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Lesungen: 47 | Bewertung: 6.00 | Kategorie: Wifesharing | veröffentlicht: 28.04.2026

Sollbruchstellen 02 - Beute

von

Draußen schlug ihm die Kälte entgegen, doch er spürte sie kaum. Er war beschwingt, fast euphorisch. Er dachte an Günter, das kleine Würstchen, und wie er ihm morgen in der Kneipe gegenübertreten würde. Er würde ihm noch nichts verraten, kein Wort über das Krankenhaus, keinen Ton über die Karte in seiner Tasche. Er wollte sehen, wie Günter zappelte. Er stieg in den Wagen, der Motor grollte dumpf auf, und er fädelte sich wieder in die nächtliche Stille ein.


Sein Blick glitt über die Fassaden, die Schatten in den Hauseingängen, immer auf der Suche nach einem Signal, einer Unregelmäßigkeit. Das Adrenalin des Tages war noch nicht ganz verflogen, und sein Körper spannte sich an, als er die Szenerie am Straßenrand erblickte. Ein Mann, ein Auto, eine zerrende Bewegung. Eine Frau, die sich versteifte, deren weiß bestrumpfte Knöchel in den Sandalen einen vergeblichen Halt auf dem Asphalt suchten.


Das Anhalten, das Aufleuchten der Warnblinker und das Aufspringen der Fahrertür geschah in einer fließenden Bewegung, so präzise wie der Sprung einer Raubkatze. Hagen stand plötzlich da, massiv und bedrohlich. Ein kurzes, grollendes Wort reichte, und der andere – der schwächliche Ex-Freund – ließ los und verschwand in der Anonymität der Nacht.


Dann geschah es. Frida-Marie, zitternd und von der plötzlichen Stille überrumpelt, warf sich ihm entgegen.


„Danke... oh Gott, danke! Sie haben mich gerettet!“


In dem Moment, als ihr Körper gegen seinen prallte, spürte Hagen es. Es war kein Mitleid, das in ihm aufstieg. Es war das Erwachen des sexuellen Raubtiers. Er spürte die Wucht ihrer großen, festen Brüste, die ohne den Schutz eines BHs gegen seinen Brustkorb drückten. Er spürte die Hitze ihrer Haut unter dem dünnen Top. Sein Atem stockte für den Bruchteil einer Sekunde, während sein Blick gierig die dunklen Warzenhöfe registrierte, die sich durch den Stoff abzeichneten.


„Ganz ruhig“, sagte er, und seine Stimme war nun tief, fast ein Schnurren. „Ich bin ja da.“


Frida-Marie sah ihn aus einem freundlichen, aber verzweifelten Gesicht an. „Und wie komme ich jetzt nach Hause? Er wollte mich fahren und wurde dann so ... zudringlich. Ich konnte doch nicht...“


„Natürlich nicht“, unterbrach er sie sanft, während er sie bereits zum Wagen dirigierte. „Ich bringe Sie nach Hause. Steigen Sie ein.“


Während der langsamen Fahrt begann sie zu reden. Die Worte sprudelten aus ihr heraus wie aus einem gebrochenen Damm. Sie erzählte von der Staatsbibliothek, von der Ordnung der Bücher, von ihrem Masterabschluss und der Enge ihrer bisherigen Welt. Sie sprach fast fieberhaft von Karl May und davon, dass wahre Kunst doch darin bestehe, in das Innere des Gegenstandes einzudringen, um sein Wesen zu erfassen. Die Realität des heutigen Abends habe sie jedoch so erschreckt, dass sie ihr Inneres kaum mehr wiedererkenne. Hagen hörte nur halb zu, eigentlich hörte er überhaupt nicht zu. Sein Blick war ein Dieb. Er weidete sich an ihren langen, nackten Beinen, die im fahlen Licht der Straßenlaternen schimmerten. Bei jeder Bodenwelle hüpften ihre Brüste unter dem luftigen Top – eine rhythmische Provokation, die seinen Hunger ins Unermessliche steigerte. Er überlegte, wie er diesen durchgeistigten Menschen ohne Zwang in sein Bett bekommen könnte.


„Wissen Sie“, sagte er, als sie sich seinem Viertel näherten, „ich hatte einen verdammt langen Tag. Mein Hunger ist geradezu... gewaltig. Ich muss kurz bei mir halten, um etwas zu essen. Kommen Sie doch mit rein. Ein Drink wird Ihre Nerven beruhigen. Sie sind ja noch ganz aufgelöst.“


Frida-Marie zögerte kurz, sah in sein maskulines Gesicht und willigte ein. Sie ahnte nicht, dass sie gerade von einem Käfig in den nächsten trat.


