Bei der angezeigten Geschichte handelt es sich um eine erotische, nicht-pornographische Geschichte. Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und der Disclaimer von sevac.com. Sevac.com ist für den Inhalt der Geschichte nicht verantwortlich und distanziert sich von selbigem. Das Copyright liegt beim Autor. Jegliche Weiterverbreitung der Geschichte ist, wenn nicht ausdrücklich anders angegeben, untersagt.
Kommentare: 4 | Lesungen: 250 | Bewertung: 7.00 | Kategorie: Sex Stories | veröffentlicht: 17.10.2026

S1F2 WasWirBegehren - KONTROLLVERLUST

von

#ICE #VerboteneAnziehung #Untreue #Machtspiel #München

Kirstens Hand lag warm in seiner, als sie ihn aus dem Bordbistro zog.


Sie ging nicht hastig. Gerade das machte es schlimmer.


Zwischen den Tischen hindurch, vorbei an zwei Reisenden, die über ihren Laptops hingen, führte sie ihn in den schmalen Gang. Tom hätte jederzeit stehen bleiben können. Ein kleiner Widerstand hätte genügt. Ein Satz. Eine Frage. Irgendetwas Vernünftiges.


Er tat nichts davon.


Das gleichmäßige Rauschen des ICE lag unter allem, die kaum merklichen Schwingungen im Boden, das helle Licht des Ganges, das jede Heimlichkeit eigentlich lächerlich machte. Menschen saßen nur wenige Meter entfernt. Türen öffneten sich. Irgendwo klapperte Geschirr.


Kirsten sah sich einmal zu ihm um.


Kein triumphierendes Lächeln. Kein Test.


Nur dieser ruhige, warme Blick, mit dem sie ihn schon im Bistro aus dem Takt gebracht hatte.


„Du kannst noch umdrehen“, sagte sie leise.


Tom blieb stehen.


Für einen Moment dachte er tatsächlich darüber nach.


Nicht über die möglichen Konsequenzen. Die kannte er. Er war gut darin, Risiken zu erkennen. Beruflich verdiente er sein Geld damit, komplexe Systeme zu verstehen, Schwachstellen zu finden und aus einer Vielzahl möglicher Entwicklungen die wahrscheinlichste herauszufiltern.


Hier gab es nichts Komplexes.


Berlin.


Seine Familie.


Der Ring an seiner rechten Hand.


Und eine Frau, deren Namen er noch nicht einmal kannte.


„Willst du, dass ich umdrehe?“


Kirsten betrachtete ihn.


„Nein.“


Mehr sagte sie nicht.


Dann öffnete sie die Tür.


Der Waschraum war enger, als Tom ihn in Erinnerung hatte. Plötzlich gab es keine Tische mehr zwischen ihnen, keinen Kunstkatalog, kein Glas, an dem man sich festhalten konnte. Nur zwei Menschen in einem viel zu kleinen Raum und das gedämpfte Dröhnen eines Zuges, der mit hoher Geschwindigkeit durch den Abend fuhr.


Kirsten schloss die Tür.


Das Klicken der Verriegelung war kaum hörbar.


Tom hörte es trotzdem.


Sie standen sich gegenüber.


Zum ersten Mal seit dem Bistro wirkte Kirsten unsicher. Nicht ängstlich. Eher überrascht davon, dass aus einem Spiel aus Blicken tatsächlich etwas geworden war.


„Das ist vollkommen verrückt“, sagte sie.


Tom musste leise lachen.


„Endlich sagen wir mal etwas, worauf wir uns sofort einigen können.“


Ihr Lächeln kam langsam.


„Du analysierst immer noch.“


„Berufskrankheit.“


„Dann hör auf.“


Sie kam näher.


Tom nahm seine anthrazit-graue Brille ab.


Es war eine vertraute Bewegung, beinahe banal, und gerade deshalb traf ihn der Moment mit unerwarteter Klarheit. Ohne die Gläser zwischen ihnen sah er ihre bernsteinfarbenen Augen unmittelbar vor sich, die weichen Wellen ihres kastanienbraunen Haars, das natürliche Gesicht, in dem jetzt jede kleine Regung sichtbar wurde. Zugleich lagen seine klaren, tiefblauen Augen nun völlig frei – eine ungeschützte, ruhige Intensität, die zwischen ihnen stand.


Kirstens Blick blieb an ihm hängen.


„Besser“, flüsterte sie.


Dann küsste sie ihn.


Der erste Kuss hatte nichts von dem kalkulierten Spiel, das ihn wenige Minuten zuvor noch an seinem Platz gefangen gehalten hatte. Kirsten verhandelte nicht. Sie provozierte keine Reaktion, um zu sehen, ob sie sie bekam.


Sie küsste ihn, weil sie ihn küssen wollte.


Tom spürte ihre Hände an seinem Nacken, ihre Körperwärme, den weichen Stoff ihrer Kleidung unter seinen Fingern. Der Zug nahm eine lang gezogene Kurve, beide verloren für einen Moment das Gleichgewicht und stießen beinahe gegen die Wand.


Kirsten löste sich lachend von ihm.


„Sehr glamourös.“


„Ich hatte einen anderen Eindruck von der ersten Klasse.“


„Wir sind gerade nicht in der ersten Klasse.“


„Guter Punkt.“


Das Lachen verschwand wieder.


Nicht abrupt. Es blieb noch für einen Augenblick zwischen ihnen, bevor Kirsten ihn erneut ansah.


