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Lesungen: 70 | Bewertung: 8.00 | Kategorie: Wifesharing | veröffentlicht: 26.03.2026

Klara: Das Erwachen

von

Die Heimfahrt im gedämpften Licht der Instrumententafel war von einem Schweigen erfüllt, das schwerer wog als die Dunkelheit draußen. Manfred hielt das Lenkrad fest mit beiden Händen, als müsse er die bürgerliche Ordnung der Vorstadt eigenhändig festhalten.


„Das war... intensiv“, sagte er schließlich, wobei er versuchte, seine Stimme fest klingen zu lassen. „Genau wie wir es uns vorgenommen hatten, oder, Klara?“


„Ja, Manfred. Genau so“, erwiderte sie leise. Sie starrte aus dem Seitenfenster, doch sie sah nicht die vorbeiziehenden Leitplanken. Sie sah das Bild auf ihrer Netzhaut: Die urgewaltige, fast schmerzhafte Rhythmik, mit der der Fremde die andere Frau auf der Rücksitzbank seines Wagens genommen hatte. Sie sah die nackte, weiße Haut der Frau als Kontrast zum roten Lederpolster und die animalische Kraft in den Schultern des Mannes. Ihr Blick wanderte kurz zu Manfreds Händen am Steuer. Ein kläglicher Versuch von Rebellion. Unser kleiner Rollenspiel-Ausflug war nichts weiter als ein Kindergeburtstag. Während Manfred stolz darauf war, seine Frau wie eine „Hure“ von der Straße aufgelesen zu haben, brannte in Klara die Gier nach der echten, ungefilterten Gefahr, die sie dort im Scheinwerferlicht gesehen hatte.


Zu Hause angekommen, fiel die Maske der Verruchtheit endgültig von Manfred ab. Er legte seine Kleidung ordentlich über den Stuhl, streifte die Socken ab und schlüpfte unter die Decke, als wäre der Ausflug zum Parkplatz an der A7 nie geschehen.


Klara hingegen stand vor dem Spiegel. Sie hatte das hauchdünne Seidennegligé angezogen, das Manfred so liebte, und den Morgenmantel fest darüber verknotet. Ihre Finger zitterten noch immer.


„Kommst du auch gleich?“, fragte Manfred mit schwerer Stimme aus dem Kissen.


„Ich setze mich noch einen Augenblick ins Wohnzimmer, ich muss noch einmal über die beiden anderen nachdenken. Vielleicht dusche ich dann noch und dann kuschel ich mich danach ganz fest an dich, Manfred.“


Manfred hob den Kopf, ein müdes, aber besitzergreifendes Lächeln auf den Lippen. „Bitte nicht duschen, ich wollte morgen früh noch einmal meinen Freudenspender in dir versenken, vielleicht klappt´s dann diesmal, mit zwei Ladungen und ohne duschen.“


Klara spürte einen Anflug von Ekel, den sie sofort hinter einem sanften Lächeln verbarg. Die Vorstellung von Manfreds wohlmeinender, technischer Fortpflanzungsbemühung wirkte neben der Erinnerung an den Fremden fast lächerlich. „Du hast ja recht, Liebling, schlaf gut. Ich trink noch ein Glas Wein.“


Einige Kilometer entfernt saß Hagen in seinem Souterrain. Der Geruch von Mathilde klebte noch an seinem Körper – dieser Mix aus Desinfektionsmittel, billigem Parfüm und Schweiß. Er dachte kurz an den Moment, als er sie nackt, wie Gott sie schuf, am Klinikum zurück in ihren Wagen getragen hatte. Sie war vollkommen am Ende gewesen, ein zerbrochenes Spielzeug, das er nun erst einmal beiseitelegen konnte. Die Abfuhr der Oberärztin brannte noch als kleiner Stachel in seinem Ego, aber er wusste, dass das Gift wirkte. „Ich brauche noch etwas Gegengift!“, dachte er.


Hagen griff in seine Tasche und zog den zerknitterten Zettel hervor, den er unter dem Scheibenwischer gefunden hatte.


„Ich will dich! Ruf mich an; Klara“


Er grinste. Er erinnerte sich an den Wagen der Voyeure. Ein bürgerliches Paar auf der Suche nach dem Kick. Er wusste genau, welche Art von Hunger Frauen wie Klara antrieb. Er entsperrte sein Smartphone, das blaue Licht spiegelte sich in seinen kalten Augen. Er tippte die Nummer ein.


Im stillen Wohnzimmer der Villa saß Klara mit einem Glas Rotwein auf der Couch. Das Smartphone lag vor ihr auf dem Glastisch wie eine geladene Waffe. Plötzlich durchschnitt ein kurzes, scharfes Pling die Stille.


Das Display leuchtete auf. Eine Nachricht von einer unbekannten Nummer. Klara starrte auf das Display. Das blaue Licht warf harte Schatten in ihr Gesicht. Sie strich sich eine lose Locke aus der Stirn, ihre Hand zitterte merklich. Im Nebenzimmer knarrte das Bettgestell, als Manfred sich schwerfällig auf die andere Seite rollte. Sie hielt den Atem an, bis wieder nur sein rhythmisches Schnaufen zu hören war und las:


Hagen: Parkplatz A7! Noch wach Klara? Hagen hier!


Klara schluckte. Die Direktheit der Frage traf sie wie ein physischer Stoß. Sie tippte mit feuchten Fingern auf die Glastastatur.


Klara: Ich dachte nicht, dass Sie sich so schnell melden, Herr Hagen. Mein Mann und ich sind jetzt zuhause.


Die Antwort kam fast augenblicklich. Hagen saß am anderen Ende der Stadt, die Füße auf dem Tisch, den zerknitterten Zettel neben sich. Er grinste bei ihrem "Herr Hagen".


Hagen: Lass das „Sie“ weg, Klara. Wer so einen Zettel schreibt und zuschaut, wie ich eine Frau auf dem Rücksitz meines Wagens zur Bewustlosigkeit vögele, braucht nicht mehr auf förmlich zu machen. Wir sind beim Du.


Klara spürte, wie die Hitze in ihr Gesicht stieg. Das „Du“ fühlte sich an wie eine Hand auf ihrem Nacken. Sie nahm einen tiefen Schluck Rotwein, während sie sah, wie die drei Punkte auf dem Display tanzten. Er tippte bereits weiter.


Hagen: Schläft dein Pantoffelheld schon? Oder hat er nach der Show auf dem Parkplatz versucht, zu Hause auch mal den harten Kerl zu markieren?


Klara starrte auf die Nachricht. Ein nervöses Lachen entwich ihr. Er kannte Manfred nicht, aber er kannte den Typus. Er wusste genau, wie solche Abende in der Vorstadt endeten: mit einem bemühten Manfred und einer unbefriedigten Klara.


Klara: Er schläft. Er ist müde von unserem... Ausflug. Er glaubt, das heute war genug Abenteuer für ein ganzes Jahr.


Hagen grinste und zündete sich eine Zigarette an. Das blaue Licht des Smartphones beleuchtete sein vernarbtes Gesicht.


Hagen: Genug Abenteuer? Der Typ hat doch keine Ahnung. Er hat zugeschaut, wie ein echter Mann eine Frau nimmt, und wahrscheinlich gehofft, dass durch das Zusehen etwas von meiner Kraft auf ihn abfärbt. Aber wir beide wissen, dass das nicht funktioniert, oder?


Klara presste die Knie zusammen. Der Stoff ihres Negligés rieb gegen ihre Haut. Die Unverfrorenheit seiner Worte war wie eine Berührung.


Klara: Woher willst du wissen, was ich weiß, Hagen?


Hagen: Weil du noch wach bist, Klara. Weil du im Dunkeln sitzt, vielleicht noch ein Glas Wein trinkst und mir schreibst, anstatt bei IHM zu liegen. Weil du den Geschmack der Gier jetzt im Mund hast und dich fragst, wie es wäre, wenn nicht die Krankenschwester auf der Rücksitzbank gelegen hätte, sondern du. Ich habe diese Frau nur ein einziges Mal gesehen, ein paar Worte gewechselt, und schon lag sie unter mir und hat gebettelt. Ich nehme mir, was ich will, Klara – und du weißt jetzt schon, dass du genau das Gleiche willst.


