Hinter beschlagenem Glas
von Miox Aven
Dies ist ein Auszug aus „Sandrines Abenteuer – Band 2“, einem umfangreicheren Romanprojekt, in dem Fantasy-, Science-Fiction- und Fetischelemente eine deutlich größere Rolle spielen, als dieses einzelne Kapitel zunächst vermuten lässt.
------
Hinter beschlagenem Glas
Ulf las die Nachricht zweimal, bevor er das Telefon wieder in die Halterung neben dem Lenkrad steckte.
Nicht vorne klingeln. Fahr bitte rechts am Haus vorbei und komm direkt zur Poolhalle. Die Glastür ist offen.
Darunter hatte Frauke noch ein kleines Symbol mit einer Pizza gesetzt, als könnte sonst unklar sein, weshalb er überhaupt kommen sollte.
Er kannte das Herrenhaus inzwischen gut genug, um zu wissen, wo der Garten lag. Die neue Poolhalle hatte er bisher allerdings nur aus der Entfernung gesehen. Während des Sommers waren dort wochenlang Handwerker ein und aus gegangen, Lastwagen hatten Glasflächen, Metallträger und ganze Stapel heller Steinplatten geliefert. Inzwischen erhob sich über dem früher offenen Gartenpool eine Konstruktion, die eher nach einem kleinen privaten Wellnesshotel aussah als nach einem Anbau an ein Wohnhaus.
Die Bestellung lag auf dem Beifahrersitz. Drei große Pizzen, zwei Portionen Pizzabrötchen und mehrere Dips. Viel für vier Personen, dachte Ulf, aber vermutlich hatte in diesem Haus niemand Lust, später noch einmal etwas nachzubestellen.
Er bog vom Dorfweg auf die lange Zufahrt ein. Das Sonnenlicht stand bereits tief genug, um die feuchten Blätter im Park golden aufleuchten zu lassen. Es war einer jener schönen Herbsttage, an denen der Himmel noch immer nach Sommer aussah, die Luft jedoch längst nicht mehr dazu passte.
Ulf parkte den kleinen Lieferwagen nicht vor dem Haupteingang, sondern fuhr langsam weiter um das Haus herum. Der Weg wurde schmaler und führte zwischen einer Hecke und der Seitenwand des Herrenhauses hindurch. Dahinter öffnete sich der Garten.
Die Poolhalle glänzte in der Nachmittagssonne.
Auf dem Glasdach lagen erste gelbe und braune Blätter. Die hohen Scheiben spiegelten den Park, den Himmel und einen Teil der steinernen Terrasse. Von innen waren sie fast vollständig beschlagen. Hinter dem milchigen Dunst ließ sich nur das Blau des Pools erkennen, das sich als verschwommener Lichtstreifen durch die Halle zog.
Ulf nahm die isolierte Tasche vom Beifahrersitz und ging über den gepflasterten Weg zur seitlichen Glastür.
Er blieb davor stehen.
Von einer offenen Tür konnte keine Rede sein. Sie war geschlossen, und einen Griff konnte er durch den Beschlag kaum erkennen. Auch eine Klingel gab es nicht.
Er klopfte vorsichtig gegen die Scheibe.
Keine Reaktion.
Durch das Glas drang leise Musik. Langsame, weiche Töne, vermischt mit Vogelrufen, Wasserplätschern und einem entfernten Rauschen, das vermutlich tropischen Regen darstellen sollte. Zusammen mit der feuchten Wärme hinter der Scheibe wirkte es, als habe jemand ein Stück Dschungel mitten in den schleswig-holsteinischen Herbst gebaut.
Ulf klopfte noch einmal, diesmal etwas kräftiger.
Wieder nichts.
Er stellte die Tasche ab und wischte mit dem Ärmel eine kleine runde Stelle im Beschlag frei. Dahinter sah er zunächst nur den Pool. Das Wasser lag ruhig unter dem Glasdach, von der Sonne in flackernde Muster geschnitten. An der gegenüberliegenden Wand standen große Pflanzen in dunklen Kübeln.
Von Menschen war nichts zu erkennen.
Ulf nahm sein Telefon heraus und wollte Frauke gerade schreiben, als ihre Stimme gedämpft durch die Scheibe drang.
„Komm einfach rein, Ulf!“
Er fand den Griff, schob die Tür auf und wurde sofort von warmer, feuchter Luft umhüllt.
Die Halle war deutlich wärmer als jedes normale Schwimmbad. Später würde er erfahren, dass sie den Raum auf fast dreißig Grad beheizt hatten. In diesem Moment spürte er nur, wie seine Jacke innerhalb weniger Sekunden zu warm wurde und sich die kühle Herbstluft hinter ihm wie eine andere Welt anfühlte.
