Kleinstadtidylle - Teil 1
von Angelika
Vorwort
Es ist Hochsommer in jener spießigen und kleinen niedersächsischen Stadt, in der ich schon seit meinem 16. Lebensjahr als Single bei fremden Leuten zurückgezogen zur Untermiete in deren kleineren aber gemütlichen Haus am Waldrand lebe. Die Vormittagssonne scheint hell in mein Zimmer und deren grellen Strahlen hatten mich aufgeweckt. Halbnackt sitze ich nun an meinem Schreibtisch und warte, dass der Tag vorüber geht. Einer dieser Tage, an denen man nichts weiter tun kann, als sich in seinem Zimmer einzuschließen und zu warten, bis sie vorbei sind. Ich sehne mich nach dem Abend. Wie schon so oft die letzten Monate, schaue ich dabei gelangweilt von meinem Schreibtisch aus dem Fenster in den großen Garten und zu den Nachbarn.
Es ist Wochenende. Ein warmer Samstag mit blauem Himmel. Mit seinen halb heruntergelassenen Rollläden wirkt das niedliche Nachbarhäuschen durch die ansonsten dichten Büsche, als würde es mir vom Nachbargarten aus freundlich zuzwinkern. Draußen in den Gärten führen die Nachbarn bereits ihren täglichen, erbitterten Kampf gegen die Natur. Ich warte eigentlich nur darauf, dass einer von ihnen im spießbürgerlichen Wahn über seinen eigenen Mähroboter stolpert.
Ein dicker Tropfen Schweiß läuft mir langsam den Nacken hinunter. Mühsam raffe ich mich auf, streife ein T-Shirt über, gehe an die kleine Küchenzeile in meinem Zimmer, setze Teewasser auf. Dann ins Badezimmer, schnell pinkeln, Zähne putzen, kaltes Wasser ins Gesicht und im Untergeschoß die Post aus dem Briefkastenschlitz ziehen. Spätestens jetzt schlägt die Biologie zurück. Ich schwitze. Die Brühe sammelt sich bereits im Dekolleté und rinnt in Zeitlupe durch die tiefe Falte meiner ziemlich üppigen Oberweite. Das T-Shirt bedankt sich prompt und klebt an der Stelle als feuchter, dunkler Fleck am Körper. Willkommen im Sommer.
Mit meinen Eltern hatte ich mich vor Jahren unwiderruflich zerstritten. Zeit meines Lebens stand ich wortwörtlich im Schatten meiner Mutter. Deren mollige Figur, so die Überzeugung meines Vaters, ist für das Unglück der gesamten Familie verantwortlich. Nun bin ich erwachsen und es ist mein eigener, draller Körper, für den ich mich schäme und der mich verzweifeln lässt. Kurz vor dem Abschluss meiner mittleren Reife erlitt ich seinerzeit einen Zusammenbruch. Das Jugendamt hatte mir damals nach vielen Therapiestunden eine Lehrstelle und eine Unterkunft bei einem Paar in einer anderen Stadt besorgt.
Als ich seinerzeit in der fremden Stadt die Lehre als Feinmechanikerin anfing, konnte ich endlich von Zuhause wegziehen und neu anfangen. Freundinnen oder sonstige Bekannte hatte ich dort eh nie viele. Weil ich mich wegen meines Körpers schäme und sehr schüchtern bin, traue ich mich auch gegenwärtig einfach nicht alleine auszugehen. Deshalb bin ich bis heute Single geblieben, obwohl ich mich oft einsam fühle.
Eigentlich finde ich mich gar nicht so hässlich, aber was soll ich mit meinem fetten Körper einem Mann schon so bieten. Was ich aber zu bieten habe, das sind zwei ausladende Brüste, die ich aber eher verstecke, als sie gekonnt einzusetzen. Seit der Coronaepidemie habe ich kaum noch soziale Kontakte. Die meiste Zeit verbringe ich folglich alleine im Haus. Meine Vermieter sind daher eine Art von Ersatzfamilie für mich geworden.
Es gibt in dem Haus keine echte räumliche Trennung. Als ich damals das Zimmer im Obergeschoss bekam, war das Angebot unschlagbar. Ich bin Untermieterin bei den Eheleuten Berg. Die Küche im Erdgeschoss und das große Badezimmer teilen wir uns zu dritt. "Wir sind da ganz unkompliziert", sagte Susanne Berg damals beim Besichtigungstermin und lachte dabei herzlich. Wie unkompliziert, soll ich erst in den kommenden Jahren begreifen.
