Jugendliebe Teil 4 - Wieder ein Paar
von SvenK77
Zum besseren Verständnis der Situation, möget ihr vorher die ersten drei Teile lesen, wenn ihr mit der Geschichte nicht vertraut seid. Das ist aber nur ein gut gemeinter Ratschlag des Autors. Viel Spaß, Genuss und Lesevergnügen.
Ein schöner Frühsommertag im Juni 1997 brach an. Die Sonne ging strahlend auf und hauchte der Welt neues Leben ein. Linda und David schliefen noch fest, Arm in Arm, so wie sie gestern Nacht eingeschlafen waren. Beide schienen etwas Schönes zu träumen, denn beide hatten ein Lächeln auf den Lippen und schmiegten sich verliebt aneinander. Vielleicht lag es aber auch am gestrigen Abend beim Italiener oder an dem wilden Sex, der im Anschluss gefolgt war.
Irgendwann, als die Sonne hoch genug stand, kitzelten David ein paar Sonnenstrahlen auf der Nase und er wachte auf. Schlaftrunken blinzelte er in das grelle Licht, das ihn blendete. Es dauerte eine Weile, bis er registrierte wo er war und wer sich da so zufrieden an ihn kuschelte. Nach und nach fiel ihm der vergangene Tag wieder ein. Er dachte mit Befriedigung daran zurück und ein glückliches Lächeln umspielte seine Lippen.
David drehte den Kopf und sah Linda an. Sie schlief noch fest und schien rundherum glücklich zu sein. ‚Wie schnuckelig sie doch ist‘, dachte er sich. ‚Und so erwachsen ist sie geworden.‘
Mit aller Vorsicht, damit Linda nicht aufwachte, strich er ihr mit der Hand über den Rücken. Er fühlte ihre samtige, zarte Haut und atmete ihren wohltuenden Duft ein. Schön, so an einem Sonntag aufzuwachen. David dachte an seine Vorsätze für den heutigen Tag, dass er Linda wegen einer erneuten Beziehung fragen wollte und sogleich fühlte er sich etwas flau in der Magengegend. Diese Art, von leider nötigen Gesprächen mochte er nicht besonders und versuchte sie eigentlich weitestgehend zu vermeiden. Kein Wunder, hatte er doch nach Linda nur noch Kurzzeitbeziehungen gehabt. Das heißt, eigentlich waren es meistens kostspielige Abende gewesen.
Es lief immer aus dasselbe hinaus. David lud ein Mädchen ein, meistens ins Kino oder so etwas und dann hieß es am Ende immer: „Vielen Dank für den Abend, aber es war eine einmalige Sache.“ Mit der Zeit hatte er dann aufgegeben, verkrampft nach einer Freundin zu suchen. Er hatte beschlossen zu warten, bis sich durch Zufall etwas ergab.
Und hier lag er nun, seine Ex in den Armen, die offenbar immer noch verdammt viele Gefühle für ihn hatte. Und die hatte er ja wahrlich auch für sie. Wenn sich da das Warten mal nicht gelohnt hatte. Allein der Sex mit ihr war der absolute Knaller gewesen. Niemals hätte er es für möglich gehalten, dass Linda, seine süße kleine Linda mit ‚Dirty Talk‘ umzugehen weiß.
Unterhalten konnte man sich mit ihr auch vernünftig und sie beide verstanden sich prima. Schließlich waren sie ja schon einmal neun Monate lang ein Paar gewesen und da lernt man die Macken des oder der Anderen zweifellos kennen.
Er drückte Linda glücklich an sich und nahm sie fest in beide Arme. Daraufhin fühlte er sich etwas besser, erleichtert und sicherer. Nach dem herrlichen gestrigen Tag und dem sehr angenehmen Abend wusste er, dass Linda auf jeden Fall einen zweiten Versuch wert war. Sie hatte ihm vor zwei Jahren zwar einen Korb gegeben, aber das war Vergangenheit. Das hier, das Kuscheln und auch das „normale“ Leben, dass würden sie schon in den Griff bekommen.
Er mochte sie noch immer sehr gern und hatte er ihr nicht gestern, kurz vor dem Einschlafen, ein „Ich liebe Dich“ ins Ohr geflüstert. Jep, er war sich nun sicher. Diese scharfe Braut, die ihn immer noch so heiß machte, wollte er für immer an seiner Seite wissen.
‚Zeit zum Aufstehen‘, dachte er sich. Sanft streichelte er Lindas Wange und hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn. Leise flüsterte er ihr zu: „Liebling. Wach auf. Genug geschlafen. Das Frühstück wartet...“
Linda öffnete die Augen und blinzelte David schläfrig an. Auch sie brauchte einige Momente, damit sie sich Davids Anwesenheit in ihrem Bett erklären konnte. Nicht dass es ihr unangenehm gewesen wäre, es war nur schon eine Weile her, dass sie neben einem Kerl aufgewacht war. Sie lächelte ihn liebevoll an und reckte etwas den Kopf, um ihn zu küssen. „Mmh. So möchte ich in Zukunft immer geweckt werden.“
David lächelte sie nach dem Kuss an. „Schönen guten Morgen Fräulein L. Wünsche wohl geruht zu haben.“
„Das habe ich. Danke schön. Ich hoffe, dass du auch gut geschlafen hast“, antwortete Linda ihm.
Ihre Gedanken kreisten um den gestrigen Tag und genau wie David zuvor, empfand sie es als die richtige Entscheidung, ihn nach einer erneuten Beziehung zu fragen. Schon viel zu lange waren sie voneinander getrennt gewesen. Schuldzuweisungen wollte sie keine anstellen, denn das hatten sie ja gestern schon geklärt und sich auf ein Missverständnis beiderseits geeinigt. Außerdem waren beide zwei Jahre zuvor noch zu unerfahren gewesen. Aber das elende Singledasein sollte sich nun hoffentlich ändern, vorausgesetzt natürlich, dass David sie überhaupt noch wollte.
Linda streckte sich und gähnte herzhaft. Dabei fiel ihr Blick zufällig auf den Wecker. Sie rieb sich, immer noch etwas schlaftrunken, die Augen und schaute noch einmal hin. Himmel, es war ja noch nicht mal acht Uhr.
Vorwurfsvoll schaute die David an. „Du weißt schon, dass heute Sonntag ist und das ist normalerweise der Tag zum Ausschlafen.“ Sie setzte sich auf ihn und fing an, ihn zu kitzeln.
Schnell ergriff David ihre Hände und hielt sie fest. „Du hast ja recht, aber wir wollen doch so viel Zeit wie möglich miteinander verbringen, oder? Außerdem hat die Sonne mich geweckt. Irgendwer hatte ja vergessen, die Vorhänge zu schließen.“ Völlig unschuldig rollte David den Blick auf die Seite, nur um am Ende Linda vorwurfsvoll in die Augen zu schauen.
Linda riss sich von David los und begann erneut, ihn zu kitzeln. Verzweifelnd versuchte David, wieder Lindas Hände zu greifen, aber dieses Mal war sie darauf vorbereitet und erzog sich ihm, indem sie sich mit dem Rücken zu ihm drehte und sich auf ihn setzte. David nahm in seiner Not das Kissen und ließ es, nicht zu heftig, auf Linda fallen. Davon war sie überrascht und etwas abgelenkt. David konnte sich aufrichten und hinsetzen. Er umschlang Linda von hinten und bekam ihre Hände zu fassen. Erleichtert atmete er einige Male tief durch.
Nach ein paar Atemzügen gab er Linda einen Kuss auf den Hals und flüsterte, immer noch außer Atem, in ihr Ohr: „Friede, ok? Ich kann nicht mehr.“ Erneut küsste er sich am Hals, um sie zu besänftigen. Linda erklärte sich kichernd einverstanden und David ließ ihre Hände los.
Immer noch saß sie auf ihm. Beide waren nackt, so wie sie gestern eingeschlafen waren. Dadurch, dass Linda mit ihrer Pfirsichspalte genau über Davids Schwengel saß, verspürten beide schon wieder eine leicht aufkommende Geilheit. Linda verstärkte das noch, in dem sie sanft ihre Hüften bewegte. Ihre Hände krabbelten über Davids Schenkel und er wiederum strich liebevoll über ihren Bauch und die Seiten ihrer Brüste. Er bemerkte, wie sie langsam eine Gänsehaut bekam. Sie biss sich auf die Unterlippe, legte den Kopf in den Nacken, lehnte sich an Davids Schulter an und fing leise an zu schnurren. Nach und nach wanderten Davids Hände von den Seiten her ihre Wonnehügel hinauf, bis er ihre schon wieder harten Nippel an den Händen spürte.
Lindas Schnurren wich einem leisen, zaghaften Stöhnen. „Mmmh. Himmlisch, so am frühen Morgen verwöhnt zu werden. Hör bitte nicht auf“, flüsterte sie ihm zu.
Im Gegenzug presste sie ihr Lustzentrum stärker an Davids Schwanz, sodass er ihre feuchte Muschi bestens spüren konnte. Linda rieb mit ihrer Kirsche über seinen mittlerweile harten Schweif. David fing nun auch seinerseits mit leisem Seufzen und Stöhnen an. Seine Hände massierten liebevoll Lindas Brüste und ihre Nippel. Nach einer Weile griff sich Linda zwischen die Beine und begann nun selbst ihre feuchte Möse zu bearbeiten. Besonders dem Kitzler schenkte sie viel Aufmerksamkeit. Als David ihr mit seinen Händen helfen wollte, schubste sie diese nur energisch beiseite. Sie hatte die Augen geschlossen, ihr Kopf lag immer noch auf Davids Schulter und ihre Finger rieben weiterhin hastig über ihre Lustkirsche. Ihr Atem beschleunigte sich schlagartig und sie kam mit einem kurzen, quiekenden Schrei.
David ließ sich nach hinten auf das Kissen fallen und fragte gespielt beleidigt: „Aha. Fräulein L schafft es auch allein. Und ich?“
„Tut mir leid, aber ‚Das‘ hatte ich jetzt dringend nötig... Es soll aber nicht zu deinem Schaden gewesen sein... Gedulde dich eben noch etwas“, antwortete Linda ihm, während sie sich weiterhin ihr Pfläumchen streichelte. Zwischen den Sätzen schnappte sie aber immer wieder nach Luft, denn ihr Höhepunkt war noch nicht ganz abgeklungen.
Sie drehte David den Kopf zu und zwinkerte. Dann strich sie sanft mit der Hand über seinen harten Schweif. So schnell wie sie angefangen hatte, hörte sie jedoch wieder auf und erhob sich. „So. Dazu später mehr.“ Sie grinste den verwundert dreinblickenden David an. Dem blieb gar nichts weiter übrig, als sich damit abzufinden.
Linda griff nach ein paar Sachen und wollte sich Richtung Bad begeben, um zu duschen. Mitten in der Bewegung hielt sie inne und blickte stirnrunzelnd zu David zurück: „Mir war so, als hättest du vorhin etwas von Frühstück gesagt?“
Grinsend bekam sie zur Antwort: „Das Frühstück ist erst fertig, wenn es jemand gemacht hat.“ Er fing an zu lachen und deutete auf Linda. „Du bist hier die Gastgeberin.“
Daraufhin ließ Linda ihre Sachen fallen und stürzte sich auf David um ihn erneut zu kitzeln. Clever wie sie war, hatte sie sich diesmal auf seine Hände gekniet, sodass er keine Chance hatte sich zu wehren - unfair, aber effektiv. Trotzdem gelang es David irgendwie seine Hände frei zu bekommen. Nachdem er ihre Hände erobert hatte und festhielt, konnte er endlich nach Luft schnappen.
Linda funkelte ihn gespielt böse an. „Das Frühstück mein Lieber, wirst ‚du‘ zubereiten. Ich gehe jetzt nämlich duschen. Nur eine kleine Strafe, weil du mich so früh geweckt hast.“
„Aber... aber...“, begann David verblüfft stotternd, „du hast doch eben schon einen Orgasmus für dich alleine gehabt. Reicht das denn nicht aus als Wiedergutmachung?“ Er stützte sich auf seine Ellenbogen und gab ihre Hände frei.
Als Antwort schüttelte Linda bestimmend den Kopf. „Nein, das reicht nicht einmal annähernd. Außerdem verdiene ich als Frau mehrere Entschädigungen.“ Frech sah sie ihn an, die Hände wie eine Katze zu Klauen geformt. „Willst du widersprechen? Dann wirst du weiter ausgekitzelt.“
David schob die Stirn in Falten und zog eine Augenbraue hoch. Er tat so, als müsste er intensiv darüber nachdenken. „Hmm. Ich glaube ich ziehe es vor, Frühstück für uns zu machen.“
Linda lächelte triumphierend: „So liebe ich dich. Ein Mann mit häuslichen Fähigkeiten. Das Bügeln testen wir dann später.“ Daraufhin gab sie ihm einen Kuss und verschwand ins Bad.
Immer noch leicht verwirrt stand David auf, schnappte sich Boxershorts und T-Shirt und zog sich an. Er kannte Lindas Humor. Dieses Necken hatten beide schon früher genossen und wie einst, war er auf ihr Spiel eingegangen. Bevor er in die Küche ging, öffnete er weit das Fenster. Im Zimmer roch es, als hätte jemand wilden Sex darin gehabt. Er musste lächeln. ‚Oh ja‘, dachte er, ‚und wie wild. Dem Himmel sei Dank, dass wir uns über den Weg gelaufen sind.‘
Als erstes setzte er den Kaffee auf, den beide sicherlich brauchen konnten, da sie ja nicht übermäßig viel geschlafen hatten. Dann spähte er in den Kühlschrank, der gut gefüllt war. Sein Magen rumpelte, trotz des guten, reichhaltigen Abendessens. Da er früher Lindas Mom öfter beim Abtrocknen geholfen hatte, kannte er sich in der Küche noch gut aus. Alles war noch da, wo er es in Erinnerung hatte.
Nebenan hörte er die Dusche rauschen. Gut, Linda war noch eine Weile beschäftigt, also konnte er ihr auch ein Super-Duper-Frühstück zaubern und sie damit überraschen.
Flugs rührte er einen einfachen Teig zusammen und schon zischte und dampfte das Waffeleisen vor sich hin. Dazu sollte es dann ein paar frische Erdbeeren und Blaubeeren geben oder Honig als Alternative.
Etwas Deftiges nebenher wäre aber auch nicht schlecht. So wusch und zerteilte er ein paar kleinere Tomaten, Frühlingszwiebeln, schnitt Schinken in Würfel und verquirlte Eier mit einem Schuss Kaffeesahne in einer Schale.
Zwischendurch füllte er erneut das Waffeleisen und stellte die fertigen Waffeln auf einem Teller in die Mikrowelle. So blieben sie für ein paar Minuten länger warm.
Dann erhitzte er etwas Öl in einer Pfanne, briet erst den Schinken an und gab später die Frühlingszwiebeln und die Tomaten dazu. Als letztes kam das Ei hinein, das er gleichmäßig über alles verteilte. Vorsichtig hob er die Seiten an und rollte es zu einem Omelett auf.
David liebte seiner Mutter dafür, dass sie ihm schon so einige Sachen in der Küche beigebracht hatte. Denn irgendwann, wohl früher als später, musste er ja mal von Zuhause ausziehen. Und damit es nicht nur Fertigessen gab, achtete sie darauf, ihm wenigstens etwas Kochen beizubringen. Auch an einfachen Kuchen hatte er sich mittlerweile schon erfolgreich versucht. Das wollte er Linda aber nicht gleich auf die Nase binden, als Überraschung wäre es viel schöner.
Zufrieden füllte er die letzte Portion Teig ins Waffeleisen. Dann machte er sich daran, den Esstisch im Wohnzimmer zu decken. Die Waffeln lagen fertig in der Mikrowelle und das Omelett lag in der Pfanne unter einem Deckel.
Mittlerweile war die Dusche im Bad verstummt. David klopfte an die Tür und Linda rief: „Komm rein.“ Nur in ein Handtuch gewickelt stand sie vor dem Spiegel und bürstete sich das Haar. Sie sah im Spiegel, dass David leicht von einem Fuß auf den anderen trampelte. Linda hielt beim Bürsten inne und schaute ihn an: „Musst du mal? Dann geh doch“, sagte sie uns wies auf die Toilette.
„Müssen schon, geht aber nicht, wenn jemand im Raum ist“, antwortete David mit gepresster Stimme.
Linda rollte gespielt mit den Augen, seufzte und drehte sich zu David um. „Darüber reden wir später noch.“ Sie küsste ihn und verließ das Bad.
