Hüterinnen der ewigen Weiblichkeit 2
von Jonas Hart
Ich nickte. Vielleicht ein bisschen zu schnell. „Ja, und Sie sind …?“„Mara“, sagte sie, „Mara Levin.“ „Freut mich“, brachte ich hervor.
Und ich meinte es. Irgendwie. Gleichzeitig fühlte ich mich, als hätte ich gerade ein Spiel betreten, dessen Regeln ich nicht kannte und dessen Einsatz ich noch nicht begriffen hatte. Helena trat neben mich. Zu nah. Zu nah, um sie zu ignorieren.
„Jonas hat zugestimmt“, sagte sie ruhig. Mara hob eine Augenbraue. „Oh? So schnell?“ Zu schnell? Dieser Gedanke schoss mir wie ein aufgescheuchter Vogel durch den Kopf.
„Ich treffe meine Entscheidungen gern spontan“, sagte ich halb scherzhaft. Mara lachte. Ein tiefes, rollendes Lachen, das den Raum füllte und sich in den Ecken niederließ. „Spontanität ist ein zweischneidiges Schwert, mein Lieber.“ Und ich halte es gerade an der Klinge fest, dachte ich. Ein kurzer Moment der Stille. Dann wurde Maras Blick ernster. Ruhiger. Fokussierter. „Weißt du, worauf du dich eingelassen hast?“, fragte sie. Ich öffnete den Mund. Schloss ihn wieder. Nein, schrie es in mir. Natürlich nicht. Aber ich sagte: „Ich habe eine Ahnung.“ Mara nickte langsam. „Eine Ahnung ist ein Anfang.“
Sie drehte sich um. Sie ging zurück in den Raum, aus dem sie gekommen war. Sie blieb in der Tür stehen. „Kommt.“ In ihrem Blick lag etwas, das mir plötzlich eine Gänsehaut über den Rücken jagte. Nicht Angst. Nicht ganz. Eher ... Vorahnung. Ich folgte ihnen. Ein Schritt. Noch einer. Dann trat ich über die Schwelle. In dem Moment, in dem ich den Raum betrat, begriff ich, dass dieser Abend nicht nur eine Entscheidung war, sondern eine Prüfung. Ich hatte keine Ahnung, ob ich sie bestehen konnte.
In der Mitte lag ein Teppich. Es war nicht nur ein Teppich. Es war ein flauschiges, fast übertrieben weiches Monstrum aus Stoff und Stille. Er wirkte wie eine Wolke, die beschlossen hatte, sich niederzulassen und nie wieder aufzustehen. Meine Schritte wurden leiser, als ich nähertrat. Der Teppich dämpfte jedes Geräusch, als wollte er Geheimnisse bewahren. Darauf lag – fast ehrfürchtig platziert – ein großes Handtuch. Und daneben stand ein Fläschchen mit Öl und eine Augenbinde.
Makellos. Erwartungsvoll. Wie eine Bühne vor dem ersten Akt. Was genau wird hier gespielt? Diese Frage flackerte wie ein nervöses Neonlicht durch meinen Kopf.
Mara war nicht zu sehen. Als sie den Raum wieder betrat, trug sie statt des Kleides nur noch einen mit einem Gürtel verschlossenen Morgenmantel. Ich wurde aufgefordert, in das angrenzende Zimmer zu gehen, mich zu entkleiden und mir den dort bereitliegenden Morgenmantel anzuziehen.
Als ich den Raum wieder betrat, ging Mara langsam nach vorne. Sie blieb genau in der Mitte des Handtuchs stehen. Helena hatte die ganze Zeit geschwiegen. „Jonas“, sagte sie leise. Ich blickte zu ihr. „Was siehst du?“, fragte sie.
Ich runzelte die Stirn. Mein Blick glitt zu Mara zurück. Über ihren Rücken. Über ihre Schultern. Die sanften Linien ihres Körpers. „Ich … weiß nicht.“ „Dann sieh genauer hin.“ Mein Blick ruhte wieder auf Mara. Auf ihrem weichen Rücken. Auf den Rundungen ihres Körpers, die das Licht anders auffingen – nicht hart und scharf, sondern warm. Fließend. Und ich spürte sofort den Widerstand in mir. „Sie entspricht nicht deinem Bild“, sagte eine Stimme in meinem Kopf. Nicht dem Bild aus Magazinen. Nicht dem Bild aus Gesprächen unter Freunden. Nicht dem Bild, das ich jahrelang unbewusst mit mir herumgetragen hatte wie einen stillen Maßstab.
Helena schien meine Gedanken zu hören. „Sie entspricht nicht dem, was man dir beigebracht hat, schön zu finden“, sagte sie ruhig. „Und trotzdem kannst du nicht wegsehen.“ Meine Kehle wurde trocken. Weil auch das stimmte. Ich ließ meinen Blick wieder über Mara wandern. Langsamer diesmal. Ohne Urteil. Ohne Vergleich. Einfach nur sehen. „Schönheit ist selten dort zu finden, wo wir gelernt haben, sie zu suchen.“ Manchmal liegt sie in der Selbstverständlichkeit, mit der jemand Raum einnimmt. In Wärme. In Weichheit. In Mut. In einem Körper, der sich nicht entschuldigt.“
Ich atmete tief ein.
Ihre breiten Hüften und ihr ausladender Po stützten sich auf kräftigen Beinen mit strammen Oberschenkeln. Über der Rundung ihres Bauchs ragten zwei stattliche Brüste empor. Ich würde sie als korpulent beschreiben. In der Gruppe meiner Freunde würde ich sie schlicht als fett bezeichnen. Offensichtlich zeigt sie gerne, was sie hat, und ich konnte bisher nicht verstehen, warum Männer Frauen wie sie mit staunender Bewunderung anstarrten, und dabei glasige Augen bekamen. Sie stand voller Selbstbewusstsein zu ihrer üppigen Figur. Dieses zur Schau gestellte Selbstbewusstsein erinnerte mich an frühere Freundinnen, die dem „Barbie”-Typ in kaum für möglich gehaltener Perfektion nahekamen. Und doch hatten sie alle so viel an sich auszusetzen, dass es jeden Mann sprachlos machte, der sich glücklich schätzen konnte, diese perfekten Frauenkörper betrachten zu dürfen – angesichts dieser dysfunktionalen Selbsteinschätzung. Aber hier, jetzt, bei Mara, war es anders. Bei aller Fülle wirkte sie knackig und aufreizend anziehend.
Und plötzlich sah ich Mara anders. Nicht als Gegensatz zu einem Ideal. Nicht als Abweichung. Sondern als sie selbst. Ihre Rundungen wirkten nicht mehr schwer, sondern so weich wie gezeichnete Linien in einem Gemälde alter Meister. Ihr Körper hatte etwas Ruhendes. Tragendes. Er war sinnlich, nicht weil er einem Ideal entsprach, sondern weil er sich jeder Anstrengung entzog, eines sein zu wollen. Und darin lag Würde. Eine stille. Eine unerschütterliche. „Schönheit beginnt oft in dem Moment“, sagte Helena, „in dem man aufhört zu vergleichen.“ "Zeige ihr, wie schön sie ist." Mit diesen Worten verließ sie die Wohnung.
Der Teppich gab unter mir nach, weich wie warmer Sand, und plötzlich war da dieses seltsame Gefühl, als würde ich in eine Rolle hineinrutschen, die längst auf mich gewartet hatte. Mara saß ruhig. Aufrecht. Und doch nicht angespannt. Ich setzte mich hinter sie. Zögernd. Dann näher. Noch näher. Bis ihr Rücken meine Brust berührte. Ein kurzer Moment. Elektrisch. Still. Ich ließ meinen Körper leicht gegen ihren sinken. Nicht drückend. Eher ... tragend. Wie eine Lehne. Eine lebendige, atmende Lehne. „Nimm die Spannung aus ihrem Rücken“, hörte ich mich selbst denken. Es klang fast wie ein Flüstern im Wind. Ich schluckte. Und tat es. Ich ließ die Schultern sinken. Ich lockerte meinen eigenen Rücken, als müsste ich mich erst selbst entwirren, bevor ich jemand anderem helfen konnte.
Dann spürte ich es. Ihre Spannung. Sie war nicht sichtbar. Aber da. Wie ein leises Zittern unter der Oberfläche. „Für die Dauer dieses Moments“, sagte Mara mit ruhiger, doch bestimmter Stimme, „übergebe ich dir jetzt die Verantwortung.“ „Ich vertraue mich dir ganz an.“ Stille. Die Worte hingen wie schwere Tropfen im Raum, kurz bevor sie fallen. Und als sie fielen, trafen sie mich. Mit Wucht. Ich blinzelte. Einmal. Zweimal.
Mein Puls raste. Meine Gedanken stolperten wie betrunkene Tänzer übereinander. Was, wenn ich etwas falsch mache? Was, wenn das hier ein Test ist? Was, wenn ich schon längst durchgefallen bin? Ich atmete tief ein. Die Luft war warm. Schwer. Erwartungsvoll. Ich lehnte mich etwas fester an Mara. Nicht schwer. Nur präsent. Und ganz langsam ließ ich zu, dass sich unsere Atemzüge einander annäherten.