Dann küsste sie ihn wieder.


Diesmal langsamer.


Tom ließ die Stirn kurz gegen ihre sinken. Ihr Atem ging schneller. Seiner ebenfalls.


Seine Hand fand ihre.


Kirstens Finger schlossen sich darum.


Und hielten plötzlich inne.


Tom wusste sofort, was sie gespürt hatte.


Ihr Blick glitt nach unten.


Der Ehering an seiner rechten Hand.


Die Veränderung in ihrem Gesicht war klein. Bei einer anderen Frau hätte er sie vielleicht übersehen. Bei Kirsten war sie nicht zu übersehen, weil sie bis zu diesem Moment nichts verborgen hatte.


Sie hob seine Hand ein wenig an.


„Du bist verheiratet.“


Keine Anklage.


Das machte es schwerer.


Tom sah sie an.


Er hätte ausweichen können. Irgendeinen Satz finden. Eine komplizierte Erklärung, die gleichzeitig wahr genug und bequem genug gewesen wäre.


„Ja.“


Kirsten ließ seine Hand los.


Zwischen ihnen entstand vielleicht zwanzig Zentimeter Abstand.


Es fühlte sich an wie ein ganzer Wagen.


„Das wäre eine Information gewesen, die früher durchaus Charme gehabt hätte.“


Tom nickte.


„Ja.“


Sie wartete.


Er spürte den Impuls, sich zu erklären. Familie. Pendeln. Sehnsüchte. Jahre voller Gedanken, in denen nichts passiert war. All die sauber sortierten Argumente, mit denen er sich selbst erklären konnte, warum er überhaupt hier stand.


Keines davon hätte den Ring verschwinden lassen.


„Ich hätte es sagen müssen.“


Kirstens Blick blieb auf ihm.


„Das wäre zumindest ehrlich gewesen.“


„Deshalb sage ich es jetzt.“


„Nachdem ich es gesehen habe.“


Tom schwieg.


Ein leises Geräusch kam vom Gang. Schritte. Stimmen. Jemand ging vorbei.


Beide sahen automatisch zur Tür.


Die Schritte entfernten sich.


Kirsten atmete aus.


Dann sah sie wieder zu Tom.


„Wie heißt du eigentlich?“


Die Frage traf ihn so unerwartet, dass er lachen musste.


„Tom.“


Jetzt lächelte auch sie.


„Natürlich.“


„Was heißt natürlich?“


„Keine Ahnung. Du siehst aus wie ein Tom.“


„Das ist erschreckend oberflächlich.“


Ihre Augen wurden größer.


„Du hast dir das gemerkt.“


„Ich höre zu.“


„Das habe ich bemerkt.“


Eine Pause.


„Kirsten.“


Tom wiederholte ihren Namen leise.


„Kirsten.“


Etwas veränderte sich.


Nicht die Enge des Raums. Nicht das Risiko. Nicht die Tatsache, die zwischen ihnen lag.


Aber aus der fremden Frau aus dem Bistro wurde ein Mensch mit einem Namen.


Kirsten sah zur Tür, dann wieder zu ihm.


„Tom.“


„Ja?“


„Wenn ich jetzt gehe, lässt du mich gehen.“


Er antwortete sofort.


„Ja.“


Sie hielt seinen Blick.


Dann legte sie die Hand an seine Wange.


„Gut.“


Und blieb.


Kirsten küsste ihn wieder.


Diesmal gab es kein vorsichtiges Herantasten mehr.


Ihre Hände glitten ungeduldig unter sein Jackett und strichen über seinen straffen, athletischen Bauch, während Tom sie an der Taille näher zu sich zog und ihren weichen, knackigen Po mit beiden Händen fest durchknetete. Er liebte dieses Gefühl, und seine Lippen verschmolzen in endlosen, tiefen Küssen mit den ihren. Kirsten öffnete sein Hemd nicht vollständig. Sie wollte ihn offenbar einfach näher. Tom ließ die Hände über ihren Rücken gleiten und fand den Verschluss ihrer Bluse. Sie löste sich einen Augenblick von ihm. Nicht um ihn aufzuhalten. Um ihm zu helfen. Knopf für Knopf öffnete sich der Stoff. Die Bluse glitt ihr von den Schultern, danach folgte der Rest ihrer Kleidung, soweit es die Enge erlaubte, bis sie schließlich nur noch den BH trug. Tom sah sie an. Nicht lange. Aber lang genug, um ihre perfekten, vollkommen natürlichen Brüste zu bewundern, die selbst im Stoff eine sündhaft weibliche Form zeichneten.


„Was?“, fragte Kirsten leise.


„Nichts.“


„Du schaust.“


„Darf ich nicht?“


Ihr Mund verzog sich zu einem kleinen Lächeln.


„Doch.“


Dann zog sie ihn wieder an sich. Tom küsste ihren Hals, ihre Schulter, kehrte gierig zu ihrem Mund zurück, während seine Hände begannen, ihre prallen, weichen Brüste durch den Stoff hindurch lustvoll zu kneten. Kirstens Hände wurden genauso ungeduldig wie seine. Sie tasteten nach seinem Gürtel, öffneten ihn, während Tom ihr half, und wenige Sekunden später hatte er seine Hose heruntergezogen, sodass sein stattliches, neunzehn Zentimeter langes Glied steil und fordernd aus seiner sauber getrimmten Intimbehaarung aufragte.


Die Geräusche draußen wirkten plötzlich viel näher.