„Nennen Sie mich doch einfach Hagen“, sagte er, während er den Wagen behutsam wieder anfahren ließ. „In dieser Nacht gibt es kein Protokoll.“


Sie sah ihn von der Seite an, ein kurzes Lächeln legte sich über ihr Gesicht. „Dann bin ich Frida-Marie. Es fühlt sich... richtiger an, wenn du mich rettest, ohne dass wir uns siezen.“


Vor dem alten Backsteinbau aus den 1930er Jahren hielten sie. Hagen stieg aus und bedeutete ihr, vorzugehen. Die schmale Treppe hinunter in das Souterrain war dunkel. Er genoss den Anblick ihres schwingenden Faltenrocks von oben, sah, wie der Stoff über ihre Schenkel glitt. Er blieb dicht hinter ihr, ein Schatten, der dafür sorgte, dass die Beute nicht mehr umkehren konnte. Unten angekommen, öffnete er die schwere Tür zu seinem Reich.


Sie betraten den Raum, der nur vom fahlen Schein der Straßenlaterne durch das Souterrainfenster oberhalb ihrer Köpfe gespenstisch markiert wurde. Frida-Marie ging voran, ihre Schritte klangen hohl auf dem Boden, während Hagen wie ein Schatten hinter ihr blieb. Das lautlose Einrasten des Riegels hinter seinem Rücken war das Ende ihrer Flucht; die Beute war im Bau.


Mit sanftem, aber unwiderstehlichem Druck schob er sie tiefer in das Halbdunkel, bis ihre Knie gegen einen Stuhl stießen. „Setz dich“, befahl er leise. „Ich hole uns einen Drink in der Küche. Damit du ruhiger wirst.“


„Gibt es hier kein Licht?“, fragte sie, und ihre Stimme zitterte leicht in der drückenden Stille.


„Doch“, kam seine Stimme aus der Dunkelheit, „du musst nur den Arm heben. Der Schalter ist mitten an der Wand, Altbau-Eigenheit.“


Frida-Marie hob den Arm, ihre Finger ertasteten den kalten Kunststoff und drückten zu. Ein gedämpftes, fast blutiges Rotlicht flutete den Raum. Als ihre Augen sich an die Farbe gewöhnten, registrierte ihr Verstand die Umgebung wie ein Verzeichnis in der Staatsbibliothek.


Schräg gegenüber dominierte ein gewaltiges Eisenbett mit hohen Gittern an Kopf- und Fußende. Die dunkelroten Laken wirkten wie eine Einladung und eine Drohung zugleich. An den Eisenstäben entdeckte sie die Lederfesseln, die schwer herabhingen. Ihr literarisches Gedächtnis schaltete sich sofort ein – die düsteren Illustrationen aus den Rarissima-Beständen von Leopold von Sacher-Masoch flackerten vor ihrem inneren Auge auf. Sie sah die Venus im Pelz vor sich, die ästhetisierte Unterwerfung, die sie bisher nur als kulturhistorisches Phänomen begriffen hatte. Doch seltsamerweise blieb der Schreck aus. An den Wänden hingen grob mit Tesa fixierte Mittelseiten aus Pornomagazinen, eine krasse, vulgäre Antithese zu den ledergebundenen Klassikern ihrer Arbeitswelt.


Ihr Blick blieb an einem aufgeschlagenen Heft auf dem Tisch hängen. Eine nackte Frau, kniend zwischen zwei stehenden Männern, die Hände fest um deren Glieder geschlossen, der Mund erwartungsvoll geöffnet. Frida-Marie spürte ein Ziehen in ihrem Unterleib; ihr Körper begriff die Mechanik dieser Lust schneller als ihr Geist.


Hagen kehrte zurück, in jeder Hand ein Wasserglas, das zur Hälfte mit schwerem Cognac gefüllt war. Er stellte die Gläser ab und sah, wohin ihr Blick gewandert war. „Ich sehe, du hast dich schon einmal umgesehen. Gefällt es dir?“


Frida-Marie straffte den Rücken, die akademische Schutzhülle legte sich wie ein hauchdünner Panzer um sie. „Es erinnert mich an die literarischen Exzesse des 19. Jahrhunderts“, sagte sie mit leicht belegter Stimme. „Sacher-Masoch hätte seine Freude an dieser archetypischen Inszenierung von Macht und Schmerz gehabt...“


Hagen lachte nicht. Er trat auf sie zu und kniete sich direkt vor sie nieder. Er hob die rechte Hand und tippte ihr mit dem Zeigefinger fast hart gegen die Stirn.