Klara hielt das Smartphone so fest, dass ihre Knöchel weiß hervortraten. Hagens Worte über das "Original" und das "Leder" hallten in ihr nach. Sie dachte an die rohe Gewalt, die sie beobachtet hatte, und wie sehr sie sich in diesem Moment klein und gleichzeitig unendlich lebendig gefühlt hatte.


Sie tippte, löschte, und tippte erneut.


Klara: Ich bin keine billige Hure, Hagen. Und ich liege nicht auf Parkplätzen herum. Aber... ich leugne nicht, dass die Luft dort draußen eine ganz andere war als die hier in meinem Wohnzimmer. Es war, als hätte jemand für einen Moment das Licht eingeschaltet, während ich hier seit Jahren im Dämmerschlaf liege.


Hagen las die Nachricht und stieß einen kurzen, rauen Lacher aus. Er sah sie förmlich vor sich, wie sie in ihrer teuren Villa saß und versuchte, ihre Gier in wohlgesetzte Worte zu kleiden. Aber er hatte den Unterton genau verstanden.


Hagen: Dämmerschlaf? Das ist ein schönes Wort für Langeweile, Klara. Du willst nicht auf dem Parkplatz liegen? Vielleicht. Aber du willst spüren, wie es ist, wenn jemand nicht erst um Erlaubnis fragt, bevor er dich anfasst. Du willst wissen, ob das rote Leder wirklich so kalt ist, wie es aussieht, wenn man nackt darauf gedrückt wird, oder?


Klara spürte ein Ziehen in ihrem Unterleib, das sie fast atemlos machte. Er war rücksichtslos. Er nahm ihre vornehme Zurückhaltung und zerriss sie wie billiges Papier.


Klara: Du bist unverschämt!


Hagen: Ich bin ehrlich. Und du sitzt immer noch da und starrst auf das Display. Warum wohl? Schalt das Smartphone doch einfach aus, geh zu deinem Mann ins Bett. Dann ist es zu Ende bevor es angefangen hat!


Klara starrte auf das leere Glas Wein. Die Stille im Haus war nun fast körperlich spürbar. Sie wollte aufhören, sie wusste, dass sie mit dem Feuer spielte, aber ihre Finger schrieben die Frage fast wie von selbst.


Klara: Und jetzt? Wie soll das weitergehen, Hagen? Was hast du mit mir vor?


Hagen lehnte sich in seinem Souterrain zurück. Er genoss ihre Ungeduld. Er wusste, dass sie jetzt an einem Punkt war, an dem sie Antworten brauchte, um ihre eigene Erregung zu rechtfertigen.


Hagen: Ich habe gar nichts vor, Klara. Ich schlage nur Türen auf. Durchgehen musst du ganz allein. Aber wir beide wissen: Du stehst schon längst auf der Schwelle. Aber zuerst will ich wissen, wie du gerade da sitzt. Beschreib mir mal genau, was du jetzt anhast, Klara.


Im Schlafzimmer hörte sie plötzlich ein tiefes Schnaufen. Das Bettgestell ächzte. Klara erstarrte, das Smartphone in der Hand. Manfred wälzte sich von einer Seite auf die andere, murmelte etwas Unverständliches im Halbschlaf, doch dann kehrte sein schwerer, gleichmäßiger Atem zurück. Ihr Herz raste. Mit zitternden Fingern tippte sie die Antwort.


Klara: Ich trage einen flauschigen Morgenmantel. Er ist warm und weich. Und... darunter ein Seidennegligé. Es ist ein Geschenk von Manfred zum Hochzeitstag gewesen.


Hagen verzog keine Miene. Er konnte sich das bürgerliche Idyll mit dem braven Geschenk genau vorstellen.


Hagen: Hör auf, von Manfred zu reden. Das interessiert mich nicht. Ein flauschiger Morgenmantel und Seide? Das ist viel zu viel Stoff, Klara. Das passt nicht zu dem, was ich vorhin auf dem Parkplatz hinter mir gespürt habe. Die Luft zwischen uns war nicht flauschig. Sie war kurz davor, zu verbrennen.


Hagen las seine eigene Nachricht und ein schmales, kaltes Lächeln stahl sich auf sein Gesicht. Er brauchte sie nicht anzusehen, um zu wissen, wie sie zitterte.


Klara hielt den Atem an. Die nächste Nachricht erschien sofort auf dem Display.


Hagen: Zieh den Morgenmantel aus. Jetzt. Ich will wissen, was die Seide auf deiner Haut macht, während du das hier liest. Und dann sag mir: Ist dir immer noch kalt, Klara?


Sie sah auf das Display. Der Befehl stand da, schwarz auf weiß. In ihrem Kopf schrie eine Stimme, dass sie das Handy weglegen und zu ihrem schlafenden Mann gehen sollte. Doch ihre Hände bewegten sich bereits zum Gürtel ihres Mantels. Sie löste den Knoten. Der schwere Stoff rutschte von ihren Schultern und gab das kühle, hauchdünne Negligé frei, das nun fast schutzlos auf ihrer Haut lag.


Klara: Der Bademantel liegt auf der Couch. Ich sitze jetzt nur noch in Seide hier.


Hagen grinste dunkel. Er spürte, wie er sie Stück für Stück entkleidete, obwohl Meilen zwischen ihnen lagen.


Hagen: Besser. Viel besser. Ich kann förmlich hören, wie der Stoff zu Boden gleitet. Spürst du, wie die kühle Nachtluft jetzt an deine Haut kommt? Oder ist es eher die Hitze, Klara? Diese Hitze, die von innen kommt, weil du weißt, dass ich dich gerade nackt vor mir sehe, ohne im Raum zu sein.


Klara hielt den Atem an. Ihre Finger zitterten so sehr, dass sie das Smartphone mit beiden Händen halten musste. Er war nicht hier, und doch fühlte sie seinen Blick wie eine physische Last auf ihren Schultern.


Hagen: Beschreib mir die Seide, Klara. Fühlt sie sich auf deinen Brüsten immer noch so vornehm an? Oder merkst du jetzt, dass sie nur eine dünne Ausrede ist? Erzähl mir, wie sie über deine Haut reibt, wenn du an den Parkplatz denkst... und sag mir genau, wo deine Hand jetzt gerade ist.


Klara saß nun ohne ihren Morgenmantel auf der Couch. Die kühle Nachtluft aus dem gekippten Fenster strich über ihre nackten Schultern und ließ die Seide des Negligés auf ihrer Haut erzittern. Sie fühlte sich ausgestellt, obwohl sie allein im Raum war.


Klara: Die Seide fühlt sich fast wie eine Berührung an, Hagen. Sie ist kühl, aber dort, wo ich an dich denke, wird sie schwer und warm. Es ist... aufregend und beängstigend zugleich.


Hagen las die Nachricht in seinem dunklen Souterrain. Er starrte auf das Display und rieb sich das stoppelige Kinn. „Dämmerschlaf und Seide“, dachte er bei sich. „Alles schön und gut, Klara. Aber wenn du eine von diesen flachbrüstigen Vorstadtschnecken bist, die nur Bestätigung suchen, verschwende ich hier meine Zeit.“ Er wollte Fleisch sehen. Er wollte wissen, ob es sich lohnte, Klara in sein Reich im Souterrain zu holen. Er wollte keine Poesie, er wollte die nackte, ungeschönte Wahrheit ihres Verlangens.


Hagen: Das gibt dir also ein gutes Gefühl, Klara? Die Seide auf deiner Haut und die Gedanken an mich? Du genießt es, dich in deinen feinen Stoffen zu wiegen, während du von der Gefahr träumst? Aber Gefühle sind billig. Ich will mehr als nur deine Worte.


Klara biss sich auf die Unterlippe. Ihr Herz hämmerte gegen ihre Rippen. Sie merkte, wie er den Druck erhöhte, wie er ihre poetische Umschreibung einfach beiseite wischte.


Klara: Ja. Das tut es. Ich... ich weiß nicht, was ich sonst sagen soll.


Hagen fackelte nicht lange. Er drückte die Zigarette im Aschenbecher aus. Das Glühen erlosch, genau wie seine Geduld für ihr Zögern.


Hagen: Dann hör auf zu reden. Ich will mit eigenen Augen sehen, was diese Seide da gerade mit dir macht. Mach ein Selfie. Ich will kein Porträt für ein Familienalbum. Ich will dein Gesicht sehen – und ich will ausreichend von dem sehen, was dieses Negligé eigentlich verbergen soll. Ich will wissen, was du vor Manfred versteckst, wenn er das Licht löscht.