„Mach ruhig wieder zu“, rief Frauke. „Sonst ist die ganze Wärme draußen.“
Ulf zog die Tür hinter sich zu und hob die Pizzatasche wieder an.
Die Entspannungsmusik war drinnen lauter. Zwischen den ruhigen Instrumenten erklangen fremdartige Vogelrufe und das leise Zirpen von Insekten. Am Rand des Pools liefen dünne Wasserfäden über eine dunkle Steinwand und erzeugten ein stetiges Plätschern.
„Wo soll ich die hinstellen?“
Seine Stimme klang in der Halle merkwürdig laut.
„Hier drüben.“
Frauke lag zusammen mit Nick auf einer breiten gepolsterten Fläche am hinteren Ende des Beckens. Ein niedriger Tisch stand vor ihnen. Darauf befanden sich zwei Gläser, eine offene Flasche Wasser und mehrere zerknüllte Handtücher.
Nick war vollständig nackt.
Er lag halb auf dem Rücken, halb auf der Seite, den Kopf gegen ein großes Kissen gelehnt. Sein Körper glänzte leicht von Schweiß oder Feuchtigkeit. An seinem Bauch und auf der Brust zeichneten sich noch rötliche Spuren ab, als hätten Fraukes Hände oder Fingernägel dort erst vor kurzer Zeit gelegen.
Frauke trug einen dünnen, fast durchsichtigen Morgenmantel. Der Stoff war nur lose um ihren Körper gelegt und stand vorne weit offen. Darunter war sie ebenfalls nackt.
Ulf sah all das innerhalb eines einzigen Augenblicks.
Noch bevor er seinen Blick wieder heben konnte, bemerkte er Fraukes Hand.
Sie lag zwischen Nicks Beinen und hielt seinen halbsteifen Penis. Ihr Daumen bewegte sich langsam über den Schaft, beinahe gedankenverloren, ohne den festen Rhythmus eines Handjobs. Es wirkte eher, als würde sie die letzte Erregung nach dem Sex in Ruhe aus seinem Körper streichen.
Frauke folgte Ulfs Blick.
Erst jetzt schien ihr bewusst zu werden, dass sie Nick noch immer in der Hand hielt.
„Stell die Pizzen einfach auf den Tisch“, sagte sie und ließ ihn los.
Sie wirkte nicht erschrocken. Nicht einmal wirklich verlegen. Ihre Hand glitt lediglich über Nicks Hüfte zurück und blieb dort liegen.
Ulf ging zum Tisch, ohne noch einmal direkt hinzusehen. Trotzdem blieb das Bild in seinem Kopf. Fraukes Finger um Nicks Penis. Die entspannte Selbstverständlichkeit, mit der sie ihn berührt hatte. Nicks völlige Ruhe, obwohl ein nahezu Fremder vor ihnen stand.
Ulf stellte die Tasche ab und öffnete sie.
„Drei Pizzen, Pizzabrötchen und die Dips.“
„Perfekt.“ Frauke setzte sich etwas aufrechter hin. Der Morgenmantel fiel dabei noch weiter auseinander. „Wie viel war es noch einmal?“
Ulf nannte den Betrag.
Frauke griff nach ihrem Telefon, blickte auf den Tisch und dann neben die Liegefläche.
„Das Geld liegt drinnen.“
„Du kannst auch mit Karte zahlen.“
„Meine Karte liegt ebenfalls drinnen.“
Nick hob leicht die Augenbrauen.
„Das war gut vorbereitet.“
Frauke gab ihm einen sanften Stoß gegen den Oberschenkel.
„Ich war beschäftigt.“
Ulf wusste nicht, wohin er sehen sollte.
„Warte kurz hier“, sagte Frauke. „Ich bin sofort wieder da.“
Sie stand auf. Der hauchdünne Stoff fiel an ihrem Körper hinunter, ohne viel zu verbergen. Erst als sie bereits einige Schritte gegangen war, zog sie die beiden Seiten des Morgenmantels lose zusammen. Unten blieb er offen.
Frauke verschwand durch eine Tür, die vermutlich in den Wintergarten oder direkt ins Herrenhaus führte.
Ulf blieb neben dem Tisch stehen.
Nick lag weiterhin entspannt auf der breiten Polsterfläche. Sein Penis ruhte nun weich auf seinem Oberschenkel. Er machte keinerlei Versuch, sich mit einem Handtuch zu bedecken.
