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Kommentare: 4 | Lesungen: 362 | Bewertung: 7.71 | Kategorie: Cuckold Geschichten | veröffentlicht: 22.05.2026

Monika 01 - Gemeinsam einsam

von

Wenn Monika ehrlich war, dann hatte sie sich an das Schweigen gewöhnt.

Nicht an jedes Schweigen. Nicht an das verletzte, schwere nach einem Streit, das noch Stunden und Tage später dazu führte, dass man lieber den Keller aufräumte anstatt abends gemeinsam TV zu schauen. Diese Streits gab es zwischen ihr und Alexander kaum noch. Dafür waren sie längst zu vorsichtig geworden und wussten beide, welche Themen man besser nicht zu weit trieb. Zu geübt im Umgang miteinander, im Schweigen über die strittigen Themen.

Es war ein anderes Schweigen, an das sie sich gewöhnt hatte. Ein ruhiges, ordentliches Schweigen. Eines, das sich zwischen dem Einräumen des Geschirrspülers, dem Auftischen der Brotzeit, dem Wäsche machen oder dem Tippen aus Alexanders Arbeitszimmer ausbreitete. Kein feindliches oder gar aggressives Schweigen, eigentlich eine fast höfliche Stille.

Gerade das machte es manchmal so anstrengend und verletzend. Alleine auf der Couch zu sitzend und eine Serie zu bingewatchen, während ihr Mann Alexander Stunde um Stunde im Arbeitszimmer verbrachte.

Monika stand in der Küche und räumte die Teller vom Abendessen in die Spülmaschine. Es hatte Nudeln gegeben, schnell gemacht, mit einer Tomatensoße vom nahegelegenen La Vialla, weil ihr die Lust gefehlt hatte, groß zu kochen. Alexander hatte gegessen, sich bedankt, noch etwas von der Aufstellung für das nächste Training erzählt und war dann mit seinem Bier im Arbeitszimmer verschwunden. Seit einer Stunde hörte sie von dort das leise Klicken der Maus, manchmal das Tippen auf der Tastatur, dazwischen nichts.

Sie schob den oberen Korb der Spülmaschine hinein, drückte die Klappe zu und lehnte die Hände einen Moment auf die Arbeitsplatte.

Sie hatte heute sauber gemacht. Das Haus war immer ordentlich. Sie mochte Ordnung. Zumindest hatte sie das lange geglaubt. Inzwischen war sie sich nicht mehr sicher, ob sie Ordnung mochte oder nur das Gefühl, dass wenigstens irgendetwas in ihrem Leben zuverlässig blieb. Alexander hatte mal halb scherzhaft, halb genervt angemerkt, dass sie den Staubsauer wohl mehr lieben würde als ihn. Ein Spruch, den sie mit Schweigen ignoriert hatte.

Sie griff nach dem Geschirrtuch und wischte noch einmal über eine Stelle, die längst trocken war. Dann hörte sie auf, weil sie sich dabei selbst albern vorkam.

Im Wohnzimmer lief der Fernseher, irgendeine Kochsendung, die sie eingeschaltet hatte, ohne wirklich zuzusehen. Sie ging hinüber, setzte sich aufs Sofa und schlug die Beine übereinander. Auf dem Couchtisch lag eine Eat Smarter, die sie vor zwei Tagen begonnen und seither immer nur durchgeblättert hatte. Sie nahm sie in die Hand, las einen halben Absatz über eine Proteindiät für Frauen über vierzig und legte sie wieder weg.

Aus dem Arbeitszimmer kam ein leises Husten.

Monika drehte den Kopf zur Tür.

Früher wäre sie vielleicht einfach rübergegangen. Hätte Alexander gesagt, dass sie vielleicht gemeinsam eine Sendung schauen könnten. Sie hätte sich an den Türrahmen gelehnt, ihn gefragt, ob er auch einen Tee will oder einen Wein oder Gummibärchen. Früher, dachte sie manchmal, und wusste dann nie genau, welchen Zeitraum sie eigentlich meinte. Vor zehn Jahren? Vor fünfzehn? Vor den Kindern? Oder nur vor diese allmähliche Art von Gewöhnung, die sich eingeschlichten hatte.

Jetzt blieb sie sitzen. Nicht aus Trotz. Eher, weil sie wusste, wie das Gespräch laufen würde.