„Glaubt der Bücherwurm wirklich, dass das, was er in seinen staubigen Seiten findet, das Leben ist?“, seine Stimme war jetzt ein tiefes Grollen. Er ließ den Finger von ihrer Stirn langsam nach unten wandern, über ihre Nase bis zu ihren Lippen. „Nicht da oben in deinem Kopf findet das Leben statt, Frida-Marie. Das da oben sind nur gedruckte Lügen. Das Leben findet hier unten statt...“


Er hielt den Finger fest gegen ihre Stirn gepresst, während seine linke Hand mit raubtierhafter Sicherheit unter ihren Faltenrock glitt. Er suchte nicht lange; er fand die Hitze und die Feuchtigkeit, die bereits an der Innenseite ihrer Oberschenkel haftete. Als er seine Finger zurückzog, glänzten sie im Rotlicht. Er führte Mittel- und Zeigefinger zu ihren Lippen und drückte sie sanft dagegen.


„Das hier sagt dein Körper“, flüsterte er. „Er lügt nicht. Er will leben!“


Frida-Marie öffnete wie in Trance den Mund, ihre Zunge umschloss seine Finger und sie schmeckte zum ersten Mal ihre eigene, schwere Süße.


Als Frida-Marie den Geschmack ihrer eigenen Erregung von Hagens Fingern nahm, zerbrach die letzte Bastion ihrer bibliothekarischen Ordnung. Hagen wartete nicht. Er erhob sich, packte sie bei den Oberarmen und hob sie förmlich vom Stuhl. Die Cognacgläser blieben unberührt auf dem Tisch stehen; das Feuer, das nun brannte, brauchte keinen Alkohol mehr.


Er warf sie nicht aufs Bett. Er legte sie ab, als wäre sie ein besonders kostbares Manuskript, das er nun Seite für Seite aufschlagen würde – aber nicht, um darin zu lesen, sondern um es sich einzuverleiben. Das Rotlicht tauchte ihre Haut in eine Farbe, die irgendwo zwischen Scham und glühendem Verlangen lag. Frida-Marie spürte das kühle, unnachgiebige Metall des Eisenbetts in ihrem Rücken, ein scharfer Kontrast zu der Hitze, die von Hagen ausging, als er über ihr aufragte.


„Du hast zu viel gelesen, Frida-Marie“, flüsterte er, während er ihre Handgelenke packte und sie über ihrem Kopf an die kalten Eisenstäbe presste. Seine Stimme war nur noch ein raues Vibrieren. „Jetzt schreiben wir eine neue Geschichte. Eine ohne Fußnoten. Eine, die du morgen noch auf deiner Haut spüren wirst.“


Mit einem einzigen, herrischen Ruck schob er ihr Top nach oben. Frida-Marie schloss die Augen, als seine rauen Handflächen ihre Taille fanden. In diesem Moment gab es keine Bibliotheken mehr, keine Klassiker und keine Ordnung. Es gab nur noch das Gewicht seines Körpers und das Versprechen einer Nacht, die alles zerstören würde, was sie bisher über sich selbst zu wissen glaubte. Die Befreiung ihrer Brüste war für Hagen der Moment der totalen Inbesitznahme. Er betrachtete das „Holz vor der Hütte“, wie er es innerlich nannte – die schweren, festen Rundungen, deren ausgeprägte Vorhöfe im Rotlicht fast schwarz wirkten. Die Warzen standen bereits wie kleine Ausrufezeichen der Lust im Raum.


Frida-Marie aber blickte an ihm vorbei zum Tisch, wo das aufgeschlagene Pornoheft im roten Schein leuchtete. „Dieses Bild...“, flüsterte sie, „ich habe so etwas noch nie zuvor gesehen, weder in einem Buch noch in der Wirklichkeit. Aber es hat mich zutiefst berührt. Es ist... so direkt.“


Hagen folgte ihrem Blick, ein wissendes Lächeln spielte um seine Mundwinkel, während er sich über sie schob. „Ich weiß genau, was du meinst. Direkt gegenüber am Fußende hängt der Flatscreen. Ich habe jede Menge Clips, und ich weiß genau, in welchem diese Szene vorkommt.“ Er fixierte ihre Augen, während seine Hände ihre Handgelenke nach oben zu den Eisenstäben führten. „Den schauen wir uns jetzt gemeinsam an. Und dann spielen wir das nicht nach, Frida-Marie. Wir werden es tun.“