Endlich konnte David sich erleichtern und anschließend ging er unter die Dusche. Kopfschüttelnd blickte er auf die immense Auswahl an Shampoos und Duschbädern. Die waren ihm gestern gar nicht aufgefallen. ‚Na gut‘, dachte er sich, ‚dann riech‘ ich heute eben mal nach Blümchen.‘ Er testete verschiedene Flaschen, dem Geruch nach, durch und fand tatsächlich eine, die nicht ganz so extrem parfümiert war. Während er sich leicht naserümpfend einseifte, hing er weiter seinen Gedanken über Linda nach.
Die Liebessäfte der vergangenen Nacht klebten noch überall an ihm. Noch einmal genoss er Lindas Geruch auf seiner Haut, dann wusch die Seife alles fort. Aber diese letzte Nacht, war für immer in sein Gedächtnis eingebrannt.
Mit der Boxershorts bekleidet und das Handtuch immer noch in der Hand, sich die Haare rubbelnd, ging er in Lindas Zimmer. Sie stand immer noch in das Handtuch gewickelt da. Das Fenster war zwar noch offen, aber sie hatte die dünnen Vorhänge davor gezogen.
Erneut verharrte David und sah Linda verliebt und wie verzaubert an. Sein Herz sagte ihm in diesem Moment, dass er hier bei ihr am richtigen Ort war. Linda beobachtete David im Spiegel, aber nachdem er sich nicht rührte, sondern sie nur verträumt ansah, fragte sie ihn keck: „Ist irgendwas?“
David war mit einem Mal wieder zurück in der Gegenwart. Er sah Linda an und antwortete: „All... alles bestens. Ich habe grade nur wieder festgestellt wie bezaubernd du aussiehst.“
Als Antwort fing Linda an zu kichern. „Du spinnst doch. Ich stehe hier in ein Handtuch gewickelt und du nennst das bezaubernd? Wenn ich ein Abendkleid anhätte, dann würde ich das noch verstehen. Aber trotzdem Dankeschön für das Kompliment“, lächelte sie ihm zuckersüß zu und deutete einen Knicks an. Sie ging auf ihn zu und küsste ihn.
Zwar war David ein wenig geknickt, aber er ließ sich das nicht anmerken. Er nahm Linda in die Arme und sagte zu ihr: „Ein Abendkleid braucht‘s nicht unbedingt. Ein Standard-Eva-Kostüm reicht mir schon aus.“
Linda verzog gespielt einen Flunsch und rollte mit den Augen. „Das du natürlich nur ans Vögeln denkst war mir schon klar. Warum sollte mich das auch wundern? So, wie du mich eben mit deinen Blicken verschlungen hast...“
David antwortete ihr schelmisch grinsend: „Du bist eben ein lecker Mädchen.“
Sie küssten sich leidenschaftlich. Es war wie in alten Zeiten. Jeder zog den Anderen ein wenig auf, um die Würze in die Situation zu streuen. David dachte kurz darüber nach. Er kam zu dem Schluss, dass das gerade der Reiz daran war. Sie waren sich einfach so ähnlich. Es musste mit einer erneuten Beziehung einfach klappen.
Er spürte, wie Lindas Hände ihm den Rücken hinaufkrabbelten. David liebte dieses Gefühl ihrer zarten Finger auf seiner Haut. Er konnte nie genug davon bekommen. Nach einer Weile trennten sich ihre Lippen voneinander. Sie sahen sich verliebt an und gaben sich einen letzten Schmatz auf die Lippen.
„So. Nun sag‘ mir mal, was es zum Frühstück gibt. Riechen tut es ja gut.“ Linda leckte sich über die Lippen.
David nahm Lindas Hand und sprach: „Darf ich das Fräulein L zu Tische geleiten? Sie möge bitte, ob der Überraschung willen, die Augen fest verschlossen halten. Sollte sie sich nicht der Schummelei erwehren können, so möge sie dann fortan das Frühstücksmahle selber zubereiten.“
Linda rollte erneut mit den Augen. Das war neu an ihr, dieses ständige Augenrollen, aber für diese Situation die perfekte Antwort. Dennoch ging sie auf das Spiel ein: „Nun denn, mein holder Prinz. Er sei ihm gestattet mich zu geleiten. Fürderhin trage ich die Hoffnung in mir, dass er mich nicht nur mit seinem Schweife groß, sondern auch mit der Pfanne Inhalt zu befriedigen weiß.“
Beide mussten sich zusammenreißen, um nicht zu lachen. David brachte Linda an den Tisch und half ihr auf den Stuhl. Dann verschwand er in der Küche, um die warmen Speisen zu holen. Er stellte die Teller auf den Tisch und sah, dass Linda schnupperte, ob des Duftes, der in der Luft lag. Brav hatte sie noch immer die Augen geschlossen. Ein letzter Blick über den Tisch, aber alles war zu seiner Zufriedenheit angerichtet.
Er trat neben sie und griff wieder ihre Hand: „Nun möge das holde Fräulein L ihre bezaubernden, grünen Augen öffnen, ihre Blicke über den Tisch schweifen lassen und sich daran ergötzen, welch edle Speisen dargereicht werden. Sodann möge sie mir verkünden, welches Mahl ihr Prinz ihr denn kredenzen darf, auf dass es ihren Gaumen zufrieden stelle.“, ließ sich David vernehmen.
Linda kicherte und öffnete die Augen. Sprachlos blickte sie auf den Tisch. „David“, fiel sie aus der Rolle, „ich hatte mit Toast und Spiegelei gerechnet, aber das“, zeigte sie mit ausgebreiteten Armen, „das ist so lieb von dir. Umwerfend.“ Sie stand auf, zog ihn an sich heran und küsste ihn, schlang ihre Arme um seinen Hals und verharrte so einen Moment. Als sie David wieder in die Augen sah, bemerkte dieser eine Träne auf ihrer Wange. Er küsste sie fort und sah sie dann fragend an.
Einen tiefen Atemzug später antwortete Linda ihm: „Du… du bist der Richtige für mich, lieb, fürsorglich und verlässlich. Ich liebe Dich.“ Linda schluckte schwer.
David hob die Hand und sagte flüsternd zu ihr: „Später…, lass uns später darüber reden. Ok?“
Linda nickte und setzte sich wieder. Nach ein paar tiefen Atemzügen, um sich zu beruhigen, klatschte sie freudig in die Hände. „Also, von allem etwas bitte mein Prinz. Es schaut alles verführerisch aus.“
Zaghaft probierte sie vom Omelett und den Waffeln. Anerkennend nickte sie. „Für den Anfang nicht schlecht mein Hausmann“, sagte Linda nach dem ersten Bissen.
Als Antwort grinste David nur: „Mach dich ruhig lustig. Ich fühle mich heute so glücklich, dass mich so etwas nicht im Geringsten berührt.“ Er nahm sich auch von beidem auf den Teller, setzte sich neben sie und so konnte das erste Frühstück zusammen beginnen.
Beide waren, trotz des üppigen Abendessens, ziemlich hungrig. Naja, sie hatten sich ja hinterher auch noch gehörig ausgetobt und ordentlich Kalorien verbrannt. Jedenfalls fiel die Konversation während des Frühstücks recht spärlich aus. Sie genossen die leckeren Speisen und lächelten sich nur immer wieder an. Beide fühlten die Geborgenheit in der Nähe des Anderen. Es war fast so, als ob es nie eine Pause zwischen ihnen gegeben hätte.
Nachdem der größte Hunger gestillt war, lehnte Linda sich zurück. Sie stellte die Füße auf die Sitzfläche vor sich, nahm die Kaffeetasse in die Hand und sah David verträumt an. Dieser biss gerade herzhaft in eine Waffel, die er mit Honig garniert hatte. Sie lächelte verschmitzt hinter ihrer Tasse, als etwas Honig an seiner Wange kleben blieb. Linda beugte sich vor, wischte den Rest mit dem Finger liebevoll weg und leckte diesen dann genüsslich ab.
„Mmh. Du bist so süß“, schwärmte sie.
„Meinst du mich oder den Honig?“, fragte David mit hochgezogenen Augenbrauen.
„Den Honig natürlich, was denkst du denn.“ Sie streckte ihm die Zunge heraus und piekste ihn in die Seite. „Blödmann“, sagte sie lachend. „Ich dachte eigentlich, dass ich dir deutlich gemacht hätte, dass ich dich liebe.“
David hob abwehrend die Hand. „Lass uns bitte gleich in Ruhe darüber reden.“ Er beendete sein Mahl und lehnte sich auch seufzend zurück. „Was für ein schöner Start in den Sonntag“, sagte er. „Ein tolles Frühstück und eine tolle Frau an der Seite, was will man mehr.“
Linda sah ihn nachdenklich an. „Lass uns schnell den Tisch abräumen, dann können wir es uns auf dem Balkon bequem machen. Dort ist der beste Platz, um tiefgründige Gespräche zu führen.“
„Klingt nach einem Plan“, antwortete David nickend.
Sie erhoben sich beide und räumen den Tisch ab. Das Geschirr kam in den, neu erworbenen, Geschirrspüler, wie Linda ihm berichtete und so war schnell Ordnung geschaffen.
Linda ging kurz in ihr Zimmer, um sich wenigstens etwas anzuziehen, denn sie hatte immer noch nur das Handtuch um sich gewickelt. Der Balkon war ja nicht abgelegen und somit nicht vor den neugierigen Blicken der Nachbarn herum geschützt. ‚Ein hellblaues Top und graue hautenge Shorts sollten genügen‘, dachte sie sich.
Die Unterwäsche ließ sie gleich weg. Linda stellte sich den weiteren Ablauf des Tages so vor, dass sie nach einem kurzen Gespräch die Sachen sowieso nicht mehr lange tragen würde. Sie sehnte sich geradezu nach dem Sex mit David. Es war beinahe eine Ewigkeit her, dass sie so intensive Gefühle für jemanden verspürte und dieses Mal, dass hatte sie sich geschworen, wollte sie jeden Moment so richtig auskosten. Man lebte schließlich nur einmal. Außerdem musste sie am späten Nachmittag wieder zurück zur Uni. Dann begann die Durststrecke von einer Woche, in der sie sich nicht sehen konnten.
Der Wind blähte die Vorhänge und ein leichtes Frösteln ging über Lindas Haut. ‚Ein wenig frisch war es doch im Wind‘, ging ihr durch den Kopf und sie strich über ihre Gänsehaut an den Armen. ‚Es ist Anfang Juni und die Sonne war schon im Sommermodus, aber der kühle Wind ab und zu, brr.‘
Da fiel ihr Blick auf Davids kariertes Hemd, dass über ihrer Stuhllehne hing. Sie griff danach, knüllte es in den Fingern und hielt es sich an die Nase. Gierig sog sie den Duft von David und seinem Parfüm ein. ‚Man, was hab‘ ich ihn vermisst‘, kam es ihr in den Sinn. ‚Aber ich dusselige Kuh bin ja selbst schuld gewesen.‘ Schulterzuckend führte sie den inneren Monolog weiter: ‚Wer weiß, wofür es gut war.‘
David wusch in der Zwischenzeit die Pfanne ab und säuberte das Waffeleisen. Er richtete ein Tablett her, mit der Kaffeekanne, die noch halb voll war, Tassen, Kaffeesahne und Zucker.
Linda kam zurück in die Küche und gab David einen Kuss auf die Lippen: „Danke fürs Spülen. Ich hole die Kissen für die Liegestühle.“
Bevor Linda die Küche verließ, nahm David sie von hinten in die Arme und schmiegte sich an sie. Linda schnurrte zufrieden und glücklich. Sie drehte den Kopf ein wenig und küsste ihn auf die Lippen.
„Du weißt, dass ich dich immer noch liebe, oder?“, fragte sie ihn mit hoffnungsvollem, beinahe flehendem Blick.
David nickte mit strahlenden Augen. „Das weiß ich meine Wildkatze. Ich habe auch nie aufgehört dich zu lieben. Du bist und bleibst etwas Besonderes.“
Beide strahlten sich an und fanden erneut zu einem Kuss zusammen. Linda hatte sich umgedreht und so standen sie eng umschlungen in der Küche und knutschten leidenschaftlich. Ihre Zungen spielten wild miteinander und die Hände streichelten den Körper des Anderen. Nach einer Weile ließen sie voneinander ab und schauten sich schwer atmend an.
„Lass uns jetzt nach draußen gehen“, sagte Linda zu David. „Wenn wir hier jetzt nicht aufhören, artet es noch in ganz anderen Sachen aus.“ Sie griente ihn verführerisch an und schob eine Hand in seine Shorts um den erwachten Freudenspender ein wenig zu massieren.
David atmete hörbar ein. „Mmh. Ich ... ich glaube, ich könnte schon wieder eine kalte Dusche vertragen.“
Linda fing an zu lachen und ging ins Schlafzimmer ihrer Mom, die Kissen holen. „Mach‘ ich dich immer noch so an?“, fragte sie über die Schulter blickend.
David erschien im Türrahmen: „Darüber sprechen wir nachher noch, mein Fräulein. Ich geh‘ nochmal kurz ins Bad.“
Linda lachte, nahm die Kissen und ging nach draußen in die Junisonne. Während sie die Stühle und den Tisch herrichtete, dachte sie an die bevorstehende Aussprache. Obwohl – so schlimm konnte es gar nicht mehr werden, denn er hatte ihr ja schon gestanden, dass er sie immer noch liebte. Also war eigentlich schon alles gesagt oder?
Dann holte sie das Tablett aus der Küche, dass David schon vorbereitet hatte. Auf halbem Wege kehrte sie um, nahm den Honig und stellte ihn dazu. Neuerdings mochte sie ab und an auch Honig im Kaffee. Da David immer noch im Badezimmer war, nahm sie kurzerhand eine der Frauenfachzeitschriften, die zu Hauf auf dem Wohnzimmertisch verstreut lagen und setzte sich nach draußen, um auf ihren Angebeteten zu warten.
Wie war es denn David in der Zwischenzeit ergangen? Nachdem er seine Sachen aus Lindas Zimmer geholt hatte, war er im Bad verschwunden. Er schloss die Tür und atmete tief durch. ‚Diese Frau war einfach der Hammer‘, ging ihm durch Kopf. ‚Hat sie mir gerade wirklich gesagt, dass sie mich immer noch liebt? Ja, verhört habe ich mich nicht.‘
Sein Herz klopfte bis zum Hals, aber irgendwie war auch das ungute Gefühl aus seiner Magengegend verschwunden. Innerlich führte er das Zwiegespräch weiter: ‚Das ging ja leichter als gedacht. Gut, lag das vielleicht am Sex von gestern Nacht? War ja schon geil – was sage ich – hammerhart. Egal, so wie’s aussieht bin ich wohl ab heute endlich kein Single mehr.‘ Er grinste zufrieden sein Spiegelbild an und streckte ihm die Hand aus, mit dem Daumen nach oben gereckt. ‚Gut gemacht Alter!‘
Eine bisschen kaltes Wasser ins Gesicht, den Mund ausgespült und gegurgelt und den kleinen David schnell gesäubert, denn der hatte während Lindas sanfter Massage schon wieder zu sabbern angefangen. Die Boxershorts und das Shirt sollten für den Balkon reichen, denn das Shirt war lang genug und für die Jeans war es in der Sonne schon zu warm. Erfrischt ging er nach draußen zu Linda und ließ sich auf den Liegestuhl neben ihr gleiten. Irgendwie hatte sich nichts verändert, denn das hatten sie auch früher schon gemacht.
Er sah zu Linda herüber und sogleich fiel ihm die „Fachliteratur“ auf, die sie in den Händen hielt. „Na? Bildest du dich weiter?“, fragte er leicht spöttisch.
Linda hob geziert den Kopf und entgegnete ihm: „Das ist eh zu hoch für dich. Da fehlt dir das zweite X.“ Sie grinste, steckte ihm die Zunge heraus, legte die Zeitschrift aber weg.
David dachte sich: ‚Wenn sie wüsste, dass ich die Rezepte aus diesen Zeitschriften nachkoche, sie würde mich hänseln bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.‘
Beide legten sich auf den Rücken und hielten einander an den Händen. Die Wärme des Anderen verströmte ein prickelndes Gefühl. Mit geschlossenen Augen genossen beide den Moment der stillen Zweisamkeit.
Schließlich nahm sich Linda zusammen, atmete tief durch und schnitt das Thema an, das ihr so sehr auf dem Herzen lag. „David“, begann sie leise, „wir müssen reden.“
Er öffnete die Augen, sah sie an und zog die Brauen hoch, so wie er das immer machte, wenn er auf eine Antwort wartete.