„Du kannst die Jacke ausziehen“, sagte er. „Hier drin hältst du es sonst keine fünf Minuten aus.“
„Ich bin gleich wieder weg.“
„Frauke braucht im Haus manchmal länger als angekündigt.“
Ulf zog zumindest den Reißverschluss seiner Jacke herunter.
In der Halle war es nicht nur warm. Die feuchte Luft legte sich auf seine Haut und ließ ihn das Hemd darunter deutlicher spüren. Die Musik, das leise Wasser und die beschlagenen Scheiben dämpften alles, als wäre der Raum vom Rest der Welt abgetrennt.
Er sah zum Pool.
Die Oberfläche bewegte sich kaum. Nur am anderen Ende liefen kleine Wellen gegen die Beckenwand.
Dann hörte er ein Stöhnen.
Es war zunächst nicht laut. Nur ein tiefer, lang gezogener Laut, der sich unter die Musik mischte.
Ulf blickte automatisch in die Richtung.
Auf der gegenüberliegenden Liegefläche lagen Sandrine und Helene.
Er hatte sie beim Hereinkommen nicht bemerkt. Die erhöhte Umrandung des Pools, große Pflanzen und die tiefe Position der Liegefläche hatten sie aus seinem Blickwinkel verborgen. Nun sah er zuerst Helenes Beine.
Sie kniete über Sandrine, den Oberkörper tief abgesenkt. Ihr Gesicht lag zwischen Sandrines geöffneten Schenkeln. Die Muskeln ihres Rückens zeichneten sich bei jeder kleinen Bewegung unter der Haut ab.
Sandrines Gesicht war unter Helenes Hüften fast vollständig verborgen.
Die beiden lagen in der 69-Position.
Ulf erstarrte.
Helenes Pobacken waren weit geöffnet. Sandrine hielt sie mit beiden Händen auseinander und hatte das Gesicht eng an Helenes Vulva gedrückt. Ihre Zunge bewegte sich zwischen den deutlich gespreizten Schamlippen. Gleichzeitig glitten zwei ihrer Finger langsam in Helene hinein.
Ulf hatte Sex in Filmen gesehen. Er hatte Pornos angesehen, häufiger, als er Becky jemals erzählt hätte. Dort waren Frauen allerdings immer so positioniert, dass eine Kamera möglichst viel erkennen konnte. Bewegungen wirkten übertrieben, Geräusche oft künstlich.
Hier gab es keine Kamera.
Nur die weiche Musik, die feuchte Luft und zwei Frauen, die vollkommen ineinander versunken waren.
Helene hob den Kopf zwischen Sandrines Beinen nur für einen Moment. Sie holte tief Luft, küsste Sandrines Oberschenkel und senkte das Gesicht wieder auf ihre Vulva.
Sandrine reagierte mit einem unterdrückten Laut, ohne ihre eigenen Bewegungen zu verlangsamen.
Ihre Finger glitten aus Helene heraus. Einer blieb an ihrem Eingang, während der andere nach hinten wanderte. Sandrine zog Helenes Pobacken noch weiter auseinander und begann, sie mit der Zunge am After zu verwöhnen.
Ulf spürte, wie sich sein Körper unmittelbar darauf einstellte.
Die Jogginghose bot wenig Widerstand. Seine Erektion drückte sichtbar gegen den Stoff.
Er wollte wegsehen.
Sein Blick blieb dennoch an Sandrines Gesicht hängen. An der Konzentration, mit der sie Helene leckte. An ihren Händen, die Helenes Hüften festhielten. An der völligen Hingabe, mit der sie es geschehen ließ, dass Helenes Mund gleichzeitig zwischen ihren eigenen Beinen arbeitete.
Nick drehte den Kopf leicht zu ihm.
Ulf bemerkte es aus dem Augenwinkel, tat jedoch so, als hätte er nichts gesehen.
„Sie stören sich nicht daran“, sagte Nick leise.
„Woran?“
Die Frage war sinnlos. Ulf wusste genau, was er meinte.
„Dass du da bist.“
Ulf schluckte.
„Ich starre nicht.“
Nick lächelte nur.
Auf der anderen Seite des Pools wurde Helenes Stöhnen höher.
Sandrine hatte wieder zwei Finger in ihre Vagina geschoben. Sie bewegte sie nicht schnell, sondern tief und gezielt, während ihre Zunge an Helenes After und Damm entlangglitt. Helene versuchte gleichzeitig weiter, Sandrine zu lecken, doch ihre Bewegungen verloren den gleichmäßigen Rhythmus.
Ihr Rücken spannte sich an.
Die Muskeln an ihren Oberschenkeln traten deutlich hervor. Sie hob die Hüften, senkte sie wieder und presste sich härter gegen Sandrines Gesicht.
Sandrine ließ sie.