Dann hob ich vorsichtig eine Hand. Zögerte. Ich legte sie sanft an ihren Hinterkopf. Und ganz behutsam ließ ich ihren Kopf auf meine Schulter sinken. Langsam. Noch langsamer. Es war, als würde ich die Zeit dehnen. Ihr Kopf ruhte an mir. Leicht. Warm. Vertrauend. Ein seltsames Gefühl breitete sich in mir aus. Es war keine Unsicherheit. Nicht ganz. Eher ... Verantwortung. Ich zog ihren Kopf sanft ein Stück zurück. Dann ließ ich ihn wieder sinken. Noch einmal. Und noch einmal. Jedes Mal langsamer. Bewusster. Bis ich spürte, wie sie sich wirklich anlehnte. Nicht nur körperlich. Sondern … wirklich.
Sie vertraut dir. Dieser Gedanke traf mich unerwartet tief. Ich begann, meinen Oberkörper leicht zu bewegen. Vor und zurück. Seitlich. Ein sanftes, schaukelndes Schwingen. Wie eine ruhige Welle. Ich lehnte mich etwas weiter zurück und hob sie minimal mit an. Kaum sichtbar. Aber spürbar. Heben. Senken. Langsam. Rhythmisch. Mein Atem wurde tiefer. Länger. Ein. Aus. Ein. Aus. Und irgendwann – ohne dass ich sagen konnte, wann genau – fand sie meinen Rhythmus. Oder ich ihren. Unsere Atemzüge verschmolzen. Es war, als würden zwei Stimmen plötzlich dieselbe Melodie singen. Beim Ausatmen neigte ich mich leicht zur Seite. Dann zur anderen. Sanft. Gleichmäßig. Sie folgte. Nicht bewusst. Nicht aktiv. Sondern vertrauend. Der Raum wurde stiller. Oder vielleicht wurde ich es. Selbst die Schatten an den Wänden wirkten ruhiger, als hätten sie beschlossen, diesem Moment nicht im Weg zu stehen. Das fühlt sich richtig an, dachte ich. Und ich erschrak fast darüber.
Ich atmete tief ein. Dann hob ich langsam die Hände. Ich zögerte kurz. Mach es bewusst. Nicht hastig. Meine Fingerspitzen fanden ihren Weg zu Maras Kopf. Vorsichtig. tastend. Ich begann am Nacken. Ganz sanft. Dann wanderte ich nach oben. Langsam. Millimeter für Millimeter. Es war, als würde ich einen verborgenen Pfad entdecken, ohne zu wissen, wohin er führt. Meine Finger glitten durch ihr Haar, teilten es leicht und spürten die Wärme ihrer Kopfhaut. Und plötzlich fühlte es sich an, als würde ich nicht nur berühren, sondern ...sondern zuhören.
Ich ließ meine Fingerspitzen über ihren Scheitel kreisen. Leicht. Fließend. Nicht drückend. Nicht fordernd. Eher ... flüsternd. Ein kaum spürbares Streichen. Dann ein sanftes Kreisen. Ich beugte mich ein wenig vor und ließ meinen Atem über ihre Kopfhaut gleiten. Meine Finger wurden mutiger. Verspielter. Ich ließ sie durch ihr Haar fahren und brachte es sanft, aber bestimmt durcheinander. Wie ein Windstoß, der nicht um Erlaubnis fragt. Ich zerzauste es leicht.
Ein kleines Grinsen huschte über mein Gesicht. Das hätte ich mich vor zehn Minuten niemals getraut. Dann wurde ich wieder ruhiger. Ich legte meine Handflächen auf ihren Kopf. Still. Einfach nur da. Die Wärme unter meinen Händen war beruhigend. Erdend. Ich verharrte einen Moment lang so. Dann lehnte ich mich weiter vor. Meine Arme glitten vorsichtig um sie herum. Locker. Haltend. Nicht einengend.
Ich ließ meine Hände sanft auf ihren Knien ruhen – achtsam und respektvoll. Nach einer Weile griff ich tiefer, zog ihre Schienbeine näher an ihren Körper und wanderte streichelnd in Richtung ihrer Füße. Trotz oder wegen der Wärme, die uns umgab, spürte ich, dass ihre Füße sehr kühl waren. In diesem Moment fasste ich einen Entschluss. Vorsichtig löste ich mich von Mara. Langsam. Behutsam.
Es war, als würde ich etwas Kostbares aus den Händen geben, das ich kaum halten gelernt hatte. „Bleib ruhig”, sagte ich mir. Das gehört dazu. Dann legte ich meine Hände auf Maras Schultern. „Ich ... lege dich jetzt hin“, murmelte ich und war mir nicht sicher, ob sie mich überhaupt hören musste. Langsam führte ich sie nach hinten. Zentimeter für Zentimeter. Ihr Körper folgte. Er war schwer, aber nicht belastend. Eher … vertrauend. Wie jemand, der sich bewusst fallen lässt, weil er weiß, dass er aufgefangen wird. Der Teppich gab nach. Das Handtuch wartete. Und schließlich lag sie da. Auf dem Rücken. Still.
Fast gedankenverloren zog ich das riesige Handtuch etwas zurecht und legte ihre Füße gegen meinen Bauch, damit sie die Wärme meines Körpers langsam erreichen konnten. Mara schloss die Augen. „Das ist angenehm.“ „Gut.“ Mehr sagte ich nicht.
Es musste auch nichts mehr gesagt werden. Meine Hände fanden wie von selbst ihren Weg zu ihren Beinen. Ohne eine bestimmte Absicht. Nicht als Aufgabe. Sondern einfach, weil es sich natürlich anfühlte. Langsame Bewegungen. Von den Knien abwärts.
Die Muskeln unter meinen Händen wirkten angespannt. Also ließ ich mir Zeit. Ich arbeitete langsam an den Waden entlang, während meine Gedanken abschweiften. Komisch dachte ich. Noch vor wenigen Tagen hätte ich mir nicht vorstellen können, hier zu sitzen. Nicht in diesem Haus. Nicht mit diesem Menschen. Und ganz sicher nicht dabei, jemandem die Füße zu wärmen, während draußen die Nacht über die Dächer kroch wie eine große schwarze Katze. Doch das Leben hatte offenbar Humor. Einen seltsamen Humor. Aber Humor.
Mara entspannte sich sichtbar. Ihre Schultern sanken tiefer. Ihr Atem wurde ruhiger. Und ich bemerkte etwas, das mich überraschte. Ich genoss die Stille. Während ich dort saß und zusah, wie die Wärme langsam in Maras kalte Füße zurückkehrte, fiel mein Blick erneut auf ihre üppige Pracht, ihre geschlossenen Augen und das entspannte Heben und Senken ihrer Brust im Rhythmus ihres Atems.
Ein seltsamer Perspektivwechsel. Eben noch war ich Teil der Bewegung gewesen. Jetzt war ich Beobachter. Mein Blick glitt über sie. Und ich hielt inne. Mara lag vor mir wie ein Gemälde, das sich nicht an Regeln hielt. Ihr Körper erzählte Geschichten. Ihre Kurven wirkten wie sanfte Hügel in einer ruhigen Landschaft. Nicht scharf. Nicht kantig. Fließend. Lebendig. Das Licht strich über ihre Haut, als würde es sie erkunden wollen. Zögernd. Neugierig.
Und ich … ich merkte, wie sich etwas in mir verschob. Ein leises, fast unwillkürliches Lächeln huschte über mein Gesicht. „Okay, Jonas“, murmelte ich leise. „Das hier hattest du definitiv nicht auf deinem Lebensplan.“ Meine Hände hingen noch in der Luft, unschlüssig, wohin sie als Nächstes gehören sollten. Und genau in diesem Moment — Mara öffnete langsam die Augen. Ihr Blick traf mich. Direkt. Wach. Mit einem Ausdruck, den ich nicht einordnen konnte. „Jetzt“ sagte ich leise, „fängt der eigentliche Teil an.“ Mein Herz stolperte. Der eigentliche Teil? Ich erstarrte durch meine eigenen Worte. Denn plötzlich wurde mir klar, dass alles bisher nur Vorbereitung gewesen war. Und ich hatte keine Ahnung, worauf ich mich da eigentlich eingelassen hatte.
Ich löste den Gürtel ihres seidenen Morgenmantels. Ich ließ mir Zeit. Es war ein Spiel des Versteckens und Entdeckens. Ich fuhr mit den Fingern unter den Mantel und klappte den Stoff über ihre Schultern. Durch den gelösten Gürtel verlor auch der übrige Mantel seinen Halt und öffnete sich ein kleines Stück über ihrer Brust bis hinab zum Bauch. So gab er den Blick auf ihren ganzen Körper frei. Mein Blick wanderte von ihrem Kopf über ihren Hals und Busen bis hinab zu ihrem wild wuchernden Schamhaar, das ihr größtes Geheimnis verbarg.