Linda sprach weiter: „Ich weiß jetzt, dass ich dich liebe. Als wir uns am Freitag getroffen hatten, habe ich den ganzen Abend, die halbe Nacht zu Samstag und auch noch gestern mir den Kopf darüber zerbrochen, ob ich noch einmal eine Beziehung mit dir eingehen möchte und sollte. Immer wieder habe ich die Pros und Kontras gegeneinander abgewogen.“
Sie atmete tief ein bevor sie fortfuhr: „Nun, ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich ohne dich nicht mehr sein kann und möchte. Sicherlich, ich habe dir so etwas Ähnliches vor ein paar Jahren schon einmal gesagt. Wir haben uns zwar seit zwei Jahren nicht gesehen und im ersten Moment mag das Alles nach Verliebtheit aussehen, aber inzwischen bin ich doch reifer und ich hoffe, ein wenig erwachsener geworden. Alles was mir jetzt noch fehlt, ist eine Antwort von dir, ob du es auch noch einmal versuchen möchtest.“ Jetzt, da es raus war, schlug Linda das Herz bis zum Hals. Ihr Dekolleté war gerötet und ihre Hand zitterte leicht. Gespannt wartete sie ab.
David hatte ihr ruhig und gefasst zugehört. Dabei hatte er aber bemerkt, dass ihre Hand feucht wurde und auch das beginnende Zittern war ihm nicht entgangen. Er setzte sich auf und drehte sich zu ihr hin. Linda tat es ihm gleich. David nahm auch Lindas zweite Hand und hob sie beide an seine Lippen. Auf die Handrücken hauchte er je einen Kuss. Linda lächelte unsicher, da er bisher noch nichts gesagt hatte.
„Vorhin hatte ich dir ja gesagt,“, begann er, „dass ich nie aufgehört hatte, dich zu lieben. Und das meinte ich auch so. Genauso.“
Bei diesen Worten breitete sich ein Lächeln auf Lindas Gesicht aus, ihre Augen strahlten und sie wirkte einfach nur glücklich.
David nahm Lindas Hände fester in seine und fuhr fort: „Wir müssen jetzt nur noch herausfinden, wie wir eine Beziehung aufbauen können, wenn wir uns nur an den Wochenenden sehen. Sicherlich, es gibt Telefone, aber die können keinen Kuss oder Kuscheln ersetzen. Und einen Ratgeber für Fernbeziehungen habe ich noch nicht gesehen.“
Linda nickte zustimmend und verzog wissentlich den Mund. Auch ihr war klar, dass es nicht einfach werden würde.
„Wir werden uns wohl oder übel wie Erwachsene verhalten müssen. Unter der Woche kommt die Arbeit und an den Wochenenden das Vergnügen. Da wird es bestimmt auch Ausnahmen geben, denn ich kann mir vorstellen, dass du vor einer Prüfung auch mal nicht nach Hause kommen kannst, willst oder wie auch immer. Denn seien wir ehrlich, mit unserer Ausbildung müssen wir später unser Leben finanzieren und somit sollten wir die nicht vergeigen.“
Lindas Lächeln war aus ihrem Gesicht gewichen. „Daran, an die Prüfungen, habe ich noch gar nicht gedacht. Aber du hast recht. Er wird bestimmt auch hart werden und wir werden unsere Gefühle arg auf die Probe stellen müssen. Dennoch bin ich bereit, es zu versuchen, sonst würde ich es mir nicht verzeihen.“
„Mir geht es genauso“, flüsterte David ihr zu. „Lass es uns ein zweites Mal, dieses Mal reifer und erwachsener, versuchen. Wir müssen nur eines klarstellen“, sagte er mit erhobenem Finger. „Wenn es irgendwo ein Problem gibt und sei es noch so klein, wir müssen darüber reden, völlige Klarheit und Offenheit, kein ‚Da ist nichts.‘ ‚Mir fehlt nichts.‘ oder ‚Alles gut.‘, versprochen?“
Linda legte sich die rechte Hand aufs Herz und David tat es ihr gleich. „Versprochen!“, sagte beide gleichzeitig. Ein Kuss besiegelte den Schwur.
Nun, nachdem das geklärt war, erhob sich Linda, ging den Schritt zu David hinüber und drückte ihn zurück auf die Liege. Dann gesellte sie sich zu ihm. Sie lagen in der Löffelchen-Stellung eng aneinander gekuschelt und beide waren froh, dass der heikle Teil des Vormittags vorbei war. Es war gerade elf Uhr, sie hatten noch ein paar Stunden für sich, ehe der Alltag sie wieder einholte.
David hatte den Arm um Linda geschlungen und strich ihr zärtlich über den Bauch. Linda ihrerseits hatte ihren Arm nach hinten auf Davids Oberschenkel und Po gelegt.
„Weißt du,“, begann sie leise, „ich bin froh, dass wir das geklärt haben. Nun können wir nur noch unser Bestes geben und abwarten, was die Zukunft für uns bereithält. Momentan mag ich noch gar nicht an die Zeit nach dem Studium denken. Wir beide sind gerade einmal zwanzig. Beide haben wir noch zwei Jahre Ausbildung vor uns. Wenn es soweit ist, dann sehen wir weiter.“
David schmiegte sich enger an Linda heran. „Genau. Recht hast du. Lass uns den Augenblick genießen und zwar jeden Moment davon.“ Er hauchte ihr einen Kuss in den Nacken und Linda schüttelte sich leicht, der Gänsehaut wegen, die sich dort bildete.
„Vorhin im Bad“, begann sie, „warum wolltest du nicht aufs Töpfchen solange ich noch dabei war? Schämst du dich dafür?“
„Nein“, entgegnete David ihr, „schämen nicht, aber ich bin gehemmt. Warum das so ist, das weiß ich auch nicht. Selbst auf öffentlichen Toiletten gehe ich meistens in eine Kabine. Dann kann ich mich besser entspannen, sonst stehe ich zehn Minuten vor dem Urinal und nichts passiert.
In der Bibliothek habe ich schon mal nachgeforscht. Es ist wohl einfach eine Kopfsache. Dasselbe hat mein Urologe auch gesagt.“
„Dein was“, fragte Linda erstaunt? „Seit wann gehst du denn zum Urologen? Ist da irgendetwas im Argen?“
David legte beruhigend eine Hand auf Lindas Schulter. „Nichts Schlimmes. Mach dir keine Sorgen. Nur weil ich manchmal Probleme damit habe, die Vorhaut nach hinten zu bekommen, hatte ich mir mal einen Termin geholt. Am Ende der Sommerferien, bevor die Berufsschule wieder anfängt, will er sie teilweise entfernen. Er meinte, dass ich vielleicht ein paar Tage nicht richtig arbeiten könne und so, wegen der Fäden. Deswegen will er das innerhalb der Ferien machen, damit ich keine Stunden in der Berufsschule versäume.“
Linda drehte sich zu David um: „Irgendwo hab‘ ich mal gelesen, dass bei Männern die beschnitten sind, sich der Höhepunkt länger hinauszieht, da die permanent freiliegende Eichel unempfindlicher wird.“
David piekste Linda in die Seite: „Fräulein L“, sagte er gespielt genervt, „du denkst nur an das Eine.“ Dann schmiegte er sich aber wieder an sie, ließ seine Hand unter ihr Top gleiten und zupfte zärtlich an ihren Knospen.
Durch diese zärtliche Behandlung fing Linda an zu schnurren: „Mmmh. Da bin ich aber anscheinend nicht die Einzige.“ Sie wiegte sich leicht an David. Ihr Po drückte gegen Davids Boxershorts und Linda fühlte seine wachsende Erregung, die sich ihr entgegen wandte. „Zumindest haben wir dann eine Vorher-Nachher-Phase und können das genau ausprobieren.“ Sie leckte sich lasziv über die Lippen.
David drückte seinen härter werdenden Schaft an Lindas Hintern. Er küsste sie in den Nacken und knabberte ihr am Ohr. „Du hast mich doch vorhin gefragt, ob du mich immer noch so anmachst? Beantwortet das“, mit diesem Wort drückte er seine Erregung nochmals gegen Lindas Knackarsch, „beantwortet das deine Frage?“ Seine Hand fuhr hinunter zu ihrem Gesäß. Diese knackigen Hälften zu massieren, einfach herrlich.
Linda kicherte vor sich hin: „Die Frage ist zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet.“ Sie kuschelte sich leicht wiegend an ihn. „Mmh, es ist so schön hier mit dir. Wie ich das vermisst habe.“
Sie schmusten und streichelten sich noch eine Weile, dann schliefen beide schließlich ein. Später, als die Sonne vollends auf dem Balkon stand, erwachten sie wieder. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet, dass es gerade ein Uhr am Nachmittag war.
Linda rollte sich von David weg: „Puh, jetzt ist es mir zu heiß. Lass uns reingehen. In meinem Zimmer ist die Sonne jetzt weg.“
Beide erhoben sich träge. Linda stand auf und nahm das Tablett mit dem unangetasteten Kaffee mit nach drinnen in die Küche. David hing die Schläfrigkeit noch ein wenig im Gesicht, sodass er noch einen Moment auf der Liege sitzen blieb.
Linda kam zurück zur Balkontür. Sie hatte sich Davids Hemd entledigt, denn es war wirklich warm geworden. Sie stupste ihn an: „Ey du Schlafmütze. Kommst du mit?“
David nickte und versuchte ein Gähnen zu unterdrücken. „Ich bin schon auf dem Weg. Ich bewege mich doch … fast.“
Kopfschüttelnd, mit einem neckischen Lächeln im Gesicht, stand Linda noch in der Tür. David, der sich mittlerweile aufgestellt hatte, sah sie fragend an. Sie legte den Kopf schief lächelte zuckersüß: „Machst du bitte noch die Markise herunter? Dann heizt sich die Wohnung nicht so auf.“ David nickte nur und tat wie ihm geheißen.
Drinnen ging er noch einmal ins Bad. Erstens, drückte die Blase und zweitens wollte er sich kaltes Wasser ins Gesicht spritzen, um wieder munter zu werden. Nach dem Toilettengang wusch er den kleinen David gleich noch mit Seife ab. Dann ging er zu Linda in ihr Zimmer. Sie war dabei, ihre Sachen für die nächste Woche zu packen.
„Musst du schon los?“, fragte er leicht enttäuscht. „Ich dachte, wir … na ja…“
Lächelnd wandte Linda sich zu ihm um. „Schon fertig. Nein, der Zug geht erst gegen fünf, am späten Nachmittag. Aber so habe ich schon alles beisammen. Wer weiß, was heute noch passiert.“ Sie deutete auf die leichte Beule an Davids Shorts: „und es wird noch was passieren.“ Damit kam sie auf David zu und griff beherzt nach seinen Shorts.
Mit einem Ruck hatte sie sie nach ganz unten gezogen, ließ ihn aussteigen und warf sie lässig über die Schulter auf den Boden. David wollte gerade dasselbe mit Lindas Hotpants machen, da klingelte das Telefon. Augenrollend und genervt ging Linda in den Flur, drehte sich kurz zu David um und legte ihren Finger an die Lippen. Kurz darauf war sie wieder da. Mit den Händen über seiner Erregung stand David an ihrem Bett.
Linda prustete los: „Das war das Telefon, nicht die Tür.“ Sie lachte lauthals, ging auf ihn zu und umschlang seinen Hals mit ihren Armen. „Meine Mom. Sie fährt erst nach dem Abendessen bei ihren Eltern los. Somit sehen wir uns definitiv nicht mehr, da sie erst nach zwanzig Uhr hier sein wird.“ Sie zog David zu sich herunter und verpasste ihm einen lauten Schmatzer auf den Mund.
„Warum sollte ich eigentlich still sein als du zum Telefon gegangen bist?“, fragte er sie. „Deine Mutter kennt mich doch.“
„Das ja, aber was glaubst du, wie lange die Erklärungen gedauert hätten, wenn ich ihr gesagt hätte, dass du hier bist. Offiziell wollte ich lernen und noch zwei Bücher für nächste Woche holen. Noch lange, nachdem wir beide nicht mehr zusammen waren, hat sie dich immer wieder mal erwähnt. Es war..., nun ja, nervig. Lass mich ihr das mit uns unter der Woche am Telefon erklären. Das wird einfacher.“
David zuckte mit den Schultern: „Wie du meinst. Du wirst schon die richtigen Worte finden, zumindest für den elternfreundlichen Teil. Mehr muss sie nicht wissen. Wir sind alt genug zum Wählen, zum Alkohol kaufen und zum Vögeln. Nur, du kannst davon ausgehen, dass mein erster Besuch hier, wenn sie dabei ist, wohl eher in einen kurzen Abend für uns zwei ausartet und dasselbe steht uns bestimmt bei mir zu Hause auch noch bevor.“
Beide rollten gekünstelt die Augen, sahen, dass sie beide an dasselbe gedacht hatten und fingen an zu lachen. Davids Hände strichen über Lindas Rücken, fuhren die Wirbelsäule entlang und harrten an der Unterseite ihres Tops aus. Linda lehnte sich zurück, die Arme noch immer um Davids Hals geschlungen.
Er hingegen griff die Seiten des Tops und zog es langsam nach oben. An der Unterkante ihrer Brüste stieß er auf einigen Widerstand. Er nahm die Hände nach vorn, und schob das Top weiter nach oben. Sobald er mit dem Stoff über ihren Nippeln war, rutschten Lindas Wonnekugeln aus ihrem Stall, der Anziehungskraft folgend. David nahm seine Arme an Lindas Rücken, um sie zu stützen. Linda zog sich das Top über den Kopf und warf es achtlos beiseite. Dann verschränkte sie die Arme wieder um Davids Hals.
Er nahm seine Hände wieder nach vorn, griff sanft nach Lindas Brüsten und wog sie in den Händen. „Die sind in den letzten zwei Jahren aber auch noch gewachsen oder täusch‘ ich mich da? Was hattest du vorher? Ein knackiges B-Körbchen, richtig? Und jetzt?“
Linda wackelte mit dem Oberkörper hin und her, ließ ihre Brüste schaukeln und grinste David an: „Stimmt, der Hintern ist straffer und größer geworden und die beiden auch. Das liegt wohl an den Hormonen in der Pille. Mittlerweile habe ich ein D-Körbchen. Gefallen sie dir? Ich bin begeistert davon.“ Sie registrierte, dass Davids Augen an ihren Brüsten hingen und den Bewegungen folgten. ‚Männer‘, dachte sie, ‚so leicht zu beeinflussen.‘
David drückte Lindas Brüste zusammen und dachte sofort an den Sex der letzten Nacht. ‚Wie hatte sie gesagt? Ach ja, ‚Da jetzt einen Schwanz dazwischen, was wäre das geil‘ oder so ähnlich.‘ Er hob seinen Blick und sah Linda in die Augen.
„Ach, der Herr merkt, dass noch jemand da ist“, neckte sie ihn „und nicht nur meine dicken Titten.“
Eine leichte Röte fuhr in Davids Gesicht. Er fühlte sich erwischt. Sanft massierte er ihre beiden Möpse und fuhr immer wieder mit den Daumen über die Nippel. „Die beiden gefallen mir richtig gut. Deinen Vorschlag von gestern Nacht habe ich nicht vergessen. Du bist fraulicher geworden und das ist nicht zu deinem Nachteil. Erinnerst du dich an mich von vor zwei Jahren? So dürr, wie ich war. Durch die Arbeit habe ich auch einiges an Muskelmasse zugelegt. Okay, nebenher gehe ich regelmäßig Schwimmen und fahre viel Rad. Das hilft mir als Ausgleich zu der manchmal stupiden Arbeit.“
Lindas Augen leuchteten: „Das ist mir schon gestern aufgefallen. Steht dir gut.“ Ihre Hände glitten über Davids Arme, die nun muskulöser waren als damals. Sie schob sein Shirt nach oben. Selbst sein Bauch hatte ein leicht angedeutetes Six-Pack. Prüfend piekste sie mit dem Finger dagegen und schaute ihn an: „Lass es aber so und fang bitte nicht mit Kraftsport an. Ein bisschen Muskeln sind ok, aber zu sehr mag ich das nicht.“
„Das war sowieso mein Plan“, entgegnete er ihr. „Ich habe keine Ambitionen bei der Wahl zum Mr. Universum mitzumachen. Und dich hebe ich doch mit Leichtigkeit hoch.“
Gesagt, getan. Er legte seine Arme um Linda Rücken und Hintern und hob sie hoch. Sie legte ihre Arme um seinen Hals und hielt sich theatralisch an ihm fest. Das eine Bein hatte sie langgestreckt, das andere hielt sie angewinkelt. David trug sie zum Bett hinüber und legte sie sanft darauf ab. Bevor er sich zu ihr herunterbeugte, zog er sein Shirt aus und griff dann endlich nach Lindas Hotpants. Sie hob ihren Knackarsch an, damit er die Hose leichter herunterziehen konnte. Dann legte er sich seitlich zu ihr auf das Bett.