Sie: „Willst du auch einen Wein?“


Er: „Hm? Nein danke, gleich vielleicht.“


Sie: „Was machst du da noch?“


Er: „Nur kurz was für den Verein.“


Sie: „Aha.“


Er: „Bin gleich fertig.“

Und dann wäre sie wieder im Wohnzimmer, er wieder im Arbeitszimmer, und zwischen ihnen wäre etwas, das nicht wichtig genug war, um ein Streit zu sein, aber groß genug, um einen gemeinsamen Abend zur Qual zu machen.

Sie nahm die Fernbedienung und zappte durch die Sender, blieb aber dann doch bei der Landfrauenküche hängen.

Nach einer Weile stand sie auf, und ging hoch ins Bad und schloss die Tür hinter sich. Das Bad war warm, weil die Heizung noch lief, und roch nach frischen Handtüchern die auf der Wanne drapiert waren und dem Duschgel, das Alexander seit Jahren benutzte. Immer dieselbe Sorte. Immer dieser saubere, etwas herbe Geruch, den sie auch an ihn mochte..

Das Badezimmerlicht war unhöflich ehrlich. Kein weiches Abendlicht, kein gnädiger Schatten. Es zeigte ihr ihr Gesicht so, wie es war. Dreiundviertzig Jahre alt. Hübsch, schlank, Falten um die Augen aber man sagte ihr noch oft genug wie gut sie sich gehalten habe. Aber eben nicht mehr hübsch auf die Art, wie man mit fünfundzwanzig hübsch ist, ohne darüber nachzudenken.

Sie hob eine Strähne an. Der Ansatz müsste bald nachgefärbt werden. Früher hatte sie rote Haare gehabt, inzwischen war die natürliche Farbe verblasst und sie lies sie sich blond färben. „Na wunderbar“, murmelte sie.

Sie nahm die Bürste und fuhr langsam durch ihr Haar. Strähne für Strähne. Konzentriert. Einfach, weil es eine dieser Tätigkeiten war, bei denen sie ihren Gedanken nachhängen konnte.

Sie dachte an Alexander. Nicht konkret. Eher an das Gefühl, neben ihm zu leben. Nicht mit, sondern neben ihm. Sie liebte ihn noch, daran zweifelte sie nicht. Irgendwie zumindest. Liebe war nicht das Problem. Vielleicht machte gerade das alles schwieriger. Es wäre einfacher gewesen, wenn da nur Gleichgültigkeit wäre. Oder offene Wut. Oder Kälte. Aber so war es nicht. Sie mochte ihn. Sie vertraute ihm. Sie kannte ihn besser als jeden anderen Menschen. Sie konnte an seinem Schritt im Flur hören, in welcher Stimmung er war. Konnte aus der Art, wie er einen Schrank zumachte erkennen, ob ihn etwas beschäftigte. Konnte sagen, wie stark sein Kaffee sein musste, wenn er schlecht geschlafen hatte.

Und trotzdem fehlte etwas. Sie hatte mal gelesen, dass das Gegenteil von Liebe Gleichgültigkeit wäre. Das passte. So weit waren sie noch nicht, aber sie wusste dass sie nicht so weit weg davon waren.

Sie sehnte sich nach Berührungen, die nicht zufällig zustande kamen. Blicke, die nicht nur über sie hinweg gingen. Sätze, die nicht nur Organisatorisches klärten. Früher hatte Alexander sie anders angeschaut. Früher war zwischen ihnen eine Spannung gewesen. Früher hatte sie manchmal seine Hand im Vorbeigehen an ihrem Rücken gespürt oder an ihrer Hüfte, nicht als Signal, sondern als Selbstverständlichkeit. Heute waren Berührungen selten und funktional geworden. Ein kurzer Kuss zum Abschied. Ein Arm um die Schulter bei irgendeiner Feier. Ein routiniertes Streichen übers Knie beim Autofahren, fast mehr Gewohnheit als Geste.

Sie legte die Bürste weg.

Im Spiegel sah sie aus wie eine Frau, die in Ordnung war. Und vielleicht war genau das das Problem. In Ordnung. Ganz okay. Unauffällig verlässlich. Nicht mehr aufregend. "Putze und Hausmeister als Ehepaar", dachte sie zynisch.

Es war nicht Alexanders Aufgabe, sie dauernd zu bestätigen. Das wusste sie ja selbst. Und doch saß der Wunsch nach dieser Bestätigung irgendwo in ihr, klein und immer wieder hochblitzend.