Auch ich zog jetzt meinen Morgenmantel aus. Zuerst legte ich meine Hände auf ihre Schultern und bedeckte die Haut dazwischen mit vielen kleinen Küssen. Mein Blick fiel auf ihre hoch aufgerichteten Brustwarzen. Wie von einer fremden Macht gesteuert, konnte ich nicht anders, als erst die eine und dann die andere mit den Lippen zu umschließen und sanft daran zu saugen.
Ich wanderte tiefer und umkreiste ihren Bauchnabel, während ich meine Hände in entsprechendem Abstand folgen ließ. Ich knetete vorsichtig das üppige, weiche Fleisch ihres Busens. Nachdem ich mehrmals um ihren Nabel herumgekreist war, drückte ich meine Zunge in die Nabelhöhle und kreiste mit ihr darin. Danach ging ich mit meiner Zunge tiefer, zur Leistenbeuge. Ich küsste mich weiter abwärts, zu ihren weichen, fülligen Oberschenkeln und schließlich zu ihren Füßen. Diesen Weg erkundete ich auf dem Rückweg noch langsamer.
Ich nahm das Öl, das neben uns stand, und tropfte etwas davon auf ihren Bauch. Dann massierte ich es in Richtung Venusberg. Ich drückte ihre Schamlippen zusammen, die trotz des üppigen Haarwuchses deutlich zu sehen waren, da sie stark angeschwollen waren. Ich hob ihre Knie auf meine Schultern und strich mit sanftem Druck vom Damm den sich leicht öffnenden Spalt nach oben in Richtung Klitoris. Ohne diese zu berühren, fuhr ich denselben Weg wieder hinab. Dies wiederholte ich viele Male und erhöhte dabei fast unmerklich den Druck, sodass meine Finger ihre Schamlippen immer weiter öffneten und tiefer in sie hineinglitten.
Immer, wenn ich am oberen Rand meiner Bemühungen angelangt war, wackelte sie aufreizend mit dem Becken hin und her. Sie drückte mir ihre Scheide entgegen. Wenn sie nicht fand, was sie suchte, schaukelte sie ihren Unterleib nach links und rechts in der Hoffnung, diese eine Berührung zu erhaschen, die sie so sehr begehrte. Wieder unten angekommen, massierte ich nur den unteren Rand ihrer Öffnung. Sie stöhnte lustvoll, als ich mich nicht wieder auf den Weg nach oben machte. Sie wurde immer unruhiger und traute sich doch nicht, ihren sehnlichsten Wunsch laut auszusprechen, denn für den Moment hatte sie sich in meine Hände begeben. Ich selbst wollte ihr diesen Wunsch natürlich auch erfüllen. Mit einer schnellen, geschmeidigen Bewegung, die so plötzlich kam, dass Mara total überrascht war, legte ich sanft zwei Finger auf ihr Klitorisköpfchen. Nach 30 gefühlten Sekunden, in denen ich nichts tat, legte ich es ganz sanft frei, indem ich die Vorhaut zur Seite schob. Abwechselnd strich ich nun von der Klitoris einmal nach links und einmal nach rechts über die Klitorisschenkel nach unten und wieder hinauf, um am Ende die Klitoris immer ein wenig länger und intensiver zu stimulieren. Für Mara gab es irgendwann kein Halten mehr. Ich merkte, dass sie soweit war, und wollte nichts mehr, als sie den kleinen Tod sterben zu lassen.
Jetzt trieb ich sie mit meinem rechten Zeigefinger in einem kleinen, regelmäßigen Kreis um ihr Lustzentrum über die Klippe. Mit einer Kraft und Schnelligkeit, die ich ihr gar nicht zugetraut hätte, hob sie ihren Körper an, sodass dieser nur durch ihre Knie, die über meiner Schulter lagen, und ihren eigenen Schultern, die das Einzige waren, was noch den Boden berührte, gehalten wurde. Erstaunlich war die Spannung, die sie im Körper bis zu dem Moment aufrechterhielt, als die Wellen über sie hereinbrachen. Mit einem endlosen Schrei, der aus den Tiefen ihrer Seele zu kommen schien, brach ihre Körperspannung zusammen und sie fiel klatschend auf den Boden. Doch dies bemerkte sie nicht, denn sie war damit beschäftigt, ihre aufgestaute Lust, die sich explosionsartig entlud, intensiv zu fühlen. Währenddessen blickte ich abwechselnd auf ihr vom Orgasmus gezeichnetes Gesicht und auf die Wellen, die durch ihren korpulenten Körper von unten nach oben und umgekehrt liefen. Beides, ihr von unbändiger Lust gezeichnetes Gesicht als auch die wackelnden Pfunde, waren für mich derart anziehend, dass ich mich unweigerlich fragen musste, wie ich solch einen Körper bis vor Kurzem noch als unattraktiv habe empfinden können.
Als es vorbei war, lag sie wie festgenagelt auf dem Boden. Der Orgasmus hallte noch in ihr nach – ein donnerndes, rasendes Echo aus Atem und Herzschlägen, die sich angefühlt hatten, als wollten sie ihr aus der Brust springen und ein Eigenleben entwickeln. Jetzt war es vorbei. Offiziell. Aber ihr Körper hatte diese Information offenbar noch nicht erhalten. Ihr Brustkorb hob und senkte sich wie ein wild gewordenes Akkordeon, dass jemand vergessen hatte zu schließen. Jeder Atemzug war kein Flüstern, sondern ein Befehl. Laut. Stolpernd. Ungeduldig.
Ihr Puls hämmerte noch immer, als hätte er beschlossen, einfach endlos weiterzuspielen. Jeder Schlag war wie ein kleiner Trommelwirbel, der ihren ganzen Körper zum Vibrieren brachte und ihr in Erinnerung rief, dass sie alles empfangen hatte. Wirklich alles.
Die Geräusche um sie herum kehrten zurück. Zunächst verschwommen. Dann wurden sie klarer. Die Welt, die sich eben noch auf einen einzigen Punkt verengt hatte, breitete sich wieder aus wie ein langsam entfaltetes Tuch. Ihr Atem wurde tiefer. Runder. Weniger Kampf. Ich legte meine Hände neben ihre Oberschenkel auf das Handtuch und beugte mich leicht vor. „Okay“, murmelte ich zu Mara. „Du bist noch da.“ Ihre Welt bekam wieder Farbe.
„Was du mit mir gemacht hast, ist irre“, sagte sie. „Ich weiß nicht, ob das ein Kompliment oder eine Diagnose ist“, antwortete ich. Ein leises Lachen. Gut. Ihre Welt funktionierte also noch. Langsam richtete sie sich auf. Gerade erst hatte sich Maras Puls wieder in eine halbwegs zivilisierte Gesellschaft zurückverhandelt, da sah sie mich durchdringend an.
„Komm“, sagte sie. „Wohin?“, fragte ich. Sie lächelte, als wäre die Frage nur halb ernst gemeint. „Ins Schlafzimmer.“ Natürlich. Wohin auch sonst? Ich stand auf. Mara ging vor und ich sah ungeniert auf ihren prallen Hintern, der im Takt ihrer Schritte hin und her schwang. „Helena hat mir von dir erzählt“, sagte Mara plötzlich, ohne sich umzudrehen. Ich blieb fast stehen. „Das klingt gefährlich.“ „Kommt drauf an.“ „Auf was?“ Sie drehte den Kopf leicht zu mir und sah mich über die Schulter hinweg an. „Ob man glaubt, dass du magische Fähigkeiten hast, oder nicht.“
Ich blieb endgültig stehen. Mara lachte leise. Dieses Lachen klang, als hätte sie Spaß daran, Informationen zu streuen, ohne sich um deren Wirkung zu kümmern.
„Sie hat gesagt, du kannst Stromstöße übertragen, die im wahrsten Sinne unter die Haut kriechen und einen um den Verstand bringen.“ Ich hob eine Augenbraue, kannte meine nächste Prüfung und freute mich darauf wie ein Erstklässler auf seine Schultüte.
Mara entfuhr ein leises Keuchen. Ein heißer Schauer durchzuckte sie direkt zwischen den Beinen. Oh Gott, das war anders. So intensiv. Sofort wurden ihre Nippel wieder hart. Ihr Atem beschleunigte sich. Sie spürte, wie ihre Feuchtigkeit zunahm. Ihre Finger gruben sich in das Laken.
Ich strich noch einmal sanft mit den Fingerspitzen über ihre Konturen. Dann spreizte ich Maras Beine behutsam weiter und positionierte mich dazwischen. Als meine Zunge zum ersten Mal ganz leicht über ihre Schamlippen glitt, zuckte sie zusammen. Langsam und ausgiebig leckte ich, teilte ihre Lippen mit der Zunge und fand ihre kleine, geschwollene Klitoris. Ich umkreiste sie vorsichtig, ohne sie direkt zu berühren.
Wieder begann das vertraute Spiel zwischen ihrem Verlangen nach schneller Erlösung und meiner Absicht, sie zappeln zu lassen. Mara stöhnte laut auf, als ich mich erneut im Bogen um ihre Klitoris bewegte. Und doch – oder vielleicht auch gerade deshalb – zuckten ihre Hüften unwillkürlich. Ihre Erregung stieg rasant. Ich wusste, dass sie schnell kommen würde, wenn ich ihrem Wunsch nachgab. Doch ich blieb langsam, sanft und selbstbeherrscht.