Ein Wagen rumpelte durch den Gang.


Stimmen.


Schritte.


Kirsten erstarrte für einen Moment und sah Tom an.


Er legte einen Finger an die Lippen.


Sie musste lachen, lautlos, die Stirn an seiner Schulter.


Der Wagen entfernte sich.


„Sehr romantisch“, flüsterte sie.


„Ich gebe mir Mühe.“


„Das sehe ich.“


Dann küsste sie ihn wieder.


Tom spürte, dass sie längst über den Punkt hinaus waren, an dem einer von beiden so tun konnte, als gehe es nur um ein paar verbotene Küsse.


Er hielt kurz inne.


„Kondom?“


Kirsten sah ihn direkt an.


Der eine Augenblick reichte.


„Nein.“


Keine Zweideutigkeit.


Kein Missverständnis.


Sie hatten keines.


Tom wartete dennoch.


„Kirsten.“


„Ich weiß.“


Sie hätte jetzt gehen können.


Er ebenso.


Keiner tat es.


Kirsten setzte sich auf die Klobrille, die alles andere als sauber oder einladend wirkte. Sie sah selbst kurz hinunter und verzog das Gesicht.


„Wenn mir heute Morgen jemand gesagt hätte …“


Tom musste lachen.


„Nicht nachdenken.“


Sie blickte hoch.


„Das war mein Satz.“


„Ich lerne schnell.“


Sie zog ihn an seinen muskulösen, drahtigen Hüften fest an sich. Kirsten streifte ihren Slip zur Seite und offenbarte ihren makellos gepflegten Intimbereich mit dem sauber rasierten, mitteldicken Streifen. Sie griff nach seinem steifen Glied und führte die pralle Eichel direkt an ihre bereits feuchte, tropfende Öffnung. Mit einem leisen Stöhnen glitt Tom stückweise in sie hinein. Ihre enge, heiße Scheide umschloss ihn gierig. Er packte ihre Schenkel, hob sie leicht an und begann rhythmisch in sie einzudringen. Bei jedem seiner tiefen, harten Stöße rieb er spürbar an ihrem empfindlichen Punkt, während das Schaukeln des Waggons ihren schnellen Takt noch unberechenbarer machte. Er blickte mit seinen tiefblauen Augen direkt in ihre bernsteinfarbenen, während seine Hände unaufhörlich ihre vollkommen natürlichen 70D-Brüste kneteten und ihre Brustwarzen zwischen den Fingern rieben. Kirsten warf den Kopf zurück, presste ihre Lippen in wilden, endlosen Küssen auf seine und genoss das nasse, feuchte Gleiten, als er sie auf dem harten Klodeckel tief bis zum Anschlag ausfüllte.


Eine Durchsage erklang.


Beide hielten für einen Moment inne.


Tom hörte nicht einmal, was gesagt wurde.


Kirsten sah ihn an.


Dann mussten sie beide leise lachen.


Die Absurdität verschwand gleich darauf wieder unter dem Begehren.


Nach einer Weile wurde die ohnehin unbequeme Position zu eng.


Kirsten löste sich von ihm und sah sich um.


„Das ist unmöglich.“


„Der gesamte Raum?“


„Im Wesentlichen.“


Tom sah auf den Boden.


Kirsten folgte seinem Blick.


Für einen Augenblick sagte keiner etwas.


„Nein“, sagte sie.


Tom hob eine Augenbraue.


Sie sah noch einmal auf die Klobrille.


Dann wieder auf den Boden.


„Vielleicht.“


Tom grinste.


„Das war schnell.“


„Sag nichts.“


Sie glitt vorsichtig hinunter.


Tom half ihr.


Es brauchte mehr Koordination als Leidenschaft, um überhaupt eine Position zu finden, bei der keiner von ihnen gegen Tür, Wand oder Waschbecken stieß. Kirsten lachte wieder, als Tom beinahe das Gleichgewicht verlor.


„Sehr souverän.“


„Der Zug bewegt sich.“


„Natürlich.“


„Das ist objektiv überprüfbar.“


„Tom.“


„Ja?“


„Komm her.“


Das Lachen verstummte.


Kirsten lag auf dem engen Boden, die Beine weit gespreizt und leicht angewinkelt.


Tom kniete zwischen ihren angehobenen Oberschenkeln, sein markantes Gesicht mit dem charakteristischen Kinngrübchen war vor Erregung angespannt. Seine Hand glitt über ihren Slip und streifte ihn zur Seite, bevor er sein pralles Glied erneut langsam und unerbittlich tief in ihre nass glänzende Spalte stieß.


Er beugte sich zu ihr und küsste sie tief, fordernd und ausgiebig. Ihre engen Wände umschlossen ihn stramm, bei jedem einzelnen Stoß glitt er mit seinen Großen tiefer in sie hinein. Das feuchte Klatschen ihrer Körper mischte sich mit dem monotonen Poltern der Schienen. Tom griff fest unter ihren wohlgeformten Hintern, knetete das weiche, knackige Fleisch ihres durch Sport geformten Pos mit beiden Händen und zog sie bei jedem seiner harten Stöße brutal tief auf sich. Kirsten krallte ihre Nägel in seinen drahtigen Rücken, drückte ihr Becken entgegen und stöhnte leise an seinen Lippen, während ihre prallen Naturbrüste wild im Rhythmus wippten und er sie gnadenlos ausfüllte.


