ist keinmal?“, schrie ich fast in Mels Ohr.
„Die ist halt ein kleines Biest“, antwortete meine Frau. „Provoziert gern.“
„Provozierst du auch gern?“
Anstelle einer Antwort rieb sie mit ihrem Po an meinem kleinen Freund. Und dem gefiel das ebenso gut wie mir. Ich genoss die Berührungen, und ich genoss die ganze hocherotische Aura. Mel tanzte dezent vor mir, streifte immer wieder meine Hose und war genauso in der Stimmung gefangen. Wir beobachteten abwechselnd Jasmin und Andrea, einschließlich deren Verehrer. Andrea war völlig passiv, ließ es einfach geschehen, was die Risikobereitschaft der Typen natürlich immer mehr zunehmen ließ.
Jasmin war die Aktivste. Sie umarmte ständig jemanden, einen Kürbis-Typen, wie auch ihren Mann. Ich hatte das dumpfe Gefühl, das Spiel zog sie nicht zum ersten Mal ab.
Die Musik wurde leiser, DJ FiX bedankte sich fürs Kommen und versprach, dass die Party noch heißer wird. Sein Make-up erinnerte an eine Mischung von Beetlejuice und dem Joker. „Freunde“, rief er ins Mikro. „Bald ist Mitternacht. Und um Mitternacht wird das Tor zur Hölle geöffnet. Eine Stunde lang wird das Dampfbad zum Tummelplatz aller Wesen der Nacht.“
„In der Hölle ist es aber sehr heiß“, meinte Jasmin beiläufig.
„Mindestens 444,6 Grad“, sagte Melanie.
„Wie kommst du denn darauf?“
„Das ist der Siedepunkt für Schwefel.“
„Woher weißt du …?“, fragte Jasmin stirnrunzelnd. „Nee, schon gut, das hast du irgendwann mal irgendwo gelesen. Ich frag mich nur, wie du dir so Zeug merken kannst.“
„Nenn mich Superhirn.“
„Mel, du warst dieses Jahr zweimal auf der Sparkasse, um deine EC-Karte wieder freischalten zu lassen.“
„Weil man diese doofe Geheimnummer nur drei Mal falsch eingeben kann.“ Mel grinste und Jasmin nickte lächelnd.
„Freunde der Nacht“, legte FiX nach. „Normalerweise geht man nackig ins Dampfbad. Aber es besteht auch hier Kostümzwang – leider. Papi Ordnungsamt besteht darauf. Deshalb haben wir … aber seht selbst.“
Ein Donnern kam aus den Boxen, die Lichtanlage simulierte einen Blitz. Zwei hübsche Tänzerinnen stiegen auf FiX´s Podest. Sie trugen einen schwarzen Poncho, der nicht ganz bis zu den Knien ging. „Sieht das nicht höllengeil aus, Freunde?“
Die Menge pfiff und drückte ihr Gefallen durch lautes Gejohle aus. „Mitternacht den Liebenden, Freunde. Rock ‘n‘ Roll …“
Viele Feierwütige machten eine dringend benötigte Pause. Obwohl die Tanzfläche immer noch recht voll war, war das Gedränge nicht mehr so nervig.
Jasmin stellte sich neben mich und Marco redete mit meiner Frau.
„Ein Spiel?“, fragte ich nach einigen Minuten.
„Ein sehr kribbeliges Spiel.“
„Okay … ich versteh nur Bahnhof.“
Jasmin fing noch mal von vorne an. „… Halloween … eine böse Nacht … im Schutz der Dunkelheit … etwas an das wir noch in Jahren denken werden … ein Geheimnis … Motto: Einmal ist keinmal.“
Obwohl ich jetzt nicht unbedingt für Schwerfälligkeit bekannt war, brauchte ich noch einige weitere Andeutungen, bis es klingelte.
Marco erzählte Mel wohl den gleichen Plan. Sie sah fragend zu mir, ich zuckte mit der Schulter.
„Wenn sich eine Nacht für sowas anbietet, dann heute“, sagte Jasmin.
„Und was genau abgelaufen ist, das weißt dann nur du? Und Marco das von Mel?“
„Und du kennst meins, ja genau“, bestätigte Jasmin.
„Und das hast du dir heute ausgedacht?“
„Nein, Marco und ich haben schon länger darüber fantasiert.“ Ich nickte. Und wenn ich auch nur einen Hauch von Ahnung von Frauen hatte, dann wusste Melanie das zumindest ein paar Stunden vor mir.