Maras Atem wurde zu kurzen, abgehackten Stößen. Ihre Hände krallten sich in meine Haare. Jetzt war der Moment gekommen. Wie der Hauch eines Schmetterlingsflügels berührte ich ganz sanft ihren Lustpunkt. Mara drückte sich mit aller verbleibenden Kraft meinem Mund entgegen. Mit kurzen, zärtlichen Strichen glitt ich über ihre zum Zerreißen gespannten Nervenenden. Das war der Punkt, an dem Mara die erhofften, aber für unmöglich gehaltenen elektrischen Stromstöße spürte, die sie augenblicklich ins Land ewiger Freude und Glückseligkeit trugen. Der Orgasmus kam wie eine warme, intensive Welle.
Mara bäumte sich auf, ein langer, zitternder Schrei entwich ihr, während ihre Scheide um meinen Mund herum pulsierte. Sie kam heftig, aber zugleich sanft – ein Höhepunkt, der sich grundlegend von allen anderen unterschied, die sie bisher erlebt hatte. Sie zuckte, rang nach Luft und spürte, wie sich Wellen der Lust kreisförmig von ihrem Zentrum bis ins Gehirn und wieder zurück ausbreiteten.
Ihre Erregung ebbte für einen Moment ab, blieb aber auf einem Niveau, das Mara kaum ertragen konnte. Es war wie ein Sog, der sie zwang, dieses Gefühl immer wieder zu durchleben. Mara packte meine Haare, diesmal fester, und zog meinen Mund sofort wieder zwischen ihre Beine. So muss sich ein Junkie fühlen, wenn er den nächsten Kick braucht, dachte sie. In diesem Zustand hätte sie alles gegeben, um das Erlebte noch einmal zu spüren.
Wie eine Katze, die gierig ihre Milch aus dem Napf leckt, glitt meine Zunge über ihre Klitoris – fast schon aus Notwehr. Ihre starken Hände hielten meinen Kopf fest an ihrer Vagina und pressten mit jeder Sekunde ihre Oberschenkel enger um mich. Es gab kein Entrinnen – ich musste ihr und mir zuliebe schnell den nächsten Höhepunkt bescheren. Da sie noch immer hoch erregt war, dauerte es glücklicherweise nicht lange.
In dieser Position einiger meiner Sinne beraubt, bemerkte ich nicht, wie ihre Muskeln zuckten, wie sich ihre Beine krümmten und wie sie in stoßweisen Zügen atmete. Maras Orgasmus baute sich schnell auf – ein tiefes, warmes Ziehen, das immer intensiver wurde. Innerhalb von zwei Minuten kam sie mit einem langen, zitternden Stöhnen zum zweiten Mal. Ihre Vagina pulsierte spürbar und eine große Menge Flüssigkeit entwich ihr.
Gleich darauf zuckte Mara zusammen, all ihre Nerven waren auf einmal überreizt. Mit einer abrupten, fast verzweifelten Bewegung schob sie mich von sich weg. Sie kämpfte mit sich selbst, denn sie wollte mehr, aber sie wusste, dass sie das überfordern würde. Ihre Haut brannte, jede Berührung fühlte sich wie ein elektrischer Schlag an – zu intensiv, zu viel. Sie rollte sich leicht zur Seite, ihr Atem ging noch immer stoßweise, und sie zog die Knie an, als wolle sie sich vor weiteren Reizen schützen. Ich indes holte tief Luft, und mein Körper bedankte sich für jeden Milliliter Sauerstoff, den ich ihm gab.
Jede Berührung meiner Finger ließ Mara zusammenzucken, als würde sie verbrennen. Sie rollte sich noch ein Stückchen weiter zur Seite, entkam meinen fordernden Fingern jedoch nicht. Erst nach einigen Sekunden fand sie ihre Stimme wieder. Als ich sanft versuchte, sie erneut zu streicheln, fuhr sie mich jedoch scharf an: „Nicht ...“ Ihre Stimme klang rau und fast gebrochen. „Berühr mich nicht. Ich kann nicht – nicht jetzt.“ Sie hob eine Hand, als wolle sie mich abwehren, und ihr Blick war eine Mischung aus glücklicher Erschöpfung und Überforderung. „Bitte ... Ich brauche einen Moment.“ Meine Hand erstarrte in der Luft, dann zog ich sie langsam zurück. Ich war unsicher, was ich tun sollte. Und ich war endlos erregt und wollte nun auch zu meinem Recht kommen.
Mara stand langsam auf. Ihre Bewegungen waren ruhig. kontrolliert. Anders als zuvor. Etwas an ihrer Haltung hatte sich verändert. Mara sah mich an. Lange. Aufmerksam. „Jonas“, sagte sie schließlich, „ab jetzt übernehme ich die Führung.“ Ich nickte automatisch. „Das überrascht mich nicht.“ Ein Schmunzeln huschte über ihr Gesicht. „Gut“, sagte sie, „denn, wenn du verstehen willst, wer wir sind, reichen Andeutungen und vages Wissen nicht mehr aus.“ Mein Magen zog sich leicht zusammen. Aber nicht aus Angst. Eher aus Erwartung.
Ich hatte inzwischen gelernt, dass bei Mara jeder Satz entweder eine Erkenntnis oder ein Problem ankündigte. Manchmal sogar beides gleichzeitig. Sie begann, langsam durch das Schlafzimmer zu gehen. „Außerdem“, fuhr sie fort, „muss ich dringend deine Werkseinstellungen aktualisieren.“ Ich blinzelte. „Meine was?“ „Deine Werkseinstellungen.“ „Jetzt bin ich offiziell verwirrt.“ Ihre Augen funkelten belustigt. „Wenn deine Fahrassistenzsysteme nämlich plötzlich ein Eigenleben entwickeln und nicht das tun, was die Fahrerin ihnen sagt, dann haben wir ein Problem.“
„Deine derzeitige Werkseinstellung ist ungefähr so hilfreich wie ein Navigationssystem, das einen ständig in einen See lotsen möchte.“ „Klingt unpraktisch.“ „Ist es auch.“
Sie blieb stehen. Mitten im Raum. „Komm her.“ Ich trat zu ihr. Mein vor Erregung bis zum Platzen angespannter Schwanz zeigte in ihre Richtung, und ich fragte mich, wann ich endlich meine Erlösung finden würde. Die alten Dielen knarrten leise unter meinen Schritten, als würden sie unseren Positionswechsel kommentieren.
„Stell dich neben mich.“ Ich tat es. Für einen Moment standen wir schweigend nebeneinander. Ich wollte gerade auf Maras letzte Bemerkung erwidern, als mir etwas auffiel. Etwas Kleines. Etwas Schwarzes. Meine Aufmerksamkeit blieb daran hängen wie ein Hemdsärmel an einem hervorstehenden Nagel. „Was hast du da?“, fragte ich. „Eine Abkürzung.“ „Das beantwortet praktisch keine Frage.“ „Ich weiß.“
Natürlich wusste sie das. Dann drückte sie auf einen Knopf. Ein leises Klicken durchschnitt die Stille. Nichts geschah. Für den Bruchteil einer Sekunde. Dann ...Ein Summen. Leise. Tief. Mechanisch.
Es kam von oben. Mein Kopf schnellte nach oben. Fast gleichzeitig mit meinem Puls. Surrend. Gleichmäßig. Kontrolliert. Und dann begann sich etwas zu bewegen. Direkt über uns. Aus einer schmalen, bislang unsichtbaren Öffnung in der Decke glitt langsam eine Metallstange herab. Sanft. Präzise. Beinahe elegant. Sie senkte sich mit einer Ruhe, die im seltsamen Gegensatz zu meinem plötzlich beschleunigten Herzschlag stand. Zentimeter für Zentimeter. Ich starrte nach oben.
„Bitte sag mir, dass das nicht normal ist.“ Mara lachte. „Für dich oder für mich?“ „Gute Frage.“ Die Stange erreichte schließlich ihre Position. Etwa zwei Meter lang. Blankes Metall. Stabil. Unübersehbar. Dann verstummte das Summen. Abrupt.
Die Stille danach wirkte fast lauter als das Geräusch zuvor. Ich blinzelte. Einmal. Zweimal. „Also ...“ Meine Stimme klang deutlich weniger souverän als geplant. „Jetzt bin ich offiziell neugierig.“ „Das bist du schon den ganzen Abend.“ „Ja, aber jetzt bin ich zusätzlich verwirrt.“ „Auch das überrascht mich nicht.“ „Jonas“, sagte sie ruhig.