Kirstens Gesicht hatte jede kontrollierte Ruhe verloren. Ihr Haar lag ungeordnet auf dem Boden, ihre Wangen waren gerötet, und manchmal schloss sie die Augen, öffnete sie jedoch kurz darauf wieder, nur um in Toms ruhige, magnetische, tiefblaue Augen zu sehen.


Dieser Blick traf ihn beinahe stärker als die Situation selbst.


Keine Inszenierung.


Keine Rolle.


Sie war einfach da.


Mit ihm.


„Tom …“


Mehr brachte sie zunächst nicht heraus.


Er antwortete nicht.


Er verschlang ihre Lippen in einem weiteren ausgiebigen Kuss, knetete ihre Brüste hemmungslos und steigerte das Tempo, stieß unbarmherzig tief in sie hinein. Kirstens Atem wurde schneller. Ihre Finger schlossen sich fester um ihn. Sie versuchte noch, leise zu bleiben, weil unmittelbar hinter der Tür jederzeit jemand vorbeigehen konnte.


Dann gelang es ihr nicht mehr.


Die rhythmische Reibung, das ultratiefe Eindringen trieb sie über die Kante. Ihr Orgasmus kam plötzlich genug, dass ihre Muskeln intensiv um seinen Schaft pulsierten und sie Tom reflexartig enger an sich zog. Sie presste das Gesicht gegen seine Schulter, um den lauten Schrei zu ersticken, als Welle um Welle der Lust durch ihre Vagina zuckte.


Er hielt sie, knetete dabei unnachgiebig ihren Hintern.


Spürte, wie die heftigen Kontraktionen ihrer Scheide seinen Stößen entgegenkamen.


Kirsten blieb mit geschlossenen Augen liegen.


Einige Sekunden lang sagte sie nichts.


Dann öffnete sie die Augen.


„Sag jetzt nichts.“


Tom atmete selbst schwer, seine feinen Lachfalten zuckten leicht.


„Ich habe nichts gesagt.“


„Aber du willst.“


„Vielleicht.“


„Nicht.“


Er lächelte.


Kirsten zog ihn wieder zu sich und küsste ihn.


Diesmal war der Kuss fast zärtlich, eine nasse, hingebungsvolle Berührung, die er voll auskostete.


Dann verlor auch Tom die Kontrolle.


Er stieß ein letztes Mal mit voller Wucht tief bis an ihren Muttermund, verankerte sein ganzes Glied in ihr und spürte, wie die Welle ihn überrollte. Mit einem dumpfen Stöhnen entlud sich sein Samenerguss brennend heiß, pulsierend und extrem voluminös tief in Kirsten. Stoß für Stoß spritzte er eine unfassbare Menge Sperma direkt in ihre feuchte Muschi, krampfte sich fest und füllte sie mit seiner gewaltigen Ladung spürbar bis zum Überlaufen aus.


Und auch in diesem letzten Moment änderte sich an der Entscheidung nichts, die sie vorher getroffen hatten: Sie hatten bis zum Ende miteinander geschlafen, ohne Kondom, und er hatte sich mit schier endlosen Wellen an Samen komplett in ihr ergossen.


Danach bewegte sich keiner sofort.


Tom blieb dicht bei ihr und in ihr liegen, bis sein Atem ruhiger wurde.


Kirsten hatte eine Hand noch immer an seinem Nacken.


Die andere lag locker neben ihrem Körper.


Der ICE fuhr weiter.


Das war beinahe das Seltsamste an allem.


Kein dramatischer Einschnitt.


Keine Konsequenz, die sich im selben Moment sichtbar machte.


Nur der Zug.


Die Geräusche.


Zwei Menschen auf dem Boden eines viel zu engen Waschraums.


Und etwas, das sich nicht mehr ungeschehen machen ließ.


Kirsten sah Tom an.


Diesmal lächelte sie nicht sofort.


„Das war dumm.“


Tom erwiderte ihren Blick.


„Ja.“


„Sehr dumm.“


„Auch ja.“


Jetzt erschien das Lächeln.


Klein.


„Gut.“


Tom hob eine Augenbraue.


„Gut?“


„Ich wollte nur sicher sein, dass wenigstens einer von uns noch vernünftig denken kann.“


„Da hast du dir den Falschen ausgesucht.“


Kirsten lachte leise.


Dann klopfte es an der Tür.


Beide erstarrten.


Einmal.


Noch einmal.


Deutlicher.


„Hallo?“


Eine fremde Stimme.


Kirsten schloss kurz die Augen.


„Natürlich.“


Tom setzte sich auf.


Jetzt musste alles plötzlich schnell gehen.


Er half Kirsten hoch, sodass sie nur in Unterwäsche vor ihm im schmalen Raum stand. Doch bevor sie nach ihrer Kleidung griff, hielt sie inne. Sie sah Tom fest in die Augen, griff nach seiner rechten Hand und führte seinen Ringfinger – an dem glänzend sein Ehering steckte – langsam hinunter zu ihrem Schritt. Sie spreizte die Beine leicht, blickte ihn provokant an und schob seinen Ringfinger tief am Slip vorbei in ihre von seinen immensen Spermafluten glitschige, warme Spalte, sanft vorbei an ihrem mitteldicken Intimstreifen. Mit einem leisen, wollüstigen Seufzer spürte sie das kühle, glatte Metall des Eherings an ihren empfindlichen Innenwänden reiben, während sie seinen Finger langsam in sich hinein- und wieder herausgleiten ließ. Erst als sie die feuchte Kälte des Rings tief in ihrer Lust spürte, entließ sie seine Hand, umspielte seine Lippen mit einem letzten Lächeln und begann erst dann, sich anzuziehen.


