Sollbruchstellen 01 - Jäger
von Wolfram W Tann
Ich erinnere mich an ein Gespräch, das ich vor Jahren in einer Hotelbar auf einem Psychologie-Kongress mitgehört habe. Es war spät, der Wein war schwer, und die beiden Therapeuten am Nebentisch hatten ihre professionelle Distanz längst abgelegt.
„Wir tun immer so, als wären unsere Klienten komplexe Maschinen“, sagte der Ältere von beiden und starrte in sein Glas. „Wir analysieren Traumata, Kindheiten und kognitive Muster. Aber wissen Sie, was wir dabei oft übersehen? Die Architektur der Sollbruchstelle.“
Der Jüngere sah ihn fragend an. „Sie meinen den Punkt, an dem die Belastung zu groß wird?“
„Nein“, erwiderte der Alte und lächelte fast mitleidig. „Ich meine die heimliche Erleichterung beim Kollaps. Wir bauen uns Festungen aus Moral, Titeln und Latein. Wir verbringen Jahrzehnte damit, unser 'Ich' zu polieren. Aber tief im limbischen System wartet eine dunkle Sehnsucht auf den Moment, in dem die Verantwortung für das eigene Handeln endlich zerbricht. Es ist der Wunsch, die Kontrolle an eine äußere Gewalt abzugeben, damit das permanente Rauschen der Vernunft verstummt. In dem Moment, in dem die Fassade nachgibt, sind sie nicht mehr 'krank'. Sie sind zum ersten Mal seit ihrer Kindheit wieder eins mit ihrem Instinkt.“
Er nahm einen Schluck und fügte leise hinzu: „Das Erschreckende ist nicht der Schmerz beim Bruch. Es ist die Ekstase, die manche empfinden, wenn sie merken, dass sie nichts mehr verteidigen müssen.“
Dieses Gespräch ging mir nie aus dem Kopf. In der folgenden Saga geht es genau um diese Momente: Die Augenblicke, in denen die Statik des Geistes versagt.
Willkommen bei den Sollbruchstellen:
Hagen steuerte den alten Wagen mit einer fast schon unnatürlichen Langsamkeit durch die nächtlichen Straßen. Es war kein Fahren, es war ein Pirschen. Der Wagen selbst glich seinem Besitzer: Das Äußere war vernachlässigt, der Lack stumpf und im Innenraum regierte eine prollige Unordnung – und doch verströmte das Gefährt eine raue, ungehobelte Attraktivität. Während Hagen sich kaum um den Schein scherte, legte er obsessiven Wert darauf, dass Motor und Getriebe tadellos in Schuss waren; eine mechanische Zuverlässigkeit, die der ungebrochenen Kraft seiner eigenen Sexualität entsprach.
In seinem Kopf hallten noch Günters Worte nach. Der Kerl war in der Kneipe fast an seinem Bier erstickt, als er die Frage endlich herausgewürgt hatte.
„Glaubst du wirklich, du kriegst jede rum, Hagen?“
„Klar, wenn ich will. Warum fragst du?“
„Ich bin mir bei meiner Frau nicht sicher...“
Hagen hatte nur dreckig gelacht. „Sicher wobei? Ob ich das schaffe oder was?“
„Nein... ob sie mich schon mal betrogen hat.“
„Dann such dir einen Detektiv, Günter. Wenn du zahlst, findet der das raus.“
„Das will ich nicht! Einen Detektiv auf sie ansetzen.“
Hagen hatte die Augen verengt. Seine Ehre war ein wunder Punkt. „Du willst also, dass ich es versuche? Willst sehen, ob ich mal auf die Fresse fliege?“
„Nein, nicht das. Aber wenn du es nicht schaffst... dann weiß ich sicher, dass sie mir treu ist.“
Hagen schaltete mit einem krachenden Ruck in den nächsten Gang. Der Jagdinstinkt war geweckt. Er erinnerte sich an seine Antwort: „Erzähl mal von ihr. Hat sie ordentlich Holz vor der Hütte? Du kennst ja meine Kaliber.“
Günter hatte angefangen zu stammeln, hatte von ihrem Doktortitel in Medizin erzählt, von ihrer leitenden Stelle im Krankenhaus. Als ob ihn das interessieren würde.