Die Stange hing vor mir. Das kalte, stumme Metall schimmerte silbern und glatt, als würde es mir zuzwinkern und sagen: „Komm her, Jonas, ich habe ein Geheimnis.” Dann sah ich sie: die Manschetten. Zwei Stücke aus dunklem Leder, weich wie die Haut einer Schlange nach dem Häuten, waren an den Enden der Stange befestigt. Sie schienen mich anzulächeln, als wüssten sie schon lange, dass ich kommen würde. „Leg deine Hände hinein“, sagte Mara. Ihre Stimme klang so ruhig, als würde sie mir sagen, ich solle mir die Schuhe zubinden. Keine Warnung, kein Lächeln, nur diese vier Worte, die wie ein unausgesprochenes Versprechen in der Luft hingen. Ich starrte die Manschetten an. Was zum …? Mein Verstand raste, doch meine Hände gehorchten schon, als wären sie nicht mehr meine. Die Lederriemen umschlossen meine Handgelenke, kühl und fest, als würden sie sagen: „Endlich.” Mara beugte sich vor und ich spürte ihren warmen, schnellen Atem an meiner Wange. Dann – Klick. Ein Geräusch, so endgültig wie ein Fallgitter, das hinter einem zufällt. Die Manschetten schlossen sich – nicht schmerzhaft, aber unnachgiebig –, als hätten sie nur auf diesen Moment gewartet.
Was zum Teufel …?
Mein Herzschlag hämmerte in meinen Ohren, ein wildes, unregelmäßiges Trommeln, als würde es versuchen, aus meiner Brust zu fliehen. Ich zog an den Manschetten – vergeblich. Plötzlich war die Stange zwischen meinen Handgelenken nicht mehr nur ein Stück Metall, sondern eine Brücke, ein Pfad, etwas, das mich mit Mara verband, mit diesem Raum, mit etwas, das ich nicht verstand.
„Mara, was …?“ Meine Stimme klang fremd, als gehöre sie jemand anderem. Sie lächelte, aber es war kein freundliches Lächeln. Es war das Lächeln einer Katze, die gerade bemerkt hat, dass die Maus nicht mehr fliehen kann.
„Vertrau mir“, flüsterte sie. Und dann passierte es. Die Stange zuckte. Ein kaum hörbares Surren erfüllte das Schlafzimmer, als würde die Luft selbst vibrieren – wie das Summen eines Bienenschwarms, der sich auf etwas Großes vorbereitet. Ich spürte, wie sich meine Arme spannten, während sich die Metallstange langsam, aber unaufhaltsam nach oben bewegte. Nein. Nicht! Mein Herz klopfte wie ein verzweifelter Trommler, der den Takt verloren hat.
Mara stand da, die Fernbedienung in der Hand, als wäre sie die Dirigentin eines Orchesters, das ich nicht hören konnte. Ihre Finger schwebten über den Knöpfen, als würden sie mit unsichtbaren Fäden spielen. Die Stange stieg weiter, Zentimeter für Zentimeter, und mit ihr meine Arme, die sich immer weiter nach oben streckten, als würde jemand unsichtbare Fäden spannen. Bis hierher und nicht weiter! Doch die Stange gehorchte nicht mir. Sie gehorchte ihr.
Halt. Bitte halt. Doch die Stange kannte kein Erbarmen. Sie zog mich mit sich, unerbittlich wie eine Flutwelle, die einen mit sich reißt. Dann, plötzlich, ein Klicken. Die Stange erstarrte. Ich hing da, die Arme weit über meinem Kopf gestreckt, die Handgelenke immer noch in den Ledermanschetten gefangen. Meine Füße berührten gerade noch so den Boden.
Mara beugte sich vor, ihr warmer Atem strich über meine Brust. „Gefällt dir die Aussicht?“, flüsterte sie und ich hörte das leichte Kichern in ihrer Stimme, als wäre das hier das Lustigste der Welt. Ich wollte etwas erwidern – etwas Kluges, etwas Wütendes, etwas, das meine Würde rettete. Doch alles, was herauskam, war ein ersticktes: „Mara, ich … ich kann nicht …“
Sie lächelte, als hätte sie genau das erwartet.
Mara ging um mich herum und betrachtete mich ausgiebig. Mit diesem besonderen Blick blieb sie schließlich vor mir stehen. „Du siehst aus, als würdest du gleich eine Vorlesung halten“, sagte ich.
„Vielleicht tue ich das sogar“, antwortete sie.
Das klingt gefährlich.“ Mara lehnte sich zurück und betrachtete mich einen Moment lang schweigend.
„Ich habe lange überlegt, wie man am besten erklärt, welche Aufgaben und welches Verhalten wir von den Männern in unserem Bund erwarten. Da ihr Männer Autos über alles liebt, ist dies eine einfache Metapher für euch.
Ich wollte schnell aus dieser Situation heraus, da platzte es aus mir hervor. „Dann erzähl.“
Wir verfügen über einen Fuhrpark mit diversen Modellen, aus dem wir je nach Lust und Laune sowie Zweckmäßigkeit wählen.
„Manche Männer sind von Natur aus wie Kleinwagen. Vielleicht wären sie gerne eine Limousine, aber es fehlt ihnen einfach an den Abmaßen. Sie finden sich in den engsten Gassen und den schmalsten Straßen zurecht, haben einen kleinen Wendekreis und können schnell die Richtung wechseln. Außerdem finden sie immer eine Parklücke. Ihre Fahreigenschaften wirken oft agil und direkt, was besonders Fahranfängern oder Gelegenheitsfahrerinnen entgegenkommt. Auch wenn Größe für Frauen oftmals doch entscheidend ist, sind diese ‚Kleinwagenmänner‘ sehr beliebt. Und unsere Modelle haben alle eine unbegrenzte Laufleistung, wenn du verstehst, was ich meine.“
Mara stand jetzt hinter mir und erklärte mir, dass es nur sehr wenige Männer in ihren Reihen gibt, die die Voraussetzungen mitbringen, um eine Stretchlimousine zu sein. Und du, Jonas, gehörst ganz offensichtlich zu den wenigen Männern die dieses Modell beherrschen. In diesem Moment griff sie mit der rechten Hand um mich herum und wichste mit einer langsamen Bewegung meinen Schwanz über seine ganze Länge vor und zurück. Vor und zurück. Innerlich jubelte ich, denn Mara kümmerte sich endlich um mich. Eine Stretchlimousine ist das genaue Gegenteil eines Kleinwagens. Für dieses Modell kommen nur sehr wenige unserer Männer infrage. Für besondere Anlässe wählen wir das Modell „Stretchlimousine”. Es ist ideal für Gruppen von Frauen ab sechs Personen, die ein gemeinsames Erlebnis suchen. Es wird häufig für Geburtstage, Junggesellinnenabschiede, Abschlussfeiern und andere besondere Events gebucht. Die Sitzanordnung ist in diesen Fahrzeugen oft so gestaltet, dass sich alle sehen und miteinander kommunizieren können. So können die Frauen ihre Wünsche direkt äußern. Eine Stretchlimousine vermittelt ein Gefühl von Besonderheit. Schon das „Einparken“ wird zum Erlebnis. Die Kombination aus Länge und Ausstattung sorgt für einen starken Auftritt. Für unsere Mitgliederinnen wird die Fahrt selbst zur mobilen Feier, bei der eine gelöste Stimmung entsteht, die oft Teil von Erinnerungen wird. Diese Art der Nutzung bietet eine besondere Kulisse für Fotos und Videos und bleibt dadurch lange in Erinnerung. Damit unsere Frauen die Fahrt in vollen Zügen genießen können, sind ein großer Hubraum und ein voller Tank Voraussetzung. „Bringst du beides mit?“
Dann gibt es den Typ „Familienauto”. Es bietet deutlich mehr Platz als ein Kleinwagen, sodass nicht jede Fahrt zu einem Tetris-Spiel mit Armen und Beinen wird. Zudem wird mehr Schulterfreiheit geboten. Wir nutzen unser „Familienauto” für längere Fahrten. Bequeme Sitze, mehr Beinfreiheit und moderne Assistenzsysteme sorgen für langanhaltende Fahrfreude. Weil sie deutlich größer sind als Kleinwagen, bieten sie in der Regel auch höhere Sitzpositionen, die das Aufsteigen erleichtern. Sagte ich Aufsteigen, ich meinte natürlich Einsteigen. Die größere Karosserie sorgt oft für ein ruhigeres Fahrgefühl, insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten. Diesmal fuhr sie mit einer schnelleren Frequenz mit ihrer Hand über meinen Schwanz.
Kommen wir nun zu den SUVs. Ein SUV ist in der Regel ein echter Allrounder.
Wer unterschiedliche Einsatzbereiche abdecken möchte, schätzt diese Vielseitigkeit. Einer der größten Vorteile, den unsere Testerinnen an SUVs lieben, ist die hohe Sitzposition. Sie haben einen besseren Überblick, was insbesondere älteren Fahrerinnen entgegenkommt. Dank der modernen Fahrwerksabstimmung , dabei strich sie über meine Brust, eignen sich unsere SUVs außerdem hervorragend für längere Reisen. Die Fahrerinnen sitzen bequem und genießen ein entspanntes Fahrgefühl. Unsere SUVs sind mit Allrad ausgestattet und bieten somit auch auf besonders nassem und schlüpfrigem Untergrund sicheren Halt. Außerdem verfügen sie über eine erstaunliche Zugkraft und sind auch mit schweren Lasten nicht überfordert. Sie stand vor mir und zeigte lächelnd auf sich.