Mehr noch, sie zog Helene mit beiden Händen tiefer zu sich, spreizte ihre Pobacken erneut und fing jede unruhige Bewegung ihres Beckens auf.
Helene stöhnte nun offen.
Der Laut hallte zwischen den Glasflächen wider. Ihre Zunge verlor Sandrines Klitoris, fand sie noch einmal und blieb dann völlig reglos. Ihr ganzer Körper versteifte sich.
Ulf sah, wie Sandrine ihre Finger tiefer in Helene krümmte.
Helenes erster Schrei zerriss die künstliche Tropenruhe.
Ihr Becken zuckte nach vorn. Eine klare Fontäne schoss aus ihrer Vulva und traf Sandrine direkt im Gesicht. Sandrine kniff die Augen zusammen, ließ Helene jedoch nicht los.
Eine zweite Flüssigkeitswelle folgte.
Sie spritzte über Sandrines Mund, ihre Wangen und ihren Oberkörper. Tropfen liefen über ihre Brüste und sammelten sich in der Mulde zwischen ihren Rippen. Sandrine leckte weiter, so gut sie unter Helenes zuckendem Körper konnte.
Ulf wich unwillkürlich einen halben Schritt zurück.
Er hatte Frauen in Pornos squirten sehen. Meist hatte er angenommen, dass zumindest ein Teil davon gestellt oder vorbereitet war.
Das hier war nicht gestellt.
Helenes Körper zitterte so heftig, dass ihre Arme nachgaben. Sie fing sich gerade noch auf den Unterarmen ab, während ihre Hüften in kurzen Stößen über Sandrines Gesicht zuckten. Eine weitere kleinere Fontäne löste sich aus ihr und lief über Sandrines Hals.
Sandrine lachte leise.
Nicht spöttisch. Eher glücklich.
Sie drehte den Kopf ein wenig, küsste Helenes Oberschenkel und leckte die Flüssigkeit von den Lippen, bevor sie ihre Zunge wieder zwischen Helenes Schamlippen schob.
Ulf konnte kaum atmen.
Noch nie hatte er einen echten Orgasmus gesehen, der einen Menschen so vollständig erfasste. Becky stöhnte, krallte sich manchmal in seine Schultern und spannte sich unter ihm an. Er wusste, wann sie kam. Manchmal spürte er ihre Vagina um seinen Penis pulsieren.
Doch Becky blieb dabei immer Becky. Kontrolliert, sauber und fast ein wenig erleichtert, wenn der Höhepunkt vorbei war.
Helene schien für mehrere Sekunden kaum noch zu wissen, wo sie war.
Und Sandrine genoss es, diese Reaktion ausgelöst zu haben. Sie lag unter ihr, das Gesicht und die Brüste nass, und wirkte nicht angeekelt oder überrascht. Sie sah aus, als hätte Helene ihr etwas Kostbares gegeben.
Die Tür zum Herrenhaus öffnete sich.
Frauke kam zurück.
Ulf riss den Blick von den beiden Frauen los, als hätte man ihn ertappt.
Fraukes Morgenmantel war nun grob zusammengezogen, aber nicht gebunden. Bei jedem Schritt öffnete er sich. Ulf sah ihre nackten Brüste, den flachen Bauch und den vollständig rasierten Venushügel.
Dann glitt sein Blick tiefer.
Fraukes innere Schamlippen waren deutlich größer als Beckys. Sie ragten weich und dunkel zwischen den äußeren hervor, so ausgeprägt, dass Ulf sie selbst aus einigen Schritten Entfernung erkennen konnte.
Er sah sofort wieder nach oben.
Frauke war die erste ältere Frau, die er vollständig nackt gesehen hatte.
Zumindest in der Realität.
Für einen kurzen, absurden Moment fragte er sich, ob Frauen mit zunehmendem Alter grundsätzlich so aussahen. Ob Schamlippen mit den Jahren größer wurden oder ob Fraukes Körper einfach anders gebaut war. Er wusste es nicht. Er hatte keinen Vergleich und hätte niemanden fragen können, ohne sich lächerlich zu machen.
Frauke blieb vor dem Tisch stehen und begann, mehrere Geldscheine zu sortieren.
„Wie viel hattest du gesagt?“
Ulf nannte den Betrag erneut.
Hinter ihr stöhnte Helene auf.
Ulf versuchte, den Blick auf Fraukes Hände zu richten. Es gelang ihm nicht.
Helenes Körper hatte sich noch nicht vollständig beruhigt. Sandrine hielt ihre Hüften weiterhin fest und leckte sie mit langsamen, ausdauernden Bewegungen. Helenes Beine begannen erneut zu zittern.