Hagen verlor keine Zeit. Während auf dem Flatscreen am Fußende des Bettes die Bilder in harten, rhythmischen Schnitten flackerten, griff er nach Frida-Maries Knöcheln. Er spreizte ihre langen, ungeschützten Beine mit einer Selbstverständlichkeit, die keinen Widerspruch duldete, und drückte ihre Knie weit nach außen, bis die Gelenke des alten Eisenbetts leise ächzten. Das Klicken der Lederfesseln an den kühlen Eisenstäben war ein metallischer Schlussakkord für ihre Freiheit. Sie war nun festgesetzt, ausgebreitet wie ein Schmetterling unter der Nadel eines Sammlers.


Frida-Marie lag da, fixiert an den Hand- und Fußgelenken, die Beine weit offen für seinen Blick und seinen Zugriff. Sie starrte auf den Bildschirm, wo die Frau aus dem Heft nun in Bewegung zu sehen war, hingegeben an eine Lust, die Frida-Marie bisher nur als abstrakte Vokabel kannte.


Als er erstmals seinen Mund über einen der erigierten Nippel schloss, entfuhr Frida-Marie ein Laut, den sie in keinem ihrer Bücher je gefunden hatte. Es war ein tiefes, kehliges Stöhnen, das aus den Abgründen ihres Beckens aufstieg. Sie spürte, wie ihr Körper reagierte. Es war ein archaischer Prozess, den kein Buch sie gelehrt hatte: Das Blut wich aus ihrem Kopf, die klugen Gedanken an Sacher-Masoch, an die Staatsbibliothek und die Ordnung der Dinge verblassten zu grauen Schatten. Die Hormone übernahmen das Kommando. Mit jedem Herzschlag wurde ihr Gehirn leerer, während sich die Hitze in ihrem Schoß staute, bis sie fast schmerzhaft pulsierte. Das Blut floss dorthin, wo das Leben forderte, gelebt zu werden.


Hagen sah das Leuchten in ihren Augen, das nichts mehr mit Verstand zu tun hatte. Er sah, wie sie sich gegen die Fesseln stemmte, nicht um zu fliehen, sondern um ihm entgegenzukommen. Er vergrub seine Hände in dem dunklen, dichten Haar ihres Schoßes, das sie niemals einer modischen Rasur geopfert hatte.


In Frida-Maries schwindendem Bewusstsein blitzte ein letztes Bild auf, eine Erinnerung aus der kühlen Stille der Pariser Galerien: Gustave Courbets L’Origine du monde. Sie war stets wie gebannt vor diesem Rahmen stehen geblieben, hatte die Radikalität bewundert, mit der Courbet alles Überflüssige weggeschnitten hatte. Kein Gesicht, das vom Wesentlichen ablenkte, keine Hände, die Scham vorgaukelten. Nur dieser unerbittliche, fast klinische Fokus auf das Zentrum des Seins.


Sie sah vor ihrem inneren Auge wieder das fleischige Rosé der Haut, den dunklen, dichten Wirbel der Schamhaare, der so vollkommen ohne Frisur und bürgerliche Ordnung auskam. Courbet hatte die Frau nicht idealisiert; er hatte sie als das gemalt, was sie war: Fleisch, Sehnsucht und Ursprung.


In diesem Moment, als Hagens raue Handflächen ihre Taille fanden und die kühle Luft des Zimmers auf ihre entblößte Haut traf, begriff sie es. Sie war nicht mehr die distanzierte Betrachterin, die das Werk kunsthistorisch einordnete. Die Grenze zwischen Leinwand und Leben war eingerissen. Sie war das Gemälde. Sie war das warme Fleisch auf dem zerwühlten Laken, der radikale Mittelpunkt, der keine Worte mehr brauchte. Sie war der Ursprung.


Der hormonelle Sturm erreichte siedend seinen Höhepunkt. Ihr Blick verfing sich in der synchronen Bewegung auf dem Flatscreen, wo die Frau nun genau das tat, was Frida-Marie im tiefsten Inneren erschütterte. Sie sah ihr eigenes Spiegelbild im Glas des Bildschirms, das mit den flackernden Pornografien verschmolz.