Linda lag auf dem Rücken und drückte ihre Brüste mit den Armen zusammen. ‚Das sieht schon verdammt einladend aus‘, ging es ihm durch den Kopf.
Er strich mit zwei Fingern zwischen ihren prallen Brüsten hindurch, umrundete diese und wiederholte das Ganze erneut. Beim dritten Mal, als seine Finger sich zwischen ihren Brüsten befanden, drückte Linda diese erneut mit den Oberarmen zusammen. Gespielt hielt David in der Bewegung inne, so als ob er stecken geblieben wäre. Linda entspannte die Oberarme und ließ ihm ein wenig Spielraum. Nun legte er seine Hand mit der Handkante nach unten in das Tal ihrer Wonnehügel. Wieder drückte Linda ihre Möpse zusammen. Nun rieb David seine Hand sanft und langsam, abwechselnd nach oben und nach unten, zwischen ihren weichen vollen Brüsten hindurch.
Linda beobachtete das Ganze faszinierend. Sie leckte sich lasziv über die Lippen, sodass diese glänzten. „Und, willst du es versuchen?“, fragte sie ihn sinnlich.
David schaute Linda in ihre lüstern glänzenden Augen und nickte stumm. Er spürte, dass sein Glied schon vollends verhärtet war. Sein Puls raste und sein Herz schlug im bis zum Hals. Er war erregt und gespannt, was nun folgen würde. Etwas verunsichert, da Linda sich nicht rührte, fragte er sie: „Was soll ich jetzt machen?“
Verständnisvoll lächelte Linda ihn an. „Ok. Leg dich auf den Rücken und überlass mir den Rest. Vertrau‘ mir“, sagte sie. „Es wird schön. Sehr schön.“
David nickte wieder: „Tu‘ ich. Ich vertrau dir.“ Damit legte er sich auf den Rücken, nachdem Linda etwas Platz gemacht hatte.
„Also“, begann Linda, ganz die Lehrerin. „Diese Art von Sex wird spanisch genannt. Französisch kennst du ja schon. Es gibt noch einige andere, aber dazu kommen wir vielleicht irgendwann einmal.“ Sie hockte sich neben David und dozierte weiter: „Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Spanische zu machen. Grundlegend befindet sich der Penis immer zwischen den Brüsten der Frau. Ich kann mich vor dich hinhocken oder ich sitze auf dem Bett und du legst deine Beine über meinen Schoß. Du kannst die Beine auf den Boden stellen und ich knie mich vor dich hin. Oder ich liege auf dem Rücken und du kniest dich über mich. Oder…“
David hob eine Hand, um Linda Einhalt zu gebieten. „Ich denke, ich habe den Kern der Sache erfasst. Mach es heute einfach, wie du es für richtig hältst. Unsere Lieblingsposition können wir später herausfinden.“
Linda grinste bis über beide Ohren. „Da ist aber jemand aufgeregt.“ Sie griff nach Davids hartem Ständer und schwenkte ihn hin und her, wie ein Fahnenmast im Wind: „Ui-jui-jui. Ist da jemand aufgeregt?“, sagte sie in Babysprache zu Davids Glied. Sie lachte und drehte sich zu ihm herum. Ihre eine Hand war weiterhin an Davids Speer zu Gange, während sie mit der anderen lustvoll ihre Brüste knetete und sich dabei lasziv die Lippen leckte. Dann kam sie näher heran, beugte sich zu David hinunter und küsste ich feucht auf die Lippen. Ihre Zungen rangen miteinander.
Nach einem Moment erhob sich Linda und rutschte noch etwas höher. Dann presste sie David ihre wohlgeformten Möpse mitten ins Gesicht. Sie rutschte damit auf seinem Gesicht herum, presste immer wieder stärker zu und forderte ihn auf: „Leck meine Nippel. Los!“
Im ersten Moment, als Lindas Möpse auf sein Gesicht klatschten, war David überrascht gewesen von ihrem Ganzkörpereinsatz. Dann fand er Gefallen daran und auch wenn er nur noch spärlich atmen konnte, kam er ihrer Aufforderung mit großem Vergnügen nach. Da Linda unaufhörlich mit ihren Wonnehügeln über sein Gesicht rutschte, waren sowohl ihr enormer Vorbau, als auch Davids Gesicht im Nu vollgespeichelt.
Dann setzte sich Linda wieder auf und gab David noch einen feuchten Schmatzer. Sie krabbelte zwischen seine Beine und griff beherzt nach seiner Lanze. Diese war immer noch hart, was Linda mit einem wohligen Seufzen zur Kenntnis nahm. „Vorbereitung Teil eins, abgeschlossen“, flüsterte sie kichernd und malte mit dem Zeigefinger in der Luft ein Häkchen.
David beobachtete gespannt ihr Treiben und kam nur langsam wieder zu Atem. Sicherlich, er konnte sich in etwa vorstellen, wie sich es anfühlen würde, wenn Linda seinen Lustspender mit ihren Möpsen bearbeitete, nur erlebt hatte er es bisher noch nicht.
Linda beugte sich zu seinem Ständer hinab und leckte genüsslich über die Eichel, sowie drum herum. Ihre eine Hand spielte mit seinen Murmeln und rollte diese sanft herum. Als sie bemerkte, dass Davids Vorfreude angefangen hatte auszulaufen, leckte sie mehrmals feucht den Schaft entlang und hob zufrieden dreinschauend den Kopf.
„Vorbereitung Teil zwei, abgeschlossen“, flüsterte sie erneut und malte nun mit zwei Fingern einen imaginären Haken. „Alles bereit machen zur Landung.“ Sie hauchte David einen Kuss zu und sah befriedigt, dass er die Prozedur genoss. So hatte sie es sich hunderte Male ausgemalt und jetzt funktionierte es genauso.
Sie griff hinter sich und angelte sich eine Flasche Massageöl. Erst gestern Vormittag hatte sie es noch selbst zusammengemischt, um eine essbare Variante zu bekommen. Nach dem Öffnen der Flasche verbreitete sich im Nu der Duft von Walnussöl, das sie mit normalem Speiseöl gemischt hatte. Linda verteilte einen Schuss auf ihren Brüsten und verrieb ihn dort. Dann träufelte sie etwas Öl auf Davids Eichel. Sie verschloss die Flasche und stellte sie zur Seite, aber griffbereit. Dann beugte sie sich mit ihren eingeölten Wonnekugeln zu Davids wartendem Speer hinab.
Sobald Lindas Nippel zaghaft über Davids Eichel strichen, wippte sein Schaft einige Male federnd auf und ab. Dazu gab David ein: „Mmmh“ von sich. Davon angespornt presste Linda ihre Brüste nun fester auf seinen Schwanz, so, wie sie es zuvor auf seinem Gesicht gemacht hatte. Sie drückte Davids Freudenspender herunter an seinen Bauch und glitt mit ihren Möpsen darüber hinweg, hin und her. Ihre harten Nippel strichen über den Schaft und die Eichel.
Genüsslich verteilte sie das Öl und spürte, dass Davids Erregung noch wuchs und härter wurde. Zufrieden stellte Linda fest, dass ihr Prinz die Augen geschlossen und sich entspannt zurückgelehnt hatte. Auch spürte sie eine wohlbekannte Feuchtigkeit an ihrer Spalte. Die ersten Tropfen liefen bereits an ihren Beinen herunter. Ein wohliger Schauer durchfuhr sie und auf dem Rücken bekam sie eine Gänsehaut.
David hingegen genoss das weiche Fleisch von Lindas Wonnekugeln, dass seinen harten Prügel massierte. Vor seinem geistigen Auge durchlebte er die zuvor geschehene Szene, als Linda dasselbe mit seinem Gesicht gemacht hatte. Er ließ sich vollkommen fallen, gönnte sich keinerlei Ablenkung und begab sich voller Vertrauen in Lindas Hände oder vielmehr ihre Brüste.
Linda beobachte David und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Sie liebte diesen Kerl einfach und wollte all die schönen Seiten des Lebens mit ihm teilen, lustvoller Sex stand dabei momentan ganz oben auf der Liste.
„Genießt du dieses Gefühl oder soll ich aufhören?“, fragte sie ihn neckend.
David antwortete stockend: „Arrgh, es … ist so … schön. Wage dich … dich … ja nicht, … damit auf… aufzu… …hören.“ Er öffnete leicht die Augen, sah Lindas neckisches Grinsen, lächelte ihr zu und warf ihr einen Kuss zu. „Ich liebe Dich“, hauchte er. Dann schloss er erneut die Augen.
Linda antwortete: „Dir bleibt auch nichts anderes übrig. Du bist mir sozusagen ausgeliefert.“ Sie sah, dass sein Atem schneller ging und gönnte ihm eine kurze Pause. Als sie sich aufrichtete, öffnete David die Augen und sah sie verzweifelt an. Linda sah diesen Blick und griff ihre Brüste von den Seiten her, ließ ihre Hände darüber gleiten und entließ sie dann der Schwerkraft. „Keine Angst, es geht gleich weiter. Aber du willst das doch genießen und nicht schon kommen oder?“
„Nein, noch nicht“, antwortete er ihr kopfschüttelnd. Er schluckte und atmete mehrmals tief durch. „Dafür ist das … viel … viel zu wundervoll.“ Nur langsam kam sein Puls herunter.
Linda krabbelte nach hinten und stand auf. Sie griff nach einem Kissen und ließ es auf den Boden fallen. „Komm her, rutsch‘ herum und stell die Beine auf den Boden“, forderte sie ihn auf. „Dann machen wir weiter.“ Ihre Augen sahen ihn vielsagend an. Sie fasste sich wieder an ihre, von dem Öl glänzenden Brüste, klatschte diese zusammen und rieb sie aneinander. Dabei öffnete sie leicht den Mund, beugte sich etwas vor und gab ein leises Stöhnen von sich.
Davids hartes, pulsierendes Glied quittierte diese Showeinlage mit einem Wippen und Zucken. Linda sah dies mit Vorfreude und ihre Augen begannen zu glänzen.
Sie stellte sich vor das Bett und wartete, dass David herumgerutscht war. Er setzte sich auf die Bettkante, griff um Linda herum und zog sie zu einem feuchten Kuss herunter. Seine Hände griffen nach ihrem öligen Vorbau und massierten diese ein wenig. Dann entzog er sich Lindas Mund, um kurz an ihren Nippeln zu knabbern.
Damit entlockte er ihr ein weiteres, wohliges Stöhnen. Sie drückte ihn nach hinten auf das Bett und glitt dann mit ihren Wonnekugeln über seinen Oberkörper, bis hinab zu seinem Schwanz. Kurz nahm sie die Spitze in den Mund und fuhr mit der Zunge darum. Dann kniete sie sich auf das Kissen und positionierte sich zwischen seinen Schenkeln. Linda griff erneut zu der Flasche mit dem Öl, gab etwas auf ihre Wonnekugeln und verteilte es. Sie hob ihre Brüste an und ließ sie links und rechts neben seinem Schweif auf die nackte Haut klatschen.
Dann hob sie drei Finger und malte den dritten Haken in die Luft. „Landung abgeschlossen. Bereit zur finalen Sequenz.“ Damit nahm sie ihre Brüste, legte Davids Erektion dazwischen und presste sie sanft zusammen. Sie hörte David tief und scharf einatmen. Sanft bewegte sie ihren Oberkörper auf und ab. „Schau“, sagte sie, „wie frech er dazwischen herauslugt. Und wie er sich freut und sabbert“, kicherte sie.
David öffnete die Augen und stützte sich auf die Ellenbogen, um dem Schauspiel beizuwohnen. Er sah, von seinen Gefühlen total berauscht, zu, wie sich sein Glied zwischen ihren weichen Möpsen hindurchwand, immer und immer wieder. Nach einer Weile änderte Linda ihre Taktik, hielt den Oberkörper still und bewegte nur noch die Brüste mit den Händen auf und ab. Dabei wechselte sie den Druck, den sie auf Davids Speer ausübte, die Frequenz ihrer Bewegungen, ebenso wie die Richtung.
Als sie ihre Brüste gegeneinander auf und ab bewegte, legte David den Kopf in den Nacken und atmete tief durch. „So geil … dieses Gefühl … himmlisch.“ Er sah wieder herunter zum Geschehen, bemerkte die Freude in Lindas Gesichtsausdruck und spürte, dass sie ihre Brüste noch fester aneinanderdrückte. Wieder legte er den Kopf wieder in den Nacken und ein erstes Stöhnen entfuhr seiner Kehle. Dann ließ er sich zurück auf das Bett sinken.
Linda sah die Farbänderung in Davids Eichel und wartete gespannt auf das Finale. Kurz schossen ihr einige Gedanken durch den Kopf. ‚Eigentlich könnte ich ihn ja ein wenig quälen, kurz aufhören, dann mit dem Mund verwöhnen und dann weitermachen‘, dachte sie sich. Ein nasses Gefühl an ihren Schenkeln verwarf diese Idee aber wieder. ‚Nächstes Mal, als langes Vorspiel dann. Ich muss heute nochmal gevögelt werden.‘ Allein schon der Gedanke daran, wie David sie ausfüllte, ließ einen weiteren Schwall ihres Liebesnektars aus ihr herauslaufen.
Sie intensivierte ihr Bemühen, um David zum Ende zu bringen. Einige Momente später hatte sie ihn dann soweit. Sie vernahm ein tiefes, langes Stöhnen von ihm und fühlte, wie sein Schweif zwischen ihren Möpsen pulsierte. Dann schoss die Ladung heraus. Neugierig wie sie war, hatte sie natürlich hingeschaut und bekam den ersten Schuss auch prompt ins Gesicht. Der Rest landete auf ihrem Hals und dem Dekolleté. Sie ließ seinen Luststab auszucken und bewegte nun langsam ihre Brüste, um die letzten Tropfen herauszupressen.
Die Sahne lief bereits an ihr herab zu ihren Brüsten. Linda umfasste Davids Ständer, der immer noch pochte und verteilte sich die Lust auf ihren Brüsten. Dann schleckte sie mit der Zunge an seinem Schaft entlang und säuberte ihn oberflächlich.
David, der während seines Orgasmus, die Sterne glitzern sah, kam langsam wieder zurück in die Wirklichkeit. Blinzelnd öffnete er die Augen und sah Linda, die sich mit seinem Glied die Sahne auf den Brüsten verteilte und dann den Verursacher dieses Chaos mit der Zunge säuberte. Tief atmete er mehrmals ein. „Puh. Wow. Geil. Nur Geil.“ Mehr kam ihm im Moment nicht in den Sinn.
Nach einigen Momenten war er wieder bei Atem. Er stützte sich wieder auf die Ellenbogen, um seine Wildkatze hochgestimmt dabei zu beobachten, wie sie immer noch ihre Zunge über seinen kleinen Kumpel gleiten ließ. In ihrem Gesicht waren noch die Spuren seine Freude zu sehen. Er griff nach den Taschentüchern und säuberte Linda sanft die Wangen und die Nase. Überall hatte sie die Sahne abbekommen.
Er schaute sie verliebt an. „Weißt du“, begann er, „ich danke dem Schicksal, dass es uns wieder zusammengeführt hat. Du … du Wildkatze.“
Linda unterbrach ihre Schleckerei und sah zu David hoch. Leicht biss sie ihn in die Eichel, nahm gespielt ihre Hände mit gekrümmten Fingern nach oben, als ob sie die Krallen zeigen würde und fuhr damit sanft über Davids Brust. Sie erhob sich und schubste David wieder gänzlich zurück auf das Bett.
Als sie sich zu ihm legte, strich ihr Blick kurz am Wecker vorbei, zwei Uhr. Erleichtert atmete sie innerlich auf: ‚Genug Zeit zum Kuscheln, einer anständigen Nummer und zum Duschen.‘ Sie schmiegte sich an ihn. Ihre Brüste kuschelten sich an seine Seite und sie legte den Kopf auf seine Brust.
„Das ist genau meine Position“, flüsterte sie. „Hier fühle ich mich so richtig wohl und geborgen. Genau hier“, sprachs und kuschelte sich noch enger an ihn heran.