„Nicht aufhören“, keuchte sie.
Sandrine antwortete nicht. Ihre Finger glitten wieder in Helene hinein.
Frauke zählte einen Schein nach dem anderen ab, als geschehe hinter ihr nichts Ungewöhnliches.
Helene hob den Kopf zwischen Sandrines Beinen und stöhnte laut. Ihr Becken kreiste unruhig über Sandrines Mund. Sandrine bewegte die Finger schneller, drückte sie in einem gleichmäßigen Rhythmus gegen eine Stelle in Helenes Vagina und saugte gleichzeitig fest an ihrer Klitoris.
Ulf erkannte den Augenblick diesmal früher.
Helenes ganzer Körper spannte sich.
Sie kam erneut.
Die nächste Fontäne traf Sandrine über Kinn, Hals und Brüste. Ein Teil spritzte über ihre Schulter hinweg auf das dunkle Polster. Helene schrie auf, verlor jede Kraft in den Armen und sank mit dem Oberkörper auf Sandrines Beine.
Sandrine hielt sie trotzdem weiter.
Ulf starrte.
Er konnte nicht verstehen, wie Sandrine es so bereitwillig über sich ergehen ließ. Die Flüssigkeit lief ihr über das Gesicht, als stünde sie unter einer warmen Dusche. Statt sich abzuwenden, öffnete sie den Mund, fing einen Teil davon mit den Lippen auf und küsste Helenes Vulva.
Frauke blickte von den Geldscheinen zu Ulf.
Sie folgte seinem Blick über den Pool.
„Lass dich davon nicht stören“, sagte sie. „Das machen die beiden in letzter Zeit öfter.“
Ulf schluckte.
„Mich stört nichts.“
Seine Stimme brach beinahe beim letzten Wort.
Fraukes Mundwinkel hoben sich.
„Das sehe ich.“
Ulf spürte sofort, was sie meinte.
Seine Erektion zeichnete sich deutlich unter der Jogginghose ab. Der Stoff spannte sich so sichtbar über seinem Penis, dass es keinen Sinn gehabt hätte, die Hände davorzuhalten.
Nick lachte leise.
Nicht gehässig. Eher amüsiert über Ulfs verzweifelten Versuch, so zu tun, als sei die Situation vollkommen normal.
Frauke reichte ihm das Geld.
„Stimmt so.“
Ulf nahm die Scheine entgegen, ohne sie nachzuzählen.
„Danke.“
Er steckte sie hastig in die Jackentasche, drehte sich um und ging zur Glastür. Jeder Schritt fühlte sich zu schnell und gleichzeitig nicht schnell genug an.
Hinter ihm raschelten Handtücher. Nick sagte etwas, das Ulf wegen der Musik nicht verstand. Frauke antwortete leise.
Ulf legte die Hand auf den Türgriff.
Auf der anderen Seite des Pools hatten Sandrine und Helene sich voneinander gelöst. Helene lag auf dem Rücken, die Brust hob und senkte sich schnell. Sandrine hatte sich neben sie gelegt. Ihr Gesicht, ihre Haare und ihr Oberkörper waren noch immer nass.
Beide sahen zu ihm.
Ulf hielt unwillkürlich inne.
Helene lächelte zuerst. Erschöpft, aber ohne jede Scham.
Sandrine hob leicht die Hand und winkte ihm zu.
Nicht höhnisch. Nicht einmal besonders provokant. Es war fast derselbe freundliche Gruß, den sie ihm auf der Straße oder in einem Geschäft gegeben hätte.
Gerade das machte es schlimmer.
Sie wussten, was er gesehen hatte.
Sie wussten, dass er davon hart geworden war.
Und sie fanden offenbar nichts Verwerfliches daran.
Ulf öffnete die Tür.
Kühle Herbstluft strömte herein und traf sein erhitztes Gesicht.
„Ulf, warte noch.“
Er schloss die Augen für einen kurzen Moment.
Frauke kam hinter ihm her.
„Was ist?“
„Ich habe dein Trinkgeld vergessen.“
„Du hast doch gesagt, es stimmt so.“
„Das war für die Pizza.“
Ulf drehte sich langsam zu ihr um.
Frauke stand nur wenige Schritte entfernt. Der Morgenmantel war wieder aufgegangen. Er hing an ihren Schultern und umrahmte ihren nackten Körper, ohne ihn zu bedecken.
„Du musst mir nichts geben.“
„Vielleicht möchte ich mich anders bedanken.“
Ulf verstand den Satz zunächst nicht.
Oder er verstand ihn und weigerte sich für einige Sekunden, der Bedeutung zu folgen.