„Hast du ein Bild? Am liebsten oben ohne“, hatte Hagen nachgelegt.
„So lässt sie sich nicht fotografieren!“ Günter war rot angelaufen.
„Dann kennt sie wohl nur die Missionarsstellung. Schon mal einen Tittenfick probiert?“
Günter hatte geschwiegen, aber er hatte das Foto aus der Brieftasche gezogen. Ein Porträt. Gudrun im Arztkittel. Das Stethoskop um den Hals wirkte wie eine Fessel, und der oberste Knopf des Kittels stand unter einer Spannung, die Hagen sofort in der Leiste gespürt hatte. Dieses Fleisch wollte befreit werden.
„Ich nehm das Bild mit, damit ich mir das Gesicht einpräge“, hatte er gesagt und war aufgestanden. „Morgen gleiche Zeit. Vielleicht läuft mir ja auf dem Heimweg noch ein Reh vors Auto...“
Sein Blick glitt jetzt wieder über die Fassaden, die Schatten in den Hauseingängen. Das Adrenalin des Gesprächs mischte sich mit der Kälte der Nacht. Sein Blick glitt wieder über die Fassaden, die Schatten in den Hauseingängen. Doch dann durchzuckte ihn ein letzter Gedanke, der ihn das Lenkrad fester packen ließ. Hatte Günter nicht eben erst gesagt, er könne heute nur deshalb so lange in der Kneipe bleiben, weil Gudrun Nachtschicht hatte?Das Magdalenenkrankenhaus war von hier aus nur ein Katzensprung.
„Vielleicht ist ja nicht so viel zu tun und die Frau Doktor hat einen Augenblick Zeit für mich“, murmelte er grinsend vor sich hin. Die Vorstellung, in ihr steriles Reich einzudringen, während Günter noch über seinem leeren Glas brütete, reizte ihn. Er lenkte seinen Wagen an der nächsten Kreuzung mit einem scharfen Einschlag nach links und steuerte das Krankenhaus an. Irgendetwas würde ihm schon einfallen, damit sie ihn nur einmal zu Gesicht bekäme. Ein Vorwand fand sich für einen wie ihn immer.
Hagen ließ den Wagen direkt in der Feuerwehranfahrt ausrollen. Die Karre passte hierher wie eine offene Wunde in einen Operationssaal. Mit dem zerknitterten Foto in der Hosentasche schlenderte er durch die Schiebetüren, die Luft nach Desinfektionsmittel und abgestandenem Kaffee riechend.
Hinter dem Tresen der nächtlichen Aufnahme saß eine Frau, die sein Blut sofort in Wallung brachte. Schwester Mathilde, las er auf dem Schild, das über einer Brust prangte, die den Stoff ihres hellblauen Kasacks bis zum Zerreißpunkt dehnte. Ein pralles, weiches Weib, genau sein Beuteschema: Keine falschen Allüren, sondern Fleisch, das unter den Fingern nachgab. Er taxierte sie offen, ließ seinen Blick ohne jede Scham von ihrem Ausschnitt hoch zu ihrem Gesicht wandern.
„Na, Mathilde, so spät noch ganz allein am Wachtposten?“, raunte er und lehnte sich mit einer vertraulichen Schwerfälligkeit über den Tresen, sodass sie seinen billigen, aber schweren Duft aus Schweiß und Tabak einatmen musste. „Ich glaube, ich muss hier öfter mal krank werden, wenn man so empfangen wird. Bei dem Anblick vergisst man ja glatt, wo es wehtut.“
Mathilde strich sich verlegen eine Locke aus dem Gesicht, doch ihre Augen glänzten. Sie war diesen Tonfall in diesem sterilen Bau nicht gewohnt, und er schien ihr zu gefallen. Hagen legte seine große, schwielige Hand flach auf den Tresen, nur Zentimeter von ihrem Arm entfernt. „Sag mal, Schätzchen, habt ihr hier immer so eine Hitze, oder liegt das nur an dir? Ich krieg hier drin ja kaum Luft.“ Er grinste sie breit an, ein Raubtierlächeln, das keinen Zweifel an seinen Absichten ließ. „Wenn du nachher Pause hast, zeig ich dir draußen mal, wie sich mein Wagen anfühlt. Der hat ne Rückbank, da liegst du wie auf Wolken.“
Die Schwester wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, halb empört, halb geschmeichelt, als das rhythmische Klacken von Absätzen auf dem Linoleum das Gespräch durchschnitt.