„Was meint Mel?“
„Wie kommst du darauf, dass ich das weiß?“
Ich grinste nur. Schon allein der Ton, in dem Jasmin es gesagt hatte, verriet alles. Und das war ihr auch im selben Moment bewusst geworden.
„Es gibt eine eiserne Regel. Nichts, wofür ein Kondom benötigt wird und nichts zwischen den gegenseitigen Zeugen.“
„Verstehe“, sagte ich, wobei ich eigentlich nicht wirklich was verstand. Wieder schaute ich zu meiner Frau, hob wieder leicht die Schulter. Sie nickte.
„Andrea weiß davon aber nichts?“, fragte ich.
„Kein Sterbenswort. Braucht sie ja auch nicht, die spielt ihr eigenes Spiel. Und bedenke …, der Reiz dabei ist die Geheimhaltung.“
„Und dieses Lava- und Vampirblut …“
„Fledermausblut.“
„Von mir aus. Das süße Zeug baut ein paar Hemmungen ab.“
„Es verschiebt sie … in die richtige Richtung“, meinte Jasmin grinsend.
Ich schnappte mir meine Frau und stellte mich hinter sie.
„Wann habt ihr euch das ausgedacht?“
„Wir? Ich weiß es auch erst seit vorhin. Jasmin findet’s total aufregend.“
„Soso? Und du nicht?“ Ich fasste ihr an die Taille, strich langsam die Oberschenkel nach unten und unterm Kleidchen wieder nach oben. „Wow. Echt jetzt?“
Sie grinste nur.
„Wann? Wo?“ Eine Antwort hatte ich nicht erwartet, und bekam auch keine. Im Grunde spielte es auch keine große Rolle. Ich streichelte über ihre nackten Pobacken. Vor etwa acht Jahren hatte ich meine Jugendliebe geheiratet, zwei Töchter bereicherten unser Leben, und ich liebte sie von Jahr zu Jahr mehr. Und ich liebte diesen durchtrainierten, schlanken Body, und diesen wahnsinns-geilen Arsch.
„Du bist ein kleines Luder, Schatz.“
„Es gilt aber nur während der Geisterstunde?“, fragte ich noch mal nach.
Sie nickte. „Eine verruchte Idee, gell?“
„Allerdings.“
„Eine geile Idee?“
„Eine verruchte, geile Idee. Macht es dich an?“ Langsam hob ich den Saum ihres Kleids hoch.
Sie schmiegte sich an mich, rekelte sich wie eine Katze. Marco unterhielt sich lachend mit einem seiner neuen orangenen Freunde und ließ dabei meine Schwägerin keinen Moment aus den Augen. Zumindest bis eben. Gebannt sah er zu, wie der Stoff auf Mels Körper immer mehr nach oben wanderte. Ich streichelte sanft über die babyglatte Haut zwischen ihren Beinen. Mels Atmung geriet ins Stocken und der Herzschlag setzte kurz aus, als ich ihr Kleid bis zum Nabel hochzog. Ihre Finger umklammerten fest mein Handgelenk, machten aber keine Anstalten, sie runterzudrücken. Marco grinste und schaute ungeniert hin. Und nicht nur er.
Plötzlich ertönte eine tiefe Glocke, wurde mit jedem Schlag lauter. Dann stimmten Lead- und Rhythmusgitarre, Schlagzeug und Bass ein.
Hells Bells von AC/DC.
„Das Tor zur Hölle ist geöffnet, Freunde. Habt Spaß.“
Das war das Startsignal. Marco hakte sich bei Mel ein und ich bei Jasmin. Im Wellnessbereich ging es um einige Dezibel gemäßigter zu. Auch war hier mehr des Mottos zu erkennen. Überall hingen lebensgroße Nachbildungen von Skeletten, Sensenmänner, Hexen und Geister an den Wänden. Riesige Spinnennetze zierten die Decke. Zahlreiche Papierlaternen, die wie Kürbisse aussahen, spendeten Licht. Ein Ruhebereich, eine Art Liegewiese mit Kunstrasen und Höhensonne, in dem man an kalten Tagen ein kleines bisschen Sommerfeeling genießen konnte, war zur Schmusewiese geworden. Wobei man Schmuse gegen Fummel tauschen musste. Auch die zahlreichen Liegen waren ausnahmslos belegt.
Die Finnischen Saunen waren aus hygienischen Gründen verschlossen. Verständlich. Der große Whirlpool war in Betrieb und restlos überfüllt.