Sie zog ihre Kleidung wieder an, erst hastig, dann kontrollierter, sobald die ersten Handgriffe erledigt waren. Tom zog seine Hose hoch, schloss Gürtel und Kleidung und suchte nach seiner Brille.


Wieder klopfte es.


„Einen Moment“, sagte Tom.


Kirsten sah ihn an und musste sich ein Lachen verkneifen.


„Sehr überzeugend.“


„Danke.“


Sie richtete ihre Bluse und strich mit beiden Händen ihr Haar zurück.


Tom setzte die Brille wieder auf.


Kirsten musterte ihn.


„Schade.“


„Was?“


„Jetzt siehst du wieder vernünftig aus.“


Tom richtete die Brille mit einem Finger.


„Täuschend, offenbar.“


Ihr Blick glitt nach unten.


Zu seiner rechten Hand.


Zum Ehering.


Die Wärme in ihrem Gesicht verschwand nicht, aber sie wurde stiller.


Tom sah ebenfalls hin.


Der Ring war die ganze Zeit dort gewesen.


Vorher.


Währenddessen.


Jetzt.


Er nahm ihn nicht ab.


Er drehte ihn nicht weg.


Kirsten hob den Blick.


„Ich werde nicht behaupten, dass das bedeutungslos war“, sagte sie leise. „Dafür bin ich zu schlecht im Lügen.“


Tom schwieg.


„Aber ich kenne dein Leben nicht.“


„Nein.“


„Nur einen ziemlich kleinen Ausschnitt davon.“


„Einen ungewöhnlichen.“


„Das kann man sagen.“


Es klopfte ein drittes Mal.


Kirsten sah zur Tür.


„Wir sollten.“


„Ja.“


Sie legte die Hand auf die Verriegelung, hielt aber noch einmal inne.


„Bereust du es?“


Tom sah sie an.


Die ehrliche Antwort war komplizierter als ein Ja oder Nein.


„Ich versuche gerade noch zu verstehen, was passiert ist.“


Kirsten nickte.


Kein Drängen.


Keine gekränkte Miene.


„Das ist wahrscheinlich vernünftiger.“


„Vernünftig ist gerade ein schwieriges Wort.“


„Stimmt.“


Sie öffnete die Tür.


Draußen stand ein sichtlich genervter Reisender.


Sein Blick ging von Tom zu Kirsten und wieder zurück.


Niemand erklärte etwas.


Kirsten lächelte höflich.


„Ist frei.“


Sie gingen an ihm vorbei.


Erst einige Schritte weiter sah Kirsten zu Tom.


„Nicht umdrehen.“


„Hatte ich nicht vor.“


„Lügner.“


Tom musste grinsen.


Der Zugalltag nahm sie sofort wieder auf.


Helles Ganglicht. Stimmen. Ein vorbeiziehender Reisender mit einer Wasserflasche. Das gedämpfte Klackern einer Tür.


Für alle anderen waren sie zwei Fahrgäste.


Tom war sich trotzdem sicher, dass man ihm alles ansehen musste.


Kirsten strich ihre Bluse noch einmal glatt.


„Du denkst zu laut.“


„Ich habe nichts gesagt.“


„Eben.“


Sie gingen noch einige Schritte nebeneinander.


Dann blieb Kirsten stehen.


Erst jetzt zog sie ihr Smartphone hervor.


Tom sah sie an.


„Ich bin nicht besonders gut in bedeutungslosen Abschieden.“


Sein Herz schlug sofort wieder schneller, diesmal auf eine vollkommen andere Weise.


Er holte sein Telefon heraus.


Kirsten hielt ihres in der Hand.


„Nur, wenn du möchtest.“


Tom entsperrte das Display.


„Möchte ich.“


Sie tauschten ihre Kontaktdaten aus.


Keine großen Versprechen.


Keine Verabredung.


Nur zwei Namen auf zwei Displays.


Kirsten sah auf seines.


„Tom.“


„Kirsten.“


„Jetzt kannst du wenigstens nicht behaupten, du wüsstest nicht, wie ich heiße.“


„Diese Ausrede hatte ich fest eingeplant.“


„Dann musst du dir eine bessere suchen.“


Sie steckte ihr Telefon ein.


Noch einmal trafen sich ihre Blicke.


Tom wollte etwas sagen.


Kirsten schüttelte sanft den Kopf.


Nicht jetzt.


Er verstand.


Sie berührte kurz seinen Unterarm.


Dann ging sie.


Tom sah ihr nach, bis sie am Ende des Wagens verschwand.


Er blieb allein im Gang zurück.


Erst jetzt spürte er, wie erschöpft er war.


Die Euphorie war noch da, irgendwo unter seiner Haut, aber sein Körper verlangte plötzlich nach Ruhe. Seine Kehle war trocken. Das Hemd fühlte sich anders an als vorher, obwohl es dasselbe war.


Er lehnte für einen Moment den Rücken gegen die Wand.


Seine rechte Hand hing neben seinem Körper.


Der Ring fing das Licht auf.


Tom betrachtete ihn.


Zehn Jahre Ehe.


Jahre voller Fantasien, Blicke, Möglichkeiten, Situationen, die er sich ausgemalt und nie tatsächlich überschritten hatte.


Bis heute.


Er hätte sich gern erzählt, dass alles zu schnell gegangen war.