Nicht selten steht uns der Sinn nach einem Cabrio. Es vermittelt ein einzigartiges Freiheitsgefühl. Mit ihm fährt „Frau” nicht nur durch die Landschaft, sondern wird Teil von ihr. Dieses Modell wird von unseren Frauen an sonnigen Frühlings- und Sommertagen gewählt, wenn statt einer gewöhnlichen Fahrt ein entspannter Ausflug geplant ist. Wenn wir uns für das Cabrio entscheiden, dann wollen wir uns von der Masse abheben. Unsere beste Freundin beneidet uns um unser Cabrio, und manchmal lassen wir sie ans Lenkrad – aber nur, wenn wir auch mitfahren dürfen. Wenn wir uns für ein Cabrio entscheiden, dann wollen wir entspannt fahren. Es geht uns nicht darum, möglichst schnell am Ziel anzukommen. Maras linke Hand streicht dabei sanft über meine Brust, während ihre rechte Hand in langsamen, dosierten Bewegungen meinen Schwanz wichst. Allerdings so langsam, dass ich auf diese Weise niemals zu meinem „Recht” kommen würde. Wir bevorzugen eine ruhige und bewusste Fahrweise. Ein Cabrio vereint Freiheit, Fahrspaß, Naturerlebnis und Individualität.
Bei herausragenden gesellschaftlichen Ereignissen wie dem Opernball oder der Eröffnung eines prestigeträchtigen Projekts entscheiden wir uns gerne für das Modell „Luxuslimousine”. Wenn wir uns für dieses Modell entscheiden, erwarten wir Komfort, Eleganz, modernste Technik und hochwertige Materialien. Mara nickt mir anerkennend zu, blickt mir tief in die Augen und streicht mir von oben bis unten über den Körper. Bei Konversationen ist eine intelligente Sprachsteuerung (während ihr Zeigefinger der rechten Hand die Konturen meiner Lippen nachzeichnet) ein absolutes Muss, ebenso wie ein repräsentatives Erscheinungsbild, das Status, Eleganz und Erfolg präsentiert. Das Fahrverhalten sollte ruhig und souverän sein, gleichzeitig kraftvoll, aber unaufdringlich. Auch wenn dieses Auto für den Chauffeurbetrieb ausgelegt ist, fahren unsere Frauen ihre Luxuslimousinen immer selbst.
Zum Schluss kommen wir zum Sportwagen. Er ist sehr beliebt. Er verkörpert Dynamik, Präzision und Leidenschaft. Er verbindet Leistung, Technik und Emotion zu einem Gesamtpaket, das weit über die reine Funktionalität hinausgeht. Frauen lieben starke Motoren (sie fasst mir kräftig an den Penis)., sportliche Abstimmung (mit der anderen Hand haut sie klatschend auf meinen Po), schnelle Beschleunigung (die Hand, die meinen Penis gepackt hat, fliegt wichsend über meinen Schwanz und ich merke, wie ich bald soweit bin), hohe Endgeschwindigkeiten, spontanes Ansprechverhalten und kraftvolle Durchzüge. Wir mögen es besonders, dass Sportwagen direkt auf Lenkbewegungen reagieren (Mara stößt meine Hüfte vor, zurück, nach links und rechts). Das Ergebnis ist ein Fahrgefühl, das viele von uns als außergewöhnlich präzise beschreiben.
Wir wollen Kurven nicht einfach durchfahren, sondern erleben (sie streicht mit der freien Hand über meine Konturen). Wir lieben nicht nur das sportliche Fahrwerk, sondern auch die leistungsfähigen Bremsanlagen, die ein hohes Maß an Fahrdynamik bieten. Als sie das sagt, bin ich so kurz davor, ihrer über meinen Schwanz fliegenden Hand Tribut zu zollen. Leider hört sie in dem Moment auf, in dem sie von leistungsfähigen Bremsanlagen spricht. Der Klang des Motors (als sie den besonderen Sound des Motors erwähnt, muss ich vor Enttäuschung, wieder nicht kommen zu können, laut aufheulen.), die direkte Rückmeldung der Lenkung und das Gefühl der Beschleunigung erzeugen Eindrücke, die uns begeistern.
Wir erwarten von unseren Sportwagen ein besonders direktes Gefühl für die Straße. Fahrerinnen spüren genauer, wie sich das Fahrzeug bewegt und wie viel Grip die Reifen gerade aufbauen. Wenn ein Sportwagen bestellt wird, erwarten unsere vor allem älteren Fahrerinnen Exklusivität, ein auffälliges Design mit besonderem Fokus auf Ästhetik, markante Linien und dynamische Proportionen sowie Leidenschaft. Für manche ist ein Sportwagen sogar die Erfüllung eines lang gehegten Traums.
Meine Atmung beruhigte sich langsam, als würde ein wildes Meer nach einem Sturm allmählich zur Ruhe kommen. Der Schweiß auf meiner Stirn kühlte ab und mein Puls fand seinen alten Rhythmus wieder. Es war nicht mehr das wütende Hämmern eines verzweifelten Schmieds, sondern das gleichmäßige Ticken einer Uhr, die endlich wieder richtig ging. Doch während mein Körper sich entspannte, brodelte mein Verstand. Immer noch hier. Immer noch gefangen. Immer noch ohne Antwort.
Verdammt. Ich hatte geglaubt, ich wäre klug. Dass ich die Regeln des Spiels verstehen würde, sobald ich nur lange genug nachdachte. Doch die Stange über mir, die Manschetten an meinen Handgelenken, die ganze verdammte Situation – sie lachten mich aus. Du hast nichts begriffen, Jonas. Gar nichts.“
Mara beobachtete mich, als könnte sie meine Gedanken lesen wie ein offenes Buch. Ihr Blick war scharf, beinah durchdringend, als würde sie direkt in meine Seele blicken und dort die Seiten umblättern, die ich selbst nicht finden konnte. Dann seufzte sie, als hätte sie genau den richtigen Moment abgepasst, um mir etwas zu sagen.
„Deine Fahrassistenzsysteme waren vorhin nicht richtig geeicht“, sagte sie mit einer Stimme, die so klar klang, als würde sie mir eine einfache mathematische Gleichung erklären. „Frauen erzählen dir sehr viel, was sie wünschen. Sie geben dir vielfältige Hilfestellung. Nur hast du nicht zugehört.“ Ihre Worte trafen mich wie ein Schlag in die Magengrube. Hilfestellung? Ich hatte doch alles richtig gemacht! Oder etwa nicht?
„Ich habe mich zweimal von dir zurückgezogen“, fuhr sie fort und ihre Stimme wurde leiser, als vertraute sie mir ein Geheimnis an. „Und dann können deine Einstellungen nicht dazu führen, dass du einfach weitermachst. Wenn eine Fahrerin das Auto bremst, dann kann das Auto nicht sagen: "Ich möchte weiter Gas geben in Richtung Höchstgeschwindigkeit." Sie machte eine Pause und ich spürte, wie sich ihre Worte in meinem Kopf festsetzten, als würden sie dort Wurzeln schlagen. „Es steht nicht im Mittelpunkt, was das Auto gerne hätte, Jonas. Sondern was die Fahrerin möchte.“
Ich wollte protestieren, etwas erklären, mich rechtfertigen, doch mir blieben die Worte im Hals stecken. Denn irgendwo tief in mir wusste ich, dass sie recht hatte. Ich hatte nicht zugehört. Nicht wirklich. Ich hatte nur auf meine eigenen Bedürfnisse, meine Ungeduld und meinen Willen geachtet.
Plötzlich spürte ich ihre Hände wieder. Diesmal nicht an meinen Handgelenken, sondern an meinem Rücken. Sie trat hinter mich und ihre Finger glitten mit einer beinah beiläufigen Leichtigkeit über meinen Körper, als würde sie mich neu entdecken. Dann umschloss ihre Hand mich schnell und entschlossen und begann, mich auf eine Weise zu berühren, die mich sofort wieder in diesen Zustand zwischen Lust und Verzweiflung stürzte. Mein Atem stockte. Nein. Nicht schon wieder. Doch es war zu spät. Mein Körper reagierte, als hätte er ein eigenes Bewusstsein, und ich spürte, wie ich mich wieder dem Punkt näherte, an dem alles in mir explodieren wollte.
Und dann – Stopp.
Ihre Hand erstarrte. Die Berührung brach ab, so plötzlich, als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Die Enttäuschung schoss wie ein Blitz durch mich hindurch, heiß und schmerzhaft, und ich stöhnte auf, lauter, als mir lieb war. Wieder. Verdammt noch mal! Meine Muskeln spannten sich an, mein ganzer Körper protestierte und ich musste mich zwingen, tief durchzuatmen, um nicht zu schreien.
Doch dann, als ich mich endlich wieder gefangen hatte und die Welle der Enttäuschung langsam verebbte, hörte ich ihre Stimme. Sie war leise und fast zärtlich und direkt an meinem Ohr.
„Jonas“, flüsterte sie, „hast du das jetzt verstanden?“
Ihre Augen ruhten auf mir, während die Stille zwischen uns wie eine gespannte Saite vibrierte.
„Ich habe meine Lektion gelernt“, sagte ich schließlich.