Meine Vermieter, Jürgen und Susanne Berg, sind bereits Ende 40 und sexuell sehr aktiv, was mir schwer entgeht, besonders an den Wochenenden. Die Beiden geben sich auch wenig Mühe, ihr Sexualleben vor mir zu verbergen. Ich hingegen hatte mit meinen fast 21 Jahren noch nie einen festen Freund. Wegen meiner Figur schäme ich mich. Ich habe starke Hemmungen, Jungs in meinem Alter anzusprechen und daher nur wenige sexuelle Erfahrungen sammeln können.
Alle lästern seit frühster Jugend über meine dralle Figur und über meine übergroße Oberweite. Schon früher in der Schule wurde ich die meiste Zeit von den anderen Mitschülern gehänselt. "Da kommt Julia, die dicke fette Milchkuh" oder "Schaut mal, was die Julia doch für dicke Euter hat", waren noch die harmlosesten Ausdrücke, die ich zu hören bekam. Ich fühle mich seitdem als kleines dickes hässliches Entlein, schäme mich und zog mich immer mehr zurück. Dadurch hatte ich schon damals nur wenige Freundinnen und war oft alleine zu Hause.
Das einzige und erste Mal, dass ich Sex hatte, war vor zwei Jahren, kurz nach meinem 19. Geburtstag. Meine erheblich älteren Kollegen hatten mich nach der Arbeit auf ein Dorffest mitgeschleppt, obwohl ich dort gar nicht hin wollte. Die Kollegen hatten aber so lange gedrängt, bis ich nachgegeben hatte. Nur kurz auf ein einziges Getränk, hatte sie versprochen. Die Musik des Dorffests dröhnte durch das Zelt, während der Geruch von Bier und gebratenen Hähnchen in der Luft lag. Sie hatten mich damals dann doch recht schnell mit Alkohol abgefüllt und waren dann einfach verschwunden. Eigentlich hatte ich gar nicht mitkommen sollen.
Ich weiß heute nicht mehr, warum ich danach alleine mit einem unbekannten älteren Mann in dem Festzelt geblieben war und ich diesen als so faszinierend empfand. Er leitete mich sanft weg vom Lärm und Trubel im Zelt, hinein in die Sektbar, wo das Licht gedimmter und die Luft besser war. Er war deutlich älter und strahlte eine tiefe Ruhe aus.
Völlig gefesselt von seiner Präsenz, war ich unfähig zu spüren, wie der Alkohol meine natürlichen Warnsignale komplett blockierte. Es gab nur noch das Prickeln im Glas und seine Augen. Jener ältere angetrunkener Mann hat mich später auf diesem Fest hinter dem Bierzelt völlig unromantisch im Stehen von hinten entjungfert und ich habe es willenlos geschehen lassen.
Als ich später nach Hause ging, war die Luft kühl und klar. Ich war schlagartig wieder nüchtern. Doch in mir tobte ein Sturm aus gegensätzlichen Gefühlen. Ich war noch erregt von dem Erlebten und spürte das eingetrocknete Sperma auf meinem Rücken und zwischen meinen Schenkeln. Doch da war auch der leichte Schmerz in meinem Schritt, die Scham, nicht dafür, dass ich mich von einem Wildfremden wie eine läufige Hündin besteigen, sondern für die Hilflosigkeit, in die ich mich treiben lassen hatte. Da war die Wut auf die Kollegen, die das alles angezettelt hatten und auf mich selbst, dass ich mitgespielt hatte.
Danach hatte ich keine sexuellen Kontakte mehr. Auch von meinen erheblich älteren und verbissenen Kollegen in der Firma halte ich mich seitdem fern, bis auf Laura Becker, die nur einige Jahre älter und unsere Teamleiterin ist. Mit ihr rede ich ab und an auf der Arbeit. Sie besitzt eine spielerische Leichtigkeit, die zwar im ersten Moment einschüchternd wirkt, aber keine Bosheit in sich trägt. Hinter ihrem frechen Lächeln liegt keine Gehässigkeit, sondern eine tiefe, vorurteilsfreie Akzeptanz. Laura bewertet nicht. Sie hat mich und meine Figur schon so oft gegen meine älteren gehässigen Kolleginnen in Schutz genommen.