Klara erstarrte. Ein Foto? Jetzt? Hier im Wohnzimmer, während er nebenan schlief? Der Gedanke war Wahnsinn, eine mutwillige Zerstörung ihrer gesamten Existenz. Wenn Manfred aufwachte und das unnatürliche Aufleuchten des Displays sah... oder wenn dieses digitale Abbild jemals in falsche Hände geriet. Es wäre ihr Ende. Doch die Macht, die Hagen über den Chat ausübte, war kein bloßes Verlangen mehr; es war ein Sog, eine dunkle Schwerkraft, der sie nichts entgegenzusetzen hatte.


Sie erhob sich langsam, ihre Beine fühlten sich schwer an, und trat vor den großen Wandspiegel. Das Negligé war tief ausgeschnitten, die kühle, silbrige Seide schimmerte im fahlen Licht der Stehlampe wie die Haut einer Schlange. Sie betrachtete sich und erschrak über die Frau im Spiegel – die geweiteten Pupillen, die rötliche Färbung auf ihrem Dekolleté, die nichts mit Wärme und alles mit Erregung zu tun hatte. Sie hob das Handy, ihre Finger zitterten so sehr, dass das Gehäuse leise gegen den Glasrahmen ihres Eherings schlug. Ein metallisches Klicken, das sie wie ein Vorwurf traf.


Klara: Hagen, ich weiß nicht, ob ich das kann... Es fühlt sich so riskant an. Mein Herz... ich glaube, man kann es auf dem Foto pochen sehen.


Hagen: Risiko ist der einzige Treibstoff, der dich noch am Leben hält, Klara. Sonst wärst du heute nicht auf den Parkplatz gefahren. Du willst, dass ich dich sehe. Du willst, dass ich dieses Pochen spüre. Stell dich nicht an. Zeig mir, was du vor dir selbst versteckst.


Klara schloss kurz die Augen. Ein unterdrücktes Schluchzen mischte sich mit einem tiefen, zittrigen Atemzug. Sie fühlte sich schmutzig und gleichzeitig so lebendig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Sie richtete das Objektiv auf sich, rückte die Seide ein Stück tiefer, bis die Grenze des Erlaubten fast überschritten war, und drückte ab. Das leise Klicken der Kamera klang in der unheimlichen Stille des Hauses wie ein Schuss, der ihre alte Welt endgültig hinrichtete.


Klara hielt inne, als sie das vertraute Geräusch aus dem Schlafzimmer hörte. Ein tiefes, kehliges Einatmen, gefolgt von einem sanften, gleichmäßigen Schnarchen. Sie kannte diesen Rhythmus. Manfred war jetzt in jener tiefen Phase, aus der ihn nichts vor Sonnenaufgang reißen würde. Das Wissen um seine Wehrlosigkeit gab ihr eine plötzliche, fast bösartige Sicherheit.


Mit einem entschlossenen Tippen schickte sie das Bild ab und das kleine „Gesendet“-Häkchen erschien. Sekunden später wechselte es auf „Gesehen“.


In seinem dunklen Souterrain hielt Hagen das Handy nah ans Gesicht. Das bläuliche Licht des Displays hob die harten Falten um seinen Mund hervor. Er pfiff nicht, er atmete nur tiefer ein. Das Bild war eine Offenbarung von Fleisch und Wille. Das Negligé spannte über Brüsten, die schwer und voll unter der Seide gegen die kühle Nachtluft rebellierten. Ihr Gesicht auf dem Foto war das Beste: die Maske der braven Ehefrau war endgültig verrutscht.


Hagen rieb sich den Nacken. Er spürte, wie die Macht, die er über diese Frau im fernen Wohnzimmer ausübte, seine eigene Erregung befeuerte.


Hagen: Du hast keine Ahnung, wie sehr dieses Bild Manfred zum Verlierer macht, Klara. Er schläft neben einem Vulkan und meint, es wäre eine Heizdecke.


Klara spürte, wie die Bestätigung wie ein elektrischer Schlag durch ihren Körper fuhr. Das Urteil, so roh es auch war, wirkte berauschender als der Wein.


Hagen: Ich sehe genau, wie die Seide gegen deine Haut kämpft. Du hast einen Körper, der nach Berührung schreit, die wehtut. Diese Brüste sind viel zu schade für das sanfte Licht in deinem Wohnzimmer. Sie gehören in meine Hände.


Klara las die Nachricht immer wieder. Niemand hatte jemals so über ihren Körper gesprochen – so absolut, so ohne jede bürgerliche Scham.


Hagen: Weißt du, was ich jetzt gerade denke? Ich denke daran, wie ich die Seide mit beiden Händen packe und sie einfach nach oben schiebe. Ich will sehen, ob die Haut darunter genauso heiß ist, wie sie auf dem Bild aussieht.


Klara tippte mit zitternden Fingern, während das Schnarchen aus dem Nebenzimmer den Takt für ihr hämmerndes Herz vorgab.


Klara: Und was würdest du dann tun, Hagen? Wenn die Seide weg wäre?


Hagen: Ich würde nicht fragen. Ich würde mir nehmen, was mir das Bild verspricht. Aber ich will keine Vermutungen anstellen. Ich will die Wahrheit sehen. Zieh es aus. Jetzt. Schick mir das Bild, das Manfred nie zu sehen bekommt.


Klara las die Zeilen. Ihr Atem ging stoßweise. Die Hemmschwelle, die eben noch wie eine Mauer gewirkt hatte, war nur noch Staub. Sie spürte eine fast schmerzhafte Freiheit in ihrer Enthemmung. Mit einer fließenden Bewegung griff sie unter den Saum des Negligés und zog es sich über den Kopf. Der kühle Stoff glitt über ihre Haut, bevor er lautlos auf den Teppich sank.


Sie stand nun vollkommen nackt im dämmrigen Wohnzimmer, nur beleuchtet vom fahlen Schein der Stehlampe. Sie betrachtete sich im Spiegel – ihre Brüste waren schwer und voll, die Brustwarzen hart vor Erregung und Kälte. Sie hob das Handy, positionierte es mit einer Entschlossenheit, die sie selbst erschreckte, und drückte ab.


Das Bild war scharf, ungeschönt und von einer Offenheit, die sie gestern noch für unmöglich gehalten hätte. Sie drückte auf Senden.


Klara: Und wie geht es jetzt weiter?


Hagen hielt im Souterrain den Atem an. Er vergrößerte das Bild auf dem Display. Er studierte jede Rundung, das Spiel von Licht und Schatten auf ihrer Haut. Sein Blick blieb an der Schwere ihrer Brüste hängen. Er hatte recht gehabt – diese Frau war eine Naturgewalt, die in einer bürgerlichen Ehe eingesperrt war


Hagen: Wäre oder bist du es?


Und noch bevor sie die Luft wieder ausstoßen konnte, vibrierte das Handy erneut.


Hagen: Worte wie wäre sind für Leute wie Manfred. Ich arbeite nur mit Fakten. Hast du noch einen Slip an?


Klara starrte auf die Zeilen. Die Direktheit der Frage raubte ihr fast den Verstand. Sie spürte, wie ihr Herzschlag bis in die Fingerspitzen pochte. Sie blickte an sich hinunter, da war nichts mehr zu sehen als das dunkle Dreieck ihrer Schambehaarung.


Klara: Nein. Ich habe keinen an. Ich habe gar nichts mehr an. Ich stehe hier vollkommen nackt im Wohnzimmer, Hagen.


Hagens Antwort war diesmal länger, fast wie ein Befehlsprotokoll, das keinen Widerspruch duldete.


Hagen: Gut. Dann hör jetzt genau zu. Ich will nicht nur ein Foto. Ich will die totale Unterwerfung unter diesen Moment. Stell das Handy auf den Couchtisch, nutz den Selbstauslöser. Ich will dich ganz sehen. Ich will sehen, wie du vor dem Spiegel stehst und deine Beine weit genug spreizt, damit ich genau das sehe, was Manfred seit Jahren nur noch im Dunkeln betasten darf.


Klara spürte, wie ihr schwindelig wurde. Das war kein Chat mehr, das war eine Exekution ihrer Moral.