Frauke trat näher. Sie legte eine Hand an seine Schulter und die andere an den Bund seiner Jogginghose.
„Darf ich?“
Ulf blickte an ihr vorbei.
Nick lag noch immer auf der Polsterfläche und beobachtete sie. Sandrine und Helene hatten sich halb aufgerichtet. Auch sie sahen herüber.
Becky erschien in Ulfs Gedanken.
Nur ihr Gesicht. Ihre Sommersprossen. Die Art, wie sie ihn ansah, wenn sie neben ihm im Bett lag und glaubte, zwischen ihnen sei alles in Ordnung.
Ulf hätte Nein sagen müssen.
Er wusste es in diesem Moment.
Fraukes Hand blieb ruhig an seinem Hosenbund. Sie zog nicht daran. Sie wartete.
Ulf sah ihr in die Augen.
„Ja“, sagte er leise.
Frauke lächelte.
Sie ging vor ihm in die Hocke und zog seine Jogginghose zusammen mit der Boxershorts bis unter die Hüften. Sein Penis sprang hart hervor und stand direkt vor ihrem Gesicht.
Ulf hielt den Atem an.
Frauke umfasste seinen Schaft mit einer Hand. Ihre Finger schlossen sich warm und sicher um ihn. Sie zog die Vorhaut langsam zurück und betrachtete seine freiliegende Eichel.
Noch nie hatte eine Frau so vor ihm gekniet.
Becky hatte seinen Penis mit der Hand berührt. Sie hatte ihn gestreichelt, wenn er sie darum bat, manchmal auch von selbst. Mit ihrem Mund war sie ihm jedoch nie näher gekommen. Sie hatte das Thema mehr als einmal mit einem verlegenen Lachen beiseitegeschoben.
Frauke beugte sich vor.
Ihre Zunge strich langsam über die Unterseite seiner Eichel.
Ulf zuckte so heftig zusammen, dass seine Schulter gegen die Glastür stieß.
Frauke hielt ihn fester.
Dann nahm sie die Eichel zwischen die Lippen.
Das Gefühl war anders als alles, was Ulf erwartet hatte. Wärmer. Weicher. Gleichzeitig so unmittelbar, dass sein ganzer Körper darauf reagierte. Ihre Zunge bewegte sich unter seiner Eichel, während ihr Mund sich langsam weiter über seinen Schaft schob.
Ulf griff nach dem metallenen Türrahmen.
Frauke nahm ihn nicht besonders tief. Sie ließ seinen Penis einige Zentimeter in ihren Mund gleiten, zog sich wieder zurück und strich mit der Zunge über die empfindliche Unterseite. Ihre Hand bewegte sich gleichzeitig über den restlichen Schaft.
Beim zweiten Mal nahm sie ihn tiefer.
Ulf konnte ein Stöhnen nicht zurückhalten.
Hinter Frauke hörte er Nick leise lachen.
Ulf wollte hinsehen, doch in diesem Moment saugte Frauke fester an seiner Eichel. Sein Kopf fiel gegen die Scheibe zurück.
Er hatte sich oft vorgestellt, wie ein Blowjob sich anfühlen könnte. In seinen Fantasien hatte Becky vor ihm gekniet. Manchmal Rike. Manchmal Frauen, deren Gesichter er aus Filmen kannte.
Keine dieser Vorstellungen war auch nur annähernd richtig gewesen.
Fraukes Mund war feucht und eng. Ihre Zunge arbeitete bei jeder Bewegung über seinen Penis. Ihre Finger umfassten ihn dicht am Ansatz und passten ihren Rhythmus an ihren Mund an.
Ulf spürte, wie die Erregung in ihm viel zu schnell anstieg.
Er war bereits hart gewesen. Er hatte Helene kommen sehen, Sandrine mit dem Gesicht zwischen ihren Beinen, Fraukes nackten Körper und Nicks Penis in ihrer Hand. Sein Körper hatte keine Ruhephase gehabt, keine Möglichkeit, sich wieder zu fangen.
Nun brauchte Frauke kaum mehr als wenige Bewegungen.
„Warte“, brachte Ulf hervor.
Frauke löste den Mund von seinem Penis. Ein dünner Speichelfaden verband ihre Unterlippe noch einen Moment mit seiner Eichel.
„Ist etwas nicht in Ordnung?“
„Doch. Aber ich glaube, ich komme gleich.“
Frauke sah zu ihm auf.
Ihre Hand bewegte sich weiter, langsam genug, um ihn nicht sofort über die Grenze zu treiben.
„Das hoffe ich doch.“
Ulf starrte sie an.