Sie schraubte ihre Gesichtscreme auf und verteilte sie langsam auf Wangen und Stirn. Dann hörte sie, wie die Tür zum Arbeitszimmer aufging und Alexander die Treppe hochkam.

Er blieb im Türrahmen des Badezimmers stehen.

„Alles okay?“.

Monika sah im Spiegel, wie er dastand. In Jogginghose und seinem unvermeidlichen Bandshirt. Noch gut aussehend, wenn man ehrlich war. Breite Schultern, schon etwas grauer am Haaransatz, ein Gesicht, das früher offener gewirkt hatte. Jetzt wirkte es oft müde. Oder konzentriert. Oder beides.

„Ja“, sagte sie. „Warum?“

„Nur so.“ Er zuckte mit einer Schulter. „Du warst so still.“

Monika lächelte leicht. „Ich bin im Bad. Da redet man selten laut mit sich selbst.“

Monika drehte sich halb zu ihm um. „Bist du fertig?“

„Fast. Zwei Mails noch.“

„Du machst immer nur kurz zwei Mails noch.“

„Stimmt auch wieder.“

Sie nickte.

Wieder hätte jetzt ein anderer Satz kommen können. Einer von beiden hätte ihn sagen können.

"Setz dich noch kurz zu mir."


"Komm, lass den Verein mal Verein sein."


"Bleib heute nicht wieder so lange da drin."


"Ich vermisse dich manchmal, obwohl du im selben Haus bist."

Nichts davon wurde gesagt.

Alexander hob das Kinn Richtung Schlafzimmer. „Ich geh noch kurz runter und komme dann ins Bett.“

„Mhm.“

Er blieb noch einen Augenblick, als wüsste auch er, dass da eigentlich mehr hingehörte. Dann sagte er: „Gute Nacht schon mal.“

„Gute Nacht.“

Er ging.

Monika sah ihm im Spiegel nach, bis er verschwunden war. Dann stand sie noch eine halbe Minute reglos vor dem Waschbecken.

Später, sie füllte und programmierte noch kurz die Waschmaschine für den nächsten Tag, als sie ins Schlafzimmer kam, lag Alexander schon im Bett und blätterte in einer Broschüre. Die Nachttischlampe war an, ihr Licht gelb und weich. Monika richtete noch ihre Kleidung für den nächsten Tag her, legte sie über den Stuhl und schlüpfte unter die Decke.

Alexander legte die Broschüreweg. „Müde?“

„Ein bisschen.“

„Ich auch.“

Sie lagen nebeneinander, beide auf dem Rücken, die Hände auf der Decke. Die Stille war nicht unangenehm. Nicht direkt. Nur erstarrt vertraut.

Monika drehte den Kopf zu ihm. Sein Profil war im Lampenlicht ruhig. Sie hob die Hand und legte sie auf seinen Unterarm.

Alexander sah zu ihr.

„Was ist?“, fragte er leise.

„Nichts.“

Es war gelogen. Natürlich war es gelogen. Aber sie wusste selbst nicht genau, was dieses Nichts alles enthielt.

Er drehte seinen Arm leicht, sodass seine Hand die ihre kurz umschloss. Warm. Ruhig. Vertraut. Dann ließ er wieder los. Vertraut. Monika hasste dieses Wort. Es war ein Synonym für, ja für was? Erstarrt?

„Gute Nacht“, sagte er.

„Gute Nacht.“

Als das Licht aus war, hörte Monika seinen Atem irgendwann tiefer werden. Sie lag wach und sah in die Dunkelheit. Sie liebte ihn. Und fühlte sich gleichzeitig einsam.


Beides war wahr und lies sie jeden Tag schwanken zwischen Resignation und, ja was?

Sie dreht sich auf den Rücken. Starrt an die Zimmerdecke, die sie im Dunkeln kaum erkennen kann. Alexanders Atem geht weiter, gleichmäßig und ruhig. Sie erinnert sich an früher. Es schießt ihr durch den Kopf, ohne Vorwarnung. Eine Erinnerung, die sich aufdrängt, hell und klar wie erst vor kurzem erlebt.

Alexander und sie, Jahre jünger. Die Anfangszeit, als sie sich kaum eine Nacht ohne einander vorstellen konnten. Als seine bloße Berührung gereicht hat, um sie zum Zittern zu bringen. Als sie die Finger und andere Körperteile nicht voneinander lassen konnten. Sie erinnert sich an einen Abend. Ein Hotelzimmer in Prag. Sie waren für ein Wochenende weg, noch ohne Kinder, ohne Verpflichtungen. Nur sie zwei und die Liebe und Leidenschaft, die ständig zwischen ihnen präsent war.

