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Kommentare: 2 | Lesungen: 823 | Bewertung: 5.15 | Kategorie: Sonstiges | veröffentlicht: 31.01.2013

Sanguis Vita Est - Blut Ist Leben

von

Es dämmerte. Unten an der Talfer kreuzten sich beständig diejenigen Jogger und Fahrradfahrer, die, sei es durch berufliche oder private Gründe, den launig-warmen Tag über verhindert gewesen waren und nun, zu jener späten Stunde, ihre letzte Chance auf frische Luft beim Schopfe packten.

Die erlischende Sonne war schon vor mehr als einer halben Stunde hinter die Berge getaucht und versah deren höchste, schneebedeckte Kuppen mit einem rotlichen, fast kupferfarbenen Schimmer, der sich von Minute zu Minute abschwächte und die kleine Alpenstadt in ein zunehmendes Zwielicht tauchte, das von einem leichten, kühlen Wind begleitet wurde.

Emmanuel Caroso, der bis zu diesem Zeitpunkt an einem kleinen Holzhäuschen nahe des Siegestores gelehnt hatte, eine Zigarillo in den spröden Lippen unter seinem blonden Schnauzer, neugierig das geschäftige Treiben in dem Kreisel, den drei kreuzende Straßen hier formten, beobachtend, kehrte, sich seines dünnen Sommerjackets bewusst, seine Schritte zurück über die Brücke Richtung Altstadt.

"Welch idyllischer Abend!", dachte er sich, als er das Geländer entlangschlenderte und in das blaue Wasser starrte, das rasch und schäumend unten durch das steinigen Bett schnellte.

Die Wärme des Frühlings war an diesem Tage erstmals gekommen; ungewöhnlich früh in diesem Jahr, mit ebenso überraschender Kraft, so dass man fast von Hitze sprechen konnte.

Und so war es auch nicht weiter ungewöhlich gewesen, dass die Menschen, die Einwohner der kleinen Alpenmetropole, in Massen, fast schon ungezügelt in das Freie geströmt waren, laut, fröhlich und möglichst unbekleidet.

Auch er, der an jenem Freitag, als Beamter im Landwirtschaftsministerium, natürlich schon am Mittag in den Genuss von Freizeit gekommen war, hatte sich die Möglichkeit auf so einen verfrühten Sommernachmitttag nicht nehmen lassen und war in größter Unternehmenslust mit dem Bus an den Etschdamm gefahren; hatte sich in die Sonne gesetzt und war am Spätnachmittag wieder zurückgekehrt, um noch ein wenig durch die Stadt zu flanieren.

Aber im Laufe des Tages, vor allem als er den zahlreichen jungen Frauen näher gekommen war, die dort am Ufer, auf den Wiesen, im Bikini Ball spielten oder im Wasser plantschten, beim ersten zaghaften Versuch zu Baden, war in ihm ein Gefühl aufgekommen, eine tiefe Sehnsucht nach gewissen Dingen, denen er als lediger Mann zur Zeit - wieder einmal - so fern schien.

Was ihm jedoch vielmehr Sorgen bereitete, als seine bloße Libido, war die Tatsache, dass sich unter jenes Sehnen mit der Zeit auch eine soziale Komponente gemischt hatte.

Mit seinen nunmehr 32 Jahren begann er manchmal, in den stillen Momenten des Lebens, die er zwar entschieden mied, aber doch nie vollständig aus seinem Leben ausklammern konnte, sich einsam zu fühlen und eine gewisse Leere zu verspüren.

Und dann fiel es ihm sehr schwer sich aufzuraffen, eine Frau einfach so anzusprechen, ohne Deckung, ohne tieferen Gesprächszwang, ohne -- so glaubte er zu mindest - sich als getriebener der Wollust zu offenbaren.

Oftmals fühlte er sich wie der junge Anatol: Einer der ewig begierte, ewig sich an den Oberflächlichkeiten des Lebens labte, und langsam begriff, dass er den rechten Sinn des selbigen schon längst aus den Augen verloren hatte.

Anderseits gefiel sich Caroso in der Rolle des Einsamen, des Suchenden; es hatte so etwas von dieser männlichen Lonesome-Rider-Mentalität.

Doch nun, als er die aufkommende Dunkelheit am Horizont aufsteigen sah, da war es ihm plötzlich als stürbe etwas in ihm, irgendetwas Altes, Gewohntes.

Es war ihm als würde er an einer Art Metamorphose teilnehmen, er hatte das Gefühl, dass alles anders werden würde!

Lag es an der schwülen Luft des Tages, dass er nun so seltsam gespannt war? Erschöpfung vom langen gehen in der Sonne?

Er beschloss zum Waltherplatz zu gehen, um einen kleinen Happen zu Essen.

Als Caroso gerade die Via Museo erreicht hatte und die hohen Häuser der Alstadt ihn umschlossen, der kalte Wind sich verstärkte, da überkam ihn abermal ein Schauern und er überlegte in seine Wohnung zurück zu kehren, um einen Mantel zu holen.