„Schwester Mathilde, haben wir die Laborwerte für Zimmer 402 schon?“
Die Stimme war kühl, präzise und schnitt durch Hagens Flirt wie ein Skalpel. Er drehte den Kopf. Da stand sie. Das Foto in seiner Tasche war ein Witz gegen die Realität. Der Kittel war offen, darunter trug sie eine dunkle Seidenbluse, die sich bei jedem Atemzug gefährlich spannte.
„Frau Dr. Wagner, ich... äh... wir haben gerade...“, stammelte Mathilde und wurde rot.
Das Klacken der Absätze verstummte direkt neben dem Tresen. Gudrun stand da, die Kühle einer Winternacht in den Augen, während ihr Blick kurz über Mathildes gerötetes Gesicht und dann mit klinischer Härte über Hagen glitt.
Hagen spürte sofort, wie sich die Atmosphäre veränderte. Das war kein leichtes Spiel wie mit Mathilde. Hier brannte eine andere Art von Feuer unter dem Eis. Er richtete sich langsam auf, ließ die Hand vom Tresen gleiten und hielt sie sich mit einer gespielten Miene des Leidens.
„Frau Doktor... gut, dass Sie kommen“, sagte er, und seine Stimme wurde eine Oktave tiefer, rau und fordernd. „Ich hab mir vorhin beim Schrauben in der Werkstatt die rechte Hand verdreht. Zieht bis in den Arm hoch. Könnten Sie das nicht einfach mal kurz untersuchen? Nur mal abtasten, damit ich beruhigt nach Hause fahren kann. Will ja nicht, dass morgen früh alles steif ist.“
Er fixierte sie dabei. Es war keine Bitte, es war eine Provokation. Er wusste, dass sie wusste, dass er log – oder zumindest massiv übertrieb. Aber die Art, wie er das Wort steif betonte, ließ keinen Zweifel an der Doppeldeutigkeit.
Gudrun erwiderte seinen Blick. Ein winziger Moment zu lang, als dass es rein professionell gewesen wäre. Sie registrierte den Geruch von Öl und Männlichkeit, der so gar nicht in ihren sterilen Alltag passte. Es war eine sexuelle Ausstrahlung, die ihn trotz seiner ungepflegten Erscheinung gefährlich attraktiv machte.
„Kommen Sie mit“, sagte sie kurz angebunden und deutete auf die Tür zu ihrem Arztzimmer. Dann wandte sie sich kurz zu der verdutzten Mathilde um. „Schwester Mathilde, die Laborwerte können Sie dann einfach hier auf den Tresen legen. Ich denke, diesen Patienten werde ich schnell beruhigt nach Hause schicken können. Aber ich sehe mir die Sache erst einmal genauer an.“
Hagen grinste Mathilde kurz zu – ein letzter Gruß an die leichtere Beute –, bevor er Gudrun in den Raum folgte. Als die schwere Tür hinter ihm ins Schloss fiel und das Schloss mit einem satten Klicken einrastete, war die Welt draußen verschwunden. Hier drin roch es nach Desinfektionsmittel, Leder und dem teuren Parfum der Ärztin.
Gudrun deutete auf den Stuhl gegenüber ihrem Schreibtisch. Das künstliche Licht der Deckenleuchte war unerbittlich, doch Hagen schien das nicht zu stören. Er fläzte sich in den Stuhl, die Beine breit, und legte seine schwere, von der Arbeit gezeichnete Hand auf die sterile Unterlage.