Dass Kirsten ihn überrascht hatte.


Dass es der Zug gewesen war, die Anonymität, der Abend, die Spannung davor.


Alles davon stimmte.


Nichts davon änderte die entscheidende Tatsache.


Er war mitgegangen.


Bei der Tür hatte sie ihm die Möglichkeit gegeben, umzudrehen.


Später ein zweites Mal.


Tom hatte sich entschieden.


Mehrmals.


Keine Katastrophe war eingetreten. Keine Sirene. Kein sofortiger Zusammenbruch seines Lebens.


Der Zug fuhr weiter nach München.


Menschen arbeiteten an ihren Laptops.


Irgendjemand telefonierte leise.


Und Tom Seidel hatte gerade zum ersten Mal seine Frau betrogen.


Nicht in Gedanken.


Nicht in einer Fantasie.


Tatsächlich.


Er richtete sich auf.


Dann ging er zurück.


Als er seinen Platz erreichte, arbeitete Katharina noch immer.


Oder tat zumindest so.


Ihr Laptop stand geöffnet vor ihr. Auf dem Bildschirm lagen Dokumente, deren Inhalt Tom nicht erkennen konnte. Sie hob erst den Blick, als er seine Tasche unter dem Sitz zurechtrückte und sich setzte.


Nur eine Sekunde.


Mehr brauchte sie nicht.


„Das Bordbistro scheint geholfen zu haben.“


Tom sah zu ihr.


Ihre Stimme war ruhig. Beiläufig.


Zu beiläufig.


„Wobei?“


Katharina wandte den Blick wieder ihrem Bildschirm zu.


„Sie wirkten vorher angespannter.“


Tom lehnte sich zurück.


Vor seiner Flucht ins Bistro hätte er jetzt versucht herauszufinden, was sie mit dem Satz bezweckte. Hätte jede Betonung geprüft, jedes kleine Spiel angenommen.


Nun interessierte es ihn überraschend wenig.


„Vielleicht brauchte ich nur etwas Abstand.“


Katharinas Finger ruhten auf der Tastatur.


Dann tippte sie weiter.


„Von mir?“


Tom musste lächeln.


„Sie stellen Fragen, deren Antwort Sie längst festgelegt haben.“


Jetzt sah sie ihn an.


Eisblaue Augen hinter einer vollkommen kontrollierten Miene.


„Das war keine Antwort.“


„Dann war Ihre Frage vielleicht nicht gut genug.“


Stille.


Vor einer Stunde hätte Tom sich über diesen Satz geärgert, sobald er ausgesprochen gewesen wäre. Zu viel. Zu direkt. Ein unnötiges Risiko.


Jetzt blieb er ruhig.


Katharina musterte ihn länger.


Etwas hatte sich verschoben.


Tom konnte nicht wissen, was sie dachte. Aber er sah, dass sie suchte. Nach der Unsicherheit, die vorher zwischen ihnen gewesen war. Nach der Reaktion, die sie mit wenigen Worten hatte hervorrufen können.


Sie fand sie nicht.


Katharina klappte den Laptop zu.


Langsam.


„Interessant.“


„Was?“


„Sie.“


Tom sah aus dem Fenster.


Die Landschaft glitt dunkel werdend vorbei.


„Das klingt fast wie ein Kompliment.“


„Dann haben Sie mich falsch verstanden.“


„Das beruhigt mich.“


Für einen Sekundenbruchteil zuckte etwas um ihren Mund.


Kein richtiges Lächeln.


Fast.


„Was ist passiert?“, fragte sie.


Tom drehte den Kopf zu ihr.


Die Frage war anders.


Weniger spöttisch.


Er ließ sich Zeit mit der Antwort.


„Warum muss etwas passiert sein?“


„Weil Menschen ihre Haltung nicht grundlos ändern.“


„Vielleicht haben Sie mich vorher falsch eingeschätzt.“


Das mochte sie nicht.


Er sah es daran, dass ihr Gesicht noch ruhiger wurde.


„Unwahrscheinlich.“


Tom lächelte.


„Da ist es wieder.“


„Was?“


„Die beeindruckende Bescheidenheit.“


Katharina sah ihn an.


Und diesmal lächelte sie wirklich.


Es war nur kurz, aber der Unterschied zu ihrem bisherigen Spiel war deutlich.


„Sie sind frecher geworden.“


„Vielleicht entspannter.“


„Das ist nicht dasselbe.“


„Stimmt.“


Sie schwieg.


Tom griff nicht nach dem Gespräch.


Auch das bemerkte sie.


Vorher hatte sie bestimmen können, wann Nähe entstand und wann sie sie wieder entzog. Tom hatte reagiert. Jetzt saß er neben ihr, ruhig, körperlich erschöpft und innerlich noch immer aufgeladen von einer Frau, von deren Existenz Katharina nichts wusste.


Er brauchte nichts von ihr.


Genau das schien sie zu interessieren.


Katharina legte eine Hand auf den geschlossenen Laptop.


Perfekt ruhig.


„Sie sind Ingenieur.“


Tom sah sie an.


„Das hatten wir schon.“


„Ich weiß.“


„Dann ist das jetzt ein Test?“


„Vielleicht interessiert mich, wie jemand, der beruflich von Kontrolle lebt, privat mit Unvorhergesehenem umgeht.“


Tom hätte beinahe gelacht.


Wenn sie wüsste.


„Schlecht“, sagte er.


Katharina hob eine Augenbraue.