David legte seinen Arm um sie und streichelte ihr den Rücken, strich ihre Wirbelsäule hinunter, zu ihren festen Pobacken. Leicht klatschte er die Hand darauf, einmal, zweimal.
Nach dem dritten Klatscher auf den Hintern ließ sich Linda vernehmen „Hey, ist das eine neue Form des Dankes? War ich nicht gerade sooo lieb zu dir?“, fragte sie gespielt gekränkt.
Als Antwort griff David etwas fester an Lindas Hinterteil. „Du warst sogar sehr lieb zu mir, meine Wildkatze“, wieder drückte die Hand in ihre Pobacken. „Du hast mich dem Himmel ein Stück nähergebracht. Aber …“, wieder klatschte die Hand auf Lindas Arsch, „… dein Arsch ist auch sehr schön knackig. Ein bisschen größer als damals, aber mega sexy.“ Wieder griff er hinein und massierte Lindas strammes Hinterteil.
Linda fing an zu schnurren und wackelte leicht mit dem Hintern, der immer noch fest in Davids Hand lag. „Mmmh. Schön.“ Sie legte ein Bein über Davids Oberschenkel, um sich in eine noch bequemere Position zu bringen.
David spürte die Nässe an Lindas Beinen und auch an ihrer Scham, die nun direkt an seinem Oberschenkel lag. „Du läufst ja regelrecht aus“, stellte er überrascht fest. „Da müssen wir aber etwas unternehmen, um das zu Unterbinden.“
„Gerne“, säuselte Linda ihm zu, „liebend gerne.“ Sie rieb ihr Bein an seinem und verteilte so noch mehr von ihrem Nektar an ihm. „Der Tittenfick eben hat mich schon ganz kribbelig gemacht. Was ich jetzt brauche ist das.“ Mit diesen Worten ließ sie eine Hand über Davids Körper streifen und kam an seinem Schwengel zum Halten. Sie umfasste ihn zärtlich, sie drückte dabei einige Male mit der Hand zu und bewegte diese dann langsam auf und ab. Im Nu richtete sich Davids Lanze wieder auf. Linda kicherte: „Schau, wie freudig er sein Köpfchen reckt und auf mehr wartet.“
David piekste Linda in die Seite. „Dann wollen wir ihn nicht so lange warten lassen.“ Er atmete schon wieder schwerer, denn Linda war dazu übergegangen, ihre Hand um seine Eichel herum zu streichen. Genau das brachte ihn zügig in Ekstase und Linda wusste das.
Sie ließ sich auch nicht lange bitten, rutschte komplett auf ihn herauf und ließ sich ein Stück an ihm hinab gleiten. Schon klopfte der Freudenspender an Lindas Lusthöhle, die von ihren honigsüßen Säften geflutet war. Ohne viel Federlesen versenkte Linda den harten Stab in sich und setzte sich seufzend auf. Sie stütze sich mit den Händen an Davids Oberkörper ab und bewegte sich erst langsam, dann immer schneller werdend, auf und ab.
Eine Weile bewegte sie sich seufzend uns stöhnend auf ihm. Dann beugte sie sich herab, um David zu küssen.
Nach einem saftigen Kuss knabberte sie an seiner Lippe und hauchte ihm, schon japsend zu: „Das ist … so schön. So geil und … und dreckig.“ Ihre Augen schlossen sich leicht und fordernd setzte sie hinzu: „Gib’s … mir so … richtig. Lass mich … mich … noch einmal … so richtig … richtig kommen.“
„Du … du bist … so … versaut. Geiles Luder.“ David atmete auch schon schwer. Da Linda nun auf ihm lag, winkelte er die Beine an und stellte sie ein wenig nach außen. Somit konnte er Linda den Wunsch, richtig durchgeorgelt zu werden, erfüllen.
Seine Hände legte er auf ihren klasse Hintern, knete ihn so richtig durch. Schneller und härter bewegte er sich in ihr. Mit den Händen drückte er seitlich an ihrem Po und verengte ihre Spalte damit noch ein wenig. Trotz allem füllte er sie bei jedem Hineingleiten immer wieder komplett aus.
Er hörte sie neben sich schnaufen. Sie biss ihm in die Schulter, eine Hand hatte sie um seinen Hals geschlungen und presste sich so an ihn. Ein paar Stöße später schüttelte es Linda kräftig durch. Sie spannte ihre Scheidenmuskeln an und auch David spürte, dass ihn das Gefühl des Höhepunktes überflutete. Er ergoss sich in einigen Schüben in sie.
Völlig geschafft, schwer atmend aber glücklich lagen beide eng umschlungen aufeinander. David massierte Lindas Po, der immer noch leicht zitterte und sie hingegen kraulte mit ihren Nägeln seinen Hals entlang, den sie immer noch umschlossen hielt.
Ein paar Minuten später stützte sich Linda auf und blickte David verliebt an. Leicht kopfschüttelnd sagte sie: „Du machst mich fertig. Der Orgasmus kommt immer wie ein Schnellzug daher und überrollt mich komplett.“ Sie schluckte und atmete erneut tief durch.
David grinste und antwortete ihr: „Dann gefällt dir das nicht? Wie hättest du es denn gern?“ Gespielt ironisch hob er die Augenbrauen und sah sie fragend an.
Als Antwort drückte Linda ihre Scheidenmuskeln zusammen und biss ihn zärtlich in die Wange. „So hab‘ ich das nicht gemeint, du Ekel“, flüsterte sie ihm ins Ohr. „Genau dieses Überrumpeln bringt mich völlig aus der Fassung. Es ist unbeschreiblich.“ Sie nahm sein Gesicht in die Hände, ihre Ellenbogen ruhten auf seinem Oberkörper. Dann küssten sie sich zärtlich. Erst waren es nur ein paar flüchtige Küsschen, die dann aber nach und nach mit Zungeneinsatz ergänzt wurden. Sanft und liebevoll knabberten sie sich an den Lippen.
Inzwischen war Davids Freudenspender aus Lindas Lustgrotte herausgeflutscht. Der Saft rann ihnen beiden an den Beinen entlang. Ein Griff zur Box mit den Taschentüchern und sie säuberten sich notdürftig. Schließlich legte Linda sich wieder seitlich an David, in ihre favorisierte Position. Ihr Kopf ruhte auf seiner Brust, ein Bein hatte sie über seinen Schenkel gelegt und der Arm umschloss seinen Oberkörper, wie bei einer Umarmung.
David hingegen hatte einen Arm unter seinen Kopf gelegt, der andere ruhte auf Lindas Hintern. Beide dösten vor sich hin, streichelten sich ab und zu und genossen den Ausklang des Nachmittags. Er lauschte Lindas ruhigem Atem, spürte ihren Herzschlag an seiner Seite. Vom Glück beseelt schloss er für einen Moment die Augen.
Ein kurzer Schmerz ließ ihn zusammenzucken. Lindas Knie hatte sich in einer Zuckung in seinen Oberschenkel gedrückt. Beide öffneten zeitgleich die Augen. Nach dem ersten Schreck atmeten sie tief durch. Dann fiel Lindas Blick auf den Wecker. Viertel vor fünf.
„Scheiße“, entfuhr es ihr und sie sprang wie von der Tarantel gestochen, auf. Hektisch fing sie an hin und her zu wuseln.
David war Lindas Blick gefolgt. Sein Kopf war durch das kleine Nickerchen noch ein bisschen vernebelt. Aber nachdem er sich aufgesetzt hatte, hielt er Linda fest und zog sie zu sich heran. Sie versuchte sich loszureißen und schaute David ärgerlich an. „Lass los“, kam es leicht fauchend von ihr. „Ich muss los. Schau mal auf die Uhr.“
„Schatz“, versuchte er sie zu beruhigen. „Den Zug erwischt du nicht mehr.“
Immer noch strampelte Linda leicht und wollte ihm entkommen. Langsam wurde sie wütend. „Das ist für heute der letzte mögliche Zug und ich muss bis um zehn im Wohnheim sein!“ Mittlerweile war ihre Stimme lauter und energischer geworden.
Alles Strampeln half nichts. David hielt sie fest. „Hey!“, sagte er ein wenig lauter als beabsichtigt. Aber so hatte er ihre Aufmerksamkeit. „Hör‘ mir bitte zu!“
Geschlagen gab sie klein bei. „Also gut.“ Kraftlos sank sie in seine Arme.
„Vorschlag meinerseits. Ich gehe jetzt fix duschen und dann hole ich mein Auto. In der Zwischenzeit kannst du hier ein wenig Ordnung machen und auch noch unter die Dusche gehen. Dann fahre ich dich zur Uni. Es sind doch nur knappe 100km bis Halle (Saale), das meiste Autobahn, also ein bisschen mehr als eine Stunde. Einverstanden?“ Mit seinem Hundeblick sah David sie an.
„Das kann ich nicht von dir verlangen“, entgegnete sie ihm überrascht.
„Warum denn nicht?“, fragte er achselzuckend. „Mitgehangen, mitgefangen. Außerdem bin ich nicht ganz unschuldig, dass wir verschlafen haben. Also ok?“
Linda nickte zustimmend. „Ok. Aber nur heute. Bei nächsten Mal stellen wir vorher den Wecker.“ Sie prustete los und schlang die Arme um David. „Ich liebe dich. Aber jetzt unter die Dusche mit dir. Du riechst nach Sex.“
„Jawohl. Mach ich. Aber lass mich vorher noch schnell telefonieren. Ich wollte heute Abend noch mit den Jungs was unternehmen. Das muss ich nur schnell absagen. Alles Weitere erkläre ich dir während der Fahrt.“ Er gab ihr einen Kuss und sie ließ ihn aufstehen.
David wählte die Nummer von Martin, da er wusste, dass dieser definitiv zu Hause war. „Horche mal“, begann er, als er ihn am Hörer hatte, „mir ist was dazwischengekommen. Ich kann heute Abend nicht, sorry, Erklärungen nächsten Sonntag, ok.“
Martin murrte zwar etwas, akzeptierte aber schließlich und erklärte dann, dass er dann mit Dave eben allein zum Billard gehen würde. „Aus der Nummer kommst du aber so schnell nicht raus. Die Erklärungen müssen dann schon einleuchtend sein. Also bis nächsten Sonntag dann.“
„Viel Spaß euch beiden und setzt bloß keine Gerüchte in die Welt. Das kann ich nicht brauchen“, warnte er Martin noch zum Schluss. Dieser lachte nur und legte auf.
David legte den Hörer auf und ging ins Bad. Als er in die Dusche stieg und das Wasser aufdrehte, sah er vor seinem geistigen Auge die letzten vierundzwanzig Stunden im Schnelldurchlauf vorbeiziehen. ‚Man, da war aber echt einiges passiert‘ dachte er bei sich. ‚Eine neue alte Freundin, gleich der erste aber hemmungslose Sex mit ihr und nun noch der erste kleine Stress.‘ Er lächelte in sich hinein. ‚Macht aber nichts. So können wir den Abend noch ein wenig länger zusammen verbringen.‘ Schnell seifte er sich ein und duschte sich ab. Dann ging er nackt in Lindas Zimmer und zog seine Sachen an. Von denen ging schon ein leichter Geruch aus, also wollte er sich zu Hause noch schnell umziehen.
Linda hatte derweil in ihrem Zimmer Ordnung gemacht und es wieder präsentabel für die Mutter hergerichtet. Sie war gerade in der Küche, um die letzten Sachen in die Spülmaschine zu räumen. „Möchtest du noch eine Tasse Kaffee“, rief sie David zu, „bevor ich ihn weggieße?“
„Ja. Bitte. Bin sofort da.“ Er ging in die Küche, sich das Shirt überziehend, stellte sich hinter Linda und umarmte sie. Dann küsste er sie auf den Hals und zog sie noch etwas fester an sich.
„Mmmh“, schnurrte sie. „Aber heute nicht mehr. Wir sind spät genug dran. Hier ist dein Kaffee. Er ist sogar noch warm.“
David nahm von Linda die Tasse entgegen. „Danke meine Küchen-Fee.“ Dafür erntete er „den Blick“. Mit gespielter Angst zog er die Augenbrauen nach oben. „Uuh, mach mir keine Angst“, sagte er lachend. Daraufhin folgte der nächste Blick. „Weißt du“, sagte er, „dass man deswegen die Frauen früher aufgefordert hatte Schleier zu tragen? Hab mich im Fernsehen gehört.“
Linda stellte die Tasse, die sie gerade noch in die Spülmaschine räumen wollte, zurück auf den Tresen und kam auf David zu. Ihr ausgestreckter Finger piekte gegen seine Brust. „Du hältst dich wohl für besonders schlau, was?“ Ein paar Sekunden hielt sie ihren strengen Blick noch aufrecht, aber dann stimmte sie in Davids Lachen mit ein. „Nu trink aus und mach dich los.“ Sie gab ihm einen Kuss. „Ich geh‘ jetzt duschen und mach‘ mich dann fertig. Sagen wir in einer halben Stunde wieder hier? Reicht dir das?“
Kurz überlegte David und nickte dann. Er griff zur letzten Waffel, die noch auf dem Tresen lag, legte das letzte Stück Omelett hinein und rollte es zusammen. Dann biss er herzhaft hinein. Linda sah ihn an und kam kopfschüttelnd zurück in die Küche. Er hielt ihr die Waffel hin und sie biss ein großzügiges Stück ab, kaute und nahm David die Tasse aus der Hand, um den Bissen hinunter zu spülen. Dann wandte sie sich um und verschwand hüftwackelnd im Bad.
Nachdem er den letzten Bissen der Waffel gegessen hatte, räumte David die restlichen Sachen in die Spülmaschine. Dann folgte ein kurzer Blick in Lindas Zimmer. Er klopfte seine Jeans ab, ob er alle Habseligkeiten beisammenhatte.
Kurz öffnete er die Tür zum Bad und sah seine Wildkatze eingeschäumt unter der Dusche. Leichte Sehnsucht machte sich schon wieder in ihm breit. „Ich bin dann weg. Bis gleich.“
Linda rieb kurz über die Duschwand, um hindurchschauen zu können. „Ja, mein Schatz. Bis gleich. Mwah“, warf sie ihm einen Kuss zu.
David schloss die Badezimmertür und verließ die Wohnung. Beschwingt ging er die fünf Etagen nach unten und wandte sich in Richtung der elterlichen Wohnung zu. Die Familie lebte dort zu dritt, Vater Hartmut und Mutter Brigitte. Davids Schwester Stefanie war schon außer Haus, da sie sechs Jahre älter war als David. Zu Hause angekommen, bereitete seiner Mutter gerade das Abendessen zu. „Na?“, begrüßte sie ihn, „traust du dich auch mal wieder nach Hause? Hast du vergessen, wie man telefoniert? Du weißt …“
Um den Redefluss und die Standpauke zu unterbrechen gab er ihr einen Kuss auf die Wange. „Ich hab‘ dich auch lieb Mama.“ Das besänftigte sie, wie immer. „Ich muss nochmal weg. Sag‘ mir jetzt nicht, dass ich morgen arbeiten muss“, setzte er direkt nach, als er sah, dass sie schon wieder Luft für die nächste Standpauke holte. „Bis um zehn bin ich wieder da. Den Rest erkläre ich euch morgen Abend, versprochen.“
Er griff auf den vorbereiteten Teller und nahm sich eine halbe Tomate und schob sie in den Mund. Wieder gab er ihr ein Küsschen. „Danke fürs Frühstück machen“, sagte er beim Hinausgehen aus der Küche. Er wusste, dass seine Mutter sich lieber fünf Minuten hinstellte, um ihm die Pausenbrote für die Arbeit zu machen, als zu riskieren, dass ihr Junge den Tag über hungerte. David verschwand in seinem Zimmer und suchte sich neue Sachen aus dem Schrank. Frische Unterwäsche, Jeans und T-Shirt waren genug, noch ein Spritzer Parfüm und fertig.
Dann ging er noch kurz auf den Balkon zu seinem Vater. Der sah von seiner Rätselzeitung auf. „Och, guten Abend“, kam freudig von ihm. „Hast du wieder nach Hause gefunden?“ Er lächelte und David wusste, wie es gemeint war.
Solange er zur Arbeit ging und in der Berufsschule die Noten passten, durfte er in der Freizeit und gerade am Wochenende schon mal über die Stränge schlagen. Nach dem Abitur hatte er sich lange mit seinem Vater darüber unterhalten und ein Satz, den er nie vergessen würde, war: „Verheiratet bist du noch lange genug, also genieß‘ dein Leben in jungen Jahren. Geh aus, feiern und sonst was, aber bleib im Rahmen.“ Daran hatte er sich immer gehalten und somit gab es keinerlei Probleme zwischen ihnen.