In einer plötzlichen, verzweifelten Klarheit vergaß sie alle akademische Zurückhaltung. Sie begann zu betteln – ein heiseres, ungefiltertes Flehen, das durch den Raum schnitt. Sie wollte nicht mehr nur das kühle Metall oder Hagens Hände spüren; sie bettelte darum, sein Glied endlich in ihrem Mund zu spüren, die totale Ausfüllung, so wie sie es auf dem Schirm sah. Es war der Moment, in dem die Sprache der Bücher endgültig der Sprache der Gier wich.


Als Hagen schließlich ihren stummen Wunsch erhörte und ihr sein Glied entgegenführte, fegte die bloße physische Präsenz die letzten Reste ihrer Identität hinweg. Theorie wurde zu Fleisch, als sie ihn mit einer Gier empfing, die keine bibliothekarische Ordnung kannte. Die ersten Stöße in ihren Mund waren noch forschend, fast sanft, doch Frida-Marie wollte die totale Auslöschung ihres Denkens. Sie umschloss seinen harten Schaft mit einer Intensität, die sie selbst erschreckte, und sog ihn tief in sich hinein, bis die glatte, heiße Eichel ihren Rachen reizte und ihr Tränen der Lust in die Augen trieb.


Mit jedem brachialen Stoß, den Hagen nun tiefer und rücksichtsloser ausführte, antwortete sie mit der Geschmeidigkeit ihrer Zunge. Sie umspielte den Schaft, wenn er sich wieder aus ihr zurückzog, nur um ihn im nächsten Moment noch gieriger zu umschließen. Als sie mit der Zungenspitze gezielt sein empfindsames Vorhautbändchen bearbeitete, spürte sie das gewaltige Aufbäumen seines Körpers – eine direkte, elektrische Antwort auf ihre Hingabe. In diesem Moment war sie kein denkendes Wesen mehr; sie war ein bebendes Gefäß für seine Lust, das bei jedem Eindringen das animalische Echo ihrer eigenen Gier in den Raum stöhnte.


Stunden später lag sie immer noch in den Fesseln, während Hagen sich von ihr gelöst hatte, um neben ihr zu liegen. Die Luft im Souterrain war schwer von Schweiß, Cognacdunst und dem Geruch von Sex.


Frida-Marie starrte an die Decke, wo das Licht der fernen Straßenlaterne tanzte. Ihr Verstand begann langsam wieder zu arbeiten, aber er war verändert. Sie dachte an Karl May und sein Leitmotiv. Sie war in ihr eigenes Inneres eingedrungen, tiefer als je zuvor, und nun kehrte sie nach außen zurück – aber das Äußere, ihr Körper, war nun im Einklang mit der dunklen Wahrheit, die sie dort gefunden hatte.


Hagen griff wortlos nach einem der Lederriemen, löste ihn und ließ ihren Arm sanft auf die Matratze sinken.


„Schlaf jetzt, kleiner Bücherwurm“, brummte er, bereits halb im Übergang zum Reich der Träume.


Frida-Marie drehte den Kopf zur Seite, sah sein massives Profil im Halbschatten und spürte eine erschöpfte, fast demütige Zufriedenheit. Bevor sie in den tiefen, traumlosen Schlaf hinabglitt, der nur jene ereilt, die bis an ihre Grenzen gegangen sind, dachte sie an die unzähligen Seiten, die sie in ihrem Leben gewendet hatte.


Hagen hatte kein Wort über sie gelesen, aber er hatte jede Zeile ihres Körpers neu geschrieben. Er hatte ihren Geist zum Schweigen gebracht, um die Geschichte ihrer Haut zu erzählen. Und während sie die Schwere ihrer Glieder genoss, begriff sie die süße Ironie ihres Schicksals: Sie war als Bibliothekarin in dieses Souterrain gekommen – und erwachte als das einzige Buch, das er jemals mit solch brutaler Leidenschaft studiert hatte.


Die Fahrt zur Kneipe am nächsten Morgen war geprägt von einer seltsamen Asymmetrie. Hagen saß breitbeinig am Steuer, den Arm lässig aus dem Fenster, während Frida-Marie daneben hockte. Sie fühlte sich wund, innerlich wie äußerlich, und die weißen Söckchen wirkten in dem staubigen Wagen fast wie ein Hohn auf die Nacht, die hinter ihnen lag. „Ich muss da nur kurz was Geschäftliches regeln“, brummte Hagen. „Danach fahre ich dich heim, mein kleiner Bücherwurm. Versprochen.“


Als sie die Kneipe betraten, schlug ihnen die abgestandene Luft von billigem Tabak und Putzmittel entgegen. Günter saß bereits in einer Ecke, das erste Bier fast geleert, ein kühler Fremdkörper in dieser Umgebung.