Hagen: Ich will dein Gesicht dabei sehen, Klara. Ich will sehen, dass du weißt, was du tust. Ich will die Scham in deinen Augen sehen, während du dich für mich öffnest. Mach es jetzt. Schick mir das Bild von deinem Schoß, ungeschönt und nah. Ich will alles sehen, bevor ich entscheide, was ich mit dir anstelle.


Am anderen Ende der Stadt grinste Hagen. Er legte das Handy kurz beiseite und rieb sich über das Gesicht. Das Spiel war gewonnen. Er wollte nicht bis morgen warten. Er wollte sehen, wie weit diese Frau geht, wenn man sie mitten in der Nacht aus ihrer Komfortzone reißt. Er wollte sie brechen, noch bevor er sie zum ersten Mal wirklich berührte.


Hagen: Und wenn du abgedrückt hast, Klara, dann behalt die Hand genau dort. Ich will, dass du spürst, wie du für einen Fremden feucht wirst, während dein Ehemann nur einige Meter weiter von seinem nächsten Bausparvertrag träumt. Schick es mir. Jetzt.


Klara stand beinahe vornübergebeugt vor dem Couchtisch, das Smartphone so positioniert, dass es keinen Winkel ihres Körpers aussparte. Sie drückte ab. Das Bild war eine einzige, lautlose Kapitulation. Doch Hagen gab sich nicht zufrieden.


Hagen: Ich sehe das Beben deiner Knie auf dem Foto, Klara. Aber ich will näher ran. Ich will das Dreieck sehen. Ich will sehen, dass du es nicht für Manfred stutzt, sondern es wild wuchern lässt. Und ich will sehen, was meine Worte dort angerichtet haben. Schick mir eine Nahaufnahme. Ich will das Rinnsal sehen, das an deinem Schenkel herabläuft. Ich will wissen, wie nass du für einen Mann bist, dessen Gesicht du kaum kennst.


Klara schluckte hart. Sie hockte sich vor den Spiegel, das Handy nur Zentimeter von ihrem Schoß entfernt. Der Blitz hellte das dunkle Haar und die glänzende Spur ihrer Feuchtigkeit auf, die bereits den Ansatz ihres Oberschenkels erreicht hatte. Es war die totale Entblößung. Sie schickte es ab, ohne es noch einmal anzusehen.


Hagens Antwort kam wie ein Peitschenknall.


Hagen: Jetzt weiß ich, womit ich es zu tun habe. Genug der Bilder. Jetzt will ich das Original. Hol dir einen Slip und schlüpf rein. Zieh deine Pumps an und einen warmen Mantel. Nichts weiter. Ich sende ein Taxi, das dich jetzt zu mir holt und rechtzeitig wieder nach Hause bringt, bevor Manfred seine Augen aufschlägt.


Klara las die Nachricht und das Blut schoss ihr in den Kopf. Ein Taxi? Jetzt? Sie sah zur Tür des Schlafzimmers. Manfreds Schnarchen war so vertraut, so sicher – und plötzlich so unendlich weit weg. Die Vorstellung, nackt, nur mit einem hauchdünnen Slip unter einem Mantel durch die Nacht zu fahren, während das Rinnsal zwischen ihren Beinen bei jeder Bewegung kühler wurde, löste ein Zittern aus, das sie fast umwarf.


Es war Wahnsinn. Es war ihr Ruin, wenn es schiefging. Aber der Sog des Souterrains war stärker als jede Vernunft.


Wie in Trance erhob sie sich. Sie ging zum Wandschrank, ihre Schritte lautlos auf dem Teppich. Sie griff nach einem Slip aus feiner Spitze und streifte ihn über. Er wurde sofort feucht, als er ihren Schoß berührte. Dann schlüpfte sie in ihre Pumps. Das Klacken der Absätze auf dem Parkett im Flur klang für ihre Ohren wie Donnerhall, doch Manfred rührte sich nicht. Er schlief in seiner Welt aus Bausparverträgen und Sicherheit, während sie seine Welt gerade in Schutt und Asche legte.


Sie warf sich den schwarzen Wollmantel über, wickelte ihn fest um ihren nackten Körper und verknotete den Gürtel mit einer Heftigkeit, als wollte sie sich selbst fesseln. Ein letzter Blick in den Spiegel: Das Gesicht einer Frau, die alles aufs Spiel setzte, die Augen weit und dunkel vor Verlangen.


Klara: Ich gehe jetzt auf die Straße.


Draußen in der Einfahrt sah sie kurz darauf die Scheinwerfer eines Wagens, die langsam durch den Nebel der Vorstadtstraße schnitten. Das Taxi.


Das Taxi war kein gewöhnlicher Wagen, sondern eine schwarze Limousine, die im dämmrigen Licht der Straßenlaternen fast wie ein Raubtier wirkte. Am Steuer saß Mike, ein bulliger Typ mit kahlem Schädel, der Hagens Welt besser kannte als jeder andere. Für Mike waren diese Fahrten das Highlight seines Jobs – Hagen bezahlte ihn nicht mit Geld, sondern mit dem, was Mike wirklich gierig machte: Aufnahmen von dem, was hinter der Tür des Souterrains geschah.


Klara schlüpfte auf den Rücksitz. Das kühle Leder des Wagens fühlte sich angenehm an, sie spürte wie die Feuchte langsam in ihren Slip sikkerte. Sie versuchte, den Mantel fest zusammenzuhalten, doch sie spürte den Blick des Fahrers im Rückspiegel.


Mike grinste kaum merklich. Er sah die nervösen Finger, die den Mantelkragen umklammerten, und die teuren Pumps. Er hatte schon etliche Frauen wie sie gefahren – Frauen, die in ihren Villen erstickten und bei Hagen das suchten, was ihr geordnetes Leben ihnen nicht bieten konnte.


„Nervös, Schätzchen?“, fragte Mike rau, während er den Wagen sanft anfuhr. „Brauchst du nicht sein. Hagen weiß genau, was er tut. Er wartet schon.“


Klara antwortete nicht. Sie starrte aus dem Fenster auf die vorbeiziehenden, dunklen Häuser ihrer Nachbarschaft. Sie fühlte sich wie in einem Traum, aus dem sie nicht aufwachen konnte. Jeder Meter, den der Wagen sich von ihrem Haus entfernte, fühlte sich an wie ein Verrat, der niemals wieder gutzumachen war.


Die Fahrt dauerte kaum fünfzehn Minuten, doch für Klara eine Ewigkeit. Mike bog in eine schmale, schlecht beleuchtete Seitenstraße ein und hielt vor einem unscheinbaren Haus. Das Taxi kam mit einem leisen Quietschen zum Stehen. Mike drehte sich zu ihr um, seine Augen leuchteten im fahlen Licht der Armaturen.


Mike griff in das Handschuhfach und zog ein schmales Band aus schwarzem Satin hervor. Es war eine schlichte Augenmaske, weich, aber vollkommen lichtundurchlässig. Er hielt sie ihr über die Schulter nach hinten hin.


„Fast vergessen“, sagte er mit einem trockenen Unterton, der keinen Widerspruch duldete. „Hagen will, dass du die hier aufsetzt. Bevor du die Treppe runtergehst. Er liebt die Überraschung – und er will, dass du dich ganz auf das konzentriert, was du spürst, nicht auf das, was du siehst.“


Klara starrte das schwarze Stoffband an. Es war wie eine letzte Fessel. Wenn sie die Maske aufsetzte, gab sie ihre letzte Verteidigung auf: die Orientierung.


„Zieh sie an, Klara“, drängte Mike leise. „Du hast den Mantel und deinen Slip an. Jetzt gibt es kein Zurück mehr nach Vorstadt-Lieschen-Art.“


Mit zitternden Fingern nahm sie die Maske. Die Seide des Bandes fühlte sich kühl an, fast wie das Negligé, das sie zu Hause auf dem Boden gelassen hatte. Sie legte das Band um ihren Kopf und zog es fest. Augenblicklich versank die Welt des Taxis, das schwache Licht der Armaturen und Mikes massiger Nacken in vollkommener Schwärze.


„Perfekt“, hörte sie Mikes Stimme, die jetzt seltsam nah klang. „Ich helfe dir raus. Vorsichtig... die Stufen sind steil.“


Er stieg aus, öffnete ihre Tür und griff fest nach ihrem Oberarm. Klara fühlte sich hilflos wie ein Kind, als er sie aus dem Wagen führte. Die kalte Nachtluft biss in ihre ungeschützten Beine, während sie blind über den Gehweg geführt wurde.