Sie setzte sich ihm gegenüber. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, nahm sie seine Hand in ihre. Der Kontrast hätte nicht größer sein können: Ihre Finger waren schmal, kühl und perfekt manikürt, seine Hand war groß, die Haut rau wie Schmirgelpapier, mit dunklen Rändern unter den Nägeln, die von Öl und Eisen erzählten.
Als sie begann, seine Mittelhandknochen behutsam abzutasten, suchte sie seinen Blick, doch Hagen hatte seine Prioritäten bereits gesetzt. Er starrte unverhohlen in ihren Ausschnitt. Jedes Mal, wenn sie sich ein Stück vorlehnte, um einen Druckpunkt zu prüfen, spannte sich die dunkle Seide ihrer Bluse über ihren Brüsten, und er konnte das Weiß ihres BHs erahnen.
„Tut es hier weh?“, fragte sie mit ihrer kontrollierten Klinikstimme, während sie seine Finger einzeln bog.
Hagen stöhnte leise auf, aber es klang nicht nach Schmerz. „Ganz besonders da, Frau Doktor. Sie müssen wissen, ich brauche diese Finger noch. Die müssen später noch ganz andere, entlegene Bereiche mühelos erreichen und abtasten können... wenn Sie verstehen, was ich meine.“
Gudrun hielt in ihrer Bewegung inne. Sie spürte, wie ihr die Röte in den Nacken stieg. Seine Worte waren eine Unverschämtheit, eine Grenzüberschreitung, die sie sofort hätte unterbinden müssen. Doch der Druck seiner rauen Haut gegen ihre Handflächen löste eine Resonanz aus, die sie nicht kontrollieren konnte. Sie spürte seine Gier wie eine körperliche Hitze.
„Ich verstehe sehr genau“, erwiderte sie leise, ohne den Griff um seine Hand zu lockern. Im Gegenteil, ihr Daumen strich nun fast schon suchend über seinen Puls an der Innenseite des Handgelenks. „Ihre Feinmotorik scheint ja trotz der... harten Arbeit... nicht gelitten zu haben.“
Hagen grinste, ohne den Blick aus ihrem Dekolleté zu heben. „Ich bin ein Spezialist für die groben Sachen, das sehen Sie ja. Aber wenn es drauf ankommt, hab ich ein ganz feines Gespür dafür, wo man drücken muss, damit sich was bewegt... und damit ich genau das freilegen kann, was ich sehen will.“
Gudrun griff in eine Schublade und holte eine Tube hervor. Die kühle, metallische Hülle glänzte im Neonlicht. „Die Untersuchung ist hiermit beendet“, sagte sie, während sie einen Klecks der weißen Creme auf ihre Fingerspitzen drückte. „Aber ich gebe Ihnen eine Salbe mit. Morgen früh auftragen und nach zwölf Stunden noch einmal.“
Sie nahm seine Hand wieder, doch diesmal war es kein medizinisches Abtasten mehr. Sie begann, die Creme mit kreisenden Bewegungen in seinen Handballen einzumassieren. „Ich zeige Ihnen jetzt genau, an welchen Stellen Sie besonders lange massieren müssen, damit die Wirkung bis in die Tiefe geht.“
Hagen beobachtete ihre Finger, die nun fest und rhythmisch über seine raue Haut glitten. Er wusste, dass sie wusste, dass ihm absolut nichts fehlte. Und sie wusste, dass er es wusste. Es war eine stumme Übereinkunft, besiegelt durch den Geruch von Menthol und ihrer Nähe.