Er legte seinem Vater die Hand auf die Schulter. „Du weißt doch, zu Hause ist da, wo das Essen am besten schmeckt.“
Sein Vater nickte lachend. „Stimmt mein Junge und wo man den Bauch nicht einziehen muss.“ Dann sah er seinen Sohn erneut an und stellte fest, dass David ausgehfertig war. „Willst du nochmal weg?“ Ein leicht ernster Blick schweifte, über den Rand seiner Lesebrille, zu David hinüber.
Der nickte und atmete tief ein. „Will und muss. Ich war grade schon bei Mama. Morgen Abend erkläre ich euch alles. Keine Sorge, bis um zehn bin ich wieder da.“
Sein Vater zuckte mit den Schultern. „Na ja. Dann ist ja gut. Viel Spaß noch.“
David drückte seinem Vater kurz die Schulter. „Hab‘ dich lieb Papa.“
Als Antwort kam ein gemurmeltes: „Schon ok.“
Auf dem Rückweg durch die Wohnung ging er nochmal in die Küche. Wie vorher vermutet, schloss seine Mutter gerade seine Brotbüchse für den nächsten Tag. Sie sah von ihrer Arbeit auf. „Deinen Tee kochst du dir aber selber“, sagte sie gespielt streng.
David ging zu ihr und umarmte sie. „Danke Mama, du bist die Beste.“ Das zauberte ihr ein Lächeln auf das Gesicht. Neugierig öffnete er seine Brotdose und legte noch ein paar Stückchen Gurke und zwei Tomaten dazu. „Ich mach’s wieder gut.“
Seine Mutter winkte ab: „Ja, ja, schon gut. Viel Spaß heute Abend und komm‘ nicht so spät.“
Innerlich verdrehte David die Augen. Hatte er ihr vor zehn Minuten doch gesagt, dass er bis zehn Uhr wieder zu Hause sein würde. Egal, für Diskussionen war jetzt keine Zeit. Also lächelte er ihr nur zu, küsste sie auf die Wange und sagte: „Hab‘ dich lieb Mama. Bis später.“ Flink nahm er sich noch ein größeres Stückchen Gurke und ging aus der Küche.
Er griff sich seine Geldbörse, die Wagenpapiere nebst Schlüsseln und eine dünne Jacke von der Garderobe. Dann war er auch schon wieder hinaus. Ums Eck vor dem Eingang stand sein Auto geparkt. Es war nichts Besonderes, gebraucht, vier Räder und brachte ich sicher an sein Ziel. Mehr war im Moment nicht nötig. Seine Lehrfirma, sowie die Berufsschule waren im selben Ort. Somit fuhr er dort mit dem Rad hin. Das hatte aber eher den Grund, Geld für den Sprit zu sparen. Die Versicherung bezahlten vorerst noch seine Eltern.
Also setzte er sich ans Steuer und fuhr die Straße herunter zu Linda. Vor dem Eingang zu ihrer Wohnung parkte er ein, stieg aus und klingelte. Linda kam an die Sprechanlage. „Danke Schatz“, sagte sie nach der Begrüßung. „Ich bin soweit fertig und komm‘ gleich runter. Ich mach‘ nur noch einen letzten Rundgang durch die Wohnung.“
„Oki doki“, antwortete er ihr und ging zurück zum Auto. Schnell überflog er die Rücksitzbank und checkte der Kofferraum. Verräterische Dinge waren mit Sicherheit nicht zu finden, denn Sex im Auto hatte er noch nicht gehabt. ‚Das wäre auch noch ein Punkt, den ich gern probieren würde‘, lächelte er in sich hinein. Vollgetankt hatte er am Freitag, also war das kein Problem. Er hörte die Haustür und drehte sich um. Linda stand da mit zwei Taschen, sowie einem Rucksack. Er zog fragend eine Augenbraue nach oben. „Ziehst du aus? Ich dachte es ist nur für die eine Woche?“ Er ging auf sie zu und nahm ihr die Taschen ab. „Puuh“, entfuhr es ihm. „Sind da Ziegelsteine drin?“
Linda verdrehte gekünstelt die Augen. „Klamotten und ein paar Bücher, die ich noch brauche. Außerdem hab‘ ich noch keine Sommersachen da und es soll ja wärmer werden. Die Wintersachen hatte ich am Freitag alle mitgebracht.“
David schüttelte den Kopf, als er die Taschen in den Kofferraum hievte. „Und Das … puuh … das wolltest du alles mit dem Zug bringen?“ Er ging herum und öffnete Linda die Wagentür.
„Oh, wie galant. Sie küsste ihn kurz auf den Mund“ und lächelte ihm neckisch zu.
Er setzte sich ans Steuer, schnallte sich an und drehte sich zu Linda. „Weißt du, ein Komiker sagte mal: ‚Wenn ein Mann einer Frau die Autotür aufhält, ist entweder das Auto neu oder die Frau.‘“ David grinste.
Linda hingegen nicht. Sie verdrehte die Augen. „Männer“, antwortete sie verächtlich. Dennoch gab sie ihm einen Kuss. „Also los Herr Chauffeur.“
Sie fuhren los. Den Weg zur Autobahn und den Weg in die nächste Stadt war kein Problem. Unterwegs hatten sie Zeit, über die letzten zwei Jahre zu reden. Eigentlich wollten sie das ja gestern und heute erledigen, aber irgendwie war etwas Wichtigeres dazwischengekommen. Linda bat ihn, über die Zeit nach dem Abitur zu reden und David begann.
„Nach der Schule waren ja die Sommerferien. Die hatte ich damals größtenteils im Freibad verbracht. David und Martin kennst du ja noch. Wir hängen immer noch zusammen ab, zumindest an den Wochenenden. Dave macht eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten, irgendwo in Magdeburg, wohnt aber noch zu Hause und Martin studiert Landschaftsgärtner.
Während der ersten Wochen in der Ausbildung war es nicht einfach. Das frühe Aufstehen um fünf Uhr, die körperliche Arbeit. Ich hatte mehrere Male überlegt, das Ganze hinzuwerfen. Dazu kamen dann die Sprüche meiner Eltern ‚Lehrjahre sind keine Herrenjahre‘, super, das hilft keinem weiter. Aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und die Arbeit macht Spaß. Dennoch möchte ich nach dem Abschluss sehen, was es für Alternativen gibt, denn die Arbeit ist eben sehr staubig und dreckig. Für immer möchte ich da nicht auf dem Bau arbeiten. Wenn schon, dann in einer höheren Position.
Aber wir werden sehen. Erst einmal konzentriere ich mich darauf, den Abschluss zu schaffen. Das ich Abitur gemacht hatte, hat auch irgendwie geholfen. Das erste Jahr in der Berufsschule war komplett Wiederholung. Somit konnte ich den Stoff festigen und bin Klassenbester, Durchschnitt eins Komma vier.
Und die Wochenenden, naja, ab und zu hatte ich mal ein Date, aber nichts Ernstes. Meistens war es eher anstrengend und vergebene Müh‘. Somit war ich viel mit Dave und Martin unterwegs, Kino oder wir sind raus zum Billard spielen. In der warmen Zeit treffen wir uns meistens im Schrebergarten, grillen, trinken ein bisschen und spielen Skat. Die Disco meiden wir komplett. Ich war ja nie der Partylöwe und Martin hat ja eine angeborene Schwerhörigkeit. Das hat uns perfekt in den Kram gepasst. Momentan sind die beiden auch solo, aber wenn einer mal ausgehen will auf ein Date, dann legen wir ihm keine Steine in den Weg oder so. Das passt schon alles."
Linda hatte aufmerksam zugehört und nur ab und zu genickt. „Na ja“, sagte sie abschließend, „du bist deinen Weg gegangen. Und deine Familie?“
„Meine Schwester ist immer noch älter als ich“, David lachte und sah kurz zu Linda hinüber.
„Du Depp“, murmelte sie.
„Stefanie ist seit letztem Winter verheiratet. Ihren Mann Torsten, kennst du ja. Wir waren doch zusammen im Harz wandern gewesen. Er ist ein ganz lieber Kerl und wir kommen prima miteinander aus. Den Eltern geht es auch gut. Sie gehen beide noch arbeiten, bewirtschaften ihren Garten und so. Also nichts Aufregendes. Wie schaut es bei dir aus? Ich weiß nicht einmal, was du genau studierst?“
„Na ja“, begann sie, „nach dem Abitur hatte ich im September mit dem Studium angefangen, Sozialpädagogik. Mit dem Abschluss bin ich dann befähigt in Einrichtungen wie Schulen, Wohnheimen oder Krankenhäusern zu arbeiten.
Mein Job ist es dann, Menschen, gerade Kindern und Jugendlichen in schweren Lebenslagen zu helfen, sie zu unterstützen und den Eltern soweit die Hilfe zu geben, die sie benötigen, um mit den gegebenen Umständen fertig zu werden.“ Sie sah ihn an und atmete tief ein.
David legte kurz eine Hand auf ihre. „Das stelle ich mir nicht einfach vor. Aber du und dein Helfersyndrom … ich bin irgendwie stolz auf dich.“ Er drückte kurz ihre Hand und umfasste dann wieder das Lenkrad.
„Danke“, sagte Linda. „Das bedeutet mir viel.“ Sie atmete tief ein. „Weißt du, die meisten verdrehen nur die Augen, wenn sie davon hören. Da kommt dann schnell die Meinung auf, dass man selber ja schon genug Probleme im Leben hat, ohne sich noch die von anderen, wildfremden Leuten aufzuhalsen.“
David nickte nur stumm.
„Darum hatte ich auch keine Beziehung mehr seit der Schulzeit. Dates, ja, einige, aber im Nachhinein alles vergeudete Zeit. Das Studium hat mich im ersten Jahr komplett vereinnahmt und teilweise auch überfordert. Aber“, sagte sie mit einem Anflug von Stolz in ihrer Stimme, „ich hab’s hinbekommen. Die anfänglichen Schwierigkeiten sind überwunden. Die Kurse, die ich für dieses Semester gewählt habe machen Spaß und der Stoff ist für mich nicht so schwer, dass ich daran verzweifeln würde.
Nächstes Jahr kommen noch ein paar anstrengende Kurse, aber das wird schon. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mit jedem Monat, den ich dort auf den Campus verbringe, ich reifer werde und mir das Ganze leichter fällt.“ Sie verfiel in Schweigen.
Nach ein paar Minuten der Stille fuhr sie fort: „Zu Hause war es teilweise nicht so einfach. Du weißt ja, dass meine Mutter Lehrerin ist. Irgendwie hat sie erwartet, dass ich auch so einfach durch das Studium gehe wie sie selbst damals. Da gab es Wochen, wo ordentlich die Fetzen geflogen sind. Dann hat sie sich aber einige meiner Aufzeichnungen und Bücher angeschaut und gesehen, dass es der Stoff doch in sich hat. Seitdem haben wir dieses Thema nicht mehr angeschnitten. Sie hat sich für den Druck, den sie mir gemacht hatte entschuldigt und nun ist alles wieder ok.“ Ihre Stimme verbarg das leichte Zittern aber nicht.
David spürte, dass es ihr nicht leicht fiel darüber zu reden. Deswegen sagte er nichts, sondern ließ sie sich in ihrem Tempo öffnen. Sie sollte es sich von der Seele reden, so wie sie es für richtig hielt.
Linda atmete nochmals tief durch. „Meine Mutter ist momentan fast jedes Wochenende bei ihren Eltern. Gesundheitlich geht es beiden nicht besonders, nur großartig helfen lassen wollen sie sich nicht. Über das Thema Altersheim darf schon gar nicht gesprochen werden. Sie wohnen beide auf dem Dorf, auf einem Dreiseitenhof. Zwar haben sie die Ställe und den Grund dahinter verpachtet, aber dennoch wuseln sie den ganzen Tag draußen herum.
Meine Mutter weiß nicht mehr weiter. Manche Tage ist sie am Ende ihrer Kräfte. Sie hat schon davon gesprochen, ihre Stelle an der Schule zu Hause aufzugeben und ganz dorthin zu ziehen. In der Grundschule dort würde sie eine Anstellung bekommen. Aber bisher sind das alles nur Ideen, noch nichts Konkretes.“
Wieder verstummte sie kurz. „Und dann ist da noch mein Vater. Erinnerst du dich, dass wir einmal bei ihm vorbeigeschaut hatten? Er ist letztes Jahr an Krebs gestorben.“ Ein leichtes Schluchzen kam aus ihrem Mund.
„Oh Linda“, antwortete David. „Das tut mir leid.“ Sie fuhren gerade an einem Schild vorbei, dass einen Parkplatz in 500m auswies. David ordnete sich ein und fuhr auf den Parkplatz ab. Nachdem er den Wagen abgestellt hatte, stieg er aus und ging zur anderen Seite hinüber. Linda hatte bereits die Tür geöffnet. Er zog sie nach oben in seine Arme und hielt sie einfach nur fest, ließ sie schluchzen und sich die Trauer von der Seele weinen. Eng umschlungen standen sie ein paar Minuten da. Dann beruhigte sich Linda langsam wieder.
Sie löste sich zaghaft von David und wischte verlegen über sein Shirt. „Tut mir leid“, murmelte sie, „jetzt habe ich dein Shirt vollgeheult.“ Sie strich weiter über den Fleck, ohne etwas auszurichten.
David nahm ihren Kopf in seine Hände. Sie ließ es geschehen und sah ihn an, die Augen gerötet. „Hey“, sagte David leise. Er legte seine Stirn an ihre und flüsterte ihr zu: „Du bist nicht allein. Ich bin für dich da, immer für dich da. Schon vergessen? Wir sind wieder in einer Beziehung. Da macht man solche Dinge gemeinsam durch.“ Er stieß mit seiner Nase an ihre und sah ihr tief in die grünen Augen.“
Linda lächelte verlegen und warf wieder die Arme um seinen Hals. „Ich liebe dich“, hauchte sie in sein Ohr.
David lief ein kalter Schauer über den Rücken. „Ich liebe dich auch, Engelchen.“ Es folgte ein sanfter, zärtlicher Kuss. Dann löste sich Linda wieder von ihm. „Geht’s wieder?“, fragte er sie. „Wollen wir weiter? Es ist nicht mehr weit.“ Linda nickte stumm und stieg wieder ein. David schloss vorsichtig die Tür und setzte sich ebenfalls in den Wagen.
Sie fuhren weiter und kamen nach zwanzig Minuten zur Abfahrt. Linda hatte sich in der Zwischenzeit wieder beruhigt. Da sie sich in Halle mittlerweile recht gut auskannte, lotste sie ihn sicher bis zur Universität. Nach einer kurzen Diskussion mit dem Wachmann, erlaubte er David, bis vor Lindas Wohnheim zu fahren, damit sie die Taschen nicht tragen musste. Er parkte, half ihr beim Ausladen und trug die Taschen bis in ihr Zimmer.
Ihre Leidensgenossin an der Uni war nicht da. Linda zeigte David, wo er die Taschen abstellen konnte. Dann nahm sie seine Hände und zog ihn sanft zu sich heran. „Danke, dass ich mich bei dir ausheulen durfte.“ Sie legte die Arme um ihn und ließ ihren Kopf an seine Schulter sinken. „Auch wenn ich nach der Scheidung meiner Eltern nicht viel Kontakt zu ihm hatte, so war er doch mein Vater.“
David legte ihr eine Hand auf den Kopf und hielt sie fest. „Schon ok,“, flüsterte er, „dafür bin ich doch da.“ Er küsste ihr auf die Haare, die nach Shampoo dufteten. „Ich liebe dich, vergiss das nicht.“
Linda hob ihren Kopf und sah ihm in die Augen. „Ich liebe dich auch, so sehr.“ Ihre Lippen fanden sich zu einem zarten Kuss. Dann, nachdem sie ein paar Minuten eng umschlungen dagestanden und sich hin und wieder geküsst hatten, klatschte sie ihm eine Hand auf den Hintern. „So, mein Chauffeur, du solltest wieder los.“ Erneut klatschte die Hand auf seinen Po. „Denk‘ daran, der Wachmann hat dir eine halbe Stunde zugestanden. Danke nochmal fürs herbringen. Das war lieb von dir.“ Sie gab ihm einen Kuss auf den Mund, der feuchter war, als die vorherigen.