Die Worte kamen leise, aber sie waren schwer wie Anker, die endlich den Grund erreicht hatten. Ich atmete tief ein. Die Manschetten an meinen Handgelenken fühlten sich nicht mehr wie Fesseln an, sondern ... wie eine Einladung. Eine Herausforderung. Und plötzlich begriff ich. Nicht nur mit dem Verstand, sondern mit jedem Muskel, jedem Nerv und jeder Faser meines Wesens.
„Ich habe es verstanden“, sagte ich und meine Stimme klang fester als erwartet. Kein Zittern, kein Zögern. Nur diese Gewissheit breitete sich in mir aus wie warmes Wasser in einer kalten Badewanne. „Das Gleichnis mit den Autos ...“ Ich drehte den Kopf, um Mara anzusehen. Sie stand da. „Es geht nicht darum, was ich will. Sondern darum, zuzuhören. Zu reagieren. Zu verstehen.“
Ein leichtes Lächeln spielte um ihre Lippen, doch sie schwieg. Sie wartete. Also fuhr ich fort und die Worte sprudelten nur so aus mir heraus, als hätten sie nur darauf gewartet, endlich frei zu sein. „Ich will ...“ Ich suchte nach den richtigen Worten, doch sie kamen von selbst. „Ich will ein Allround-Modell werden, alle verschiedenen Modelle abdecken. Im Bund der ewigen Weiblichkeit.“ Die Worte klangen feierlich, beinah heilig, als würde ich ein Gelübde ablegen. „Ich bin nicht nur bereit, ich bin begierig darauf. Ich will die verschiedenen Modelle perfekt beherrschen. Jede Nuance, jede Feinheit, jeden kleinen Hinweis, den ihr mir gebt.“ Meine Stimme wurde leiser, aber nicht weniger entschlossen. „Ich hoffe ... ich hoffe, ich werde aufgenommen. Dass sich gute Lehrmeisterinnen meiner annehmen. Dass ich noch viel besser werde.“
Einen Augenblick hingen die Worte in der Luft. Früher hätte ich gezögert. Vielleicht hätte ich versucht, mich herauszureden. Doch jetzt fühlte ich mich überraschend frei. Die Unsicherheit, die mich so lange begleitet hatte, schmolz dahin wie Nebel im Morgenlicht. Mara betrachtete mich aufmerksam. In meinem Inneren schwankte ich zwischen Hoffnung und Nervosität. War das genug? Hatte ich alles richtig verstanden?
Die Sekunden krochen dahin. Langsam. Lautlos. Dann stand Mara auf. Ein geheimnisvolles Lächeln lag auf ihrem Gesicht. Sie ging zum Fenster und blickte hinaus, als würde sie etwas sehen, das mir verborgen blieb. Der Wind spielte mit den Vorhängen. Die Schatten im Raum verschoben sich. „Interessant“ sagte sie schließlich. Nur dieses eine Wort.
Die Stille, die folgte, war nicht unangenehm. Sie war voller Erwartung wie der Moment zwischen dem letzten Atemzug vor dem Sprung ins kalte Wasser und dem ersten Schrei, wenn einen die Kälte trifft. Mara musterte mich und ich spürte, wie ihr Blick mich durchdrang, als würde sie prüfen, ob meine Worte wirklich aus meinem Herzen kamen.
Dann trat sie einen Schritt näher. Ihre Finger streiften meine Wange, und ich spürte, wie mir eine Gänsehaut über den Rücken lief – nicht aus Angst, sondern aus Vorfreude. „Das“, sagte sie langsam, „sind die richtigen Worte.“ Ihre Stimme klang warm und fast schon stolz. „Aber Worte allein reichen nicht, Jonas. Du musst es auch leben.“
Ich nickte, und in diesem Moment wusste ich: Dies war erst der Anfang. Die erste Lektion. Die erste Prüfung. Und ich war bereit, sie alle zu bestehen. Dann griff sie in eine Schublade und zog einen versiegelten Umschlag hervor. Mein Herz setzte einen Schlag aus. Auf dem dunkelroten Siegel prangte ein Symbol, das ich noch nie zuvor gesehen hatte, und ich fragte mich, was es bedeuten könnte. Mara legte den Umschlag vor mich auf den Tisch.
Ein leises Klicken durchdrang die Stille – ein Geräusch, so süß wie das erste Lachen nach einem langen Tag. Die Fernbedienung in Maras Hand zuckte, als würde sie mir zuzwinkern. Dann spürte ich es endlich: Das Ziehen in meinen Armen, das mich wie ein unsichtbarer Faden nach oben gezogen hatte, ließ nach. Die Metallstange senkte sich, als würde sie erleichtert seufzen, weil sie ihre Pflicht erfüllt hatte. Meine Muskeln entspannten sich, als würde eine unsichtbare Last von mir abfallen. Ich spürte, wie das Blut wieder frei durch meine Adern floss – warm und belebend wie an einem Frühlingstag nach einem langen Winter.
Mara trat näher, ihre Finger arbeiteten geschmeidig an den Manschetten. Klick. Klick. Die Lederriemen lösten sich und meine Handgelenke waren frei. Die Erleichterung durchflutete mich wie eine Welle. Sie war nicht nur körperlich, sondern auch ein Versprechen. Ich habe es geschafft. Zumindest diesen Teil.
„Leg dich aufs Bett“, sagte sie mit einer Stimme, die so sanft war wie ein Lufthauch, der über eine ruhige See streicht. Ich gehorchte, ohne zu zögern. Das Bett war weich unter mir, ein sicherer Hafen nach dem Sturm der letzten Stunden. Mara legte sich neben mich, ihr Körper war warm und nah, aber nicht fordernd. Noch nicht.
Ihre Hand begann zu wandern. Langsam, beinah träge, als hätte sie alle Zeit der Welt. Sie streifte von meinem Kopf aus über meine Stirn, meine Wangen und mein Kinn, als würde sie mich neu entdecken, als wäre ich eine Landkarte, die sie noch nie zuvor betreten hatte. Dann glitt sie weiter über meine Brust und ihre Finger verweilten an meinen Brustwarzen. Sie kreisten um sie, als würden sie eine Melodie auf meiner Haut spielen. Ein Schauer lief mir den Rücken hinab und ich spürte, wie mein Körper reagierte, als würde er sich an etwas erinnern, das er längst vergessen hatte.
Ihre Hand wanderte weiter über meinen Bauch, immer tiefer, bis sie schließlich meinen Schwanz umschloss. Zärtlich, aber bestimmt. Ihre Berührung war wie ein Versprechen – eines, das sie nicht einlösen würde. Nicht jetzt. Ihre Finger glitten weiter und umschlossen meine Hoden. Ich spürte, wie mein Atem schneller ging. Bitte. Bitte. Mein inneres Flehen war so laut, dass ich dachte, sie müsste es hören können. Doch ihr Gesicht blieb unbewegt, ihre Augen waren halb geschlossen, als würde sie in eine ferne Erinnerung versinken.
Ich wusste, sie wusste. Dass ich um Erlösung bettelte. Dass jeder Nerv in meinem Körper nach Vollendung schrie. Doch sie würde sie mir nicht gewähren. Nicht heute. Nicht so. Dies war kein Spiel mehr. Es war ein Test. Ein weiterer Beweis dafür, dass ich verstanden hatte, was es wirklich bedeutete, zuzuhören.
Als meine Erregung wieder anstieg und sich mein Körper unter ihren Berührungen spannte wie eine gespannte Saite, beugte sie sich zu mir herab. Ihr Atem war warm an meinem Ohr und ihre Stimme war ein Flüstern, das mich sowohl tröstete als auch quälte.
„Das Aufspielen der neuen Software auf dein Betriebssystem“, flüsterte sie, „dauert länger als nur eine kleine Session.“ Ihre Finger zögerten, als würden sie sich nicht trauen, mich loszulassen. „Das dauert sicher ein paar Stunden. Vielleicht mehr.“ Ich spürte, wie mein Herz einen Schlag aussetzte. Stunden? Mehr? „Du musst deshalb jetzt hier in der "Werkstatt" bleiben. Bis morgen früh sollte alles reibungslos aufgespielt sein.“
Mit diesen Worten ließ sie von mir ab. Ihre Hand zog sich zurück und ich spürte die Abwesenheit ihrer Berührung wie einen physischen Schmerz. Sie deckte mich zu, als wäre ich ein Kind, das sie ins Bett bringt, und gab mir einen sanften Kuss auf den Mund. „Gute Nacht, Jonas“, sagte sie. Ihre Stimme klang so warm, dass ich fast vergessen konnte, wie sehr ich in diesem Moment brannte.
Dann deckte sie sich selbst zu und das Licht erlosch. Die Dunkelheit umhüllte uns wie ein schwerer Vorhang. Ich hörte, wie sie sich zur Ruhe bettete. Ihr Atem wurde gleichmäßig und tief. Sie schlief. Oder tat zumindest so.