Der Weg zum Dampfbad war allerdings durch ein simples rot-weißes Absperrband verwehrt.
„Gut, dann beschwer dich beim Bürgermeister, du Vogel, aber erst gehst du mir aus den Augen, Alter.“ Ein Typ, der kaum noch stehen konnte, machte sich schmollend vom Acker. Dem Typ mit der Irokesenfrisur widersprach man nicht so einfach. Er entdeckte uns und grüßte.
„Warum kontrolliert ihr denn hier drinnen?“, fragte Jasmin.
„Keine Vollgesoffenen“, sagte er. „Und, dass die Kostümpflicht eingehalten wird.“
„Auflage?“, fragte ich.
Er nickte. „Manches muss man nicht verstehen. Eure Klamotten könnt ihr hier rein stopfen.“ Er zeigte auf ein riesiges offenes Wandregal mit lauter schuhkartongroßen Fächern. „Poncho ist kostenlos, aber´n Zehner Pfand.“
Weil ich etwas erstaunt schaute, legte er seine Hand auf meine Schulter. „Kein Nepp, Alter. Du gibst dasTeil einfach hier wieder ab und bekommst deine Kohle zurück. Wir haben große und kleine Teile.“
Er gab uns je eine der beiden zur Verfügung stehenden Größen, XL und M, und winkte uns durch.
„Einfach hier umziehen?“, fragte ich und zeigte auf den leeren Platz vor den Fächern.
„Klar, Alter, es ist Partytime.“
Diskutieren wollte ich jetzt nicht und davon abgesehen …C'est la vie.
Der Poncho war nichts anderes als ein einfaches Handtuch mit Loch in der Mitte. Dennoch fühlte ich mich ein bisschen wie Clint Eastwood in "Eine Handvoll Dollar". Dann auf, zu den ganzen Baxters und Rojos.
Ein improvisiertes Schild zeigte den Weg. “Zur Hölle“, war da in krakeligen Großbuchstaben geschrieben. Jemand anderer hatte in filigraner Schrift “zum zweiten Kreis zugefügt“.
Im Dampfbad steppte bereits der Bär. Erst empfing uns eine gewaltige Dampfwolke, dann ein Gewimmel, das den Namen mehr als verdiente. Halb blind drängten wir auf die gegenüberliegende Seite. Durch die gläserne Eingangtür kam etwas Licht von draußen. Hier drinnen waren nur einzelne LED-Lichter. Unsere Augen brauchten ein paar Minuten, um mehr als Dampf und Silhouetten zu erkennen. Ich war überrascht. So ein großes Dampfbad hatte ich noch nie gesehen. Ein rechteckiger Raum, der nur an den beiden Stirnseiten mit den obligatorischen Sitzflächen versehen war.
Aber die Meisten standen in Grüppchen beieinander, oder beobachteten von der Seite aus das Geschehen. Musik trillerte vor sich hin, nicht so laut und bei weitem nicht so klar, wie in der Schwimmhalle.
In der Mitte des Raums stand eine riesige geflieste Säule. Sie versperrte die Sicht in den restlichen Teil des Dampfbads. Wir drängten uns weiter durch die Menschentraube und im hinteren Eck war es tatsächlich etwas leerer. Die Säule entpuppte sich als Dusche, unter der tatsächlich schon die Ersten Abkühlung suchten.
Es war nicht so heiß, wie im normalen Betrieb, aber schon ganz ordentlich. Ich stellte mich mit dem Rücken zur Wand, Jasmin neben mich. Eine Clique mehr oder weniger gut angeheiterte Frauen flanierte durch das Bad. Und sie tatschten dabei alle herumstehenden Männer an. Wie geil ist das denn?
Jasmin war mindestens so angeregt wie ich.
„Trau dich doch!“
„Du zuerst“, antwortete sie.
Ich lächelte. Fantasien waren eine Sache, sie umzusetzen aber eine ganz andere. Die Quecksilbersäule im Thermostat stieg unaufhörlich. Und damit meinte ich nicht die Raumtemperatur. Der dichte Wasserdampf, der nur die Sicht auf die unmittelbaren Nachbarn zuließ, beseitigte dann wohl auch die letzte Hemmschwelle.
Zuerst bei den rumtänzelnden Hexen. Die Berührungen wurden intensiver und auch eindeutiger. Und sie schienen niemanden zu stören.