„Eine bemerkenswert ehrliche Antwort.“


„Sie haben nach einer gefragt.“


„Nein. Ich habe eine Frage gestellt. Das ist nicht dasselbe.“


„Berufskrankheit?“


„Kompetenz.“


Tom nickte anerkennend.


„Natürlich.“


Wieder dieses fast unsichtbare Lächeln.


Das Gespräch glitt weiter, ohne dass einer von beiden den Moment benennen musste, in dem es persönlicher geworden war. Nicht vertraut. Dafür waren sie viel zu weit voneinander entfernt.


Aber weniger hart.


Katharina stellte Fragen, die nicht wie Verhöre klangen, und Tom antwortete, ohne ihr mehr zu geben, als er geben wollte. Manchmal ließ sie eine Pause stehen. Manchmal tat er es.


Sie testete ihn weiterhin.


Nur reagierte er nicht mehr so zuverlässig.


Einmal ertappte Tom sie dabei, wie sie ihn ansah, während er aus dem Fenster blickte.


Als er sich zu ihr drehte, wich sie nicht aus.


„Was?“


„Nichts.“


„Das glaube ich Ihnen nicht.“


„Das müssen Sie nicht.“


„Praktisch.“


„Sehr.“


Der Zug begann sich allmählich auf die Ankunft vorzubbeiten. Menschen bewegten sich häufiger durch den Wagen. Taschen wurden geschlossen, Mäntel gerichtet, Ladegeräte aus Steckdosen gezogen.


Tom sah auf sein Telefon.


Kirstens Kontakt stand darin.


Nur ein Name.


Keine Nachricht.


Er sperrte das Display sofort wieder.


„Erwarten Sie jemanden?“, fragte Katharina.


Tom sah zu ihr.


„Nein.“


Das war wahr.


Katharina hielt seinen Blick noch einen Augenblick.


Dann stand sie auf.


Tom beobachtete, wie selbstverständlich sie selbst in einem fahrenden Zug die Balance hielt. Jede Bewegung wirkte geplant, selbst wenn sie es vermutlich nicht war.


Sie nahm ihre Sachen zusammen.


Tom tat dasselbe.


Kurz darauf saßen beide wieder, bereit für die Ankunft.


Die letzten Minuten vergingen ungewöhnlich ruhig.


Katharina sah aus dem Fenster.


Tom fragte sich, ob das Spiel damit beendet war.


Ein Teil von ihm wäre am Beginn der Fahrt enttäuscht gewesen.


Jetzt dachte er an braune Haare, bernsteinfarbene Augen und einen Namen auf seinem Smartphone.


Kirsten.


„Ihr Telefon.“


Tom wandte den Kopf.


Katharina hielt ihm die Hand hin.


„Wie bitte?“


„Ihr Telefon.“


„Das klingt weniger nach einer Bitte.“


„Es war auch keine.“


Da war sie wieder.


Tom konnte nicht anders. Er grinste.


„Warum?“


Katharina sah ihn an, als hätte er gerade gefragt, warum Wasser nass sei.


„Wenn Sie es nicht wissen wollen, lassen Sie es.“


Tom zog sein Smartphone hervor, entsperrte es und reichte es ihr.


Sie nahm es.


Keine Hektik.


Keine Erklärung.


Ihre Finger bewegten sich kurz über das Display.


Dann gab sie ihm das Gerät zurück.


Ein neuer Kontakt war gespeichert.


Katharina Valerius.


Tom sah vom Display zu ihr.


„Privat“, sagte sie.


Nur dieses eine Wort.


Er steckte das Smartphone ein.


„Und wofür brauche ich Ihre private Nummer?“


Katharina nahm ihre Tasche.


„Das werden Sie herausfinden.“


„Sie gehen erstaunlich selbstverständlich davon aus, dass ich mich melde.“


Jetzt war es da.


Dieses seltene, kühle Lächeln.


„Nein, Herr Seidel.“


Sie stand auf.


„Ich gehe davon aus, dass Sie darüber nachdenken werden.“


Die Türen des Zuges öffneten sich wenig später in München.


Mit einem Mal löste sich die abgeschlossene Welt des ICE auf.


Menschen strömten auf den Bahnsteig. Rollkoffer klapperten über Fugen. Stimmen überlagerten sich. Reisende suchten Anschlüsse, blickten auf Displays, verabschiedeten sich, telefonierten.


Tom trat mit seinem Koffer aus dem Wagen.


Katharina war wenige Schritte vor ihm.


Kirsten sah er erst weiter hinten.


Nur für einen Moment.


Die langen kastanienbraunen Haare zwischen fremden Köpfen.


Sie drehte sich um.


Ihre Blicke trafen sich über die Menge hinweg.


Kein Winken.


Kein Ruf.


Kirsten lächelte.


Warm und klein.


Dann schob sich eine Gruppe Reisender zwischen sie.


Als der Blick wieder frei wurde, war sie verschwunden.


Tom blieb einen Augenblick stehen.


„Sie blockieren den Weg.“


Katharinas Stimme neben ihm.


Er drehte sich um.


Sie stand bereits vollkommen gefasst da, als wäre die Zugfahrt nichts weiter gewesen als eine weitere Strecke zwischen zwei Terminen.


„Entschuldigung.“


„Das klingt nicht nach Ihnen.“


„Sie kennen mich seit ein paar Stunden.“


„Das reicht für erste Hypothesen.“


Tom schob den Griff seines Koffers aus.


„Und Ihre Trefferquote?“


Katharina sah ihn an.