„Ich will dich“, hatte er gesagt. „Gleich hier.“

Und er hatte es so gemeint. Hatte sie auf das Bett gezogen, hatte ihre Kleider mit einer Dringlichkeit ausgezogen, die sie überwältigt und ihr den Atem geraubt hat. Hatte sie geküsst, als wäre sie die einzige Frau auf Erden. Oder die letzte Flasche Bier in der Turnhallencafeteria. Sie lächelte und schließt die Augen, lässt die Erinnerung über sich kommen.

Seine Hände auf ihrem Körper. Die Art, wie er jeden Zentimeter ihrer Haut erkundet hat, als würde er sie zum ersten Mal berühren. Seine Lippen an ihrem Hals, an ihrem Schlüsselbein, an der Innenseite ihrer Oberschenkel. Die Geduld, mit der er sie zum Wahnsinn gebracht hat, bevor er in sie eingedrungen ist.

„Monika...“ Ihr Name auf seinen Lippen, voller Gier, Liebe, Sehnsucht.

Sie spürt, wie sich ihr Becken leicht hebt. Eine unwillkürliche Bewegung, eine Reaktion auf die Erinnerung. Ihre Brustwarzen sind hart gegen den Stoff des Schlafshirts, und das Pulsieren zwischen ihren Beinen ist stärker geworden.


Sie atmet tief ein. Der Atem zittert.

Alexander schläft. Sie will ihn nicht wecken. Kann ihm nicht in die Augen sehen, nicht jetzt, wo ihre Gedanken von der Routine abweichen, ihr Körper so reagiert wie er reagiert. Aber die Sehnsucht ist da. Nach Berührung und nach Bestätigung. Das Verlangen, das sie heute Nacht nicht einfach abschalten kann.

Ihre Hand wandert unter der Decke. Langsam, wie von selbst. Über ihren Bauch, über die sanfte Wölbung der Hüfte, hinab zu der Stelle zwischen den Beinen, die nach Berührung schreit. Sie zögert. Die Finger ruhen auf ihrem Venushügel, spüren das stoppelige, gestutzte Haar. Alexander hat es immer rasiert gemocht. Aber sie war schon lange nicht mehr so konsequent bei der Rasur wie früher. Wofür auch.

Die Erinnerung an Prag überlagert alles. Die Erinnerung an Alexanders Finger, die genau dort waren, wo ihre Hand jetzt ruht. Die Erinnerung an seine Stimme, die ihr ins Ohr hauchte, wie schön sie sei. Wie begehrenswert.

Sie lässt die Hand tiefer gleiten. Der erste Kontakt mit ihrer Spalte lässt sie zusammenzucken. Sie ist feucht. Noch immer. Lust verschwindet nicht, nur weil sie jahrelang nicht gelebt wird. Sie streichelt sich sanft. Die Finger gleiten durch die Feuchtigkeit, die sich zwischen ihren Schamlippen gesammelt hat. Ein leises, nasses Geräusch entsteht unter der Decke, kaum hörbar, aber für ihre Ohren unüberhörbar.

Alexander rührt sich im Schlaf. Ein leises Seufzen, mehr nicht.

Monika erstarrt. Ihre Hand liegt still zwischen ihren Beinen, Zeigefinger und Mittelfinger ruhen auf ihrer Klitoris, ihrer Perle wie sie sie nennt. Die Finger sind in ihre Feuchtigkeit getaucht. Sie hört seinen Atem. Gleichmäßig. Tief. Er schläft weiter.


Sie wartet. Zählt die Sekunden. Eins. Zwei. Drei.

Dann bewegt sie die Hand wieder.

Diesmal langsamer. Vorsichtiger. Sie massiert ihre Klitoris mit kleinen, langsam kreisenden Bewegungen, die sie so liebt. Die sie sich über die Jahre angeeignet hat, in den Nächten, in denen Alexander neben ihr lag und sie nicht berührte.


Sie schließt die Augen und lässt die Bilder zu.

Alexander in Prag. Alexander in den ersten Jahren ihrer Ehe. Alexander, wie er sie gegen die Wand drückt, weil er sie nicht bis ins Schlafzimmer gehen lassen kann. Alexander, wie er sie auf der Kücheninsel nimmt, während das Frühstück wartet. Alexander, wie er sie im Auto berührt, auf der Fahrt nach Hause, eine Hand am Lenkrad, die andere zwischen ihren Beinen.