„Hier sind die Stufen“, flüsterte Mike an ihrem Ohr. „Zehn Stufen abwärts. Unten ist die Tür angelehnt. Du ziehst noch vor der Tür den Mantel und den Slip aus, legst es dir über den Arm und tritts ein. Viel Spaß, Klara.“


Er ließ ihren Arm los. Klara stand allein in der Dunkelheit. Sie hörte, wie die Taxitür ins Schloss fiel und der Wagen langsam anfuhr. Jetzt gab es nur noch das Klacken ihrer Absätze auf dem kalten Stein, den schweren Mantel auf ihrer nackten Haut und die absolute Finsternis hinter der Satinmaske.


Klara stieß die angelehnte Tür mit zitternder Hand auf. Die Wärme des Raumes schlug ihr entgegen, ein schwerer Duft von Tabak und Leder. Sie hörte das leise Klicken der Tür, die hinter ihr ins Schloss fiel. Sie stand in vollkommener Schwärze hinter ihrer Maske.


„Mantel aus. Jetzt“, erklang Hagens Stimme, rau und ungeduldig, irgendwo direkt vor ihr. „Dir war aufgetragen worden das bereits vor der Tür zu tun! Warum gehorchst du nicht?“


Statt einer Antwort nestelte Klara umständlich am Gürtel. Der schwere Stoff glitt zu Boden. Sie stand nur noch in ihren Pumps und dem spitzenbesetzten Slip da, den er ihr befohlen hatte anzuziehen. Sie spürte seine Anwesenheit, dann seine Hände. Er griff nach dem Bund des Slips, zog ihn ein Stück nach unten und prüfte mit den Fingern die Feuchtigkeit des Stoffs und strich einmal, wie beiläufig, mit den Fingern durch ihre Möse. ‘Den und den von Mathilde werde ich morgen mit ins Stammlokal nehmen. Ich kann es kaum erwarten’.


Hagen schnaubte leise. Er spürte, dass sie bereits vollkommen bereit war. Er brauchte kein Vorspiel, kein Werben. Sie war wie reifes Fallobst, das nur darauf gewartet hatte, vom Baum geschüttelt zu werden. Er riss den Slip mit einem harten Ruck nach unten, bis er an ihren Knöcheln lag.


„Erzähl mir von zu Hause, Klara“, flüsterte er, während seine Hand grob über ihre Hüfte strich. „Wie läuft es bei Manfred? Nur Blümchensex, oder? Ein bisschen Kuscheln, ein bisschen Routine – bis auf diesen kleinen Ausrutscher heute auf dem Parkplatz?“


„Ja“, hauchte sie. „Es war... immer nur das Gleiche. Am Anfang war es wilder, aber das ist Jahre her. Heute... heute auf dem Parkplatz habe ich zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder etwas gespürt.“


Hagen lachte kurz und humorlos auf. Er schob sie ein Stück weiter in den Raum, seine Hände ließen keinen Zweifel an seiner Überlegenheit.


„Und was hättest du gerne? Bist du bereit für richtig harten, animalischen Sex? Härter noch als das, was du bei der Krankenschwester gesehen hast? Ich denke fast: ja. Sonst wärst du wohl kaum nackt in ein Taxi gestiegen, um zu mir zu kommen.“


Klara nickte blind. Ihr Herz raste so sehr, dass sie glaubte, es müsse ihre Rippen sprengen.


„Aber hör mir gut zu“, fuhr Hagen fort, und seine Stimme wurde eisig ernst. „Weil es hart wird und ich niemanden weh tun möchte, der es nicht will, haben wir ein Problem. Wenn du schreist 'Oh Gott, das ist zu viel' oder 'Hör auf', dann weiß ich nicht, ob du meinst 'Mach unbedingt weiter' oder ob es wirklich reicht. Ich brauche ein Safewort von dir. Wenn du das sagst, höre ich sofort auf. Ohne Ausnahme. Wie lautet es?“


Klara schluckte schwer. Das Bild ihres Lebens zu Hause blitzte vor ihrem inneren Auge auf – das leere Kinderzimmer, die Hoffnung, die Manfred jeden Morgen in sie hineinprojizierte.


„Alina“, sagte sie mit brüchiger Stimme. „So würden wir unsere Tochter nennen, wenn wir endlich Eltern werden würden.“


Hagen hielt einen Moment inne. Ein hässliches Grinsen stahl sich auf sein Gesicht. Er genoss die Perversion dieses Moments – das heiligste Wort ihrer gescheiterten Ehe als Notausgang für seine dreckigen Spiele.


„Alina“, wiederholte er langsam, fast spöttisch. „Gut. Dann hoffen wir mal, dass wir Alina heute Nacht nicht brauchen werden.“


Klara stand immer noch blind da, die Satinmaske raubte ihr jede Orientierung, was die Berührungen nur noch intensiver machte. Hagen trat nah an sie heran. Er suchte nicht nach Zärtlichkeit. Seine Finger schlossen sich um ihre harten Brustwarzen, er zwirbelte sie schmerzhaft zwischen den Fingern und kneifte dann kräftig zu.


Ein lauter, wollüstiger Schrei entwich Klaras Kehle. Der Schmerz war wie ein Funke in einem Pulverfass.


„Oh, du genießt die Härte!“, raunte er ihr direkt ins Ohr, sein heißer Atem auf ihrer Haut. „Das habe ich mir schon gedacht, als ich deinen Zettel fand. Wer schreibt sonst ‚Ich will dich‘, direkt nachdem du gesehen hattest, wie hart ich es Mathilde auf der Rücksitzbank besorgt habe?“


Klara wollte antworten, doch sie brachte nur ein kehlendes Schluchzen hervor. Hagen gab ihr keine Zeit. Er packte ihre Oberarme so fest, dass sie bereits jetzt wusste, dass dort morgen blaue Flecken sein würden – Abdrücke seiner Macht. Er führte sie grob durch den Raum, ließ sie eine halbe Drehung machen und dann rückwärts weiter bis ihre Kniekehlen gegen eine Bettkante stießen.


Ein rücksichtsloser Stoß gegen ihre Schultern genügte, und sie fiel rücklings auf die Matratze. Das Leder ihres Mantels hatte sie längst hinter sich gelassen; sie war vollkommen nackt, bis auf die Maske und die Pumps, die immer noch an ihren Füßen hingen.


Hagen ging mit langsamen, raubtierhaften Schritten um das Bett herum. Er griff nach ihrem rechten Arm, riss ihn nach oben und zog ihn mit Gewalt zu sich ans Kopfende, sodass ihr ganzer Körper unter Spannung geriet.


„Ist es der gnädigen Frau recht, dass sie so hart behandelt wird?“, presste er hervor, während er sich über sie beugte. „Ist das das Abenteuer, das Manfred dir nicht bieten kann?“


Klara wand sich unter seinem Griff, die Hitze in ihrem Körper war kaum noch zu ertragen. Jede Faser ihres Seins schrie nach mehr von dieser rohen Direktheit.


„Ja!“, stöhnte sie heraus, fast ein Flehen. „Ja... weiter so! Bitte, Hagen, hör nicht auf!“


Hagen riss ihren Arm mit einer rohen Entschlossenheit nach oben, bis das Gelenk genau über der schwarzen Lederhandfessel lag. Das dunkle Leder mit der weichen, roten Polsterung wartete bereits wie ein gieriger Schlund. Das Metall der Schnalle klirrte, als er sie festzog.


In Klara schrie ihre Erregung heraus. Das kühle Metall auf ihrer Haut und der unnachgiebige Griff der Fessel waren die Bestätigung, nach der sie sich so verzweifelt gesehnt hatte. Sie war nicht mehr die Ehefrau, nicht mehr die Herrin über ihr Leben; sie war ein Objekt in seinen Händen.


Hagen hielt inne. Er kniete sich kurz neben sie auf die Matratze, die unter seinem Gewicht ächzte. Er löste seine Hose und ließ seinen harten, pulsierenden Penis mit der freiliegenden Eichel nur für einen Sekundenbruchteil sanft über ihre Lippen gleiten. Es war eine flüchtige, fast zärtliche Geste, die sofort in Grausamkeit umschlug. Als Klara instinktiv den Mund öffnete, um ihn zu umschließen, zog er sich mit einem verächtlichen Lachen zurück.