Keine zwei Meter vor uns stand ein Pärchen, das sich rhythmischen Bewegungen hingab. Zwei Typen sahen zu. Ich musste grinsen. Natürlich schau ich auch mal hin, wenn sich die Gelegenheit bietet, aber das machte mich kein Stück an. Die Ponchos, und was sie verbargen, oder auch nicht verbargen, war bei Weitem reizvoller. Gerade fieberhaft überlegend, wie ich denn jetzt zu einem Geheimnis der besonderen Art kommen könnte, blieben zwei süße Feen direkt vor mir stehen. Und noch bevor ich auch nur spekulieren konnte, wanderten schon deren Hände unter meinen Poncho. Diesmal war ich es, dessen Herzschlag für Sekunden aussetze. Jasmin drängte sich direkt neben mich und sah gebannt zu. Ich bekam den Mund nicht mehr zu. Und als sie einfach den dünnen Stoff lüpfte, war mein Schwanz an Härte nicht mehr zu überbieten. Es kam mir ewig vor, dauerte aber wohl keine Minute. Ich war wie benebelt, die Feen zogen weiter, Jasmin ließ den Poncho wieder fallen, und grinste breit über die sich abzeichnende “Zeltstange“. Ich atmete tief aus. Bekam aber sofort wieder Atembeschwerden. Jasmin sah sie im selben Moment.
Andrea. In der Ecke. Und nicht alleine.
Ich wollte zur anderen Seite ausweichen, doch Jasmin hatte andere Pläne.
„Sie könnte uns sehen“, flüsterte ich.
„Die wird nicht mal merken, dass wir da sind.“ Sanft schob sie mich in Richtung meiner Schwägerin.
Wäre mein Gesicht nicht vom Wasserdampf benässt, würde der Schweiß von der Stirn tropfen. Wir tapsten langsam an der Wand entlang, standen dann keinen Meter hinter ihr. Sie stützte sich mit einer Hand an der Wand ab. Während ein Typ ihre Titten fest massierte, kniete ein anderer und drückte sein Gesicht in ihren Schritt. Neben ihr stand noch ein weiterer, der sich bemühte, eine quadratische kleine Plastiktüte aufzumachen. Ich erkannte bei den drei Männern Reste von orangener Farbe im Gesicht. Mir kamen die Schalen mit Parisern in den Sinn, die ich draußen rumstehen gesehen habe. Jasmin legte ihre Hand auf seine zitternden Finger, nahm ihm das Päckchen aus der Hand und riss es am Eck auf. Sein Mund war genauso offen wie meiner, und er ließ es einfach geschehen, dass Jasmin im das Latex über den Schwanz streifte. Da aber auch sie leicht zitterte, dauerte es drei Anläufe, bis das Ding saß. Er stellte sich dann sofort hinter Andrea, die bereits beim ersten Stoß aufstöhnte. Mein Verstand setzte aus. Und mein Schwanz stand wie zu allerbesten Zeiten. Und er wurde sogar noch einen Tick härter, als mich Jasmin langsam, aber bestimmend, neben Andrea bugsierte. Und er zuckte auf, als ich Finger an ihm spürte. Da Jasmin die Samariterin für den nächsten Kürbismann spielte, ihm ebenfalls beim Anlegen des Gummis half, waren es definitiv nicht ihre Finger. Wäre ja auch verboten … Aber die Finger, die gerade intensiv meinen Schaft wichsten, waren noch eine Spur verbotener. Ich zuckte zurück. Jasmin grinste über beide Backen.
„Sie sieht nichts“, flüsterte sie mir zu.
Mehr als ein ’Ja, aber’ brachte ich nicht zustande. Benommen ging ich wieder ein Schritt vor. Sofort schloss sich Andreas Hand wieder über meinen Schwanz. Ich stöhnte leise auf, begann zu zucken. Verbissen versuchte ich, mich zu konzentrieren, es hinauszuzögern, die rhythmische Bewegung noch länger zu genießen. Keine Chance. Ich konnte nicht mehr. Ich unterdrückte den Aufschrei und spritzte höllenmäßig ab. Immer noch neben mir stehend, machte ich hastig einen Schritt zurück. Mittlerweile war auch der zweite Kürbistyp hinter Andrea und besorgte es ihr mit heftigen Stößen. Ich bemerkte, dass auch andere Männer, mit mehr oder weniger harten Körperteilen, gebannt dem Treiben zusahen. Und zu meiner Überraschung ging die Schwellung nur leicht zurück. Ich fühlte mich wie in meiner Jugend. Und dass es Jasmin in der ganzen Pracht sah, sorgte für weitere Spannung. Sie kam zu mir, stellte sich neben mich und lächelte die umstehenden Männer an.