Die Worte hallen in ihrem Kopf wider, und sie spürt, wie die Erregung wächst. Ihre Finger bewegen sich schneller, dringen tiefer ein. Jetzt zwei Finger in ihrer Möse, der Daumen auf der Klitoris, die andere Hand umfasst ihre eigene Brust, drückt und zieht die Brustwarze, so wie Alexander es immer getan hat. Sie mag es ja etwas grob, etwas schmerzhaft. Sie will spüren wie Leidenschaft die Vorsicht wegräumt.

Sie beißt sich auf die Unterlippe, um keinen Laut von sich zu geben. Das Bett bewegt sich kaum unter ihren Bewegungen, aber sie spürt, wie die Spannung in ihr wächst. Wie das vertraute Kribbeln in ihrem Unterleib beginnt, das Signal, dass sie auf dem richtigen Weg ist.

Sie stöhnt leise. Ein winziger Laut, der in ihrem Hals stecken bleibt.

Ihre Finger bewegen sich schneller. Das nasse Geräusch ist lauter jetzt, obwohl sie versucht, es zu dämpfen. Sie spürt, wie ihre Säfte an ihrer Hand herunterlaufen, wie die Bettwäsche unter ihr feucht wird. Sie drückt die Finger tiefer in sich hinein. Drei jetzt. Dehnung, die fast an Schmerz grenzt. Sie stellt sich vor, dass es Alexanders Finger sind. Dass es Alexander ist, der sie unter der Decke berührt.

Sie massiert ihre Klitoris fester. Die andere Hand hat ihre Brust losgelassen und greift nach dem Laken, krallt sich fest, als müsse sie sich an etwas festhalten, während die Welle der Lust über sie hinweg rollt. Dieser einmalige Zustand in dem ihre bewussten Gedanken verschwinden und die Welt im Kopf explodiert.

Sie kommt.

Der Orgasmus überrollt sie wie eine Welle, die sie nicht kommen gesehen hat. Sie biegt den Rücken durch, presst die Lippen aufeinander, um nicht aufzuschreien. Ihre Muskeln ziehen sich zuckend zusammen um ihre Finger.

Die Kontraktionen ebben langsam ab. Ihr Atem geht stoßweise, ihr Herz rast, ihre Hand ist nass von ihrer eigenen Lust.

Sie liegt still. Wartet, bis ihr Herzschlag sich beruhigt. Wartet, bis ihr Atem wieder gleichmäßig geht.

Alexander hat sich nicht gerührt.

Sie zieht die Hand unter der Decke hervor. Die Finger kleben von ihrer Feuchtigkeit, und für einen Moment betrachtet sie sie im schwachen Licht, das durch die Vorhänge dringt. Dann wischt sie sie am Laken ab, an der Stelle, die ohnehin schon feucht ist.


Sie dreht sich auf die Seite, Alexander den Rücken zugewandt. Die vertraute Position, die sie tausendmal eingenommen hat. Die Position, die Sicherheit bedeutet und Distanz gleichzeitig.

Hinter ihr atmet Alexander weiter. Gleichmäßig. Ruhig. Ahnungslos.

Sie schließt die Augen.

Kommentare


pumudu
dabei seit: Mai '02
Kommentare: 11
schrieb am 22.05.2026:
»Langweilig und oede«

salamander69
dabei seit: Apr '05
Kommentare: 269
schrieb am 23.05.2026:
»Schöne Geschichte, wenn vielleicht auch etwas schwermütig.

Vor allem aber: Warum in dieser Kategorie? Ist das ein Hinweis auf die Fortsetzung? Dann würde es erst recht spannend.«

Pirat
dabei seit: Nov '00
Kommentare: 523
schrieb am 25.05.2026:
»Eine Geschichte die das Leben schrieb und deshalb so gut. Es gibt genügend Möglichkeiten für eine Fortsetzung. Bleibt es bei der stillen Selbstbefriedigung? Oder wurde die Story unter dem Begriff Cuckold eingeordnet, weil sie sich in dieser Richtung weiter entwickelt? Ist Alexander nicht mehr an Sex interessiert, oder wie lebt er sich aus? Ich freue mich sehr über eine Fortsetzung.«

pit_s
dabei seit: Aug '06
Kommentare: 51
schrieb am 26.05.2026:
»salamander69 beschreibt es treffend... kann mich nur anschliessen«


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