„Nicht so schnell, Klara“, raunte er. „Du bekommst nichts, was ich dir nicht ausdrücklich erlaube. Du musst es dir verdienen!“


Hagen stand auf und ging um das Bett herum, um auch ihren anderen Arm zu fixieren. Er war bereit, wieder Gewalt anzuwenden, doch als er nach ihrer Hand greifen wollte, stockte er. Klara hatte ihren freien Arm bereits nach oben gestreckt und das Handgelenk freiwillig, fast andächtig, auf die zweite rote Polsterung gelegt.


Ein Gefühl von triumphaler Kälte durchströmte ihn. Dass sie ihm den zweiten Arm freiwillig darbot, war für ihn der ultimative Sieg. Es war kein Kampf mehr; es war eine Kapitulation. Er genoss die Macht, die er über diese Frau aus der „besseren Gesellschaft“ hatte. Für ihn war sie in diesem Moment nicht mehr als ein Instrument, auf dem er seine dunkelsten Melodien spielen konnte. Ihre Unterwürfigkeit stachelte seine animalische Seite nur noch mehr an – er sah in ihr das reife Obst, das er jetzt nach Belieben zerquetschen konnte.


Hinter der schwarzen Satinmaske war Klaras Welt zu einem einzigen Feuerwerk aus Empfindungen geworden. Die Scham war vollkommen verflogen und hatte einer tiefen, dunklen Gier Platz gemacht. Dass sie den Arm freiwillig in die Fessel legte, war ihr Bekenntnis zu diesem Wahnsinn. Sie wollte nicht mehr kämpfen. Sie wollte spüren, wie es ist, absolut keinen eigenen Willen mehr zu haben. Der kurze Kontakt mit seinem Glied an ihrem Mund hatte ein unerträgliches Verlangen in ihr geweckt, eine Leere, die nur durch seine Härte gefüllt werden konnte. Sie fühlte sich schutzlos, nackt und zum ersten Mal seit Jahren vollkommen wahrgenommen – ironischerweise gerade jetzt, wo er sie wie eine Sache behandelte.


Hagen ließ sich Zeit. Er genoss den Anblick ihres nackten, weißen Körpers, der sich auf dem scharlachroten Laken abhob wie eine Leinwand, auf der er gleich seine Spuren hinterlassen würde. Während er zum Fußende des Bettes trat, begann er, sie mit Worten zu sezieren.


„Schau dich an, Klara“, sagte er, obwohl er wusste, dass sie hinter der Maske nichts sehen konnte. „Die feine Gattin eines Bankvorstands oder was auch immer, die Frau, die wahrscheinlich bei Wohltätigkeitsbasaren Tee ausschenkt. Und jetzt liegst du hier in einem Souterrain, die Arme gefesselt, und wartest darauf, dass ein Kerl wie ich dich wie ein Stück Vieh behandelt. Hast du dich jemals gefragt, wie tief du eigentlich gesunken bist? Oder ist es genau das, was dich so feucht macht? Der Dreck?“


Klara wand sich leicht auf dem Laken. Seine Worte trafen genau die Stelle in ihrem Inneren, die sie jahrelang hinter Etikette verborgen hatte.


„Ja...“, presste sie hervor, ihre Stimme zitterte. „Es ist der Dreck. Ich will keine gnädige Frau mehr sein. Ich will nur noch das hier sein... für dich.“


Er hat recht, dachte sie verzweifelt. Ich bin genau das. Eine billige Kopie der Frau, die ich am Tag zu sein vorgebe. Und bei Gott, wie ich es liebe, dass er es ausspricht.


Hagen lachte leise und hasserfüllt. Er griff nach ihrem ersten Knöchel. Er umschlang ihn mit der Hand, als wollte er den Knochen zerdrücken, und zerrte ihr Bein nach unten.


„Du bist nichts weiter als eine gelangweilte Vorstadtschlampe, die heute Nacht ihren Preis bezahlt“, setzte er nach, während er die Schnalle der Fußfessel mit einem harten Ruck festzog. „Manfred denkt wahrscheinlich, du bist eine Heilige. Aber du bist nur reifes Obst, das darauf gewartet hat, dass jemand kommt und es richtig hart anfasst. Stimmts?“


„Stimmt...“, stöhnte sie, während die Dehnung in ihren Gliedern fast schmerzhaft wurde. „Er kennt mich nicht. Niemand kennt mich so wie du jetzt.“


Hagen wechselte zum anderen Bein. Er packte es und zog es mit solcher Gewalt nach außen und unten, dass Klara einen kurzen Schmerzlaut von sich gab. Er spannte die Fesseln so weit, wie es die Mechanik des Bettes zuließ. Ihr Körper war nun ein vollkommen geöffnetes, schutzloses X auf dem roten Stoff. Jede Faser ihrer Haut war gestreckt, jede Intimität seinen Blicken und seiner Willkür preisgegeben.


„So gefällst du mir“, raunte er und trat wieder an ihre Seite, um auf den Erfolg seiner Arbeit herabzusehen. „Vollkommen hilflos. Gestreckt, bis es wehtut. Genau so, wie du es verdient hast, nachdem du mich mit deinem kleinen Zettel so herausgefordert hast.“


Klara fühlte sich, als würde ihr ganzer Körper nur noch aus Nervenenden bestehen. Die maximale Dehnung und seine verbalen Peitschenhiebe ließen die letzte Grenze in ihrem Kopf einstürzen.


„Nimm mich jetzt, Hagen. Bitte... mach mit mir, was du willst. Ich bin bereit für alles.“


Hagen wandte sich kurz ab und griff nach einem kleinen, quadratischen Kissen, das auf einem Sessel bereitlag. Es war fest gestopft, fast unnachgiebig, aber mit einem Bezug aus schwerem, dunklem Samt. Er trat wieder an das Fußende des Bettes, wo Klara in der maximalen Dehnung ihrer Fesseln um Atem rang.


Ohne Vorwarnung schob er seine Hand grob unter ihr Hinterteil. Er spürte die Hitze ihrer Haut und das leichte Zittern ihrer Muskeln. Mit einem kräftigen Ruck hob er ihr Becken an – ein Manöver, das die Spannung in den Fußfesseln bis zum Äußersten trieb. Klara stieß einen erstickten Schrei aus, doch es war kein Schmerz, der darin mitschwang, sondern die nackte Gier nach dieser Behandlung. Er schob das Kissen unter ihren Arsch, sodass ihr Unterleib ihm nun steil und schutzlos entgegenragte.


Genau so wollte er sie haben.


Er dachte zurück an das Krankenhaus, an Dr. Gudrun Wagner und seine Worte über die „entlegenen Bereiche“, die er noch abtasten müsse. Jetzt lag dieser Bereich vor ihm, offenbart wie eine Opfergabe auf einem Altar. Wohlgefällig betrachtete er sein Werk. Klaras Körper war eine einzige Landkarte der Erregung: Ihre Brustwarzen wirkten im fahlen Licht fast schwarz und steinhart, ihr Venushügel war prall geschwollen. Die äußeren Schamlippen hatten sich bereits weit geöffnet und gaben den Blick frei auf das zarte, feuchte Rosa des „Schmetterlings“ im Inneren und die noch verborgene Liebesknospe.


„Schau dich an, Klara“, raunte er und fuhr mit dem Handrücken langsam über ihre Innenseite der Oberschenkel. „Alles an dir schreit nach dem, was jetzt kommt. Ich werde als Erstes deine kleine Knospe befreien. Ich will sehen, wie du dich unter meinen Fingern windest, wenn ich sie aus ihrem Versteck hole.“


Klara warf den Kopf hin und her, die Satinmaske rieb gegen ihre Schläfen. Die verbale Ankündigung peitschte ihre Lust in unerträgliche Höhen.


„Ich will keine Spielchen, Hagen!“, schrie sie fast heraus. „Ich will hart gefickt werden von dir! Jetzt!“


Hagen lachte leise, ein dunkles, kehliges Geräusch, das ihr durch Mark und Bein ging. Er beugte sich tief über sie, bis sein Gesicht nur noch Zentimeter von ihrem Schoß entfernt war.