Ohne groß nachzudenken, fasste ich vorne an ihren Poncho, und hob ihn hoch. Ein leichtes Zittern signalisierte mir, dass ich auf dem richtigen Weg war. Sie genoss es ebenso ihre Muschi zu zeigen, wie es Mel gefiel. Ich legte meine Hand an die oberste Stelle ihres Schenkels. Vorsichtig tastete ich mich ins Zentrum. Was bei mir unübersehbar war, schlummerte bei ihr im Verborgenen.
Während das für einen der Zuschauer wohl zu viel wurde, und er aus dem Sündenpfuhl flüchtete, quollen dem anderen fast die Augen raus.
„Trau dich“, flüsterte ich ihr zu.
Ob ihr Zurückhalten nur gespielt war, war mir nicht so wirklich bewusst. Ich vermutete es aber. Viele Frauen zieren sich gern, wollen, dass man sie ein klein wenig ermutigt.
Ich zeigte zu meiner Schwägerin und ihrem Anhang. „Hat es dir gefallen, die beiden ein bisschen zu wichsen?“
Jasmin atmete schwer, sah auch rüber und nickte.
„Geil. Und wie feucht hat es dich gemacht?“
Sie lächelte. „Es war absolut geil.“
„Dann mach’s noch mal! Du hast einen sehr interessierten Bewunderer.“
Der Typ konnte sich an Jasmins Muschi gar nicht satt sehen, als ich ihn aber herwinkte, konnte er es kaum glauben. Für ihn mussten wir ein Paar sein. Sofort stand er Gewehr bei Fuß. Jasmin atmete noch mal durch und fasste hin. Sofort quittierte er das mit einem lang gezogenen Stöhnen. Mit jeder Bewegung brachte sie nicht nur sein Blut in Wallung, sondern auch meins, und – was noch wichtiger war – ihres. Sanft legte ich meine Hand auf ihre Schulter und drückte sie leicht nach unten. Und ohne Gegenwehr ging sie in die Hocke. Der Typ war ebenso überrascht wie ich. Aber noch überraschter war ich, als Jasmin an meinen Innenschenkel fasste. Und als ihre Fingerspitzen sanft meine Eier berührten, war ich fast schon wieder so weit. Jasmin machte es ihm jetzt heftig mit der Hand und signalisierte, dass er auf ihr kommen soll. Sie bekam ein Spritzer ins Gesicht und den Rest auf ihre Titten. Sie kniete immer noch, sah mir in die Augen und dann auf meinen Schwanz. Ich stellte mich direkt vor sie. Sie nahm meine Hand, führte sie zu meinem kleinen Freund und keuchte auf, als ich langsam die Hand vor und zurück bewegte. Es dauerte nur kurz, bis der Druck unaufhörlich anstieg. Jasmin fasste sich zwischen die Beine, rieb und keuchte ebenfalls schwer. Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Von der puren Lust gefangen, hielt ich ihr meine Eichel vors Gesicht. Sie öffnete den Mund, saugte, lutschte und verstärkte den Druck zwischen ihren Beinen. Ich müsste lügen, wenn ich sie vor meinem Kommen warnen wollte, im Gegenteil, es war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Ich verpasste keinen Moment sie zu betrachten, als ich in ihren Mund spritzte. Sie vergeudete keinen Tropfen und kam ebenfalls dabei.
Nach einer gefühlten Ewigkeit war der Rausch etwas verflüchtigt. Jasmin kauerte noch immer in der Hocke, an die Wand gelehnt. Ich reichte ihr die Hand und zog sie hoch. Sie lächelte verlegen. Meine Schwägerin und ihr Fanklub waren am Aufbrechen und schlenderten nach draußen. Ich registrierte wieder die Hitze und nahm Jasmin an der Hand. Draußen suchten wir die Duschen auf und das kalte Wasser brachte uns vollends in die Realität zurück.
„War’s so, wie du es dir ausgemalt hattest?“, fragte ich.
Mehr als ein „puh“ fiel ihr nicht ein, und ihre Bäckchen bekamen eine leicht rote Farbe. „Anders.“
„Verrückter?“
„Oh ja“. Wortlos holten wir unsere Klamotten, gaben die Ponchos zurück und trotteten zum Treffpunkt, dem Restaurant in der großen Schwimmhalle.
„Ich … also ich will sagen …“, stammelte sie.