Hagen wartete nicht ab. Er schob Frida-Marie förmlich vor sich her ins Zentrum des Raumes. „Leute, schaut euch das an!“, brüllte er in die Runde der wenigen Vormittagsgäste. „Ist euer Hagen nicht ein Held? Gestern Nacht am Straßenrand aufgegabelt – eine echte Akademikerin, frisch aus der Bibliothek!“


Er packte Frida-Marie grob an der Schulter und lachte laut auf. „Die wusste gar nicht, wie ihr geschah. Ein ganzer Masterabschluss im Kopf, aber untenrum staubtrocken wie ihre Bücher. Aber das habe ich dir ja jetzt beigebracht, was, mein süßer kleiner Bücherwurm?“


Frida-Marie stand wie versteinert. Ein Teil von ihr, der Teil der Literaturwissenschaftlerin, war fassungslos über diese öffentliche Bloßstellung. Doch ein anderer, dunklerer Teil, der noch immer von den Hormonen der Nacht befeuert wurde, empfand eine bizarre Bewunderung für diese archaische Rücksichtslosigkeit. Sie war jetzt kein Mensch mehr, sie war eine Trophäe.


„Sie hat gebettelt, Leute!“, setzte Hagen noch einen drauf. „Gefleht hat sie, dass ich sie in jeder Stellung nehme, die ich auf meinem Flatscreen finden konnte. Bis zur Besinnungslosigkeit haben wir’s getrieben.“ Um seine Worte zu unterstreichen, griff er plötzlich zu. Er zog ihr luftiges Top mit einer schnellen Bewegung nach oben, sodass ihre schweren Brüste im fahlen Licht der Kneipe frei lagen. Die großen, dunklen Warzenhöfe und die festen Spitzen waren für jeden sichtbar – ein ungeschöntes Zeugnis seiner nächtlichen Eroberung. „Seht euch das Holz an! Fest wie Eiche! So wie ich es so sehr liebe!“


Frida-Marie starrte zu Boden, das Gesicht gerötet, während Hagen ihr herzhaft in einen Nippel kniff. Der Schmerz mischte sich mit dem Echo der Lust vom Vorabend. Sie war das Gemälde von Courbet, das nun in einer Schmuddelkneipe ausgestellt wurde.


Günter beobachtete das Spektakel, ohne eine Miene zu verziehen. Seine Unsicherheit war für einen Moment hinter seinen Brillengläsern aufgeblitzt – dieser Hagen war unberechenbarer und roher, als er kalkuliert hatte. Aber genau das bestärkte ihn in seinem Plan: Wenn dieses Raubtier eine junge Intellektuelle in einer einzigen Nacht so brechen konnte, dass sie hier halb nackt vor Saufköpfen stand und es über sich ergehen ließ, dann war er das perfekte Instrument für den Test an seiner Frau.


„Setz dich, Hagen“, sagte Günter leise, als hätte er genug gesehen. „Wir haben zu reden.“


Hagen rülpste leise und sah Günter aus kleinen, wachen Augen an. „Du starrst mich an, Günter. Was ist los? Zu viel gefeiert oder zu wenig zu Hause?“ Er ließ Frida-Maries Top fallen, als hätte er eine Ware präsentiert, deren Qualität nun außer Frage stand. Er tätschelte ihr unsanft den Hintern und schob sie auf einen freien Stuhl. „Setz dich und sei brav“, brummte er.


Günter klammerte sich an sein Glas. „Sie ist zu gut für mich, Hagen. Das ist das Problem. Gudrun ist eine Göttin in Weiß. Manchmal frage ich mich, ob sie überhaupt noch weiß, wie sich echter Dreck anfühlt.“ Er machte eine Pause, der Schweiß auf seiner Oberlippe war kalt. „Ich wette, sie würde bei einem wie dir gar nicht erst merken, wie ihr geschieht. Sie ist so sicher in ihrer geordneten Welt, dass sie die Gefahr gar nicht mehr erkennt.“


Hagen lehnte sich zurück; die billige Plastiklehne des Stuhls knarrte bedrohlich unter seinem massiven Rücken. Er genoss den beißenden Geruch von abgestandenem Rauch – es war sein Revier. In seinem Inneren jedoch arbeitete bereits die Erinnerung an die sterile Kälte des Klinikums. Diese Oberärztin ... eine Frau, die Latein sprach und Menschen aufschnitt, und die doch so verdammt genau gewusst hatte, was er bezweckte, als sie seine Finger „untersuchte“. Ein dunkler Reiz flackerte in seinen Augen auf; es war nicht mehr nur Jagdfieber, es war die Gewissheit des Wissenden. Er hatte das Fleisch bereits unter seinen Händen gespürt, den Schein, den sie so mühsam aufrechterhalten wollte, und den flackernden Hunger dahinter.