„Das kommt zum Schluss, Schätzchen. Ich bestimme das Tempo. Aber ich garantiere dir eines: Wenn ich erst einmal in dir bin, wird dir die Schädeldecke wegfliegen. Ich sehe es dir an – du wirst heute Nacht Dinge erleben, nach denen du nie wieder in dein altes Leben zurückkehren kannst. Du wirst dich in schlaflosen Nächten nach mir verzehren.“


Er streckte die Hand aus, die Zeigefinger und Mittelfinger gespreizt, und näherte sich langsam dem pulsierenden Zentrum ihrer Lust.


Hagen genoss das verzweifelte Beben ihres Körpers, während seine Finger die empfindliche Haut nur Millimeter neben ihrem Ziel bearbeiteten. Er spürte, wie die Liebesknospe unter der Wärme seiner Hand pulsierte, als wollte sie ihm entgegenwachsen, hungrig nach der Berührung, die er ihr noch immer vorenthielt.


„Da muss ich noch ein wenig nachhelfen, bis sie mit der Größe deiner Brustwarzen mithalten kann“, flüsterte er gegen ihre Schenkel. „Aber keine Sorge, Klara... das bekomme ich hin. Ich werde sie so lange fordern, bis sie förmlich nach mir schreit.“


Klara warf den Kopf wild hin und her, die Fesseln an den Handgelenken klirrten metallisch gegen das Kopfende des Bettes. Die maximale Dehnung durch das Kissen unter ihrem Gesäß machte jede kleinste Bewegung zu einer Qual aus Spannung und Gier.


„Bitte...“, presste sie zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. „Hagen, bitte...“


Er lachte nur leise. Er sah, wie der „Schmetterling“ tiefrot leuchtete und wie die Feuchtigkeit nun in kleinen Bächen über das Kissen rann. Eigentlich wollte er ihren Orgasmus noch hinauszögern, sie am Rande des Wahnsinns halten, doch der Anblick ihrer vollkommenen Hingabe und die Hitze, die von ihr ausging, stachelten sein eigenes animalisches Verlangen an. Wenn sie fünf Orgasmen brauchte, um an ihre Grenzen zu kommen, dann sollte sie diese bekommen – jeder einzelne würde sie ein Stück weiter von Manfred und ihrer bürgerlichen Welt entfernen.


Ohne jede weitere Warnung nahm er die Hand weg. Er beugte sich tief hinunter, seine dunklen Haare streiften ihre Innenschenkel. Er öffnete den Mund weit und stülpte seine Lippen direkt über die freigelegte, pochende Klitoris.


Dann saugte er.


Es war nicht zärtlich. Es war brutal, heftig und voller Besitzergreifung. Er benutzte seine Zunge wie eine Waffe, während der Unterdruck seines Mundes Klara fast den Verstand raubte. Es war, als würde er versuchen, ihre Seele durch dieses winzige, hochsensible Stück Fleisch aus ihr herauszusaugen.


Klara schrie auf. Es war ein gellender, unkontrollierter Laut, der in der Stille des Souterrains widerhallte. Ihre Hüften bäumten sich gegen das Kissen auf, die Fußfesseln schnitten schmerzhaft in ihre Knöchel, doch sie spürte den Schmerz kaum noch. Die Welt hinter ihrer Augenmaske explodierte in gleißendem Weiß. Der Orgasmus traf sie mit der Wucht einer Lawine, riss sie mit und ließ ihren gesamten Körper in den Fesseln erzittern, während Hagen nicht lockerließ und den Druck nur noch verstärkte.


In diesem Moment erlosch jedes Bewusstsein. Ein elektrischer Kurzschluss jagte durch ihr Mark, und Klaras Körper übernahm das Kommando. Ihre Glieder versteiften sich in den Fesseln bis zur Zerreißprobe, bevor die Spannung in ein unkontrolliertes, rhythmisches Zucken umschlug. Ihre Oberschenkel vibrierten so heftig gegen das Kissen, dass die Haut auf dem Laken brannte.


Ihr Kopf riss nach hinten, der Mund weit geöffnet zu einem lautlosen Schrei. Hinter der Maske rollten ihre Augäpfel unkontrolliert nach oben, bis die Iris unter den Lidern verschwand und nur noch das nackte, starre Weiß zu sehen war – ein Blick, der tief in die eigene Finsternis gerichtet war. Sie war nicht mehr anwesend; sie war nur noch bebendes, reagierendes Fleisch in Hagens Händen.Das Nachbeben des ersten Orgasmus riss in Wellen durch Klaras Körper, während sie erschöpft und mit weit gespreizten Gliedern in den Fesseln hing. Die Dehnung durch das Kissen war nun fast unerträglich, da jeder Nervenstrang blank lag. Hagen spürte, wie ihr Widerstand endgültig gebrochen war. Er richtete sich auf, und das Licht des Souterrains schien für sie durch den Stoff der Maske nur als ferner Schimmer.


Plötzlich spürte sie seine Finger am Hinterkopf. Mit einem harten Ruck löste er den Knoten der Satinmaske und riss sie ihr vom Gesicht. Das grelle Licht der nackten Glühbirne schnitt in ihre Augen, und sie brauchte Sekunden, um ihn scharf zu sehen. Hagen stand über ihr, bereits vollkommen nackt. Sein Körper war drahtig, gezeichnet von einer rohen Männlichkeit, und sein Glied ragte steif und fordernd empor.


Er beugte sich so tief über sie, dass sie seinen Schweiß riechen konnte.


„Beim nächsten Mal sollst du sehen, was auf dich zukommt, Klara“, krächzte er, und sein Blick war kalt und besitzergreifend. „Einerseits, damit du kein Detail verpasst, aber ich werde es dir auch immer mit den dreckigen Worten ankündigen, die du dein ganzes Leben nicht gehört hast und doch so gerne hören wolltest. Du musst einsehen, dass dein ganzer Körper danach schreit, ein Stück Fickfleisch zu sein. Ich garantiere dir, ich werde alle Löcher ausfüllen.“


Klara wollte den Kopf abwenden, doch sie konnte nicht. Seine Worte waren wie Schläge, die sie gleichzeitig erniedrigten und tiefer in den Sog der Lust zogen. Sie sah an sich herab, sah ihre eigenen, weiß schimmernden Brüste, die durch die Fixierung ihrer Arme nach oben und innen gedrückt wurden.


„Zuerst bekommst du aber den Tittenfick, der dich auf dem Parkplatz animiert hat, mir die Nachricht deiner fleischlichen Not zukommen zu lassen“, verkündete er gnadenlos.


Hagen kniete sich über sie, ein Bein rechts, eines links von ihrem Oberkörper. Er griff mit seinen großen Händen nach ihren vollen Brüsten und presste sie mit Gewalt zusammen, bis sich ein tiefer, weicher Spalt bildete. Klara keuchte auf, als sie die Hitze seiner Eichel spürte, die er nun hart und rhythmisch zwischen ihrem Fleisch zu führen begann.


„Sieh hin, Klara!“, befahl er. „Sieh zu, wie ich dein teures Vorstadt-Dekolleté benutze. Glaubst du, Manfred hat jemals daran gedacht, dich so zu gebrauchen? Du bist heute Nacht nichts weiter als eine Matratze für mich, und genau das macht dich wahnsinnig, nicht wahr?“


Klara starrte auf seinen Schwanz, der zwischen ihren Brüsten auf und ab glitt, sah, wie ihr eigenes Fleisch unter seinem Druck nachgab. Sie schloss die Augen nicht mehr. Sie wollte alles sehen.


„Ja...“, stöhnte sie, und ein Speichelfaden lief ihr aus dem Mundwinkel. „Ja, Hagen... füll mich aus... mach mich zu deinem Fickfleisch.“


In Hagens Kopf formte sich ein zynisches Grinsen, während er auf ihr weit geöffnetes Becken starrte. Er dachte an einen alten, abgebrühten Spruch, den er einmal aufgeschnappt hatte: „Mit verheirateten Frauen ist es sicherer!“ Sie hatten ein Nest, sie hatten einen Versorger, und sie hatten einen Sündenbock für alles, was schieflief.


Soll sie doch ein Kind bekommen, dachte er bei sich, während er seine Hand langsam wieder an ihren feuchten Schoß führte. Und wenn es von mir wäre? Manfred wäre bestimmt glücklich und würde den Bastard wie sein eigenes Kind aufziehen. Der Vater ist immer unbekannt, nur die Mutter ist gewiss. Er stellte sich vor, wie Manfred morgen früh mit seinem pflichtbewussten Eifer versuchte, sein Ziel zu erreichen, ohne zu ahnen, dass Hagen die Festung bereits gestürmt und seine eigene Flagge gehisst hatte. Vielleicht schaffen es Manfreds Spermien auch gar nicht bis zum Ziel. Wenn meine es schaffen, wäre es doch nur gut für ihn. Und sie? Sie wird mich immer wieder besuchen wollen. Trotz Kind, trotz Mann. So viel Zeit wird sie sich immer nehmen können, um zu ihrem wahren Meister zurückzukehren.