Da diese aber am anderen Ende der Altstadt gelegen war, und er schon beschlossen hatte an diesem Abend in einem Restaurant zu speisen, wohlwissend, dass in seinem Zuhause eine leerer Kühlschrank wartete, bog er nun an der Piazza delle Erbe in die Goethestraße ab, um auf kürzesten Wege zum Walter zu kommen.

Als er gerade auf der Höhe der Via Argentieri war, erblickte er etwas, was ihn dermaßen in seinen Bann zog, dass er auf der Stelle inne hielt und mit steigendem Interesse in dieselbige blickte.

Es war eine junge Frau. Caroso konnte nicht einmal sagen, dass sie herausragend hübsch war oder eine über die Maßen beeindruckende Figur besaß.

Es war eher ihre Aura, die Art wie sie über das Pflaster ging, die Art mit der sie ihn angelächelt, ja fast schon gelockt hatte, sie genauer zu betrachten.

Sie hatte braunes, leicht in rötliche Töne gehendes Haar, das in geschwungener Krause auf ihre Schultern fiel. Ihr sommersprossenbedecktes Gesicht mit tiefen, wasserblauen Augen, wirkte in der zunehmenden Dunkelheit nur wie eine verschwommene Kontur, doch Caroso schien es, als lag in ihren Gesichtszügen eine tiefe Nachdenklichkeit, gleich einem sinnenden Künstler in Erwartung des Geistesblitzes.

Nun begriff er auch, dass es genau dieser schiefrunde Zug in ihrem Antlitz gewesen war, der ihn anzog, gleich einer Motte zum Licht. Es war als würden sie ohne Worte sprechen, als hätten sie einen Weg gefunden still zu kommunizieren.

Caroso wagte kaum zu Atmen, völlig ungewohnte Gefühle überkamen ihm beim Anblick dieses Wesens. Gleich lachend, gleich weinend, eine tiefe Zuneigung spürend, von der er nicht wusste woher sie kam oder was sie begründete. Was sollte er tun? Ihr nachlaufen?

Was war das hier eigentlich? War er so verzweifelt? Kündigte sich da etwa schon die Midlife-Crisis an? Er verstand sich selbst nicht, irgendwie war dieser Moment einzigartig unwirklich.

In seinem Kopf schwirrten die wildesten Gedanken, auch solche die ihm höchst ungeheurlich schienen, er konnte doch nicht hier... Gleich einem freudigen Hund wollte er auf sie zustürmen; doch er besann sich; wie würde das wohl aussehen?

Da bemerkte er das sie sich umgewandt hatte. Sie ging weiter. Er konnte es nicht verstehen. Ihr folgend bewegte er sich vorwärts, doch er taumelte. Ein Fahrrad, das quer über den Randstein lag, fast unsichtbar im Finsteren, war zu einem Stolperstein geworden. Er fiel.

Während sich Caroso peinlich berührt aufrappelte, eilte das Mädchen ihm entgegen. Noch bevor sie angekommen war, begann er sich laut zu entschuldigen: "Verzeihen sie, Signora! Ich wollte ihnen nicht nachstellen."

Sie blieb ihm Schatten stehen. Zwei Meter entfernt. Stille.

Gegenseitig musterten sie sich, wobei ihm immer mehr die Röte in das Gesicht stieg. Er wollte sich gerade umwenden, um zu gehen, mehr noch, den Rückzug anzutreten, da bewegte sich der Schatten und ehe er sich versah, legte sich eine Hand um die Seine. Warm und weich, mit dünnen zarten Fingern, die er nun vorsichtig umschloss. Sie zog ihn an si

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Kommentare


Tilmann Ströbele
(AutorIn)
dabei seit: Jan '13
Kommentare: 7
Tilmann Ströbele
schrieb am 01.02.2013:
»@ helios53: Mal angenommen ich bin kein Bozner italienischer Abstammung,sondern ein deutschsprachiger Österreicher, ist dir klar, dass du mich dann ein kleines bisschen beleidigst??? ;)«

helios53
dabei seit: Aug '11
Kommentare: 404
Helios53
schrieb am 31.01.2013:
»Mein Eindruck ist, du bist kein Ströbele, sondern eher ein Strobiolo, oder, anders ausgedrückt ein Bozner italienischer Abstammung und hast die Geschichte auf Italienisch verfasst und ins Deutsche übersetzt. Dafür gar nicht schlecht, aber doch nicht perfekt.
Aus dieser Annahme erklären sich auch die verhältnismäßig komplizierten Satzkonstruktionen und einige Blumigkeiten.
Mir hat es, wegen manch sehr gut eingefangener Stimmungsbilder gar nicht schlecht gefallen.
Leider sind halt doch viele Fehler im Text (z.B. begieren statt begehren), die du mit einem Korrekturleser, der Deutsch wirklich beherrscht in den Griff kriegen könntest.

Nachsatz: Wenn du ein muttersprachlich deutscher Österreicher wärst/bist, dann kann ich es nicht ändern. Dann kannst nur du was an deinen Texten ändern.«



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