„Ich meine, wirklich gleich.“
„Dann komm.“
Sie sagte es ruhig. Ohne Ekel, ohne Zögern und ohne den geringsten Wunsch, dass er sich zurückhalten sollte.
Komm.
So einfach.
Frauke nahm seinen Penis wieder in den Mund.
Diesmal schob sie ihn tiefer zwischen ihre Lippen. Ihre Zunge legte sich breit an die Unterseite seines Schafts, während ihre Hand fester am Ansatz arbeitete.
Ulf verlor innerhalb weniger Sekunden jede Kontrolle.
Seine Beine spannten sich an. Er griff mit beiden Händen an den Türrahmen, weil er fürchtete, Fraukes Kopf festzuhalten oder unwillkürlich gegen ihren Mund zu stoßen.
Der Orgasmus kam hart und plötzlich.
Sein Penis zuckte in Fraukes Mund. Der erste Spermaschub traf ihre Zunge und den hinteren Teil ihres Mundes. Ulf stöhnte laut auf.
Frauke zog sich nicht zurück.
Sie hielt seinen Schaft fest und ließ ihn weiter in ihren Mund ejakulieren. Der zweite Stoß war stärker. Dann folgte ein dritter, während Ulfs ganzer Körper in kurzen, unkontrollierten Wellen zuckte.
Noch nie hatte er sich vor einer Frau so vollständig gehen lassen.
Bei Becky hielt er meist zurück. Selbst wenn er auf ihren Bauch kam, achtete er darauf, rechtzeitig aus ihr herauszugleiten, den Winkel zu kontrollieren und nichts auf die Bettwäsche gelangen zu lassen. Er kannte ihre angespannte Reaktion auf Sperma und wusste, dass sie möglichst schnell ein Taschentuch haben wollte.
Frauke nahm alles in den Mund.
Sie blieb an seinem Penis, bis die letzten schwächeren Kontraktionen durch seinen Körper liefen. Erst dann ließ sie ihn langsam herausgleiten.
Ulf atmete schwer.
Frauke hielt den Mund einen Moment geschlossen. Ein kleiner weißlicher Rest trat an einem Mundwinkel hervor. Sie strich ihn mit dem Daumen auf und leckte ihn von der Fingerspitze.
Dann schluckte sie.
Ulf blickte über ihren Kopf hinweg.
Sandrine und Helene hatten zugesehen.
Helene lag halb an Sandrine gelehnt und lächelte breit. Sandrine sah etwas verlegener aus, aber auch sie wandte den Blick nicht ab. Nick hatte einen Arm hinter den Kopf gelegt und schien Ulfs Mischung aus Orgasmus, Schock und Entsetzen ausgesprochen unterhaltsam zu finden.
Niemand sagte etwas.
Ulf zog die Boxershorts hoch. Seine Finger zitterten so stark, dass sich der Bund verdrehte. Er zerrte die Jogginghose darüber und trat beinahe auf den eigenen Saum.
Frauke stand auf.
„Danke für die Pizza.“
Ulf sah sie an, unfähig, eine passende Antwort zu finden.
Danke für die Pizza.
Als hätte sie ihm gerade nur ein paar zusätzliche Münzen gegeben.
„Ja“, sagte er schließlich. „Gern.“
Er öffnete die Glastür.
Die kalte Luft traf seinen noch immer überhitzten Körper. Diesmal hielt er die Tür nicht länger offen. Er trat hinaus, zog sie hinter sich zu und ging so schnell über den Gartenweg, dass es beinahe ein Laufen war.
Er blickte nicht zurück.
Erst im Lieferwagen bemerkte er, dass er noch immer kein Wechselgeld geprüft hatte.
Er setzte sich hinter das Lenkrad und schloss die Tür. Für einige Sekunden blieb er einfach sitzen.
Durch die Windschutzscheibe sah er die Poolhalle. Von außen war wieder kaum etwas zu erkennen. Der kleine Kreis, den er zuvor in den Beschlag gewischt hatte, war bereits erneut milchig geworden.
Alles lag hinter Glas.
Frauke. Nick. Sandrine und Helene. Die Wärme, das Stöhnen und der Geschmack, den Frauke vermutlich noch im Mund hatte.
Ulf startete den Motor.
Auf dem Rückweg ins Dorf fuhr er langsamer als sonst.
Er versuchte, das Erlebte in eine Reihenfolge zu bringen. Zuerst hatte er nur Pizza liefern wollen. Dann hatte er Nicks nackten Körper gesehen, Fraukes Hand um seinen Penis, Sandrine unter Helene und jene Fontänen, die ihr über Gesicht und Brüste gespritzt waren.
Danach Frauke vor ihm auf den Knien.