„Du weißt, was die Weiber bei mir suchen, Günter“, grinste Hagen dreckig und ließ das Bierglas hart auf den Tisch knallen. „Die wollen keinen, der ihnen Gedichte vorliest. Deine Frau ... die ist doch bestimmt so eine, die beim Vögeln die Decke nach Flecken absucht, oder?“


Hagen genoss den Moment. Er dachte an das kurze, aufgeladene Zusammentreffen im Krankenhaus, als er Gudrun bereits gegenübergestanden hatte – unbemerkt von Günter, wie ein Wolf am Zaun. Er wusste bereits, wie ihr Blick flackerte, wenn man sie frontal angriff. Er hielt die Karte in der Tasche wie einen Trumpf und genoss den perversen Triumph, dass Günter ihm seine eigene Frau nun förmlich auf dem Silbertablett servierte.


„Wenn ich da aufkreuze, bleibt von ihrem hohen Ross nicht viel übrig“, fuhr Hagen fort, die Stimme nun ein gefährliches Gurren. „Willst du wirklich wissen, wie die Frau Oberärztin klingt, wenn sie um mehr bettelt?“


Günter schluckte schwer. Er starrte in sein Glas. Er wollte, dass Hagen dieses klinische, perfekte Bild von Gudrun zertrümmerte. Er wollte wissen, was unter dem weißen Kittel wirklich vorging.


„Ich will kein langes Gerede, Hagen“, begann Günter leise, ohne auf Frida-Marie zu achten, die bleich neben ihnen saß. „Ich will wissen, ob sie einknickt. Geh einfach hin. Sie ist allein. Zeig ihr, was sie in ihrer sterilen Klinikwelt nicht findet. Ich will wissen, wie weit du kommst.“


Hagen lachte, ein kurzes, trockenes Bellen. „Du willst wissen, ob sie springt, wenn ich pfeife? Wenn ich erst einmal anfange, sie richtig anzupacken, gibt es kein Zurück mehr. Dann ist sie nicht mehr die Frau Doktor, dann ist sie nur noch Fleisch, das unter mir bebt.“


Frida-Marie schüttelte den Kopf, ihre Stimme zitterte vor Abscheu. „Das ist widerwärtig. Ihr redet über sie wie über ein Stück Vieh. Das ist keine Ehe mehr, das ist ... das ist krank.“


Hagen fuhr herum und fegte ihre Worte beiseite. „Halt den Mund, du kleiner Bücherwurm! Ich glaube, du hast wieder zu viel im Kopf. Vielleicht sollten wir mal kurz auf die Toilette gehen, damit ich dir deinen Schädel wieder richtig durchpuste? Ich besorg es dir dort auf der Spülung, oder soll ich es lieber gleich hier auf dem Tisch tun, damit Günter mal sieht, wie ein echter Mann zupackt?“


Frida-Marie schwieg, erschrocken und endgültig gebrochen. Hagen wandte sich wieder Günter zu, seine Augen verengt. „Du hast Angst, Günter. Angst, dass ich recht habe. Dass deine Gudrun nur darauf wartet, dass einer wie ich kommt und ihr zeigt, wo der Hammer hängt.“


Günter beugte sich vor, sein Gesicht war eine Maske aus Schweiß und Erregung. „Sie ist heute Abend allein im Haus“, sagte er, und seine Stimme war nur noch ein heiseres Flüstern. „Geh hin, Hagen. Bring alles durcheinander. Schau mal nach, ob die Frau Doktor auch nur aus Blut und Lust besteht, wenn man sie an der richtigen Stelle anfasst.“


Hagen stellte das Glas ab. Die Grobschlächtigkeit in seinem Gesicht wich einer gefährlichen Neugier. „Und du? Was machst du, während ich deine Frau ‚untersuche‘?“


„Ich bleibe hier sitzen“, flüsterte Günter und er mied dabei Frida-Maries entsetzten Blick. „Und warte einfach, bis die Welt in Scherben liegt.“


Hagen schnappte sich die Weinflasche. „Ich sag ihr, du hättest eine Panne. Mal sehen, wie weit ihre ärztliche Nächstenliebe geht. Ich bin in zwanzig Minuten wieder da.“ Er stürmte hinaus in den Vormittag, die Tür schlug krachend hinter ihm zu und hinterließ Günter und Frida-Marie in einer Wolke aus kaltem Tabakrauch.