1. Kapitel - Hinter biederen Fassaden
Am Anfang versuchte ich noch es einfach zu ignorieren, nicht hinzuhören und versuchte zu schlafen, wenn meine lüsternen Vermieter abends mal wieder lautstark ihre Sexualität auslebten. Aber es war einfach nicht möglich. Es fängt immer gleich an. Erst ein leises Keuchen, das sich langsam steigert, bis dann Susannes erregte Stimme die Stille der Nacht durchbricht. Derbe vulgäre Worte von ihr und insbesondere von ihrem Mann und ihr lüsternes Keuchen füllten den Raum und ließ keinen Platz mehr für Schlaf.
Während meine Vermieter in unserer spießigen Kleinstadt immer das biedere Paar geben, das außer Arbeit, Haus und Garten absolut nichts kennt, verlieren sie zu Hause sämtliche Hemmungen. Niemand von den Nachbarn, die sie täglich über den Gartenzaun hinweg grüßen, würde auch nur im Ansatz ahnen, welche Abgründe sich hinter dieser perfekten Fassade verbergen. Und genau dieses Doppelleben ist es, was die Situation nachts im Haus so unendlich erregend macht. Hier, weit weg von Rasenmähern und Kehrwoche, ist Susanne keine brave Ehefrau mehr und aus Jürgen wird ein derber geiler Bock.
Die Beiden treiben es in der Regel lange und sehr ausdauernd. Oft höre ich Susanne stundenlang inbrünstig stöhnen und hemmungslos losschreien. Immer öfter, wenn ich spät nachts nebenan in meinem Zimmer im Bett liege und zu schlafen versuche, dann meine Vermieter lautstark vögeln höre, breitet sich ein unaufhaltsames Jucken in meinem Schritt aus. Wenn ich daraufhin völlig erregt alleine im Bett liege, muss ich jedes Mal an die Beiden denken. Mein Gehirn malt sich dann jedes Detail in den schillerndsten Farben aus. Ich sehe vor meinem inneren Auge genau, in welcher Stellung sie es gerade machen. Ich stelle mir vor, wie Jürgen Susanne lüstern packt, wie ihre Körper in der schwülen Sommerhitze vom Schweiß glänzen und wie er sie unbarmherzig und ausdauernd fickt, bis sie so unbändig kommt.
Diese perversen Gedanken in meinem Kopf treiben meine Wollust stets zu neuen Höhen und ich fingere mich schon seit Monaten ständig und obsessiv. Jede neue Nacht, jedes erneute nächtliche Keuchen von nebenan, steigert meine Lust weiter. Insbesondere wenn ich wie jetzt im Sommer auf Grund der schwülen Hitze splitternackt im Bett liege und die intimen Geräusche meiner Vermieter im Nachbarzimmer noch lauter durch die geöffneten Fenster höre. Meine Phantasien und nächtlichen Träume werden jeden Tag perverser, meine Masturbation dadurch immer heftiger und derber.
Die Unsicherheit, Schüchternheit und Scham, die mich schon mein ganzes Leben blockieren, verschwinden dann mit jeder Minute, die ich hier allein im Dunkeln liege und mich meinen erotischen Gedanken hingebe. Die Dunkelheit in meinem abgeschlossenen Schlafzimmer wirkt wie ein Schutzschild. Hier fühle ich mich sicher. Mein Atem wird tiefer. Ich spüre das sanfte Heben und Senken meines Brustkorbs. Das Gewicht meiner großen Oberweite fühlt sich in diesem Moment nicht schwer an, sondern absolut berauschend und weiblich. Mein draller Körper ist plötzlich nicht mehr das Problem, sondern nun die Quelle meines Wohlbefindens.
In jenen frivolen Nächten legen sich meine Finger wie von selbst auf die zarte Haut meiner Brüste. Ich umschließe in diesen Momenten ihre prallen Rundung mit beiden Händen, hebe sie leicht an und spüre lüstern das vertraute Gewicht. Meine Daumen kreisen daraufhin langsam über die empfindliche Haut, wandern unaufhaltsam nach oben, bis sie auf meine bereits erregten Brustwarzen treffen. Ein kalter Schauer schießt durch mein Rückgrat, wenn ich den sanften Druck meiner Fingernägel an meine harten Nippeln spüre. Nun gibt es kein Zögern mehr.

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Kommentare
Kommentare: 13
Kommentare: 29
Kommentare: 42
Prädikat: Äußert lesenswert!
LG Valentino«
Kommentare: 27
Einfach nur geil geschrieben. Vielen Dank dafür.«