„Soll ich morgen um diese Zeit noch einmal wiederkommen?“, fragte er mit belegter Stimme. „Damit die Frau Doktor kontrollieren kann, ob es einen... Heilungsprozess gegeben hat?“
Gudrun hielt kurz inne, ihr Blick wanderte von seiner Hand hoch zu seinen Augen, die immer noch vor Gier brannten. Ein wissendes Lächeln umspielte ihre Lippen. „Das können Sie gerne machen. Aber ich habe morgen Schichtwechsel und bin nicht im Haus.“ Sie legte seine Hand langsam zurück auf die Unterlage. „Aber ich bin sicher, Schwester Mathilde wird genau die Stellen finden, die eine intensive Massage nötig haben.“
Sie griff nach ihrem Block und schrieb etwas auf, bevor sie ihm eine Visitenkarte hinhielt. „Falls sich Ihr Zustand jedoch verschlimmern sollte... wenn sich Taubheit oder unerwartete Steifheitsgefühle einstellen...“ – sie betonte das Wort mit einer fast schon grausamen Beiläufigkeit – „...dann gebe ich Ihnen meine Karte mit. Rufen Sie mich an. Im Notfall.“
Hagen nahm die Karte entgegen. Ihre Finger berührten sich dabei für einen Moment länger als nötig. Er las den Namen, die private Nummer und dachte an Günters Worte in der Kneipe. Er wusste jetzt alles, was er wissen musste: Morgen Abend war sie zu Hause. Allein.
„Im Notfall“, wiederholte er und schob die Karte langsam in seine Gesäßtasche. „Ich hab so das Gefühl, Frau Doktor, dass die Nacht morgen verdammt gefährlich für meine Hand werden könnte.“
Gemeinsam traten sie aus dem Zimmer zurück an den Empfangstresen. Gudrun wirkte wieder wie die unnahbare Chefärztin, als hätte es das Knistern hinter der geschlossenen Tür nie gegeben.
„Schwester Mathilde, ich habe dem Herrn eine Salbe mitgegeben“, sagte sie mit klinischer Kühle. „Achten Sie darauf, dass die Laborwerte für die 402 sofort nach oben kommen. Ich sehe jetzt selbst nach dem Patienten.“ Ohne Hagen eines weiteren Blickes zu würdigen, nahm sie die Mappe vom Tresen und verschwand mit schnellen, rhythmischen Schritten im Flur.
Hagen sah ihr nach, bis das Klacken ihrer Absätze verhallt war, dann wandte er sich wieder der sichtlich beeindruckten Mathilde zu. Er lehnte sich weit über den Tresen, seine Stimme war jetzt wieder purer, harter Tobak.
„Na, Mathilde? Die Frau Doktor ist ja ne ganz Strenge. Da hab ich’s lieber ein bisschen... gemütlicher.“ Er griff nach einem kleinen Notizzettel, der am Tresen lag, und schob ihn ihr mit einem zwinkernden Grinsen hin. „Wann hast du eigentlich frei? Ich wette, du massierst noch viel besser als die Chefin. Schreib mir mal deine Nummer auf. Falls meine Hand morgen Nacht... ganz plötzlich wieder Hilfe braucht.“
Mathilde kicherte, wurde tiefrot und kritzelte tatsächlich mit fliegender Hand ihre Handynummer auf den Zettel. Sie fühlte sich so dermaßen geschmeichelt von diesem Kerl, der nach Abenteuer und Gefahr roch, dass sie jeden Anstand vergaß. „Aber nur für Notfälle, ja?“, flüsterte sie.
„Klar doch. Notfälle sind mein Spezialgebiet“, antwortete Hagen, verstaute den Zettel neben Gudruns Karte in der Gesäßtasche und verließ die Klinik.
Fortsetzung: Sollbruchstellen 02 - Beute
Anmerkung des Autors:
Die Grundidee dieser Erzählung versteht sich als Hommage an die Serie 'Ehegattensplitting' von Fabula, mit dessen freundlicher Genehmigung ich das Motiv der Treueprüfung aufgreife.
Während der Ausgangspunkt verwandt ist, emanzipiert sich die Handlung von 'Sollbruchstellen' bereits nach den ersten Seiten. Die Charaktere entwickeln sich in eine völlig eigene, psychologisch verdichtete Richtung, die der von mir entwickelten Dynamik folgt.
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