„Geheimsache, oder? Lass uns erst mal runterkommen … und … zumindest, was mich betrifft, es genießen.“
Sie nickte. „Einmal ist keinmal, oder?“
Das Restaurant wurde von einem privaten Pächter betrieben. Über mangelnden Umsatz konnte er sich heute nicht beschweren.
Auch hier am Eingang stand ein alter Bekannter der Security. Hoffentlich muss ich keinen Ausweis vorlegen.
„Die Leistungen im Lokal sind nicht gratis“, leierte er den einstudierten Satz herunter.
„Alles klar.“
„Und bitte im Lokal benehmen.“
„Sehen wir wie die ultimativen Partylöwen aus?“
Er sah mich wie eine dänische Dogge an.
„Alles klar.“
Während ich mich auf ein kühles Blondes – im richtigen Glas – freute, tranken die anderen Kaffee. Mel lächelte mich leicht verlegen an und rührte den Löffel in der Tasse rum.
„Und?“, fragte ich.
„Ich hab schon Besseren getrunken“, antwortete sie ausweichend.
„Ich finde ihn gar nicht schlecht“, meldete sich Andrea. „Heiß und stark, genau, wie ich es liebe.“
Wenn ich nicht schon gesessen hätte …
„Was geht jetzt ab“, flüsterte ich zu Melanie. „Göttliche Wunderheilung?“
Mel grinste nur und beugte sich zu mir. „Hast du ihr kleines Spielchen noch nicht durchschaut? Sie tut gern so, als wäre sie sternhagelvoll und könne sich an rein gar nichts mehr erinnern. Hat sie schon früher immer abgezogen.“
Ich sah irritiert zu Andrea. Einmal ist keinmal, aber wievielmal ist immer? Sie zwinkerte mir fast unmerklich zu.
So ein kleines Biest.
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Klasse!
LG
Elmar«
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Aber mal im Ernst. Was soll das denn, bei dem Geschichtenwettbewerb diesen albernen Pornoblocker zu setzen. Da hat man leider nicht die Möglichkeit, alles zu lesen.«
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Sehr spannend und total erotisch.«
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mal kurz knapp sage....«
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Nur: Das alles wirkt genauso unstimmig wie der Text unrund. Ein Regional-DJ, der AC/DC mit Walzer mixt (vgl. die "Abneigung" des Erzählers zum "Dreivierteltakt"), eine geile Horde aus Provinzlern (und drei mutmaßlichen Holländern), deren weibliche Hälfte mit 27 Jahren und nach zwei Kindern nicht nur innerlich noch glatt als minderjährig durchgeht, und die auf eine lapidare Ansage ("Habt Spaß.") hin j e g l i c h e Hemmungen ablegen und im Dampfbad zum Massenpartnertausch übergehen, ehrlich?
Die Sprache vermag da wenig bis nichts zu retten. Nachlässigkeiten, wie fehlende Kommata und die vielen grundlosen Tempuswechsel ("Da war ich gespannt was der Abend, oder besser gesagt, die Nacht bringen wird."), sind noch das geringste Problem dieser arg simplen Sprache, über deren Anspruchslosigkeit der umständliche (weil: unzulängliche) Erzählduktus nur stellenweise hinwegtäuscht. Die Einfallslosigkeit ist frappant: "Für manche der sehr knappen und freizügigen Kostüme benötigte man eigentlich einen Waffenschein", und lässt auch in den einschlägigen Passagen nicht nach ("Blut in Wallung" etc.).
Trotzdem bietet der T(v) um Längen mehr Erotik als der "Lauschangriff" des GhostWriters, denn er packt die Pornokeule erst zum Schluss aus und zieht sie dem Leser auch dann nicht grob über den im Vorfeld schwerlich beanspruchten Schädel. Eine echte Stärke, freilich, kann man auch das nicht nennen!«
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das nenn ich mal eine nette Party
eine super geschichte
lg mario«
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erlaubt mal einen anderen blickwinkel, schenkt mir wie immer ein warmes freches grinsen auf meine lippen und hat mich zudem gut unterhalten!«
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die jetzt aber nicht mehr verfügbar ist und nicht aus der männlichen Sicht geschrieben war. Mal wieder eine Interessante Variation. Die Erotik kommt zwischen den Zeilen daher und wird nicht zu aufdringlich. Eine Korrekturlesung hätte der Zeichensetzung gut getan.
Der Gedanke an die Rahmenhandlung macht auf jeden Fall an.«
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