Ich lag da, mein Körper ein einziger, zitternder Protest. Die Enttäuschung fraß sich wie ein hungriger Wolf in mich hinein. Das war Teil des Tests. Sie fragte sich: würde ich mich zurückhalten? Ihre Gedanken waren in der Dunkelheit fast greifbar. Oder werde ich versagen? Und ich? Ich lag da, zwischen Verzweiflung und Entschlossenheit zerrissen, und stellte mir die gleiche Frage.
Die Nacht war ein seltsamer Ort gewesen – ein Ort zwischen Verzweiflung und Hoffnung, zwischen brennendem Verlangen und eiserner Disziplin. Doch irgendwann holte mich die Müdigkeit ein und ich schlief ein. Nicht sanft und nicht langsam, sondern wie ein Baum, der nach einem Sturm endlich umfällt. Als ich die Augen wieder öffnete, war die Welt eine andere.
Das Erste, was ich spürte, war Wärme. Eine tiefe, umhüllende Wärme, als würde ich in einem Kokon aus Seide liegen. Dann hörte ich ein leises Rascheln, das Geräusch von sich bewegendem Stoff. Mara. Sie war schon wach. Ich spürte ihre Anwesenheit, bevor ich sie sah – wie die Hitze eines Feuers, das man noch nicht sieht, aber schon spürt.
Dann – ein Lachen. Ein leises, fast verschmitztes Kichern. Ich öffnete die Augen und sah sie. Sie hielt meine Decke in der Hand und sah mich an. Genauer gesagt war ihr Blick auf die beachtliche Beule gerichtet, die sich unter der Decke abzeichnete. „Na, jemand hat aber schöne Träume“, flüsterte sie. Ihre Stimme war so warm, dass ich spürte, wie mein Körper noch stärker reagierte.
Bevor ich protestieren oder mich schämen konnte, zog sie die Decke mit einer einzigen fließenden Bewegung weg. Die kühle Luft traf meine Haut, doch es war ihr Blick, der mich wirklich zum Zittern brachte. Sie musterte mich, als wäre ich ein Kunstwerk, das sie gerade erst entdeckt hatte. Und dann – ihre Hand berührte mich. Nicht zögernd, nicht spielerisch, sondern mit einer Entschlossenheit, die mich atemlos machte.
Ihre Finger umschlossen meinen Schwanz und ich spürte sofort, wie ich noch härter wurde. Endlich. Doch dann begann sie, mich zu reizen. Zunächst langsam, ihre Hand glitt auf und ab, als würde sie eine Melodie auf mir spielen. Ich stöhnte, ein tiefes, kehliges Geräusch, das ich nicht kontrollieren konnte.
Und dann wurde ich wach. Richtig wach. Meine Augen flogen auf und ich sah sie über mir mit einem fast schon teuflischen Lächeln. Sie erhöhte das Tempo, ihre Hand bewegte sich schneller und fester, und ich spürte, wie sich mein Körper unter ihren Berührungen anspannte. In meinem Blick musste sie die Frage sehen, die ich nicht aussprach: „Ist das wieder nur ein Test?” Oder ... Endlich die Erfüllung?
„Was wünschst du dir, Jonas?“, flüsterte sie, während sie mich weiter berührte. Ihr heißer Atem strich über mein Ohr und ich spürte, wie sich mein Verstand in Nebel auflöste.
„Bitte ... Fick mich“, keuchte ich mit rauer Stimme vor Verlangen.
Sie wurde noch schneller. „Ich kann dich kaum hören“, sagte sie und ihr Lächeln vertiefte sich.
„Lauter ... bitte, fick mich!“, rief ich und meine Stimme überschlug sich fast.
„Lauter“, forderte sie und ihre Augen funkelten.
„BITTE, FICK MICH!“, brüllte ich, und der Schall hallte wie ein Donnerschlag durch das Schlafzimmer. Es erinnerte mich an den Exorzisten, an diese rohe, ungebändigte Kraft, die aus einem herausbricht, wenn man am Rande des Wahnsinns steht.
Und dann schwang sie sich auf mich. Mit einer ungestümen Vehemenz hob sie ihren Körper an und ließ ihn sogleich wieder auf meinen Schwanz fallen, was mich fast von den Laken hochheben ließ. Ich stöhnte auf, ein tiefes, animalisches Geräusch, und meine Hände krallten sich in die Laken. Sie bewegte sich auf mir, ihr Körper ein perfekter Rhythmus aus Anspannung und Entspannung, und ich spürte, wie ich immer näher an den Rand getrieben wurde.
„Nicht“, warnte sie mich plötzlich, ihre Stimme scharf wie ein Messer. „Wehe, dein Betriebssystem geht wieder mit dir durch!“ Ihre Worte waren ein Befehl, und ich spürte, wie mein Körper gehorchen musste. Ich war so kurz davor, endlich die Erfüllung zu finden, und doch war ich so weit entfernt.
Ihr Auf und Ab wurde noch schneller und ich spürte, wie ich die Kontrolle zu verlieren drohte. Doch dann änderte sie ihren Rhythmus. Anstelle des harten Aufpralls wurde ihre Bewegung sanfter, ein sinnliches Vor und Zurück. Sie rieb ihre Klitoris an meinem Schambein, und ich drückte es ihr entgegen, indem ich mein Becken anhob. Ich tat es für sie. Und natürlich auch für mich.
Nach weiteren zehn Bewegungen, die mich fast in den Wahnsinn trieben, schrie sie mich an: „JETZT DARFST DU KOMMEN!“ Im selben Augenblick, als es ihr gewaltig kam, brach auch in mir alles los. In diesem Moment gab es für mich keine andere Frau, mit der ich lieber zusammen sein wollte. Sie führte, ich kam – zu einem Orgasmus, wie ich ihn noch nie zuvor erlebt hatte.
All die aufgestaute Geilheit der letzten Stunden entlud sich wie bei einem Vulkanausbruch mit aller Macht. Mein Körper zuckte, mein Atem stockte und für einen kurzen, ewigen Moment war ich nicht mehr Jonas. Ich war nur noch Gefühl. Nur noch Erfüllung. Als ich schließlich wieder zu mir kam, lag Mara auf mir, ihr warmer Atem an meinem Hals, und ich wusste: Dies war erst der Anfang.
Die Tür zu meiner Wohnung fiel hinter mir ins Schloss, als würde sie ein Kapitel abschließen – oder ein neues aufschlagen. Der Brief lag schwer in meiner Hand, als wäre er nicht aus Papier, sondern aus Blei – so schwer wie die Worte, die er trug. Schon auf dem Weg nach Hause hatte ich es gespürt, dieses seltsame Kribbeln in den Fingerspitzen, als würde er mich rufen. „Öffne mich.” Jetzt.
Ich setzte mich an den Küchentisch, dessen Holz kühl unter meinen Handflächen war. Das Siegel aus rotem Wachs war glatt und unberührt, als hätte es jahrhundertelang auf diesen Moment gewartet. Mein Daumen zögerte. Was, wenn sich dadurch alles ändert? Doch die Neugier war stärker als die Angst. Mit einem leisen Knacken brach das Siegel. Es klang wie ein Seufzer – oder wie ein Versprechen, das endlich eingelöst wurde.
Die ersten Zeilen trafen mich wie ein Schlag in die Brust. Nicht schmerzhaft, sondern wie ein elektrischer Impuls, der mich von innen zum Beben brachte. Meine Augen flogen über die Worte, doch ich nahm sie nicht nur mit dem Verstand auf. Sie sanken in mich hinein wie Regen in trockene Erde. Jeder Satz war ein Funke, der etwas in mir entzündete – etwas, das ich lange verdrängt hatte.
Plötzlich spürte ich, wie sich etwas in meiner Brust ausdehnte. Es war weder Freude noch Erleichterung, sondern etwas Tieferes. Es fühlte sich an wie Heimkehr. Es war, als hätte ich jahrelang nach einem Ort gesucht, ohne zu wissen, dass ich ihn schon die ganze Zeit über in mir getragen hatte. Meine Hände zitterten leicht, nicht aus Schwäche, sondern aus einer seltsamen, beinah heiligen Erregung. Es war, als würde jemand eine Tür in mir öffnen, von der ich nichts wusste – und hinter dieser Tür lag nicht Dunkelheit, sondern Licht. Ein Licht, das ich kannte, das ich ersehnt hatte, ohne es benennen zu können.
Ich lehnte mich zurück, den Brief immer noch in den Händen. Die Worte hallten in mir nach, als hätte ich sie nicht nur gelesen, sondern erlebt. Mein Atem ging schneller, als hätte ich einen Marathon gelaufen, ohne mich zu bewegen. Und dann – ein Lächeln. Nicht eines der Erleichterung, sondern eines des Verstehens. Es war, als hätte ich gerade eine Prüfung bestanden, von der ich nicht einmal wusste, dass ich sie abgelegt hatte.
Die Stille um mich herum war nicht mehr leer. Sie war voller Möglichkeiten. Und ich war bereit. Nicht nur bereit. Ich war hungrig.
Kommentar verfassen
AutorIn schreiben
Autorinfos
Geschichte melden
Kommentare
Kommentare: 98
Hab vielen Dank Jonas fürs Teilhaben dürfen, solch ein neues Betriebssystem würde kaum jemand schaden!«