Das Krachen der Tür hallte noch Sekunden nach. Günter fühlte sich wie ein kleiner Junge, der im Labor mit Substanzen gespielt hatte, deren Sprengkraft er nicht begriff. Er schämte sich vor dem Intellekt der Frau, die neben ihm saß. Erst nach einer gefühlten Ewigkeit hob er den Kopf. Das grelle Licht schien Frida-Marie gnadenlos zu entlarven. Sie saß da, die weißen Söckchen in den Sandalen nun ein wenig schmutzig, das Gesicht gezeichnet vom hormonellen Nachbeben der Nacht.


Günter schob ihr einen Geldschein wortlos über die klebrige Tischplatte zu. „Nimm das für ein Taxi. Fahr nach Hause, Frida-Marie. Und halte dich von diesem Mann fern. Hagen ist ein gefährliches Raubtier. Er zähmt nicht, er bricht nur. Er hat dich vorhin behandelt wie ... wie Abfall.“


Frida-Marie starrte auf den Geldschein, doch sie griff nicht danach. Sie sah Günter direkt in die Augen, und das Mitleid, das sie dort fand, schien sie mehr zu verletzen als Hagens Grobheit.


„Glaubst du, ich weiß das nicht?“, sagte sie leise, und ihre Stimme hatte die Brüchigkeit von dünnem Eis. „Ich habe gespürt, wie die Kälte der Luft meine Haut traf, als er mich vor euren Freunden entblößt hat. Ich habe den Schmutz auf diesem Tisch gesehen, während er mich bedrohte.“ Sie machte eine Pause und ein qualvolles Lächeln umspielte ihre Lippen. „Aber wissen Sie, was das Schlimmste ist, Günter? In dem Moment, als er meinen Kopf hielt – fast zärtlich für seine Verhältnisse – da gab es eine Sekunde, in der ich mir nichts sehnlicher gewünscht habe, als dass er aufhört zu reden und meinen Schädel endlich auf diesen Tisch knallt. Nur damit das Denken aufhört. Damit die Welt endlich so ehrlich und grausam wird, wie sie sich in seinen Händen anfühlt.“


„Wissen Sie, Günter ...“, sagte sie, während sie den Geldschein endlich einsteckte, „vorhin habe ich gesagt, dass das alles hier krank ist. Dass es widerwärtig ist, wie ihr über sie redet. Und ich hatte recht. Es ist krank.“


Sie trat einen Schritt näher an den klebrigen Tisch heran und blickte auf die Stelle, auf die Hagen eben noch eingedroschen hatte.


„Aber ich habe etwas begriffen, während ich hier zwischen Ihnen saß. Sie wollen sie testen? Sie wollen wissen, ob die Frau Oberärztin einknickt? Ich sage Ihnen, was passieren wird: Sie wird einknicken. Aber nicht, weil Hagen so stark ist, sondern weil sie genau wie ich darauf wartet, dass endlich jemand kommt, der keine Angst vor ihrem Intellekt hat. Jemand, der ihr Denken einfach auf diesem Tisch zerschmettert.“


Sie sah ihn mit einem Blick an, der Günter das Blut in den Adern gefrieren ließ.


„Sie spielen ein gefährliches Spiel, Günter. Sie schicken den Wolf zu ihr, um ihre Treue zu prüfen. Aber was werden Sie tun, wenn sie ihn nicht nur hereinlässt, sondern ihn nie wieder gehen lassen will? Wenn der Wolf erst einmal im Haus ist, wird er nicht nur sie zerstören – er wird Ihre ganze kleine Welt in Stücke reißen. Viel Glück bei Ihrem Experiment. Sie werden es brauchen.“


Sie verließ die Kneipe, ohne sich noch einmal umzusehen. Was Günter jetzt noch nicht wissen konnte: In genau sechs Wochen würde ihr Hunger stärker sein als jede akademische Vernunft ...


Fortsetzung: Sollbruchstellen 03 - Schattenreich

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