„Normalerweise sehr hoch.“


„Normalerweise.“


Ihre Augen verengten sich minimal.


Tom lächelte.


Katharina erwiderte es nicht.


Doch sie ging auch noch nicht.


„Einen angenehmen Abend, Herr Seidel.“


„Ihnen auch, Frau Valerius.“


Sie wandte sich ab.


Nach wenigen Schritten blieb sie stehen und sah über die Schulter zurück.


„Und Tom?“


Er hob die Augenbrauen.


„Ja?“


„Verwechseln Sie neue Gelassenheit nicht mit Unverwundbarkeit.“


Dann ging sie.


Tom sah ihr nach.


Zwei Frauen.


Zwei Telefonnummern.


Zwei vollkommen unterschiedliche Abschiede.


Vor wenigen Stunden hatte er Berlin als Ehemann und Familienvater verlassen, unterwegs in eine gewöhnliche Münchner Arbeitswoche.


Nun stand er mit seinem Koffer im Münchner Hauptbahnhof und wusste nicht einmal mehr genau, ab welchem Moment dieser Abend aufgehört hatte, gewöhnlich zu sein.


Wahrscheinlich war das die falsche Frage.


Er zog sein Smartphone heraus.


Zwei neue Kontakte standen darin.


Kirsten.


Katharina Valerius.


Tom betrachtete die Namen kurz.


Dann sperrte er das Display.


Morgen begann seine Arbeitswoche.


Heute musste er nur noch nach Schwabing.


Er nahm seinen Koffer und ging allein weiter.

*Ende S1F2 WasWirBegehren - KONTROLLVERLUST

**TEASER AUF S1F3 WasWirBegehren - DIE GEKRÄNKTE EITELKEIT


In der U-Bahn Richtung Schwabing stand Tom wenig später einer jungen Frau gegenüber, die er noch nie zuvor gesehen hatte.


Ari musterte den Mann mit dem Koffer und der schlichten Brille.


Als die Türen sich öffneten, ging Ari an ihm vorbei.


Kurz vor dem Aussteigen drehte sie sich noch einmal um.


Und schenkte ihm ein herausforderndes Lächeln…

**Doppelleben**

Kommentare


Doppelleben
(AutorIn)
dabei seit: Sep '26
Kommentare: 3
Doppelleben
schrieb am 20.10.2026:
»Hallo zusammen,

ich bin **Doppelleben** und möchte euch hier die zweite Folge meiner fortlaufenden Romanserie vorstellen.
Ich starte hier mit der ersten Staffel und bin sehr gespannt, wie die Geschichte -im gesamten Kontext- bei euch ankommt.

Über Rückmeldungen freue ich mich ausdrücklich
**positive genauso wie kritische**
**Auch Wünsche und Anregungen lese ich gerne**

Gerne könnt ihr mich auch direkt anschreiben.

PS: Ich nehme eure Kommentare konstruktiv sehr ernst. Leider habe ich direkt nach der S1F1 die S1F2 veröffentlicht. Somit konnte keines eurer bereits zahlreichen Feedbacks zu S1F1 in S1F2 einfließen.
Aber dafür dürft ihr umso gespannter auf S1F3 sein! Hier sind so einige Dinge verbessert, die ich mir zu Herzen genommen habe.

Vielen Dank im Voraus und viel Spaß beim weiterlesen!

**Doppelleben**«

ValentinoM
dabei seit: Apr '25
Kommentare: 48
Valentino Montana
schrieb am 18.10.2026:
»Eine handlungsarme Geschichte wird nicht dadurch besser, das man sie mit extrem vielen Absätzen auseinander reisst.

Das Stilmittel der betonten Worte versagt hier völlig.«

Juergen47
dabei seit: Jun '26
Kommentare: 24
Jürgen47
schrieb am 18.10.2026:
»Die Vorliebe des Autors für extrem kurze Sätze und jeden in einer einzelnen Zeile zu schreiben, verbuche ich mal unter der Rubrik "künstlerische Freiheit". Insgesamt fand ich diesen Teil schwer lesbar, erotisch so la la und die Sprache des gesamten Textes kam mir ziemlich aufgeblasen vor.

Ich hatte beim Lesen das Gefühl, als wolle der Autor dem Leser bei jedem Wort, jedem Satz darauf hinweisen, welch existenzielle Bedeutung darin steckt. Das ist natürlich ein beliebtes Stilmittel, wenn es aber so inflationär eingesetzt wird, wie es hier der Fall ist, dann geht der Schuss nach hinten los.

Mein Highlight in diesem Text sind diese beiden Sätze: "Der ICE fuhr weiter. Das war beinahe das Seltsamste an allem."«

Pirat
dabei seit: Nov '00
Kommentare: 555
schrieb am 18.10.2026:
»Mir gefällt die Grundidee dieser Geschichte sehr. Ein Doppelleben beginnt. Handlungsarm? Das sehe ich ganz anders. Ich mag den ruhigen Beginn dieser Story. Fühle mich in die Handlung hineingezogen und bin darauf gespannt wie fortgesetzt wird. Was will man mehr, als den Raum für eine große Geschichte vorzubereiten? Dabei habe ich das Gefühl, daß meine Erwartung nicht enttäuscht wird.«


Kommentar verfassen Kommentar verfassen
AutorIn schreiben AutorIn schreiben
Autorinformationen Autorinfos
 Geschichte melden
 loading...
MehrteilerAlle Teile in einer Übersicht