Widerwillig löste sich David von hier. „Dann sollte ich jetzt auch los. Sonst bekommst du noch Ärger und den wollen wir vermeiden.“ Er nahm ihr Gesicht in seine Hände und küsste sie leidenschaftlich. „Tschüss mein Engel“, hauchte er zwischen zwei Küssen. „Wir telefonieren die Woche über? Das heißt, wenn ich dich hier irgendwo erreichen kann.“
Linda hob einen Finger. „Wir haben hier eine wöchentliche Freimenge an Gesprächsminuten. Besser ist es, ich rufe dich an.“
David nickte: „Dann machen wir das so. Hast du einen Zettel, dann schreib‘ ich dir die Nummer meiner Eltern auf.“ Linda gab ihm ein Stück Papier und einen Stift. „So“, murmelte er beim Schreiben. „Ich kenn‘ deine Gewohnheiten hier nicht, aber am besten erreichst du mich nach halb acht am Abend. Da bin ich auf jeden Fall von der Arbeit zu Hause, geduscht und gefüttert.“ Er zwinkerte ihr zu.
„Ich melde mich.“ Sie küsste ihn auf den Mund. „Hach, ich vermisse dich jetzt schon“, seufzte sie. Mit schmachtendem Blick sah ihn an. „Geh‘ nicht.“
Lächelnd antwortete er: „Doch, ich muss und das weißt du. Sei vernünftig.“ Vorsichtig versuchte er sich ihr zu entziehen.
„Ich will aber nicht vernünftig sein.“ Sie hielt seine Hände fest. „Ich bin frisch verliebt. Da ist man nicht vernünftig. Küss mich. Noch einmal.“ Fester zog sie an seinen Händen. Schließlich gab David nach und sie küssten sich erneut, feuchter und fester. Als er sich erneut von ihr löste, bettelte Linda: „Nur noch einmal.“
Leise fing David an zu lachen: „Wenn das in diesem Tempo weitergeht, stehen wir morgen früh noch hier.“ Er schüttelte den Kopf. „Also gut, einmal noch, aber dann geh‘ ich.“
Er führte Linda rückwärts an die geschlossene Tür und lehnte sie mit dem Rücken dagegen. Dann griff er an ihren knackigen Hintern und hob sie hoch. Sie schlang ihre Beine um ihn und klammerte sich an seinen Hals. Sie küssten sich innig und stürmisch. Ein paar Minuten später ließ David Linda wieder auf die Füße hinunter. „Nun muss ich aber wirklich los.“
Linda brachte David schweren Herzens zur Treppe und schmachtete ihn mit einem Schmollmund hinterher. ‚Das war ein Grund, warum ich bisher keine feste Beziehung wollte‘, dachte sie sich. ‚Herzschmerz und Sehnsucht machen alles nur komplizierter, aber er ist der Richtige.‘ Sie hing ihren Gedanken nach, die in die Vergangenheit abglitten. ‚Das war er damals schon. Aber gut, wir holen das alles nach.‘ Sie kehrte in ihr Zimmer zurück und begann ihre Taschen auszupacken.
David war derweil schweren Herzens die Treppe hinabgestiegen und setzte sich in seinen Wagen. Er fuhr über das Unigelände zur Wache. Der Wachmann kam aus seinem Häuschen und tippte auf seine Uhr. Dabei räusperte er sich und schaute David streng an. Nach einem tiefen Atemzug kurbelte David das Fenster herunter und begann kleinlaut: „Tut mir leid. Das war heute eine Ausnahme, weil sie den Zug verpasst hat. Außerdem sind wir erst seit diesem Wochenende wieder zusammen.“
Der Wachmann legte den Kopf wissend auf die Seite und grinste. Dann griff er in sein Häuschen und drückte den Knopf, um die Schranke zu öffnen. „Fahr schon, aber vorsichtig.“
„Danke. Schönen ruhigen Dienst noch.“ David winkte ihm zu und fuhr los. Die paar Abbiegungen bis zur Hauptstraße hatte er sich gemerkt und dann würde die Autobahn schon irgendwo ausgeschildert sein. Zügig fand er den Weg zurück und war sicher auf dem Heimweg. Auf der Fahrt dachte er noch über Lindas kleinen Zusammenbruch nach. Sicherlich war es irgendwo verständlich, dass sie über den Tod ihres Vaters traurig war, aber als sie das letzte Mal ein Paar waren, hatte sie ihm gesagt, dass sie ihren Vater vielleicht zweimal pro Jahr sah, obwohl er in derselben Stadt wohnte. Nun ja, er wollte nicht weiter nachfragen. Sie sollte ihm es von sich aus erzählen, wenn ihr danach war.
Gegen halb zehn kam er zu Hause an. Er parkte den Wagen und ging hinein. Kurz meldete er sich bei seinen Eltern zurück und machte sich bettfertig. Der Wecker rappelte, wie jeden Morgen noch vor fünf Uhr. Lange lag er noch wach und dachte zufrieden an das vergangene Wochenende. Es war wie ein Traum, dass es sich so positiv entwickelt hatte. Schließlich schlief er glücklich ein.
Auch Linda ging, nachdem sie ausgepackt hatte, zeitig ins Bett. Sie hatte noch zwei Seminare für den folgenden Montag vorbereitet und kurz ihre Notizen überflogen. Dann kuschelte sie sich in die Kissen und dachte an ihren Prinzen. Genau wie David war sie von den Entwicklungen überrumpelt worden. Aber es war ein schönes, ein tolles Gefühl, wieder jemanden an seiner Seite zu wissen, jemanden, auf den man bauen und dem man bedingungslos vertrauen konnte.
Ihre Gefühle waren während der vergangenen zwei Jahre zwar erkaltet, aber nicht wirklich erloschen. Somit war es einfach gewesen, das Feuer wieder zu entfachen und ohne Scheiß, es brannte lichterloh. Ebenfalls mit einem Lächeln auf den Lippen, schlief auch sie schließlich ein.
Der folgende Tag war für beide eine Herausforderung, da sie doch ständig aneinander denken mussten. Dennoch verlief der Tag ohne Störungen oder dergleichen.
Am frühen Abend rief Linda zu Hause bei ihrer Mutter Heidrun an, um sich kurz für den Wochenstart zu melden. Diese war erstaunt, am Sonntagabend durch die Wohnung gegangen. Zwar hatte Linda noch weitestgehend aufgeräumt, aber die Spülmaschine nicht mehr ausgeräumt. Somit hatte ihre Mutter das Vergnügen gehabt und sich doch über die erhebliche Menge an benutztem Geschirr gewundert. Die nächste Verwunderung kam, als sie im Kühlschrank zwei Flaschen Wein vorgefunden hatte.
Also hatte sie Linda am Telefon um eine Erklärung gebeten. Zuerst wirkte sie ungehalten, da Linda herumdruckste und von Herrenbesuch sprach. Dann ließ sie aber die Katze aus dem Sack und verriet ihrer Mutter, um wen es sich gehandelt hatte. Da David damals schon ein gern gesehener Gast im Hause war, stimmte dies Heidrun gnädig. Sie freute sich sichtlich für die beiden, denn ihrer Meinung nach, war es vor zwei Jahren ein Riesenfehler gewesen, dass die beiden sich getrennt hatten. Schlussendlich hatte sie am Sonntag, nach dem Aufräumen eine der Flaschen Wein geöffnet.
Linda war etwas erstaunt, als ihre Mutter ihr davon berichtete: „Mom, den hatte David mitgebracht“, kam leicht empört durch das Telefon.
Heidrun antwortete nur: „Ach was, er lag in meinem Kühlschrank. Außerdem habe ich ‚eine Flasche‘ geöffnet und nicht beide. Ihr habt ihn ja offensichtlich nicht getrunken.“ Linda seufzte nur als Antwort, sagte aber nichts mehr dazu. „Lade David am Freitagabend zum Essen ein, dann können wir ja die zweite Flasche aufmachen.“
„Mom!“, kam es erneut von Linda. „Wir sind gerade wieder zwei Tage zusammen und du lässt schon wieder die Schwiegermutter raushängen! Bitte nicht.“
„Jetzt hab‘ dich nicht so. Ich kenne ihn ja wohl lange genug. Also, Freitagabend hier. Basta.“, kam die forsche Antwort, die keinerlei Widerrede duldete.
„Na gut Mom“, gab Linda kleinlaut bei, „ich sag‘ ihm Bescheid.“ Damit war das Thema für beide abgeschlossen.
Als David von der Arbeit nach Hause kam und geduscht hatte, war der Tisch mit dem Abendessen schon gedeckt. Wie üblich, in den meisten Haushalten, mit Brot, Aufschnitt, Käse und etwas Rohkost dazu. Die Familie begann zu essen. Vater Hartmut, eher der ruhige Typ, überließ es seiner Frau, das Gespräch zu beginnen. Mutter Brigitte sah ihren Sohn an: „Na dann erzähl‘ mal, wo du das ganze Wochenende warst. Seit Freitag hatte dich ja keiner mehr gesehen.“
David hatte gerade von seinem Käsebrot mit Tomate abgebissen und kaute daran herum. Zwar hatte er sich schon in etwa zurechtgelegt, wie das Gespräch ausfallen würde, aber wie immer kam es anders. Also nahm er einen Schluck Tee und begann zu reden: „Am Freitag war ich mit Dave und Martin ja über Nacht im Garten. Das war ja mit euch so ausgemacht. Vorher, am Nachmittag war mir …“, jetzt stockte er.
Er sah auf und beide Elternteile schauten ihn fragend an. „Also“, fuhr er fort, „am Nachmittag war mir Linda über den Weg gelaufen. Wir haben ein bisschen gequatscht und uns für Samstag verabredet, um sich mal auszutauschen. Seit dem Abschluss hatten wir uns ja nicht mehr gesehen.“ Wieder stockte er und trank einen Schluck Tee. „Naja, wir waren bei Giovanni essen und dann noch bei ihr. Da bin ich dann versackt.“
Immer noch schauten seine Eltern ihn an. Manchmal hasste er es, dass Eltern irgendwie alles im Voraus wissen konnten. „Das Ende vom Lied ist, wir sind wieder zusammen. Wir haben uns darüber ausgesprochen und wollen es noch einmal versuchen, auch wenn sie in Halle studiert. Wir schauen mal, Stück für Stück.“ Irgendwie kam keine eindeutige Reaktion von seinen Eltern. Also setzte er nach: „Das war’s. Ende der Geschichte. Keiner hat geheiratet, keiner ist schwanger.“
Bei dem Wort „schwanger“ zuckte Mutter Brigitte kurz zusammen. „Du bist ja vernünftig, denke ich. Jedenfalls haben wir dich so erzogen. Und du bist noch…“
David unterbrach seine Mutter: „Mom, nicht schon wieder. Ich weiß, du willst noch keine Oma werden. Keine Sorge. Aber mal ehrlich. Du warst auch gerade einundzwanzig, als Steffi geboren wurde.“
Seine Mutter winkte ab. „Das waren damals andere Zeiten, als ich mit deiner Schwester schwanger war. Da musste man sich keine Sorgen um den Job machen.“ Sie blickte ihn ernst an. „Also haltet euch bitte daran.“
Mit einem Augenrollen sah David sie an: „Mom, wir passen auf. Vorerst schauen wir, wie es läuft und dann kommt natürlich erst die Ausbildung zu Ende zu bringen. Ich weiß schon.“ Er biss wieder von seiner Schnitte ab. „Danke übrigens,“, kam leicht sarkastisch zwischen dem Kauen, „dass ihr euch für mich freut. Sonst jammert ihr doch immer rum, dass ich keine Freundin habe. Und jetzt bringe ich eine ins Haus, eine die ihr auch schon kennt und mögt … und nichts.“ Er zuckte machtlos mit den Schultern.
„Doch, mein Junge, wir freuen uns für dich. Es kam nur ein bisschen plötzlich.“ Brigitte lächelte David an.
„Also ich wollte euch nicht über jeden meiner Schritte informieren. Immerhin bin ich zwanzig du volljährig.“
Nun meldete sich Papa Hartmut zu Wort: „Das bist du, das wissen wir. Es kam nur überraschend.“
David nickte nur: „Für mich auch. Nie hätte ich damit gerechnet, ihr über den Weg zu laufen. Es war wirklich überraschend, aber auf die schöne Weise.“
Nachdem der Tisch abgeräumt war, bot David sich an, den Abwasch zu machen. „Dafür, dass du mir gestern die Pausenbrote gemacht hast, spüle ich die ganze Woche ab.“ David drückte seiner Mutter ein Küsschen auf die Wange.
„Na da ist ja doch etwas von der Erziehung hängen geblieben“, witzelte seiner Mutter. „Danke schön.“
Nach dem Abwasch ging David noch einmal ins Wohnzimmer zu seinen Eltern. Hartmut hatte drei Gläser auf den Tisch gestellt und Rumtopf eingeschenkt. David deutete auf die Gläser und fragte „Unter der Woche?“
Hartmut winkte ab: „Einer wird dir nicht schaden und wir müssen doch auf euch anstoßen. Also komm.“ Er reichte David ein Glas und alle erhoben sie ihre zum Anstoßen.
Der weitere Abend verlief normal und David lag wieder zeitig im Bett. Er dachte an Linda und freute sich schon auf den Freitag, wenn sie sich endlich wiedersehen würden. Auch sie schlief mit den Gedanken an David ein.
Am Mittwoch klingelte gegen zwanzig Uhr das Telefon und David hob ab. Es war Linda. Brigitte schaute fragend aus der Wohnzimmertür. „Ist für mich“, sagte er zu ihr und scheuchte sie mit einer Handbewegung zurück in die Stube. David nahm das Telefon, dass er glücklicherweise mit einer zehn Meter langen Verlängerung versehen hatte, mit in sein Zimmer und schloss die Tür.
„Hallo mein Prinz, guten Abend“, säuselte Linda ihm ins Ohr. Ihre Stimme klang sehr freudig, da sie sich endlich wieder hören konnten. Allein von der zärtlichen Begrüßung wurde David schon ganz flau im Magen.
„Hallo mein Engel, auch dir einen schönen Abend“, antwortete David ihr genauso freudig zurück. „Wie war die Woche bisher?“
„Laaangweilig ohne dich.“ Sie seufzte. „Unitechnisch ist alles zufriedenstellend. Aber…“, Linda seufzte erneut und atmete tief ein. „Aber du fehlst mir, so sehr“, sagte sie ein wenig wehmütig.
„Das kann ich nur bestätigen“, erwiderte David. „Allein schon ein Gedanke an dich bereitet mir solch eine Sehnsucht…“ Auch er musste tief durchatmen. „Aber gut“, fuhr er fort, „das wussten wir ja im Voraus. Jetzt müssen wir da durch. Und weißt du was?“, fragte er.
„Noch nicht“, kam die prompte Antwort. Ihre Stimme klang neugierig gespannt.
„Wenn wir uns die Woche über nicht sehen, werden die Wochenenden dafür umso schöner, wenn wir uns wieder in den Armen halten können“, sagte er bestimmt.
Linda kicherte leise: „Meinst du es genügt, wenn wir uns nur in den Armen halten?“ Sie hielt sich offenbar zurück, um nicht los zu prusten.
Sicherlich hatte David auch an mehr, als nur ‚in den Armen halten‘, gedacht. Aber er wollte Linda ein wenig damit aufziehen. „Du denkst auch nur an das eine, Fräulein L“, antwortete er gespielt ernst.
Von Linda kam ein Weiteres Kichern: „Als ob du nicht auch schon wieder daran denkst, deinen Speer in meine feuchte Höhle zu schieben.“
David biss sich auf die Unterlippe, was Linda zum Glück nicht sah. „Genug davon. Wir müssen noch ein paar Tage aushalten.“ Er atmete tief durch und änderte seine Sitzposition, da es doch schon eng wurde in seiner Hose. ‚Diese Frau macht einen fertig‘, dachte er, ‚und sie ist noch nicht einmal im selben Raum.‘
Die kurze Pause, in der von David nichts kam, machte Linda hellhörig. Sie vernahm das Rascheln, als er sich anders hinsetzte. „Na?“, fragte sie keck, „wirst du schon wieder hart?“
„Das werde ich dir jetzt bestimmt nicht auf die Nase binden“, war Davids Antwort.
Linda lachte. ‚Volltreffer‘, dachte sie bei sich. „Am Montag hatte ich ein Telefonat mit meiner Mom. Sie hatte sich über das ganze Geschirr gewundert und vor allem über den Wein im Kühlschrank. Den hatten wir total vergessen. Jedenfalls hat sie eine Flasche aufgemacht und bestellt dir ein ‚Vielen Dank‘ dafür. Sonst ist sie aber entspannt und … naja glücklich, dass du es bist, der wieder in mein Leben getreten ist“, Linda atmete kurz und tief durch.