Ihr Mund.
Ihre Worte.
Dann komm.
Ulf spürte erneut ein schwaches Ziehen zwischen den Beinen, obwohl sein Orgasmus erst wenige Minuten zurücklag.
Er hasste sich dafür.
Becky würde nicht einmal verstehen, warum Frauke sein Sperma freiwillig in den Mund genommen hatte. Sie würde sich vermutlich schütteln. Vielleicht würde sie weinen. Vielleicht würde sie ihn fragen, ob ihr Sex ihm nicht genügte.
Was sollte er darauf antworten?
Dass es mit ihr schön war?
Das war nicht gelogen.
Dass er sie liebte?
Auch das war nicht gelogen.
Doch ebenso wenig konnte er leugnen, wie sehr ihn der Nachmittag erregt hatte. Wie befreiend es gewesen war, nicht aufpassen zu müssen. Frauke hatte nicht gewollt, dass er seinen Orgasmus zurückhielt. Sie hatte ihn nicht nur geduldet, sondern ausdrücklich verlangt.
Dann komm.
Bei Becky hatte Ulf sich angewöhnt, seinen eigenen Höhepunkt zu verschieben, zu unterdrücken oder manchmal ganz darauf zu verzichten. Er hatte ihr erzählt, er könne trocken kommen, weil diese Erklärung leichter gewesen war als die Wahrheit.
Nun hatte eine andere Frau ihn in den Mund genommen und sein Sperma geschluckt, als sei daran nichts schmutzig oder unangenehm.
Ulf umklammerte das Lenkrad fester.
Er hatte Becky betrogen.
Es half nichts, dass Frauke angefangen hatte. Es half nichts, dass alles so schnell gegangen war. Sie hatte gefragt.
Darf ich?
Und er hatte Ja gesagt.
Er hätte Nein sagen können.
Er hätte seine Hose oben lassen, die Tür öffnen und gehen können. Stattdessen war er stehen geblieben und hatte sich von Frauke den ersten Blowjob seines Lebens geben lassen, während drei andere Menschen zusahen.
Schlimmer noch, ein Teil von ihm wünschte sich bereits, noch einmal dorthin zurückzukehren.
Er stellte sich vor, bei der nächsten Bestellung wieder um das Haus geschickt zu werden. Wieder vor der beschlagenen Glastür zu stehen. Vielleicht wäre Sandrine diesmal allein. Oder Helene. Vielleicht würde Frauke ihn nur ansehen und wissen, dass er sich an ihren Mund erinnerte.
Ulf schlug einmal mit der flachen Hand gegen das Lenkrad.
„Verdammt.“
Die Straße vor ihm war leer.
Becky durfte niemals davon erfahren.
Seine Freunde würden daraus wochenlang Witze machen und jedes Detail wissen wollen. Seine Eltern würden ihn vermutlich fragen, was er sich dabei gedacht hatte. Nick konnte er kaum um Rat bitten, ohne sich erneut vorzukommen wie ein unerfahrener Junge. Frauke war ausgerechnet die Person, die das Problem verursacht hatte.
Und Sandrine oder Helene?
Allein die Vorstellung, mit ihnen darüber zu reden, ließ sein Gesicht wieder heiß werden.
Ulf kannte niemanden, dem er erzählen konnte, was geschehen war.
Niemanden, dem er sagen konnte, dass er sich schuldig fühlte und es trotzdem geil gefunden hatte. Dass er Becky liebte, aber sich nach Dingen sehnte, die sie vermutlich niemals mit ihm tun würde. Dass er nicht nur von Fraukes Mund träumen würde, sondern auch von Sandrines nassem Gesicht, Helenes zuckendem Körper und der Freiheit, mit der alle vier dort ihre Lust gezeigt hatten.
Das Geheimnis würde bei ihm bleiben müssen.
Zumindest glaubte Ulf das in diesem Moment.
Noch ahnte er nicht, dass Becky schon bald für einige Tage das Dorf verlassen würde.
Und dass sich dadurch eine Gelegenheit ergeben sollte, mit jemandem zu sprechen, dem er weit mehr anvertrauen konnte, als er bisher für möglich gehalten hatte.
----
Möchtet ihr wissen, wie die Geschichte weitergeht oder was bisher in Band 1 passiert ist? Dann lasst es mich gerne wissen.
Kommentar verfassen
AutorIn schreiben
Autorinfos
Geschichte melden
Kommentare
Kommentare: 140
Kommentare: 36
Kommentare: 4
Kommentare: 8
LG Valentino«
Kommentare: 20
Kommentare: 9
Bitte fortsetzten! Unbedingt!«
Kommentare: 5