Hagen beugte sich vor, packte ihre Schenkel so fest, dass seine Finger tief in das weiße Fleisch einschnitten, und sah ihr direkt in die weit aufgerissenen Augen.


„Weißt du, was das Beste ist, Klara?“, raunte er. „Wenn Manfred morgen über dir liegt und von seiner Zukunft träumt, wirst du noch das Brennen spüren, das ich dir jetzt verpasse. Du wirst sein Gesicht sehen und mein Gewicht spüren.“


Klara stöhnte, ein verzweifeltes, gottloses Geräusch. Sie war in diesem Moment zu allem bereit, bereit, jede Saat zu empfangen, solange es nur die Härte war, die sie jetzt brauchte.


„Mach es...“, bettelte sie. „Lass ihn keine Chance haben, Hagen. Füll mich so aus, dass nichts anderes mehr hineinpasst!“


Hagen löste mit einem schnellen Handgriff die Fixierung seiner eigenen Lenden. Er war jetzt wie ein gespannter Bogen. Er wollte nicht mehr warten. Er positionierte sich zwischen ihren weit gedehnten Beinen, die Knie fest auf dem roten Laken verankert.


„Dann pass gut auf, Klara. Jetzt gibt es kein Zurück mehr nach Hause.“


Er packte ihr Becken, zog es noch ein Stück höher auf dem Kissen entgegen und stieß mit einer animalischen Wucht zu, die die Bettpfosten gegen die Wand krachen ließ.


Der finale Stoß war wie ein Dammbruch. Hagen kannte keine Gnade mehr, er rammte seinen Körper mit einer Frequenz gegen sie, die das Bett erzittern ließ. Klara wurde in den Fesseln hin- und hergeworfen, ihr Kopf schlug rhythmisch gegen das Laken, während ihre Schreie in heiseres Keuchen übergingen.


Sie spürte, wie sie an ihre Grenzen geriet. Die Dehnung, die Härte, der schiere Umfang seiner Lust – es war zu viel und doch nicht genug. Einmal, als er sie besonders tief und rücksichtslos traf, formten ihre Lippen fast lautlos den Namen ihrer ungeborenen Tochter. Alina. Das Safewort brannte auf ihrer Zunge, die Rettung vor diesem Wahnsinn war nur einen Hauch entfernt. Doch sie schluckte es hinunter. Sie wollte nicht gerettet werden. Sie wollte in diesem Abgrund ertrinken, wollte, dass Hagen jede bürgerliche Faser aus ihr herausprügelte.


Hagen spürte ihr Zittern, ihre völlige Hingabe. Er packte ihre Hüften so fest, dass seine Fingernägel sich in ihre Haut gruben, und entleerte sich mit einem animalischen Knurren tief in ihr. Er hielt den Druck aufrecht, bis das letzte Pulsieren verebbt war.


Klara starrte ihn dabei an, unfähig wegzusehen. Als sein Same mit brennender Hitze in sie schoss, riss es ihr erneut den Boden unter den Füßen weg. Ihr Körper, bereits am Ende seiner Kräfte, reagierte mit einer gnadenlosen, zweiten Eruption. Ihre Sehnen traten am ganzen Körper hervor, als würde sie unter Strom stehen. Ihre Hüften hämmerten in einem wahnsinnigen, unkoordinierten Rhythmus gegen das harte Kissen, während ihre Wirbelsäule sich so weit durchbog, dass nur noch ihre Fersen und ihr Hinterkopf das Bett berührten.


Ihre Augen weiteten sich bis zum Zerreißen, fixierten für einen letzten, grausamen Moment Hagens verschwitztes Gesicht, bevor der neuronale Sturm die Kontrolle übernahm. Die Pupillen zuckten und rollten ruckartig nach oben, bis nur noch das gespenstische, starre Weiß ihrer Augäpfel unter den Lidern hervorschimmerte. Ein heiseres, unmenschliches Gurgeln drang aus ihrer Kehle, während ihre Muskulatur in krampfartige, kurze Zuckungen verfiel, die sie vollkommen hilflos in den Fesseln vibrieren ließen. Sie sah nichts mehr, sie hörte nichts mehr – sie war nur noch ein Instrument des reinen, schmerzvollen Exzesses.


„Die anderen Öffnungen können warten“, raunte er, während er sich schwer atmend von ihr löste und die Fesseln mit schnellen, routinierten Griffen öffnete. „Denn ich weiß, dass du wiederkommen wirst. Du bist jetzt süchtig nach dem Dreck, Klara.“


Er ließ sie für einen Moment zitternd auf dem roten Laken liegen. Während Klara mit starrem Blick zur Decke starrte und versuchte, wieder zu Atem zu kommen, ging Hagen zu einem unscheinbaren Regal an der Wand. Er griff hinter eine Reihe Bücher und zog einen kleinen, schwarzen Kasten hervor – den digitalen Rekorder, der mit den versteckten Linsen im Raum verbunden war.


Mit routinierten Griffen entnahm er die SD-Karte. Er betrachtete das kleine Stück Plastik kurz, auf dem nun die Zerstörung von Klaras bürgerlicher Welt in hochauflösenden Bildern gespeichert war. Es war Mikes Währung.


Kurz darauf klopfte es leise und rhythmisch an die schwere Souterrain-Tür. Mike.


Klara zog sich wie in Trance ihren Mantel an. Sie spürte die Kälte des Leders auf ihrer erhitzten, gezeichneten Haut, ein brennender Kontrast. Als sie zur Tür wankte, stand Mike bereits im Schatten des Flurs. Hagen trat an ihn heran und drückte ihm die kleine Karte wortlos in die Hand. Mike schloss die Faust darum, ein gieriges Blitzen in seinen Augen, während sein Blick kurz über Klaras zerzauste Erscheinung glitt.


„Gute Fahrt, Schätzchen“, murmelte Mike, während er sie am Arm nahm, um sie zum Wagen zu führen.


Das fahle Licht des frühen Morgens stahl sich durch die Jalousien des Schlafzimmers. Manfred wachte auf, sah seine Frau neben sich liegen und spürte dieses vertraute, hoffnungsvolle Drängen in seiner Lende. Er rückte näher, küsste ihre Schulter und schob sich langsam über sie.


Klara ließ es geschehen. Sie hielt die Augen geschlossen. Als Manfred in sie eindrang, spürte er eine ungewöhnliche Feuchtigkeit, eine Fülle, die ihn beflügelte. Gut, dass sie gestern nicht mehr geduscht hat, dachte er voller Eifer. Mit dieser Menge sollte es doch endlich klappen. Er gab sich redlich Mühe, stieß sanft und rhythmisch zu, in dem festen Glauben, gerade jetzt den Grundstein für ihre gemeinsame Zukunft als kleine Familie zu legen.


Klara spürte Manfreds Bemühungen kaum. Sie fühlte nur das tiefe, dumpfe Nachhallen der Nacht in ihrem Becken. Sie spürte die Reste von Hagen, die sich nun mit Manfreds zaghafter Saat vermischten. Während Manfreds Atem an ihrem Ohr ging, fragte sie sich nicht, ob sie Hagen wiedersehen würde, sondern nur, wie schnell sie einen Vorwand finden konnte. Eine Fortbildung, ein später Abend im Büro, eine vorgetäuschte Migräne – die Lügen formten sich in ihrem Kopf so mühelos, wie ihr Körper sich jetzt dem Rhythmus ihres Mannes beugte. Sie brauchte die Härte wieder. Sie brauchte das Souterrain. Manfred war nur die lästige Pflicht, die sie erfüllen musste, um sich die Freiheit für das nächste Mal zu erkaufen.


Ein schmales, fast unmerkliches Lächeln stahl sich auf ihre Lippen, während Manfred über ihr keuchte. Sie wusste es besser. Sie wusste, dass die Alina, die Manfred sich wünschte, vielleicht schon längst unterwegs war – aber sie würde Hagens Augen haben.

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