„Allerdings möchte sie dich am Freitag zum Abendessen zu einem Antrittsbesuch sehen.“ Übertrieben rollte Linda mit den Augen, was David zwar nicht sehen konnte, aber sie hatte genügend Unmut in ihre Stimme gelegt, um ihm es deutlich zu machen was sie davon hielt. „Tut mir leid, aber ich konnte es ihr nicht ausreden“, setzte sie kleinlaut und entschuldigend nach.
David hatte aufmerksam zugehört. „Das mit Freitagabend ist doch in Ordnung. Irgendwann hätten wir das ja sowieso gemacht und je eher desto besser. Außerdem weiß deine Mom doch, was du an mir hast und gut leiden konnte sie mich doch auch. Dann wird sich ja nichts geändert haben“ erwiderte er entspannt. „Tja, das war wohl eine größere Überraschung für sie“, kurz lachte David auf.
Linda reagierte freudig: „Danke, dass du es so locker siehst. Aber du hast ja recht. Früher hast du so oft bei uns gegessen. Wir lassen einfach die alten Rituale wiederaufleben. Mwah“, warf sie ihm einen Kuss durchs Telefon zu. „Am Samstag fährt sie ganz früh wieder zu ihren Eltern. Also…“, zögerte sie kurz, „wenn du möchtest, kannst du das Wochenende wieder bei mir verbringen. Dieses Mal offiziell.“ Durchs Telefon hindurch himmelte sie ihn voller Vorfreude an.
Allein schon bei dem Gedanken daran, schlug Davids Herz schneller und er spürte ein sanftes Kribbeln in der Lendengegend. „Ich weiß nicht“, sagte er zögerlich, „wird dir das nicht zu viel?“
„Depp!“, kam nur die gespielt schroffe Antwort von Linda.
David lachte. „Natürlich komme ich vorbei. Ich wüsste nicht, was ich lieber täte.“
„Fein“, antwortete Linda begeistert, „ich freu‘ mich schon darauf.“ Auch ihr fuhr ein wohliges, kribbelndes Gefühl die Wirbelsäule entlang. Fast war es so, als könnte sie Davids Finger spüren, die dort zärtlich entlang glitten.
„Ich mich doch auch. Nur noch zweimal schlafen“, kam die Antwort von David. „Meine Eltern freuen sich auch für uns, dass wir es noch einmal versuchen. Nur… du kennst ja meine Mutter. Da schwang gleich wieder eine Aussage mit. Sie möchte noch keine Oma werden.“ Ebenso wie Linda zuvor, legte auch David den nötigen Unmut in diesen Satz. Er konnte förmlich spüren und vor seinem geistigen Auge sehen, dass auch Linda die Augen genervt rollte.
„Keine Panik“, reagierte sie gefasst, „ich nehm‘ doch die Pille. Die Familienplanung verschieben wir auf später.“ Es folgte eine kurze Pause am Telefon, dann ließ sich Linda wieder vernehmen. „So. Die Zeit ist fast um. Holst du mich am Freitag vom Bahnhof ab?“, fragte sie zuckersüß. „Der Zug kommt um 15:25 Uhr aus Magdeburg an.“
„Na sicher doch. Dein Chauffeur erscheint pünktlich. Freitags hab‘ ich schon mittags Feierabend. Das ist also überhaupt kein Problem.“ In Gedanken stand David schon am Bahnsteig. „Bis dann also meine Wildkatze. Sei schön lieb und lern‘ fleißig.“
„Bin ich und mach‘ ich, immer. Bleib‘ du auch brav“, Linda atmete tief durch. Dann erklang ihre Stimme so klar in Davids Ohr, dass er meinte, sie stünde neben ihm. „Ich liebe Dich“, flüsterte sie in einer erotischen Stimmlage.
Ihm fuhr es kalt den Rücken herunter. Er schüttelte sich genussvoll. „Und ich liebe Dich. Bis Freitag, mein Engel.“
„Bis Freitag, mwah. Tschüss“, damit legte Linda auf.
David war noch ein paar Sekunden wie benebelt, von dem eben verspürten Gefühl. Dann legte er den Hörer auf und brachte das Telefon zurück in den Flur. Er öffnete kurz die Tür zum Wohnzimmer: „Grüße von Linda an Euch.“
„Jaaa. Danke. Grüße zurück“, kam die Antwort im Chor.
David kehrte in sein Zimmer zurück und überlegte sich, womit er am Freitag seine Linda am Bahnsteig überraschen könnte. ‚Hmm‘, dachte er bei sich, ‚ein Chauffeur… der hat doch immer ein Schild in der Hand, wo der Name draufsteht, wenn er jemanden abholt. Ein Schild, hm. Nur ein Schild mit Linda, das ist langweilig. Aber sie ist… ist ja… mein Engel, meine Wildkatze. Genau!‘ Die Idee begann sich zu entwickeln.
Zeichnen konnte er recht gut und so setzte er sich an den Schreibtisch und entwarf eine grobe Skizze. Dann nahm er das Buch mit den Tierfotografien zur Hand und suchte nach einem Leoparden oder Jaguar. Er endschied sich dann für einen Jaguar, denn deren Flecken gefielen im besser und die Fellfarbe war auch ein wenig kräftiger, fast so, wie Lindas rotblonde Haare.
Es wurde also ein einzelner Baum auf einer Lichtung im Sonnenuntergang, auf dessen Ast entspannt ein Jaguar lag und die warmen Sonnenstrahlen genoss. Der Schweif des Jaguars hing vom Ast herunter und formte ein lockeres L. Daran knüpfte er den Rest ihres Vornamens. Sicherlich, es war nicht perfekt, aber Nahe dran. Nachdem er die grobe Zeichnung fertig hatte, machte er sich bettfertig. Das kolorieren wollte er morgen Abend erledigen. Zufrieden schlief er, mit den Gedanken an das bevorstehende Wochenende, ein.
Nachdem Linda den Hörer aufgehängt hatte, kehrte sie in ihr Zimmer zurück. Ihre Kommilitonin Sarah saß, über ihre Unterlagen gebeugt, am Schreibtisch. Als die Tür ging, schaute sie auf. Sie sah eine leichte Röte auf Lindas Wangen und fragte neugierig: „Na? Mit wem hast du da so lange telefoniert?“
Eigentlich war Sarah ganz nett, fand Linda. Solange man sich mit ihr über die Uni unterhielt. Nur manchmal nervte sie auch ungemein. Sie war neugierig, wusste alles besser und stand gern im Mittelpunkt. Linda hatte die Erfahrungen mit ihr gemacht, dass sie Privates besser für sich behielt, damit es auch privat blieb. So antwortete sie nur kühl: „Mit zu Hause.“ Dann wandte sie sich ihren eigenen Aufzeichnungen zu und versuchte beschäftigt zu wirken, um einer weiteren Befragung zu entgehen.
Sarah schien heute aber wieder einen ihrer zickigen Tage zu haben, denn sie reagierte darauf recht schnippisch: „Ich dachte wir sind Freundinnen. Naja, dann behalt‘ es eben für dich.“ Eingeschnappt drehte sie sich herum und blätterte, nun leicht gereizt, in ihrem Ordner.
Unter ihrer rotblonden Mähne, die ihr seitlich ins Gesicht fiel, rollte Linda die Augen. ‚Freundinnen‘, dachte sie, ‚du brauchst doch nur wieder neuen Tratsch, um dich überall wichtig zu machen.‘ Zufrieden und erleichtert dachte sie an den Sonntagabend, als David sie hierhergebracht hatte. Zum Glück war Sarah noch nicht da gewesen, sonst hätte Linda in dieser Woche keine ruhige Minute gehabt. ‚Glück gehabt‘, dachte sie sich. ‚Aber wir müssen vorsichtig sein. Sollte er mich noch einmal herbringen, dann müssen wir uns außerhalb der Uni verschieden. Sicher ist sicher.‘ Sie lächelte innerlich.
Nach einer Stunde ging Linda ins Bad und machte sich bettfertig. Sie bat Sarah, langsam auch das Licht zu löschen, was die nur murrend zur Kenntnis nahm. Also drehte Linda sich zur Wand um und überlegte, wie das folgende Wochenende wohl ausfallen könnte. Ein bisschen Lernen würde sie müssen, denn in der nächsten Woche standen einige kleinere Tests an. Aber David war verständnisvoll. Das würde schon gehen, quasi als Beziehungstest. Mit den lustvollen Gedanken, an die gemeinsame Zeit am Wochenende, schlief sie schließlich ein.
Am Donnerstag beim Abendessen sprachen Davids Eltern und er, wie üblich, über den Tagesverlauf. Seine Mutter Brigitte sah ihren Sohn an. David sah, dass ihr eine Frage auf der Seele lag. Also unterbrach er seine Mahlzeit und sah seine Mutter fragend an. Die nahm einen Schluck Tee und begann: „Wisst ihr schon, was ihr am Wochenende macht?“
Genau diese Art Fragestellung hatte David erwartet. Also machte er dicke Backen und atmete geräuschvoll aus. „Puuh. Naja. Morgen Nachmittag hole ich sie vom Zug ab und wir gehen zu ihr. Heidrun hat ein Antrittsessen angesetzt. Bis Sonntag würde ich dann bei Linda bleiben. Am Abend gehe ich dann noch mit David und Martin Billard spielen bis vielleicht zehn Uhr.“
„Das ganze Wochenende bleibst du bei ihr?“, fragte Brigitte etwas lauter als beabsichtigt.
„Mom, bitte“, reagierte David leicht genervt. „Das müssen wir doch jetzt nicht jede Woche durchkauen. Wir sind zwanzig.“
„Aber…“, setzte Brigitte nach, „aber als wir in euerm Alter waren…“
David nahm flink die Hände an die Ohren. Er wollte diese Predigt nicht hören. Nicht schon wieder. Selbst sein Vater Hartmut rollte mit den Augen.
Brigitte sah die Gesten der beiden und verstummte. „Na, mach‘ was du willst“, willigte sie schließlich etwas verstimmt ein. „Aber ein Antrittsessen bekommen wir auch noch“, setzte sie noch nach und pochte mit dem Finger auf den Tisch.
David nickte vorsichtig. „Aber nicht an diesem Wochenende. Dann reservieren wir nächsten Freitagabend dafür. Einverstanden?“
Nach kurzem Überlegen antwortete Brigitte: „Wir wollen aber am Samstag in der Früh nach Celle zu Stefanie und Torsten fahren und über Nacht dortbleiben. Da will ich Freitag nicht großartig kochen nach der Arbeit.“
Wieder rollte David die Augen. „Dann machen wir eben eine kalte Platte. Das war früher auch genug, wenn Linda hier zu Abend gegessen hat. Du machst deinen Eiersalat, den mag sie doch so gern. Da machst du gleich ein bisschen mehr und ihr nehmt den mit nach Celle. Torsten findet den doch auch lecker.“
David machte eine kurze Pause, um seine Mutter antworten zu lassen, aber sie dachte nach. Also fuhr er fort: „Ich würde nach der Arbeit gleich beim Bäcker vorbeifahren, um frische Brötchen und Brot zu holen. Den Abwasch am Abend übernehmen wir dann. So hast du noch genug Zeit, zum Packen.“
Einwilligend nickte Brigitte: „Also gut. Ich schreib‘ dir dann einen Einkaufszettel. Da kannst du gleich noch im Supermarkt und bei Fleischer vorbei. Dann kann ich nach der Arbeit direkt den Eiersalat machen. Du hast doch mittags Feierabend.“
Harmut beobachtete, wie so oft, die Gespräche der beiden. Er mischte sich selten ein, nur wenn es absolut nötig war. Es war ja kein Streit, was die beiden da betrieben, eher hitzige Debatten.
David willigte ein, den Einkauf zu übernehmen und so setzten sie das Abendessen mit normalen Alltagsgesprächen fort. Nach dem Abräumen und dem versprochenen Küchendienst, setzte David sich in sein Zimmer an den Schreibtisch.
Er zog die Zeichnung von gestern Abend hervor und betrachtete sie lange. Dann suchte er ein Foto von Linda heraus, dass noch von ihrer Zeit von vor zwei Jahren stammte. Beides legte er nebeneinander. Das Fell des Jaguars sollte ja ähnlich der Farbe von Lindas Haaren werden. Auf einem separaten Blatt probierte er die verschiedenen Buntstifte aus, um die Richtige Mischung zu erhalten.
Den Kasten mit den Buntstiften, eine Art Erstausstattung für Künstler, hatte er von Martin bekommen. Für sein Studium als Landschaftsgärtner benötigte er so etwas auch zum Zeichnen der Pläne. Er hatte aber von der Familie zwei Stück geschenkt bekommen. Da er wusste, dass David gut zeichnen konnte und es hin und wieder auch gern tat, hatte er ihn kurzerhand gefragt und David hatte das Geschenk begeistert, dankend angenommen.
Nach einer Weile hatte David die richtige Mischung für das Fell zusammen. Bei den Flecken orientierte er sich an den Fotos im Bildband. Schwierig dabei war nur, dass sich die Flecken auch an die Muskeln anpassen mussten, da der Jaguar die Beine ja teilweise angewinkelt hatte. Aber nach ein paar Versuchen hatte er den Dreh raus. Es war gar nicht so einfach, den dreidimensionalen Effekt hinzubekommen. Das ‚Linda‘, welches aus dem Schwanz des Jaguars entsprang zog sich über den unteren Teil des Bildes. Er hatte teilweise Gräser und Schmetterlinge in den Namen integriert, sodass sich der Schriftzug komplett in die Natur einfügte.
Der Baum und die Lichtung waren hingegen leicht zu kolorieren. Der Sonnenuntergang über den Baumwipfeln im Hintergrund war dann die nächste Herausforderung. Wieder mischte er die Farben auf dem Probeblatt, ehe er sie auf die Zeichnung brachte. Der Jaguar schaute verträumt in die untergehende Sonne. Seitlich konnte man leicht ein Auge erahnen und dort wurden die Sonnenstrahlen reflektiert.
Als er fertig war, war es bereits nach elf. Er schaute noch einmal über das Kunstwerk und war zufrieden mit seiner Arbeit. Dann suchte er ein Stück dünnen, aber festen Karton heraus und seinen Holzleim, den er dafür nutzte. Damit sich die Zeichnung durch den Kleber nicht verzog, beschwerte er das Ganze gleichmäßig mit einem ordentlichen Bücherstapel. Der Trick war, den Kleber mit etwas Wasser zu verdünnen und mit einem breiten Spachtel gleichmäßig auf den Karton zu verteilen anstatt ihn nur punktuell aufzutragen. Das hatte er schon öfter gemacht und in seinem Zimmer hingen einige seiner Arbeiten.
Dann machte er sich bettfertig und ging gähnend ins Bett. ‚Man gut‘, dachte er, ‚morgen ist nur bis Mittag.‘ Er legte sich ins Bett und knipste die Nachttischlampe aus. Zwar war er hundemüde, aber seine Gedanken wanderten zum folgenden Wochenende. Er überlegte, was Linda und er unternehmen könnten. Samstag früh, so nahm er sich vor, wollte er beim Frühstück mit Linda darüber sprechen. Auf jeden Fall sollte er sich morgen beim Bäcker, gleich Brötchen für Samstag früh zurücklegen lassen, falls er nicht zeitig genug dort erschien. Gerade die leckeren Rosinenbrötchen, sowie die Hörnchen waren immer ruck zuck weg.
Man könnte ja in die Zeitung schauen, welche Filme gerade im Kino liefen. Vielleicht fand sich dort etwas Passendes für Samstagabend. Für Sonntagfrüh nahm er sich vor, Pancakes zu backen. Dazu musste er dann den Ahornsirup morgen Nachmittag einpacken, denn den hatte er bei Linda und Heidrun in der Küche nicht gesehen.
Und wenn kein vernünftiger Film lief, dann könnten sie doch zusammen kochen. Das würde bestimmt auch Spaß machen. Er wollte ihr doch zeigen, dass er auch in der Küche seinen Mann stehen konnte. Eine kleine Kostprobe hatte sie ja bereits am Sonntag zum Frühstück genießen können.
Außerdem mussten sie sich zu Hause mit dem Austausch von Zärtlichkeiten auch nicht zurückhalten. Ja, vielleicht war das sogar die bessere Idee. Somit stand das Gerüst eines Planes für das Wochenende. Zufrieden schlummerte er ein, nachdem er seiner Linda in Gedanken eine „Gute Nacht und süße Träume“ gewünscht hatte.
Weiter geht’s im fünften Teil…
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